[Frankfurter Buchmesse] Interview mit David Givens. Autor der „Angor-Reihe“.

David mit seiner bezaubernden Frau Tina.

Lieber David, danke das du mir heute deine Zeit schenkst, um mir ein paar meiner wissbegierigen Fragen zu beantworten.


Letztes Jahr traf ich dich, auf der Frankfurter Buchmesse. Da wusste ich noch nicht, was für wundervolle Bücher du schreibst. Bücher, die mich komplett in den Bann gezogen haben.
Als geneigte Leserin, möchte ich natürlich jetzt einiges von dir, über dich und über dein Schreiben wissen.


Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Das war eindeutig Geschichte! Ich weiß, dass gerade dieses Fach für die meisten Menschen eher das Langweiligste war, doch ich habe mich schon immer unheimlich für das Mittelalter interessiert, was man aus meinen Geschichten herausließt. Deshalb habe ich schon sehr früh mit der Recherche begonnen. ;P


Sport oder Sportmuffel?
Früher war ich immer ein schlimmer Sportmuffel. Das hat sich erst geändert als ich den für mich perfekten Sport entdeckt habe. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie überrascht meine Frau
geschaut hat, als ich ihr erzählte, dass ich mich einem Sportverein anschließe. Der Sport, der mich überzeugt hat, war natürlich HEMA, wo es darum geht den Kampf mit mittelalterlichen Waffen nach Originalquellen zu erlernen. Inzwischen mache ich das seit mehreren
Jahren und bin sogar zum Trainer in unserem Anfängertraining aufgestiegen.


So viel ich weiß, hast du nach der Schule eine Ausbildung zum Schmied gemacht. Ein ziemlich ungewöhnliches Unterfangen. Der wächst ja nicht auf den Bäumen. Auch glaube ich nicht, dass es leicht war einen Menschen zu finden, der dir dieses Handwerk beibringen konnte.


Wie ist es dir gelungen, einen Ausbildungsplatz zu finden?

Das stimmt. Die meisten Metallfachbetriebe beschäftigen sich kaum noch mit der Schmiedekunst.
Zum Glück ist meine Heimat um Würzburg von vielen historischen Bauten geprägt, weshalb sich ein paar Schmieden erhalten haben. In einer dieser habe ich vor vielen Jahren eine Ausbildung zum Schmied angetreten. Die Arbeit mit Feuer und glühendem Metall hat mich einfach von Anfang an verzaubert.


Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen?
Das es nicht unbedingt große Kraft erfordert, um etwas einmaliges zu erschaffen. Viel wichtiger sind Geduld, Beständigkeit und ein Gefühl dafür, womit man es zu tun hat. Technik ist dabei viel wichtiger
als rohe Stärke.

Dein Buch „Angor – Auf den Spuren einer Legende“ habe ich mir gekauft.
Es erst vor kurzem in fast einem Zug genossen. Die Bilder die du heraufbeschwörst und die Details, können nur von einem Menschen stammen, der dieses Handwerk, nicht nur gelernt hat, sondern
auch lebt.


Bist du noch oft, in einer Schmiede zu Gange oder ist das Schreiben jetzt doch der größere Teil in deinem Leben? Obwohl deine Frau das wohl Wichtigste für dich ist. Was ich gut verstehen kann. Sie ist zauberhaft.

Leider kommt das Schmieden in meinem Leben viel zu kurz, und das obwohl ich sogar alle benötigten Werkzeuge und Materialien bei mir Zuhause habe. In den Jahren seit meiner Ausbildung, hat das Schreiben jedoch einen immer wichtigeren Platz in meinem Leben gefunden. Die Geschichte um Angor zu erzählen wurde zu einem konstanten Leitstern für mich.


Habt ihr Tiere? Angor ist ja sehr tierlieb.
Ja, wir haben zwei Katzen. Zwei schwarze Katzen, die sehr zum Leidwesen meiner Frau viel öfter an mir hängen, als an ihr. Nicht selten wirft sie mir mit einem frechen Zwinkern zu, dass ich aus Katzenminze bestehen muss, weil die kleinen Fellknäule mich so gerne haben.


Wie viel von Angor steckt in dir? Das ist wohl die häufigste Frage, die man so als Autor bekommt. Aber ich denke, durch eure Gemeinsamkeiten, könnte da der ein oder andere Berührungspunkt
sein.

Mit Angor verbindet mich einiges. Nicht zuletzt sein beruflicher Ursprung und seine Begeisterung für den Schwertkampf. Genau wie er übte ich mich schon seit meiner Kindheit im Umgang mit dem Schwert, wofür mein Bruder immer wieder herhalten musste. Auch seinen Sinn für Ehre und Gerechtigkeit teile ich. Es ist mir sehr wichtig anständig mit anderen Menschen umzugehen und jedem das Gefühl zu geben, wertgeschätzt zu sein.


Gibt es eigentlich auch Seiten, die du an Angor nicht magst?
Ja. In meinen Augen verfolgt er manche seiner Ziele zu ungeduldig. Das er dabei bereit ist gewaltige Risiken nicht nur für sich, sondern auch für viele anderen einzugehen wäre etwas, das ich nie tun würde.


Wie ich jetzt erfahren habe ist Angor schon um 3 weitere Bände gewachsen. Weshalb ich mich schon im Herbst / Winter lesend mit einem Tee und einer Decke über den Knien auf meinem Lesesessel
sehe. Darauf freue ich mich schon jetzt. Nicht jeder hat das Können Welten zu erschaffen, in die man gerne zurückkehrt. Danke dir dafür.
Nun aber weiter mit meinen sehr neugierigen Fragen.

Band 4

Was für Hobbys hast du? Außerhalb des Schreibens.
An erster Stelle natürlich den Schwertkampf in meinem HEMA Verein. Es vergeht keine Woche in der ich nicht eines meiner Schwerter (Ja, mehrere) in der Hand habe und mich einem Gegner stelle.
Abgesehen davon bin ich noch Teil einer Mittelaltergruppe, mit der zusammen ich historische Märkte besuche und den Leuten das Leben der Menschen im Mittelalter erkläre. Als Ritter und Anführer der
Gruppe führe ich meine Gefährten dabei auch immer wieder in hitzige Gefechte.
Meine Geschichten profitieren so, direkt von meiner eigenen Erfahrung und meinem Fachwissen als historischer Darsteller.


Hast du spezielle Tageszeiten, an denen du gerne schreibst?
Wenn ich frei entscheiden kann, dann am liebsten am frühen Nachmittag oder besser noch am Abend und dann bis in die Nacht hinein.


Bist du, dann völlig im Schreiben versunken und bekommst gar nichts mit, oder klopft das Leben immer mal wieder an deine Tür.

Wenn ich schreibe, tauche ich komplett in meine Geschichte ab. Ich lass mich vom Strom der Ereignisse mitreißen, und lebe für einige Momente an der Seite meiner Charaktere, während meine Finger das Erlebte auf die Buchseiten bannen. Meine Frau beschwert sich nicht selten, dass sie schon seit längerem mit dem Abendessen wartet, weil mich wieder die Muse geküsst hat.

Dein Buch hat mich wirklich berührt, kann das Gefühl gerade gar nicht beschreiben. Ich möchte wieder zurück in den nächsten Band.
Du erwähntest, dass es dich, zeitweise auch aus Franken wegzog. Weshalb warst du weg aus deiner
Heimat? Könntest du mir mehr darüber berichten.

Das hatte seiner Zeit berufliche Gründe. Allerdings auf Seiten meiner Frau. Sie absolvierte vor einigen Jahren eine Umschulung und wir wussten schon damals, dass sie nach ihrem Abschluss versetzt
werden wird. Für mich war da natürlich klar, dass ich sie begleiten werde.
Das wir nach nur kurzer Zeit zurück in die Heimat konnten, hat mich trotz der guten Zeit in der Ferne sehr gefreut.


Wann kann man dich, das nächste Mal treffen?
Zum Beispiel auf einer der Buchmessen, auf denen ich dieses Jahr noch zu finden sein werde. Da wäre an erster Stelle die

3. Koblenzer Buchmesse am 25.10.26,

aber auch bei der

Augsbuch am 07.11.2026
werde ich wieder dabei sein. Die letzte Messe, die ich in diesem Jahr besuchen werde, ist die

1. Buchmesse in München, die am 14.11.26 stattfindet.

Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwarten wird. Ich hoffe natürlich auf viele tolle Begegnungen und nette Gespräche mit den zahlreichen Besuchern.


Webseite: https://davidgivens-autor.de/
Instagram: @angor_david_givens

So genug der vielen Fragen wahrscheinlich würden mir jetzt noch 1000 andere einfallen, aber ich will dich ja vielleicht noch ein zweites Mal interviewen.
Wer weiß das schon? Und da möchte ich mir schon ein paar Fragen aufheben.

Vielen Dank für deine kostbare Zeit, lieber David.

Wünsche dir viel Erfolg mit deinen Büchern.

[Frankfurter Buchmesse] Tag 1 – 08. Oktober 2026

Was für ein Tag. Früh aufstehen und dank meines lieben Mannes kam ich pünktlich auf den Zug. Der war sogar mal pünktlich. Das sollte ich echt rot im Kalender eintragen.

Ich habe mich auf jeden Fall gefreut als ich 6:43 Uhr den Frankfurter Boden betrat. Mit meinem Koffer, ging es dann erstmal in Richtung Hotel. Den ich dann ganz allein zurückließ. Ihr kennt ihn ja, er macht mir also gerade Vorhaltungen, was hätte alles passieren können, als er da so allein rumstand. Wenn der nur wüsste, dass er die nächsten Tage auch des Öfteren allein sein muss.

Verratet es ihm bloß nicht. Dann komme ich morgen früh gar nicht hier raus. Man hat also so seine Sorgen mit dem Gepäck. 😀

Okay, nun weiter im Text. Das Schöne ist, mein Hotel ist gar nicht weit weg von der Messe. Ich habe sogar Kaffeemaschine und Wasserkocher auf dem Zimmer. Das ist so klasse. Schlürfe also gerade während ich, vom ersten Tag berichte, an einem Chai Latte.

Schon um kurz nach 8 Uhr war ich auf dem Weg zur Halle 3.0 Da habe ich mich dann doch etwas umgeschaut. Denn nicht alles war so wie ich es kannte. Kaum ein Stand war an seinem Platz. Da fehlte mir doch gleich das bekannte Feeling. Ich wusste ja von den Umstrukturierungen der Hallen und auch des Messebetriebes, aber das hatte ich dann doch nicht erwartet. In Halle 3.0 fehlten mir doch einige der gewohnten Verlage.

Schulterzuckend, machte ich mich ans Werk und fotografierte was das Zeug hielt. Das Licht war teilweise noch gar nicht richtig an. Spannend.

Thalia

Münchner Verlagsgruppe

emons: Verlag

Piper Verlag

Ullstein Verlag

Reclam Verlag

Relax Plätze gab es auch. Früher war da, der ein oder andere Stand.

Peter Hammer Verlag

Schöne Bücher Netzwerk

Wem lief ich als erstes über dem Weg? Na könnt ihr es erraten? Nein. In Ordnung nicht so drängeln, ich verrate es euch ja schon. Gerd Fischer, Verleger vom Mainbook Verlag Halle 3.0 B50 und Thorsten Fiedler dem Autor der Offenbach-Krimis und noch anderen tollen Büchern. Ein super Gespann. So früh am Morgen, haben wir noch kein Foto für euch. 😉

Nach einer Umarmung hieß es, wir sehen uns später, und dann wurde weiter fotografiert. Ich dachte echt, ich hätte gar nicht so viele Fotos gemacht. Echt!? Meine Galerie zeigt da leider erschreckend anderes. 😎

Es gab supertolle Begegnungen. Freunde und Menschen die mir ans Herz gewachsen sind. Menschen die man kennenlernen durfte. Ich lief Klaus-Peter Wolf und seiner Bettina praktisch in die Arme. *kicher*.

Nach meiner anfänglichen Verwirrung wegen der Standänderungen, fühlte ich langsam diese Aufgeregtheit in mir. Hier zu sein, bedeutet mir sehr viel. Es ist eine ganz besondere Zeit für mich. Also habe ich ganz viel genetzwerkt, wie das heute heißt. Visitenkarten haben die Besitzerin und Besitzer getauscht. Man hat gemeinsam gelacht und sich auch ernst unterhalten. Man ist in das Leben der Anderen eingetaucht. So einiges habe ich dadurch erfahren.

Einige dieser wundervollen Menschen darf und durfte ich interviewen. Aber dazu gibt es dann weitere Beiträge. Für mich ist das Treffen, auf der Buchmesse mit den Menschen die ich kenne und sehr schätze, wie ein großes Familientreffen.

Das P auf meinem Ticket habe ich jetzt tatsächlich schon das 21. Jahr. Ihr seht ich habe sogar Sebastian Fitzek eingeholt der dieses Jahr sein 20-jähriges feiert. Dabei, bin ich aber schon viel länger.

Sogar schwanger, das war 2004, ließ ich es mir nicht nehmen auf die Buchmesse zu fahren. Dank meines Papis, der mich begleitete, war das möglich. Das war leider das einzige Mal, das er mit mir hier war. Im Jahr darauf war unsere Maus Lisa noch so klein, das ich natürlich nicht auf der Messe war.

Warum ich euch das erzähle? Mein Papi ist seit über zwei Jahren nicht mehr hier, aber ich gehe jedes Jahr zum „Diogenes“ Stand. mache immer Fotos. Denn er hat diesen Verlag geliebt. Vor allem die Bücher von Jules Verne. Ich hatte ihm zu Lebzeiten fast alle besorgt, das waren eine Menge.

Entschuldigt, für die kurze sentimentale Ausschweifung. Mir kamen nur die Tränen als ich wieder dort stand.

Diogenes Verlag

Jetzt aber wieder zum lustigeren Teil. Hier nun die Fotos um meine Erzählungen zu belegen. Viel Freude beim Durchblättern.

Gmeiner Verlag

Die Leseinsel der unabhängigen Verlage.

Kunstmann lieber lesen!

Der Stand von buchkultur.

Klett-Cotta Verlag

Dumont Verlag, einer meiner Lieblingsverlage.

Kein & Aber Verlag

Katapult

Cornelsen I Pons I Langenscheidt

Literatur in Hessen – ein sehr wichtiges Thema, nicht nur in Hessen sondern im ganzen Land. Würde sogar soweit gehen, auf der ganzen Welt.

Penguin Random House Verlag

Hanser Verlag

Suhrkamp I Insel Verlag

Hoffmann & Campe Verlag

Na wen haben wir denn da. Alexander Oetker auf Leinwand. Es ist mir sofort ins Auge gesprungen.

C.H.Beck

Aufbau Verlage

Klett Verlag

Es gab Eis. Bei den langen Schlangen, habe ich es aber erst gar nicht versucht.

Außenansichten:

Petrus hat es nicht gut mit uns gemeint. Er wollte nicht aufhören, Regntropfen nach uns zu werfen.

Kurz mal in Halle 5.0 gewechselt. Oh man sind die Decken niedrig. Irgendwie fühle ich mich hier, nicht so wirklich wohl. Warum ich dann hier bin, fragt ihr? Weil es hier die ein oder andere Lesung gibt, die ich gern hören möchte. Also ganz nach der Devise: Augen zu und durch.

Droemer Knaur Verlag

amazon publishing

Robert Habeck bei „Die Zeit“ über sein Buch „Arctic Meltdown – Die Neuvermessung der Welt“.

Lesung & Gespräch Alexa Hennig von Lange mit ihrem Buch „Alte Pfade“ aus dem Dumont Verlag.

Lesung & Gespräch Sibel Daniel mit ihrem Buch „Sturmtage“.

Dieses Gespräch und auch die Passagen, die aus dem Buch von der Autorin gelesen wurden, waren sehr eindrucksvoll.

Lesung & Gespräch Anja Saskia Beyer mit dem Buch „Sieben Jahre bis zu dir“. Liebe verändert sich. Manchmal müssen wir älter und reifer werden, um das Gewesene zu verstehen.

Lesung & Gespräch Melanie Thiele mit ihrem Buch „Heat & Heart – Liebe in Texas“. Liv will die Finger von Männern wie Noah lassen, doch ihre Gefühle sind dagegen. Sie kommen sich gefährlich nah.

Sie ist zauberhaft.

Besondere Begegnungen:

Yvonne Wundersee, eine superliebe Autorin, ihre Bücher haben Suchtgefahr.

Diana Ahrabian meine liebe Freundin, großartige Autorin und tolle Journalistin. 😍

Vanessa Jeske, ihr Buch werde ich demnächst lesen. Bin schon gespannt.

Jetzt habe ich doch ein Foto für euch.

Thorsten Fiedler (li.) und Gerd Fischer (re.) Hier bei den Zwei, fühle ich mich wohl. Mal schauen wie lange sie es mit mir aushalten. 😉

Alexander Oetker, ein total sympathischer Mensch und Autor. Seine Bücher sind super.

Spaß mit Freunden. (v. li. na. re.) Christine, Petra Schier, ich (Mist, jetzt habe ich mich verraten.), Heike Klein, Gabi Haug und Manfred Haug.

Rebecca Reiss, eine liebe Freundin und Bloggerin.

Ja sag mal, hat jemand mit Petrus geredet.

Das ist doch nicht etwa die Sonne. Nachmittags zeigt sich die Frankfurter Messe in schön.

Nun noch schnell was eingekauft und dann ab ins Hotel. Ist zum Glück nicht weit weg. Meine Füße wollen nämlich ihren Dienst, schon nach dem ersten Tag aufgeben. *tztztz* immer dieses Personal. 😏

Mein Hotelzimmer Best Western Macrander Hotel Frankfurt/Kaiserlei. Da kann man es aushalten.

Besondere Bücher:

Meine Mitbringsel:

[Frankfurter Buchmesse] Interview mit der talentierten Autorin Gabi Haug

Liebe Gabi,

vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst, für ein paar meiner Fragen. Wir kennen uns ja schon länger. Gerade deswegen, möchte ich heute ein bisschen mehr über dich erfahren.

Du bist ja fast ein Christkind? Nur ein Tag vor Weihnachten 1961 wurdest du geboren. Wie war es für dich an Weihnachten, hast du immer ein extra Geschenk bekommen? Oder habt ihr am 23. gefeiert?

„Nicht ganz: In meiner Geburtsurkunde steht der 23.12. um 1:20 Uhr – ein Fehler der Hebamme, die das Datum so an das Standesamt weitergab. Meine Mutter ging aber erst am Nachmittag des 23.12. in die Klinik, die gegenüber unseres damaligen Wohnhauses lag. Ich bin am 24.12. geboren. Sie hat es beim Unterschreiben auch nicht gesehen. Somit steht der 23. in meiner Geburtsurkunde.“

„Gefeiert wurde immer und Geschenke gab es auch.“

Wo hast du deinen lieben Mann Manfred kennengelernt?

„Manfred habe ich in dem Blumengeschäft in Niederrad kennengelernt, in dem ich meine Ausbildung zur Floristin gemacht habe – genau in dem Stadtteil Frankfurts, in dem auch mein Roman Die Wäscherin von Niederrad spielt.“

War es schon immer dein Traum, zu schreiben?

„Schreiben war in meiner Kindheit, durch meine Legasthenie eher ein Albtraum. Mein Interesse am Schreiben begann erst mit den Herr der Ringe-Fanfictions. Erst waren es Gedichte, dann kleine Geschichten, die sich später zum Verfassen eigener Romane entwickelten.“

2017 stand das erste Buch im Regal. Welches war es?

„Mein erstes veröffentlichtes Buch als Selfpublisher bei BoD war Projekt Elf, eine Fantasygeschichte, die zwischen Heidelberg und Neuseeland spielt.“

Welche sind seither dazu gekommen?

„Oh, jetzt folgt eine kleine Liste von mir – quasi der offizielle Beleg dafür, dass man auch mit Legasthenie und Ideen im Kopf, irgendwann Bücher in die Welt setzen kann.

Feuer der Herzen, Verlag: Books on Demand, 2018

Galgenstrick und Liebesglück, Verlag: Books on Demand, 2019

Lidwina, die Scharfrichterin, Verlag: Books on Demand, 2020

Highland – Saga Teil 1 bis 4

  1. Träume des Highlanders, Verlag: Books on Demand, 2019
  2. Herzens Dieb, Verlag: Books on Demand, 2020
  3. Highlanderinnen zum Verlieben, Verlag: Books on Demand, 2022
  4. Wege der Herzen, Verlag: Books on Demand, 2023

Vermächtnis der Altvorderen, Verlag: Books on Demand, 2021

Die Frankfurt Ortsteil Saga – bis jetzt Band 1 bis 3

  1. Die Wäscherin von Niederrad, Verlag: Books on Demand, 2024
  1. Die Köchin von Hofgut Goldstein – Der Weg zum Glück, Verlag: Books on Demand, 2025
  1. Die Schankwirtin von Bornheim, Verlag: Books on Demand, 2025

Jugendbuch:

Die unendliche Macht des Drachenblutes, Verlag: Books on Demand, 2025, als Zweitauflage Gabi Haug, H.G Lumiell

Erstauflage erschien unter H.G Lumiell 2018

Und unter Pseudonym: Ele Wegner der erste Dark-Fantasy-Roman

Eselem-Saga Teil 1 – Wenn Feuer und Finsternis sich bezwingen, Verlag: Books on Demand, 2026

Wann ist deine Zeit, um zu schreiben? Morgens, mittags oder abends?

„Ich habe früher oft am Abend geschrieben, wenn mein Mann im Dienst war – auch zur Ablenkung vom Alltag und von Verlusten. Feste Zeiten habe ich heute nicht mehr. Als Hobby-Autorin und Selfpublisherin hat man zum Glück keinen Verlagsdruck.“

Brauchst du Ruhe zum Schreiben? Oder hörst du Musik dabei?

Ich brauche Ruhe zum Schreiben. Da ich oft, auch zwischendurch im Recherchematerial blättere. Vor allem bei historischen Romanen.

Wie, und in welcher Weise schreibst du? Computer oder von Hand?

„Die Geschichte / das Exposé selbst am Computer.“

Deine Romane mit Lokalkolorit sind wunderbar, wird es weitere geben?

„Ja, ich arbeite an einem Kurzroman zu der Frankfurt-Reihe.“

Du recherchierst sehr intensiv. Wo überall, warst du schon in deiner Stadt?

„Ich kenne Frankfurt sehr gut, ist ja schließlich meine Geburtsstadt! Dann gibt es diese tollen Stadtteilmuseen – so in Niederrad, Bornheim und Schwanheim. Die wunderbaren Bücher von Stadtteil-Historikern und die Publikationen der Frankfurter Sparkasse, sind mir bei der Recherche eine große Hilfe gewesen. Natürlich greife ich auch auf das Historische Museum und viele weitere Quellen zurück.“

Was genau reizt dich an den Geschichten, rund um deine Heimatstadt?

„Die Liebe zu den Stadtteilen! In Bornheim bin ich geboren, der Zoo war damals ganz in der Nähe; in Niederrad habe ich meine Lehrzeit verbracht, meinen Mann kennen und lieben gelernt und unseren Sohn großgezogen. Goldstein kam als Idee dazu, weil Leser meinten: ‚Kannst du da nicht auch mal was über das Hofgut schreiben?‘ Und man erfüllt auch mal gerne einen Wunsch, wenn das Recherchieren so viel Spaß macht.“

Gab es etwas beim Recherchieren, das dich sogar nach all den Jahren noch überrascht hat?

„Ja, die Hilfsbereitschaft der Menschen ist wunderbar, die sich mit der Stadtgeschichte beschäftigen. Leider gerät das Interesse daran bei jungen Leuten oft ins Hintertreffen – der Nachwuchs fehlt.“

Wo beginnst du mit der Recherche?

„Kommt darauf an. Mal mit Dokus, Reiseführern oder wie bei den Frankfurt Romanen direkt vor Ort.“

Hast du Tipps, für junge Autorinnen und Autoren wie man die Recherche erfolgreich durchführt?

„Ich denke, es kommt sehr auf das Genre an – jedenfalls sollte man den Mut haben, Menschen zu fragen, die sich mit der Thematik auskennen und sich dafür interessieren.“

„Die Eselem Saga“ hat mich tief beeindruckt. Wird es eine Fortsetzung geben?

„Zuerst einmal Danke, ich freue mich, dass dir die Geschichte gefällt. Auch für deine Hilfe.

Ja, eine Fortsetzung der Eselem Saga ist geplant.“

Du hast auch schon eine schottische Reihe veröffentlicht. Erzählst du uns bitte, um was es in den Büchern geht.

„Schottland hat für mich eine ganz eigene Magie, auch wenn ich noch nicht dort war – diese Mischung aus rauen Highlands, tiefen Lochs, nebelverhangenen Burgen und einer unglaublichen Fülle an Geschichten. Ich habe viel darüber gelesen und auch etliche Bilder von Freunden gesehen, die das Land bereist haben.“

Die Highland-Saga – Eine epische Reise durch Generationen.

Alles beginnt im Jahr 1263 mit einer erbitterten Fehde: Der junge Laird Logan MacRaily entführt bei der Belagerung der MacMorvens die junge Màiri Ane. In ihr erkennt er ausgerechnet die Frau, von der er in so manchen Nächten geträumt hat – und muss nun herausfinden, ob sie Hass oder tiefe Seelenverwandtschaft für ihn empfindet. Die Geschichte entwickelt sich über die Jahre weiter: Im Frühjahr 1283 gerät Grace – die 18-jährige Tochter von Logan und Màiri – nach einem dramatischen Überfall und Gedächtnisverlust in die Hände der feindlichen MacCannums, wo sie nach ihrer Rettung durch Duran erkennen muss, in welcher Gefahr ihr Leben und ihr Herz schweben. Diese familiären Wurzeln und dramatischen Verstrickungen spiegeln sich auch in den folgenden Generationen wider, wenn Mutige wie Ayden MacDeven und Davina um Schutz und Liebe kämpfen, während im Hintergrund dunkle Schatten lauern. Schließlich führt der Weg im Jahr 1308 zu Arran, der zur Ausbildung auf eine englische Feste geschickt wird. Nach den Wirren und der historischen Schlacht von Bannockburn im Juni 1314 muss er sich seinen tiefsten Selbstzweifeln stellen, nachdem er sein Herz an die junge Kinderfrau Melisende verloren hat.

An was arbeitest du zur Zeit?

„An der Eselem Reihe und der Kurzgeschichte zu den Frankfurt Romanen.“

Du sprichst offen über deine Legasthenie. Finde es großartig, das du dich nicht von deinem Traum abhalten lässt. Willst du dadurch anderen Mut machen, ihren Traum vom Schreiben zu leben?

„Was die Legasthenie angeht, ich bin 1961 geboren. In den Grundschule gab es kaum geschultes Personal, spezielle Förderklassen oder Nachteilsausgleiche. Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche wurden von Lehrkräften und selbst von ihren Eltern häufig fälschlicherweise als „faul“, „dumm“, „unkonzentriert“ oder „erziehungsresistent“ eingestuft.

Ich habe in meiner Schulzeit teils sehr darunter gelitten. In den Naturfächern und Geschichte war ich gut, selbst Aufsätze waren nicht schlecht bewertet, wenn die Rechtschreibung nicht ausgenommen war. Da es zwei Formen gibt – die erbliche Legasthenie und die erworbene Lese-Rechtschreibschwäche – und leider Kinder auch heute noch oft fälschlicherweise als dumm und faul bezeichnet werden, bricht mir das das Herz.

Unser Sohn hat die Legasthenie, ebenfalls von mir mitbekommen und musste denselben harten Kampf führen. Weil wir gemeinsam um seine Förderung kämpfen mussten, ist es mir heute ein Herzensanliegen: Ich möchte Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen Mut machen, nicht einfach aufzugeben, sondern ihren eigenen Weg zu gehen. Legasthenie ist kein Mangel an Intelligenz, sondern oft einfach eine andere Art, die Welt zu sehen – und sie hindert niemanden daran, seine Träume zu erreichen. Das sehen wir an vielen Berühmtheiten, ob im Film, in der Medizin und Wissenschaft oder in der Kunst usw.“

Hast du durch das Schreiben, deine Legasthenie verbessert?

„Ein bisschen schon. Vor anderen vorzulesen, klappt aber immer noch nicht.“

Eine kleine Geschichte: Früher hat man Schiffahrt noch mit zwei F geschrieben, außer man hat das Wort getrennt, also Schiff-Fahrt. Ich habe Schifffahrt oder Rollladen somit damals falsch geschrieben, was heute mit der neuen Rechtschreibung vollkommen richtig ist. Damals habe ich dafür eine Fünf kassiert – das würde mir heute nicht mehr passieren. “

Der lokale Buchhandel ist dir wichtig. Was könnte man deiner Meinung nach ändern, um auch den kleineren Buchhandlungen eine Chance zu geben?

„Selfpublisher-Autoren könnten ihre Belegexemplare über den Buchhandel bestellen, und auch Leser können direkt in den regionalen Buchhandel gehen. Leider verlieren wir immer mehr dieser hübschen kleinen Geschäfte, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir sind mit unserer Buchhandlung im Ortsteil sehr verbunden und auch dankbar, denn wir wurden mit den Frankfurt-Romanen in deren Bestand aufgenommen.“

Wo kann man dich treffen?

„In Frankfurt am Main. Im Oktober an einem Fachbesuchertag auf der Frankfurter Buchmesse.“

Instagram: www.instagram.com/gabi.haug/

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Facebook: www.facebook.com/Gabis.Romane

Facebook: www.facebook.com/gabi.haug.71

Herzlichen Dank für die spannenden Fragen, dein Interesse und die Gelegenheit, an deinem Blogbeitrag mitzuwirken!

Deine Gabi Haug aka Ele Wegner

Ich mit Manfred und Gabi Haug

Danke dir, es war mir ein Vergnügen.

[Frankfurter Buchmesse] Interview mit der faszinierende Autorin Chrissy Em Rose

Liebe Chrissy, stell dich bitte kurz vor. 

Ich bin 38 Jahre jung und liebe es meine Leser gerne in fantastische Welten. Seite 2023 darf ich das auch Hauptberuflich machen, was mich sehr stolz macht. 

Seit 2012 schreibst du und veröffentlichst deine Werke. Welches Buch war dein Erstling? 

2012 kamen die Chroniken der Leandra Elfenwald bei einem Verlag raus. 

Du hast vier Kinder. Wie integrierst du dein Schreiben in den Alltag? 

Meist schreibe ich spät am Abend. Es hat sich herausgestellt, dass es für mich die beste und kreativste Zeit ist. 

Deine Töchter unterstützen dich auf den Messen. Lesen sie genauso gern wie du? 

Die eine ja, auch wenn ein völlig anderes Genre als ich, die andere nein. 🙂

Was sagen deine Söhne dazu? Sie sind sicher stolz auf ihre Mama. 

Ich glaube sie verstehen nicht genau was ich mache. 🙂

Du bist die Autorin der Rosenmagie und Dornenschmerz. Erkläre bitte die Zwei Begriffe. Woher stammen sie?

Die Rose ist eine ganz besondere Blumen. So schön wie sie anzuschauen ist und so gut wie sie riecht, so schnell kann man sich an ihren Dornen verletzen. Die Rose begleitet mich schon beinah mein ganzes Leben, daher war es mir wichtig sie auch in meinem Logo zu erwähnen. 

Erzähl bitte von deinem neuen Buch, um was geht es. Schreibst du täglich? 

Ich schreibe aktuell am letzten Band meiner Rules of Kings Reihe. Es geht um vier Protagonisten, die alle ihre eigene Geschichte erleben und am Ende führt sie zu einer großen und Ganzen. 

Was benötigst du zum Schreiben? Gibt es einen gewissen Ort zum Schreiben, an dem du dich am wohlsten fühlst? 

Ich schreibe direkt am Laptop und bevorzugt an meinem Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer. 

Gibt es ein Land, in das es dich immer wieder zieht? 

Die ganze Welt ist wundervoll und ich hoffe sehr viel davon zu sehen. Einige Länder durfte ich schon bereisen, andere stehen noch auf meiner Liste. 

Bist du eine Abenteurerin, oder liegst du auch gerne mal am Pool? 

Beides. 🙂 Ich bin schon den Jakobsweg gelaufen, kann aber auch sehr gut auf einer Liege verweilen 🙂

Welches Tier wärst du gerne? 

Hmm ich weiß nicht genau. Vielleicht ein Rabe. Sie sind schlau und wunderschön. 

Hast du neben dem Schreiben, auch noch andere Hobbys? 

Ja, ich spiele Theater und bin die Gruppenleiterin der Kinderfeuerwehr bei uns im Dorf. 

Du bist eine sehr besondere Persönlichkeit, du strahlst so viel Kraft und Mut aus. Woraus ziehst du deine Energie?

Ehrlich gesagt habe ich jetzt bestimmt fünf Minuten über diese Frage nachgedacht und versuche sie mal zu beantworten. Selbstbewusstsein spielt hier glaube ich eine große Rolle. Ich habe lange gebaucht um zu wissen wer ich bin und was ich will und kann. Wenn man diese Fragen für sich beantworten kann und hier geht es nicht um Überheblichkeit oder auch andersherum falsche Bescheidenheit, dann ist das der Grundstein für Mut und Kraft. Ich denke, die Energie kommt aus mir selbst. 

Deine Bücher sind alle Kunstwerke. Woher nimmst du die Ideen? Wer hilft dir bei der Umsetzung? 

Ich arbeite mit verschiedenen Coverdesignern zusammen. Die Ideen kommen uns meistens zusammen im Gespräch. Ich arbeiten mit den Designern immer sehr eng zusammen. Wir sind im regen Austausch. 

Bei wie vielen Verlagen, veröffentlichst du deine Werke? 

Die meisten bisher im Selfpublishing und  eins im Drachenmondverlag. 

Du hast einen eigenen Stand auf der  Frankfurter Buchmesse und bist auch sonst viel unterwegs. Wo kann man dich das nächste Mal treffen? 

Ende November auf der ComicCon in Stuttgart. Und es nicht die Letzte dieses Jahr. 

Wieviele Bücher sind von dir bisher  erschienen? 

Die magischen Bücher 1-5 

Daris und Leyla

Bis das letzte Sandkorn fällt 1-3 

Rules of Kings 1 und 2 

Black Wings 

Bei der Maimarkt-Anthologie habe ich auch mitgemacht. 

Wo findet man dich, im World Wide Web? 

Instagram: https://www.instagram.com/chrissy_em_rose/

Facebook: https://www.facebook.com/ChrissyEmRose

Tik Tok: https://www.tiktok.com/@chrissyemrose

Hier noch einige Impressionen vom Stand, auf der Frankfurter Buchmesse.

[Frankfurter Buchmesse] Die wundervolle Autorin Diana Ahrabian im Gespräch.

Heute möchte ich euch die talentierte Diana Ahrabian vorstellen. Sie hat ein Buch veröffentlicht, in dem sie eine Geschichte schrieb, die die tiefsten Abgründe von fünf ganz unterschiedlicher Menschen offenbart. Dies zu tun, fand ich genial und großartig umgesetzt.

Stell dich bitte kurz vor:

Mein Name ist Diana Ahrabian, den Nachnamen habe ich von meinem Vater, er war Perser und ich habe ihn trotz Heirat behalten, weil er so schön klingt. Geboren bin ich in München, aufgewachsen schließlich in einem kleinen Ort in Oberbayern, direkt an der Grenze zu Kufstein in Österreich. Mein Vater hatte dort als Arzt eine Unfallklinik geleitet, deshalb hat es mich, meine zwei älteren Brüder und meine Eltern nach Oberaudorf verschlagen. In Rosenheim bin ich aufs Gymnasium gegangen und nach dem Abitur sofort nach München gezogen, meiner Herzensstadt. Dort habe ich studiert, Diplom-Journalistik, und dann hat es mich nach NRW verschlagen. Grund ist mein wunderbarer Arbeitgeber WDR, für den ich seit inzwischen 35 Jahren als Reporterin tätig sein darf. Zunächst wohnte ich in Bonn, inzwischen aber seit 25 Jahren in Köln.

Ist das Leben von München im Gegensatz zu Köln, wirklich komplett verschieden? Du erwähntest das im Buch.

Ja, München ist völlig anders als Köln. Obwohl mein Herz nach wie vor für meine Geburtsstadt schlägt, muss ich zugeben, dass die Bayern viel arroganter und hochnäsiger sind als die Kölner. München ist schöner, keine Frage, aber Köln ist emotional betrachtet noch viel besser. Ich erkläre es anhand eines Beispiels: wenn du in München ins Straucheln gerätst, aus welchem Grund auch immer, dann landest du auf dem Boden. Wenn dir dasselbe in Köln passiert, wirst du nie den Asphalt berühren, weil viele Hände dich stützen und auffangen.

Hattest du bestimmte Menschen vor Augen, die in die einzelnen Charakteren einflossen?

Ja und nein. Die Charaktere in meinem Buch sind frei erfunden, aber es gab Inspirationen. Im Großen und Ganzen habe ich aber meiner Fantasie freien Lauf gelassen.

Du hast ja auch an dem Format „Menschen hautnah“ mitgearbeitet. Hat dich dies zu diesem Buch inspiriert?

„Menschen hautnah“ hat mich ganz klar inspiriert. Die Dokus, die ich für das Format machen darf und durfte, haben mir gezeigt, dass der „Blick dahinter“, der mir im Laufe der Dreharbeiten gewährt wird, oft ganz anders ist als der erste Eindruck. Für eine 45 Minuten Doku dreht man viele Tage zusammen, da erfährt man so einiges, was man nicht vermutet hätte. Wenn man wie ich fürs Fernsehen arbeitet, muss man ständig einen Faktencheck machen, gegenprüfen, verifizieren. Beim Buch schreiben muss ich das nicht, und das hat mir besondere Freude gemacht. Einfach mal Dinge in die Welt setzen, die es so gar nicht gibt, wie beispielsweise die DFB-Sichtungscamps, die eine reine Erfindung von mir sind.

Wie schaffst du es, trotz deines doch arbeitsreichen Tages beim WDR, die Zeit zu finden um zu schreiben?

Woher nehme ich die Zeit zum Schreiben – das ist einfach zu beantworten. Meine Schichten beim WDR sind überlang, um die zwölf Stunden am Tag. Dafür habe ich deutlich mehr Tage frei als nur die Wochenenden. Das ermöglicht mir, meine Zeit entsprechend einzuteilen. Ich habe meine WDR-Tage und meine Schreibtage. Bestenfalls schön abwechselnd, je nachdem, wie es der Dienstplan hergibt.

Gibt es Dinge, die für dich beim Schreiben unerlässlich sind?

Was ist beim Schreiben unerlässlich? Tatsächlich ein Wecker und je nach Handlung Taschentücher. Wenn ich schreibe, tauche ich so sehr in die Welt meiner Charaktere ein, dass ich die Zeit komplett vergesse. Ohne Wecker würde ich Verabredungen nicht einhalten können. Und Taschentücher. Bei der Geschichte von Anna beispielsweise habe ich drei Tage lang geheult während es Schreibens. Und bei Esther habe ich auch ein paar Tränchen vergossen.

Wie kam es zur Zusammenarbeit, mit dem Spica Verlag?

Den Spica-Verlag habe ich auf die herkömmliche Art gefunden. Ich hatte recherchiert, welche Verlage Belletristik veröffentlichen. Dann habe ich bei sieben Verlagen meine Leseproben und das Exposee eingereicht. Spica hatte als Erstes nach dem ganzen Manuskript gefragt und dann war der Vertrag auch schon unterschrieben.

Dein Buch ist sehr komplex, benötigst du hierfür einen Plot? Oder wie bereitest du es vor.

Tatsächlich hatte ich keinen Plot. Ich habe einfach drauf losgeschrieben und währenddessen kamen mir die ganzen Ideen zu meinen Figuren und ihren Lebensgeschichten. Manchmal flogen meine Finger so schnell über die Tastatur, dass ich selbst erstaunt mitlas, was für Sätze da rauskamen.

So war es auch beim zweiten Teil. Es gibt einen Plot Twist, den ich spontan entwickelt habe, einfach so, mittendrin, der jetzt auch wieder alles auf den Kopf stellt.

Du bist ein fröhlicher, liebenswerter Mensch. Das schätze ich an dir. Wer begleitet dich durchs Leben?

Mein Privatleben halte ich geheim. Auch wegen meines Fernseh-Jobs. Aber ich kann so viel verraten: zu meinem privaten Umfeld gehören unter anderem drei Freundinnen, die ich seit der ersten Klasse kenne. Wir vier wissen alles voneinander, und diese Freundschaft gibt mir mehr Sicherheit und Geborgenheit, als man sich vorstellen kann.

Und meine Fröhlichkeit liegt daran, dass ich die Fähigkeit habe, auch im größten Dreck noch ein kleines Goldstück zu finden. Für mich ist das Glas immer halb voll, egal was kommt.

Hast du Haustiere?

Ich liebe Hunde. Zu meinem sechsten Geburtstag bekam ich einen Rauhaardackel, Pascha, ohne ihn hätte ich mein Abi gar nicht geschafft, denn er war es, der sich immer geduldig anhörte, was ich mühsam auswendig gelernt hatte. Am Ende hätte er das Abi auch mühelos geschafft, so aufmerksam, wie er mich immer anschaute.

Danach hatte ich einen Hütehund, zusammen mit meinem Mann. Aber das schlechte Gewissen war unser Dauerbegleiter, weil wir beide berufstätig waren und immer das Gefühl hatten, dem Hund nicht gerecht zu werden.

Jetzt bin ich seit einigen Jahren ohne Haustier, wünsche mir aber wieder einen Hund, sobald ich die Zeit dafür habe. Also, wenn ich in Rente bin. Diese Kombi stelle ich mir auch schön vor. Schreiben, mit dem Hund rausgehen, Schreiben, mit dem Hund rausgehen…usw.

Welche Hobbies verfolgst du, in deiner Freizeit?

Mein größtes Hobby ist, man glaubt es nicht weil man es mir nicht ansieht, der Sport und die Sauna danach. Ich bin Mitglied in einem traumhaften Fitness-Center mit Spa-Bereich. Der perfekte Tag besteht bei mir aus drei S. Morgens an den Schreibtisch und Schreiben, mittags zum Sport, anschließend in die Sauna und währenddessen darüber nachdenken, wie es mit der Handlung im Buch weitergeht. Danach setze ich mich nochmal an den Laptop und schreibe weiter, bis ich müde bin.

Aber auch meine Arbeit beim WDR würde ich als Hobby bezeichnen. Ich liebe meinen Job über alles und freue mich jeden Tag aufs Neue auf die Herausforderungen, die er mit sich bringt.

Wo darf man dir lauschen?

Ich habe schon spannende Lesungen machen dürfen, unter anderem vor zwei Schulklassen, und ich habe in diesem Jahr noch drei Lesungen vor mir, die allerdings ausverkauft sind, deshalb macht es keinen Sinn, sie hier zu benennen. Die Orte sind ungewöhnlich, ein Campingplatz in der Eifel ist dabei, ein Bistro am Niederrhein in Xanten und ein Lesesalon. Für das neue Jahr gibt es auch schon einige Anfragen, die sind aber noch nicht terminiert.

Welche Messen besuchst du gerne?

Tatsächlich war ich noch nie privat auf einer Messe. Im Rahmen meines Jobs für den WDR gibt es vermutlich keine, auf der ich noch nicht war, aber einfach so wäre ich nicht auf die Idee gekommen, eine Messe zu besuchen.

Als Buchautorin war die Frankfurter Messe im letzten Jahr meine erste, dann kam Leipzig und jetzt wieder Frankfurt.

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Und hier noch ein paar Worte zu Bettina Lippenberger, für die ich die Fragen gerne beantworte:

Ich habe selten eine so engagierte und begeisterte Unterstützerin von Autoren erlebt, wie Bettina. Sie liebt und lebt es, und allein für die Begegnung mit Bettina hat sich das Schreiben für mich schon gelohnt. Unfassbar, wie viel Zeit, Geld und Elan Bettina aufbringt, um ihr Hobby zu leben. Dafür meinen allergrößten Respekt!

Entschuldige jetzt bin ich so gerührt, das mir nichts mehr einfällt.

Danke für deine kostbare Zeit. ❤️

Diana Ahrabian im World Wide Web:

https://www.instagram.com/dianaahrabian/

Rezension zu „Blick dahinter“:

Ihre Bücher findet ihr hier:

[Frankfurter Buchmesse] Tag 4 – 19. Oktober 2025

Guten Morgen, nach einem wunderbaren Frühstück, habe ich meinen Koffer aus dem Zimmer geholt.

Gepostet auf Instagram: Da steht er nun. Sich fortzubewegen, hat er keine Lust. Weigert sich standhaft, vorwärts zu rollen. Er meint sein Bauch, wäre so voll. Weiß gar nicht was er meint. *hust* Der soll sich mal nicht so anstellen. Jetzt murmelt er was von Ausbeutung. Na, das wird was bis ich den bei der Messe habe. 🥲

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Es hatte wirklich gedauert. Der Koffer hat sich extrem gesträubt. Dann aber war er in Halle 1.1 in der Garderobe. Jetzt musste ich sein nörgeln nicht mehr mitanhören.

Halle 3.0 „Amazon Publishing“ Elias Haller „Todesstimme“ Die Lesung war toll. Ich hatte Gänsehaut. Bin froh das ich dieses Buch, lesen darf.

Na, erratet ihr was für einem Beruf Elias Haller nachgeht?

Hey, nicht Google fragen. Menno. Hier die Auflösung:

Elias Haller, geboren 1977, ist Autor und seit über zwanzig Jahren Polizeibeamter.

Wir machten noch ein Foto. ☺️

Am „Hoffmann und Campe“ – Verlagsstand traf ich auf Alexander Oetker. Es war großartig ihn, mal persönlich zu treffen

Danke für das signierte Exemplar „Château Mort„.

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Der „Spica Verlag“ – Stand

Diana Ahrabians Bücher „Blick Dahinter“ & „Blick Zurück“

David Givens mit seinem Buch „Angor – Auf den Spuren einer Legenden“

Patrick Scholz mit seiner lieben Frau.

Jessica Winter bei „Amazon Publishing“ Sie liest aus ihrem Buch.

Sie ist so lieb.

„Ravensburger Verlag“ Als Ravensburger Mädle ist dies der Verlag meiner Kindheit. Früher hieß er „Otto Mayer Verlag“. Ich liebe diese Bücher einfach.

„Silbermund Verlag“

Bianca Iosivoni im Gespräch bei der 30 Minuten-WG.

Verschiedene Veranstaltungen.

„Mainbook Verlag“ – Mein Lieblingsverlag.

Thorsten Fiedler – sein neues Buch heißt „Kickersfluch“. Toller Autor und absoluter „Kickers Offenbach“ Fan.

Thorsten Fiedler, Stefan Schweizer, Gerd Fischer, Frank Schuster (v. links nach rechts) Mich erkennt ihr ja. 😉

Saskia Calden mit ihrem Buch „Das Geheime Zeichen“ bei „Amazon Publishing“ im Gespräch.

Der Inhalt ist echt gruselig. Freu mich aufs Lesen. Denn auch mich interessiert das mysteriöse Symbol. Wird es Evelyn Holm gelingen, näheres zu erfahren?

Der „dtv Verlag“ mit „Die Åre – Morde“ von Viveca Sten

Es war so schön Diana Ahrabian nochmals am „Spica Verlag“ zu sehen. Sie ist ein ganz besonderer Mensch.

Beim „Tesloff Verlag“ stand Matthias Maurer Rede und Antwort. Er ist ein deutscher Werkstoffkundler und ESA – Astronaut. Durch seine Teilnahme am Flug SpaceX Crew-3 im Jahr 2021 war er der 12. Deutsche der in den Weltraum gereist ist. (Quelle: Wikipedia)

Ein letztes Bild von mir, von der Messe.

Gepostet auf Instagram: So meine Lieben, ja jetzt ist es soweit. Habe nichts mehr auf meinem Zettel. Ein paar Sachen habe ich verpasst, aber es war eine tolle Messe. Jetzt laufe ich nur noch durch die Hallen, um noch das ein oder andere Buch zu entdecken. Ja, ich weiß wahrscheinlich habe ich tausende Bücher gesehen, bewusst wahrgenommen habe ich bei der Fülle von Büchern, wahrscheinlich wenige. Das möchte ich nun ändern.

Außenansichten von der Messe

Mein Fazit zur Messe:

Sehr gut fand ich die Garderobe in Halle 1.1. Die Zugänge für Aussteller und Presse fand ich sehr sinnvoll. Die Wartebereiche sind außerhalb der Hallen, sodass innen nicht soviel Stau entsteht. Durch die Idee der Öffnung am Freitag ab 10 Uhr für Besucher, wurde wohl der heftige Besucherandrang am Samstag und Sonntag entzerrt. Zumindest könnte ich mir das so vorstellen. Was mir aufgefallen ist, das manche Verlage in den Standgrößen geschrumpft sind. Der „Herder Verlag“ ist schon das 2. Jahr, im Außenbereich. Insgesamt hat mir die Messe wieder richtig Spaß gemacht. Großartige Menschen getroffen, kennengelernt und tolle Momente erlebt. Im Gedächtnis bleiben viele Begegnungen. Ich freu mich auf nächstes Jahr.

Meine Mitbringsel:

7. -11. Oktober 2026 Gastland Tschechien

[Frankfurter Buchmesse] Tag 3 – 18. Oktober 2025

Ein neuer Tag bricht an. Heute freute ich mich superdoll, auf meine liebe Freundin Karin. Bevor ich sie aber treffen sollte, schaute ich mich erst mal auf dem Messegelände um.

Beim „Piper Verlag“ entdecke ich die Bücher von Carsten Henn.

Der „Gmeiner Verlag“ hat viel interessantes zu bieten.

Dieses Buch wanderte auf meine Wunschliste.

Der „emons: Verlag“ ist immer ein Besuch wert.

Klaus-Peter Wolf und seine Ostfriesenkrimis.

Arno Strobel und sein neues Buch „Welcome Home“

Am Bücherbus traf ich dann endlich meine Karin. Juhuuu….🥳

Frühstück war angesagt. Die Hallen 4 sind da eine schöne Anlaufstelle.

Danach tigerten wir zu Michael Tsokos – Talk & Signierstunde bei „Thalia“, um ein Foto zu machen. „Mit kalter Hand“ heißt sein neuestes Buch.

Ihr könnt es nicht glauben, wir sind Darth Vader begegnet. Zum Glück hatte er eine schöne Frau neben sich, die hat ihm wohl Einhalt geboten. Karin hat sich mutig neben ihn gestellt. Puh…er war sogar richtig nett. 😁

Beim „Penguin Verlag“ gab es ein Verbrecherfoto von Karin. 😄

Sie ist ein Book Punk.

In der Halle 3.1 ist Klaus-Peter Wolf im Gespräch mit Ulli Wagner. Da musste ich mich ganz schön strecken um ein Foto zu bekommen.

Oliver Kalkofe spricht bei „Thalia“

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Bei „Thalia“ gab es auch die Bücher von Ursula Poznanski „Erebos 3“.

Während meine liebe Freundin sich „Alchemised“ von SenLinYu in Englisch kaufte. Finde es echt spitze, ich könnte nie Bücher auf englisch lesen…

…entdeckte ich die Bücher bei „Ullstein“ von Christian Berkel.

Von dem Buch „Intermezzo“ von Sally Rooney, hatte ich schon gehört.

Wieder ein Buch für die Wunschliste.

Wir trafen eine Dame im Steampunk-Look. Sie sah einfach nur bombastisch aus. Alles selbstgemacht, wie sie uns verriet.

Iguana Cosplay ist ihr Name. Ihr findet sie auf Instagram unter: www.instagram.com/iguanacosplay/

Es war sooo super. Auf der Buchmesse trafen wir sogar „Shaun, das Schaf“.

…und das „Krümelmonster“. Auch Karin machte ein Foto von ihm. Hut ab, unter dem Kostüm ist es sicher super warm.

Rea Garvey, ist sehr gefragt. Aber wieder mal zu weit weg. Ich hab mir geschworen einen Selfie Stick zu kaufen. Oder sowas in der Art.

Sein Buch „Before I Met Supergirl“.

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Eine große Ehre. Danke Kai Meyer. Bin so froh über dieses Foto. Damals bei der „BuCon“ in Dreieich, haben wir uns etwas unterhalten. Weshalb ich mich riesig freue, wenn auch nur kurz, Sie wieder getroffen zu haben. Hier beim „Drachenmond Verlag“ zur Signierstunde.

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Jeanette Lagall, Lily Konrad & Friends, haben immer eine tolle Auswahl an großartigen Büchern dabei.

„Die Reise des Karneolvogels – Der Wanderzirkus“ habe ich mir nach der Messe als ebook gekauft. Bin schon gespannt.

Die liebe Karin, hat sich bei Jeanette Lagall, „Schloss der Schatten – Blut ist dicker als Wasser“. gekauft. Habe mich so für sie gefreut. Sie hat sogar den Prägestempel im Buch. Wie cool!

Diesen Stand kannte ich noch nicht. Sprach mich aber sehr an.

Nächstes Jahr wird hier genauer inspiziert. 😄

Der „Lyx Verlag“ sieht aus wie ein Traumschloss.

Man kam gar nicht richtig ran. Ich freute mich für den Verlag sehr.

Anabelle Stehl signiert ihr Buch „Novel Haven“.

Laura Kneidl signiert „The Darlington“.

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Wir haben dann mal was gegessen. Das war super lecker. Eine Nudelbowl mit Hähnchen.

Das Wetter war sonnig und wir genossen, die Zeit draußen.

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Dieses Jahr hatte ich kein Glück. Sebastian Fitzek ordentlich zu fotografieren.

Petra Schier und ich. Ich bin so glücklich, sie wieder zu sehen. Sie ist einfach großartig. Hab sie sehr gern. Ihr glaubt gar nicht, wie viele Dinge im Bezug auf Bücher und mehr, sie mir schon erklärt hat. Ich schaue immer noch zu ihr auf.

Karin Kaiser und ich. Sie schreibt wunderbar, blutige Vampirromane. Ihre Bücher solltet ihr unbedingt lesen. Wir kennen uns schon lange, bin froh sie in meinem Leben zu haben.

Rea Garvey bei „Thalia“. Lachend, signiert er sein Buch. Er hat eine tolle Art, mit den jungen Fans, umzugehen.

Steffen Henssler, steht Rede und Antwort dem SAT 1 Team.

Dann war auch schon wieder die Zeit gekommen, das Karin und ich uns verabschieden mussten.

Ich weiß dieses Mal wird es nicht ein Jahr dauern, bis wir uns wiedersehen. Ganz sicher.

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Beim vorbei schlendern entdeckte ich noch „Koboldkroniken“ von Daniel Bleckmann und Thomas Hussung. Der Andrang war groß. Es ist so toll! Ich freue mich über ihren Erfolg.

Eigentlich wollte ich mich von meiner lieben Ellin Carsta verabschieden, denn es war ihr letzter Tag auf der Messe. Doch ich konnte mich dann doch nicht lösen. Sie las aus ihrem Buch „Zeit des Neubeginns“ bei „amazon publishing“.

Mir gefällt dieses Foto total gut. Danke liebe Petra für Alles.

Du bist wundervoll.

Meine letzten Bilder von der Buchmesse heute.

Auf gehts zur „Queer Book Fair“.

Den Bericht über die „Queer Book Fair“ findet ihr in einem Extrabeitrag, auf meiner Homepage.

Meine Mitbringsel:

[Frankfurter Buchmesse] Interview mit der liebenswerten Petra Mattfeldt

Bitte stelle dich den Lesern kurz vor:

Hallo, ich bin Petra Mattfeldt und schreibe auch unter meinen Pseudonymen Caren Benedikt, Ellin Carsta und Catherine Durand historische Romane und Krimis. Außerdem bin ich Geschäftsführerin des Maximum Verlags.

Du hast eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten gemacht. Was bewog dich dazu?

Ich sollte und wollte etwas „Richtiges“ lernen, denn obwohl ich wusste, dass ich kreativ bin, konnte ich nicht wirklich sagen, was ich damit anfangen soll. In meiner Familie war die Annahme, dass man von kreativer Arbeit nicht leben kann und stattdessen etwas machen soll, das die Zukunft sichert, da bot sich die Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten an.

Jetzt arbeitest du als freie Journalistin. Wie kann man sich das vorstellen?

Ich arbeite inzwischen nicht mehr als freie Journalistin, ich bin Autorin. In der Vergangenheit habe ich aber als freie Journalistin gearbeitet, was eine tolle Möglichkeit war, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und der Arbeit nachzugehen, die ich schon immer sehr mochte: Das Schreiben und Geschichten erzählen.

Einen Verlag nennst du dein Eigen, mit Namen „Maximum Verlag“, das ist sicher spannend, aber ein immenser Zeitaufwand. Wann kam dir die Idee und wie entstand der Name?

Maximum habe ich 2019 gegründet und tatsächlich war und ist es ein großer zeitlicher Aufwand, denn der Aufbau eines eigenen Verlages mit all den Strukturen dauert. Inzwischen kann ich aber mit Stolz sagen, dass meine Kinder das Tagesgeschäft fast ausschließlich alleine stemmen und ich nur noch einige strategische Entscheidungen treffe und repräsentiere. Die Idee zu Maximum kam mir durch viele Kolleginnen und Kollegen, die sich regelmäßig über Strukturen in ihren Verlagen beschwerten.

Ich dachte mir: Das kann ich besser –und durch meine Erfahrung in der Buchbranche hatte ich gute Kontakte, die mir halfen. Außerdem hatte ich große Lust, gemeinsam mit meinen Kindern ein Familienunternehmen aufzubauen, das zu unseren Werten passt. Wir streben eine direkte Kommunikation und einen produktiven, immer freundlichen Austausch an, damit sich alle wohlfühlen. Außerdem wollen wir in unserem kleinen Team schnell Entscheidungen treffen und uns Sachen trauen, die andere vielleicht nicht machen.

Der Name entstand dadurch, dass wir zu Beginn erstmal viel lernen mussten – und das auch genauso bei Händlern gesagt haben. Wir sagten: „Wir wissen noch nicht alles, aber alles, was wir tun, tun wir mit maximalem Einsatz“. So entstand der Name, der außerdem eine schöne Alliteration zu „Mattfeldt“ bietet. 😊

Du hast mit dem Profiler Axel Petermann, Bremens früherem Chef der Mordkommission, ein Buch veröffentlicht: „Im Kopf des Bösen – Der Sandmann“. Wie war die Zusammenarbeit?

Axel und ich waren schon vor der Zusammenarbeit befreundet und haben inzwischen bereits drei „Im Kopf des Bösen“-Bücher geschrieben, zwei weitere sind schon geplant. Das sollte bereits aussagen, dass die Zusammenarbeit gut lief! 😊 Unser Vorgehen bei den Fällen ist, dass wir unabhängig voneinander nach Fällen schauen, die wir aufarbeiten möchten. Ich schreibe dann vor allem, während Axel beschreibt, wie er bei einem solchen Fall als Profiler vorgegangen wäre. So hat sich die True Crime-Reihe entwickelt und wir sind sehr zufrieden und nach wie vor befreundet!

Schon als Jugendliche hast du Kurzgeschichten geschrieben. Manches Ende bestehender Geschichten gefiel dir nicht und du hast sie flux einfach umgeschrieben. Kannst du dich noch eine erinnern?

Ich erinnere mich nicht mehr an den Titel des Romans, ich weiß aber noch, dass es Fantasy war und die Auflösung mir zu simpel und voller Logiklöcher war.

Seit nun mehr 15 Jahren schreibst du. Wie hast du den Alltag mit drei Kindern und deinem Mann gestaltet, das dir das möglich war?

Das war relativ einfach: Die ersten Jahre war ich tagsüber Mutter und freie Journalistin, nachts habe ich geschrieben. Erst später begann ich, hauptberuflich als Autorin zu arbeiten und auch tagsüber zu schreiben.

Band 10 der „Falkenbach-Saga“ hat mir ausgesprochen gut gefallen. Innerhalb von sechs Jahren hast du 12 Bände veröffentlicht. Hast du zwischendurch auch an anderen Projekten gearbeitet? Falls ja, welche waren das?

Vielen Dank! Ich habe währenddessen die „Hansen-Saga“ geschrieben, inzwischen bin ich bei der „Kinder der Hansens-Saga“. Außerdem habe ich die „Das Grand Hotel“-Trilogie geschrieben, die „Club Paradies“-Dilogie, „Im Kopf des Bösen“, „München 72“, „Die Tausend Farben von Paris“ und inzwischen zwei Teile von „Grand Hotel Usedom“. Ich liebe es, an vielen Projekten zu arbeiten und in viele unterschiedliche Zeiten und Geschichten einzutauchen. Inzwischen habe ich über 60 Bücher auf dem Markt und es folgen noch viele weitere, wofür ich sehr dankbar bin!

Das Thema, das die Falkenbach-Saga umgibt, ist eine düstere. Aus welchem Grund hast du das Thema rund um den Nationalsozialismus und den 2. Weltkrieg gewählt?

Ich hatte ursprünglich die Idee, eine Geschichte über ein Familiengeheimnis zur Zeit der Nationalismus zu schreiben. Es war mir wichtig, unterschiedliche Perspektiven aus dieser furchtbaren Zeit zu zeigen, Geschichten zu erzählen, die bekannt oder auch weniger bekannt sind. Offensichtlich ist es heutzutage wichtiger denn je, möglichst viel über diese Zeit zu informieren, um die Vergangenheit nicht zu wiederholen. Ich wollte den Ansatz wählen, historische Fakten so interessant in meinen Romanen aufzuarbeiten, dass es unterhält und sich noch mehr mit der Zeit auseinandergesetzt wird. Um sichergehen zu können, dass unterschieden werden kann, was fiktiv ist und was historisch belegt, habe ich im Nachwort immer aufgeführt, was den Fakten entspricht, welche Personen ich als Vorlage benutzt habe und was schlicht fiktiv ist.

Von „Hotel Atlantic“ hast du mir schon erzählt. Regelrecht geschwärmt hast du. Dass du mir davon berichtet hast, gefiel mir so sehr.

Bitte sei so lieb und verrate auch den Lesern, was dich an diesem Hotel so fasziniert. „Das Grand Hotel Usedom“ ist ein tolles Projekt, bei dem ich mit dem „Hotel Atlantic“ der Seetels Hotel Gruppe zusammenarbeiten darf. Das Hotel hat mich sehr inspiriert, als ich das erste Mal – rein privat – da war. Es ist eine schöne Stimmung, die Promenade, das Meer, der Strand – und dann natürlich das Hotel selbst mit seiner vorzüglichen Küche, freundlichem Personal und dieser tollen Aussicht! Als ich dann erfuhr, dass das Hotel schon recht alt ist, habe ich mich sofort gefragt, wie wohl die Menschen damals den Aufbau des Hotels erlebt haben. So ist die Geschichte entstanden und im März erscheint bereits der dritte Teil der Reihe!

Wie oft bist du dort?

Ich war jetzt schon sieben Mal da, am 06. Dezember das nächste Mal für eine ganz besondere Lesung!

Für alle Neugierigen da draußen, wann und wo kann man dich treffen oder dir zuhören?

Ich habe einige Lesungen in ganz Deutschland, hier kann ich meine Website empfehlen, da sind alle Termine in der Übersicht. Am 6. Dezember 2025 habe ich dann eine Lesung im Atlantic-Hotel auf Usedom, also dort, wo die Geschichte auch spielt.

Ich würde mich freuen, wenn man sich sieht! 

Danke für das Interview! 

Petra Mattfeldt im World Wide Web:

www.petra-mattfeldt.de

Instagram: @petra_mattfeldt , @ellin_carsta , @caren_benedikt

[Frankfurter Buchmesse] Tag 1 – 16. Oktober 2025

Ganz früh ging es los. Um 3.30 Uhr aufstehen. Das mir meine Augen noch suggerierten, das ist zu früh, war klar. Aber ihnen noch ein wenig Schlaf zu gönnen, war absolut unmöglich.

In Ermangelung von Schienenverkehr Richtung Zug, fuhr mich mein lieber Mann zum Hauptbahnhof.

Um 5:02 Uhr fuhr, es war ein Ersatzzug, der ICE pünktlich los. Wunder gibt es immer wieder. 😉

Die Fahrt verlief ruhig, ich hatte mir den Veranstaltungsplan nochmals vorgenommen. Ein paar Likes abgesetzt. Die Freude auf die Frankfurter Buchmesse zu gehen und das Treffen lieber Freunde, wurde mit Kilometer zu Kilometer größer.

Aber erstmal ins „Relexa“ Hotel. Ich fühle mich dort Pudelwohl. Mein Koffer durfte dort parken, bis Abends. Ich rief meinen lieben Mann an. Damit er sich keine Sorgen macht. 

Dann los Richtung Messe. Mit der U 2 / U4 kam ich immer näher und mein grinsen wurde immer breiter.

Dann stand ich endlich vor den Hallen und was machte ich zuerst? Natürlich ich rief meine liebe Mami an. Leider ging es ihr heute nicht so gut. F*** Cancer. Sorry Leute. Aber es geht mir an die Nieren.

Jetzt aber wieder zurück zur Messe. Halle 3.0 erkundete ich zuerst. Machte viele Bilder. 

Die Halle 1.2 zog mich an. Ich wusste dort warteten Bücher auf mich.

Herzlichen Dank an A.v.G. Koopmans.

Natürlich suchte ich auch nach meiner zuckersüßen Yvonne Wundersee. Da war sie mitsamt ihrem neuen Buch „Three Wishes“. Ein Foto von dem „Hybrid & Weltenbaum Verlags-Stand und uns durfte nicht fehlen.

Robby und Yvonne. 💞

Zurück ging es in die Halle 3.0 um Lotte Römer zu lauschen. Schaut euch die Bilder an, sie macht das richtig Klasse. Dieser Blick. 🙂 Hätte ihr noch stundenlang zuhören können. Wir haben dann noch ein Foto gemacht. Das freut mich riesig.

Ja und was soll ich sagen, beim Dahinschlendern lief ich zwei unglaublich tollen Menschen in die Arme. Gabi und Manfred Haug.

Wir haben uns dann um 11 Uhr beim Rowohlt Verlag getroffen gemeinsam mit Petra Schier. Ach wie ich mich freute. 

Gabi, Manfred und ich gingen dann zum Essen. Denn wer viel läuft braucht auch Futter. 😄

Es war lecker. Ich hatte Rotes Thai Curry. Die Preise waren heftig, aber das ist eben Messe.

Wir unterhielten uns über dies und das. Leider war die Zeit viel zu schnell vorbei. Was uns immer sehr traurig macht. Ein kleines Wunderpaket, bekam ich noch von den Zwei. Ach ich kam aus dem Lächeln, gar nicht mehr raus. Ein herzliches Danke an die Zwei und an Iny und Elmar. Ich werde euch das nie vergessen. 

Beim Vorbeilaufen, denke ich so, hey das ist doch Diana. Tatsächlich. Ich habe Diana Ahrabian gefunden. Welcher Glücksfall. Ich hatte dann noch ein sehr gutes Gespräch mit den Verlagseignern. Danke dafür. 💞

Bei Caroline Wahl, war ganz schön was los. Ob ihr danach die Hände weh taten, vom ganzen Signieren? Ich könnte es mir vorstellen. Freundlich lächelnd, beantwortete sie viele Fragen und hörte aufmerksam zu. 

Jetzt wollte ich dann unbedingt zu Caren Benedikt. Ein Foto machen von uns Zwei, denn *psssssttt* es gibt bald ein Interview auf meiner Seite für euch von und mit ihr. Sie ist zauberhaft.

Giulia Enders mit ihrem Buch „Organisch“ war am Thalia Stand. Diese Ausstrahlung. So ein sanftes Gesicht. Wahnsinn. Ich sehe sie zum Glück nochmals in Stuttgart wieder, zu den Stuttgarter Buchwochen. Davon werde ich euch berichten. 

Auf zur Halle 1.2 warum? Na, Ursula Poznanski las aus „Erebos 3“, das kann man sich doch nicht entgehen lassen. Ihr etwa? Sie strahlte. Las vor, beantwortete Fragen. Zum Beispiel zu KI. 

In Halle 3.0 ging es dann zu Hanns-Josef Ortheil. Er sprach über sein Buch „Schwebebahnen“. Ein netter Herr mit tiefen Lachfalten, die ihn sofort sympathisch machen. Das Buch steht auf meiner Wunschliste. 

Ganz ganz wichtig war in Halle 3.1 mein liebster Verleger/Autor und mein liebster Autor aus Offenbach. Die Zwei sind ein Dreamteam. Gerd Fischer und Thorsten Fiedler. Herzlichen Glückwunsch zum 10 jährigen bestehen des „Mainbook Verlag“. Es ist mir eine Ehre euch zu kennen. Sie sind beide besondere Menschen. Bilder kommen an einem anderen Tag. 🙂

Dann gab es noch jemanden in der Halle 3.1 den ich unbedingt sehen wollte. Liesa vom „Dumont Verlag“. Mit ihr kann ich einfach reden, sie hört zu, wir tauschen uns aus. Hoffe sehr, ich darf sie morgen nochmal in die Arme schließen. Ist sie nicht süß?

Bei Amazon Publishing traf ich dann auf Anja Saskia Beyer. Ich habe keine Ahnung warum aber es schien gerade so, als ob alle super gelaunt waren. Auch Anja war wundervoll. Ich ließ das Buch dann für meine Freundin Rebecca signieren, weil sie es zeitlich nicht geschafft hat. 

Rebecca hat dann von mir noch Fotos geschossen. Nein nicht mit einer Flinte, wo denkt ihr hin, mit dem Handy natürlich. *kicher*

Wir verabschiedeten uns für heute. Ich machte mich auf den Weg in Halle 1.1 um meine Sachen zu holen. Wenn ihr es noch nicht wusstet, Bücher sind schwer. *hust arme Schulter*.

Von Büchern bekommt man nie genug. Oder, ihr etwa?

Noch ein paar Bilder und ein nettes Gespräch bei dem Verlag „Second Chances“ dann war es Zeit leider zu gehen.

Im Hotel fotografierte ich das Zimmer. Keine Ahnung warum ich das immer mache.

Räumte den Koffer aus und machte mir eine Tassensuppe. Während ich die Mitbringsel fotografierte.

Ich hoffe ich konnte euch, ein wenig mitnehmen. Meine Devise ist, Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Völlig platt fiel ich dann ins Bett. 

[Interview] Im Gespräch mit Dieter Kaufmann

Lieber Dieter,

schön das du dir Zeit genommen hast, für ein paar sehr neugierige Fragen, von mir.

Du warst lange Lehrer. Erzähl bitte etwas von deiner Tätigkeit und deinem Werdegang.

#1 Welche Fächer hast du unterrichtet?

Latein und Biologie für das Lehramt an Gymnasien

#2 Warum hast du diese ausgewählt, um sie auf Lehramt zu studieren?

Ich wollte schon in der Grundschule Lehrer werden. Da ich auf dem Land großgeworden bin und mein Großvater Landwirtschaft betrieb, bin ich sehr früh in Kontakt mit der Natur gekommen und wollte bereits in der Grundschule ein Biologielehrer wie mein Klassenlehrer werden. Von meiner Grundschulklasse wechselten damals nur 2 auf das Humanistische Gymnasium, einer davon war ich. Seinerzeit musste man noch den Beruf der Eltern im Klassenbuch angeben. Mein Vater war Maurermeister, meine Mutter Schneiderin. Einmal hörte ich, wie der Lateinlehrer zum Klassenlehrer in der Sexta sagte: „Was will eigentlich der Sohn eines Maurers hier im humanistischen Gymnasium?“ Ich habe mich geschämt, weil die meisten meiner Klassenkameraden Ärzte, Apotheker oder zumindest Akademikereltern hatten. In Latein bekam ich prompt einen „Blauen Brief“. Mein Vater sagte: Wenn du sitzen bleibst, nehme ich dich runter. Also tat ich alles, damit das nicht passiert. Ich wurde dann immer besser und gehörte in der Oberstufe zu den besten in Latein und Griechisch, im Abitur schrieb ich in beiden Fächern die beste Note. Da ich immer noch Lehrer werden wollte, brauchte ich also ein zweites Fach zu Biologie. Griechisch mochte ich lieber, aber damit waren die Berufsaussichten noch schlechter als mit Latein, also begann ich Biologie und Latein zu studieren, auch um meinen Lehrern zu zeigen, dass der Sohn eines Maurers nicht nur Latein lernen, sondern auch lehren kann. Ich habe letztes Jahr zum 50. jährigen Abitur meinen alten Griechischlehrer in der Oberprima wiedergetroffen, das war eine wunderschöne Begegnung. Nach dem 1. Staatsexamen gab es nur 3 Lateinstudenten in Hessen, beim 2. Staatsexamen war ich der einzige in ganz Südhessen mit Abschluss in Latein, sodass ich das Glück hatte, gleich eine Planstelle zu erhalten.

#3 War es dir gleich klar, in welche Richtung es gehen sollte?

Biologie ja, Latein kam später dazu, siehe oben.

#4 Hattest du mehrere für dich , zur Auwahl erkoren?

Es gab eine ganz kurze Phase während der Schulzeit, in der ich entweder Archäologe oder Diplombibliothekar werden wollte, die dauerte aber nur ein halbes Jahr. Während des Studiums entdeckte ich mein Interesse für Theologie. Da man aber als Bafög-Empfänger sein Studienfach nicht so einfach wechseln konnte, blieb ich bei Latein und wechselte nicht zur Theologie. Die richtige Entscheidung!

#5 Wie lange warst du Lehrer?

Von 1980 bis 2017, zunächst an der Bergstraße, 1987 wurde ich nach Frankfurt versetzt, wo ich erst an der Ziehenschule und ab 2000 an der Bettinaschule unterrichtet habe.

#6 Wann hast du begonnen zu schreiben?

2017 habe ich mich vorzeitig pensionieren lassen. Da ich mehr als 10 Jahre im Personalrat gearbeitet habe und daher die Intrigen bei der Stellenbesetzung hautnah mitbekam, auch bei meinen eigenen Karriereplänen, entstand die Idee, dass man darüber eigentlich mal ein Buch schreiben müsste. Die Realität schreibt die besten Stories. Aber wer liest ein solches Buch? Plötzlich kam mir die Idee, daraus einen Kriminalroman zu machen. Ich habe etwa ein Jahr daran geschrieben und ihn im Oktober 2018 als Selfpublisher veröffentlicht, weil die Suche nach einem Verlag zu mühsam war. Ich stand vor großen Herausforderungen beim Layout, weshalb ich aus der Not heraus das amerikanische Taschenbuchformat wählte, weil ich dann endlich mit den Rändern eine Druckvorlage erstellen konnte. Der Krimi kam überraschend gut an und viele sagten, ich solle doch eine Fortsetzung schreiben. Im ersten Krimi wusste ich nicht, dass es mal eine Reihe geben würde. Daher sind die Hauptprotagonisten in der Mordkommission nur relativ groß angelegt. Aber mit dem 2. Band habe ich sie dann differenzierter ausgestaltet und es war klar, dass es noch einen schwulen Kommissar im Team geben muss. Also habe ich den eingeführt und dafür Martin Seidel aus dem ersten Krimi versetzt.

#7 Gab es jemanden, der dich dazu animierte?

Da ich schon mal 1999/2000 ein Sachbuch veröffentlicht habe „Internet für Altphilologen“, das erste Grundlagenwerk seiner Art, hatte ich eine gewisse Erfahrung im Umgang mit Verlagen. Ich habe auch verschiedentlich Beiträge für die Zeitschrift des Altphilologenverbandes geschrieben. Als 16-jähriger habe ich auf Schreibmaschine mein erstes Werk, eine Kurzgeschichte: „Mord in der Villa Waliss“ geschrieben und ein damaliger Schulleiter meinte, ich hätte Talent zum Schreiben. Das hatte ich total vergessen, aber meine Mutter erinnerte sich noch daran. Also so schloss sich der Kreis. Ich schreibe sehr gerne. Direkt animiert hat mich also niemand. Dann kam 2019 Corona und ich war viel zu Hause, sodass ich aus der Not eine Tugend machte und dann 2 Bücher pro Jahr geschrieben habe.

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Deine Büchherreihe ist, nachdem du dein Erstes geschrieben hast, zum Glück noch um einige Bücher angewachsen. Dein Schreibstil hat sich in positivster Weise, weiter entwickelt.

Mir haben Band 1 und Band 10 sehr gefallen. Das Lesen, der anderen Bände wird definitiv noch folgen.

Band 1
Band 10

Deine Bücher zeichnen sich, durch einen logischen Aufbau, nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und ein tolles Team aus, das sich miteinander sehr ergänzt. Die Protagonisten, haben eine gewisse Tiefe und sind mit realistischem Handeln ausgestattet.

In deinen Geschichten, geht es um Vielseitigkeit. Wie du mir verraten hast, ist dir dies ein großes Anliegen. Was ich schön und in der heutigen Zeit, sehr unterstützenswert finde.

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#8 Hat dich dein eigenes erfülltes Leben, in diese Richtung geführt?

Mein Leben verlief nicht so gradlinig, wie man denken könnte, aber ich hatte stets ein Ziel vor Augen. Mit meinem Coming-out, das war ein langer Prozess, darum ist klar, dass ich in unterschiedlichen Situationen immer wieder positive, aber auch negative Erfahrungen machen konnte und musste. Als AIDS aufkam, das war für mich die schlimmste Zeit und ich habe viele Freunde und Bekannte verloren. Deshalb verarbeite ich manche Situationen im Umgang mit diesem Thema „Homosexualität“ in meinen Büchern.

#9 Was ist dir in dieser Hinsicht wichtig?

Ich möchte gerne die Probleme von Behinderten (Rollstuhlfahrer – meine Mutter – , Gehörlose – mein Mann -, von „Außenseitern“ der Gesellschaft (Schwule, Asylanten, Menschen mit Migrationshintergrund) als Metaebene zu der eigentlichen Kriminalhandlung beschreiben, weil das viel zu wenig in der Literatur vorkommt. Essenzielle Grunderfahrungen wie Liebe, Eifersucht, Altern, Krankheit, Tod, Trennung sind immer wieder Motive für die Handlungen meiner Figuren.

#10 Was hält dein Mann, von den schriftstellerischen Veröffentlichungen?

Er liest selbst keine Krimis, überhaupt liest er sehr wenig. Er akzeptiert es, ist vielleicht ein bisschen Stolz, wenn ein neues Buch herauskommt.

#11 Unterstützt er dich, in dieser Hinsicht?

Zumindest legt er mir keine Hindernisse in den Weg, ist aber manchmal genervt, wenn es in der Korrekturphase am Ende eines Buches etwas hektisch werden kann.

#12 In Band 10 hatte ich ein echtes Déjà-vu. Mir kam eine Figur, sehr bekannt vor. War das Absicht?

Mein Alter Ego spielt im ersten Krimi eine wichtige Rolle. Unschwer sind Detlef und Thomas Sommer wiederzukennen. Das musste sein wegen der Insiderkenntnisse aus der Personalratsarbeit, aber sonst habe ich alles verfremdet. Da aber immer wieder von meinen Stammlesern nachgefragt wird, spielen treten Detlef und Thomas Sommer sporadisch auf, überhaupt kommen einige Figuren in mehrere Büchern vor. Frankfurt ist ein Dorf.

#13 Gibt es auch andere Protagonisten aus deinen Büchern, die uns in Frankfurt begegnen könnten?

Nein, nur die beiden Chihuahuas Dawo und Jaoma, deren Namen ich nicht geändert habe. Aber natürlich sind manche Charaktere nach lebenden Personen gezeichnet, die mir im Laufe meines Lebens begegnet sind, aber die erkenne nur ich wieder.

#14 Wie sieht dein Schreiballtag aus?

Ich arbeite nicht jeden Tag kontinuierlich, aber ich denke täglich über den aktuellen Krimi nach, oft beim Spazierengehen. Manches Kapitel braucht einige Tage, bis es reift. Ich arbeite altmodisch mit einer Mindmap für die Konzeption des Buches. Für jede Hauptfigur habe ich eine Karteikarte bzw. eine Datei mit den wichtigsten Fakten, in der ich alles festhalte, damit mir im Privatleben keine Fehler unterlaufen. Das große Konzept steht von Anfang an fest: Wer ist der Mörder, wer das Opfer, was ist das Motiv? Aber während des Schreibens ändere ich Nebenhandlungen und manchmal verarbeite ich auch reale Ereignisse aus dem Alltag. Ich schreibe zu keiner bestimmten Tageszeit, aber tendenziell eher tagsüber als nachts. Nur in der Endphase ist manchmal Nachtarbeit angesagt, wenn ich die mir selbstgesetzte Deadline für die Veröffentlichung erreiche. Immer wenn ich ein Kapitel fertig habe, lese ich es direkt am nächsten Tag noch einmal und überprüfe im Duden – Mentor online Rechtschreibung und Zeichensetzung oder grammatische Fehler und Wortwiederholungen. Leider ist er nicht ganz fehlerfrei. Dann lese ich alles noch mal durch und überarbeite das Kapitel, bevor ich das nächste beginne. Ich gebe jedem Kapitel eine Arbeitsüberschrift, die aber im fertigen Buch nicht erscheint, diese Überschrift halte ich in einer Excel-Tabelle fest und arbeite mit verschiedenen Farben für die wichtigen Figuren. So kann ich auch bei einer Schreibpause (Urlaub o.ä.) jederzeit den Überblick behalten.

#15 Wie wichtig ist Recherche für dich?

Ich suche alle Orte, die im Krimi vorkommen, persönlich auf, besuche die Lokale, Cafés etc., damit ich sie möglichst genau beschreiben kann. Auch die Außenansicht von Gebäuden ist wichtig, das Treppenhaus. Ich habe jeweils bestimmte Gebäude vor mir, wenn ich sie beschreibe. Ich nenne aber niemals Hausnummern. Inhaltlich brauchte ich für den ersten Krimi natürlich nicht recherchieren, weil ich das Schulmilieu bestens kenne. Aber zum Thema Organspende, Feuerbestattung, Zahngold, Coronamaßnahmen, Polizeiarbeit etc. recherchiere ich im Internet oder frage Fachleute (kenne einen Gerichtsmediziner persönlich, einen Kommissar und einen pensionierten Polizisten, im neuesten Krimi zwei Taxifahrer, bei Zahngold meinen Zahnarzt.)

#16 Plotten oder nicht. Was ist dein Weg?

Das Cover entwerfe ich recht früh, dabei verwende ich immer eigene Fotos. Den Plot spreche ich mit meinem Lektoratsteam ab und veröffentliche ihn als Teaser. Ich arbeite ab Krimi 3 mit Probedrucken bei Amazon, trotzdem werden immer noch Fehler übersehen.

#17 Hast du noch weitere Bücher veröffentlicht?

„Internet für Altphilologen“, ein Sachbuch, dann habe ich noch unter einem Pseudonym eine schwule Coming-Out-Geschichte in Form von schwulen Kurzgeschichten veröffentlicht. Aber das Pseudonym kann ich hier nicht preisgeben. Leider verkauft sich das Buch überhaupt nicht, weil ich keine Werbung dafür machen kann. Ich habe es aber veröffentlicht, weil ich ursprünglich die Geschichten im Internet veröffentlicht hatte und dann jemand Geschichten klaute, um sie auf seiner Webseite zu verwenden. Deshalb habe ich dann das Buch veröffentlicht, um meine Rechte zu wahren. Zum Glück akzeptiert Amazon und auch mein Impressumservice die Verwendung eines Pseudonyms.

#18 Wann dürfen wir uns, über ein neuen Kriminalroman aus Frankfurt freuen?

Ich schreibe jetzt am 12. Krimi „Mordsstille“, der zur Frankfurter Buchmesse 2025 erscheinen soll.

#19 Wo kann man dir lauschen, oder dich treffen?

Meine nächste Lesung ist am 12. Februar im schwul-lesbischen-Kulturhaus für eine geschlossene Benutzergruppe, vielleicht bieten mir jetzt Buchhandlungen eine Lesung an, da der 11. Krimi bei einem Verlag erschienen ist. Ansonsten gibt es Lesungen an ungewöhnlichen Orten.

Danke für deine kostbare Zeit. Ich habe mich sehr gefreut, dich getroffen zu haben. Hoffe auf eine Wiederholung.

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