[Rezension #734] „Luxor 192 – Liebeserinnerungen an alte verwandte Seelen“ von Gabriela-Alexandra Scharff

Meine Meinung:
Auch ich mag Ägypten sehr gerne. Mein Besuch im Tal der Könige, Luxor und im Tempel der Hatschepsut, hat mich tief beeindruckt. Dort zu leben, könnte ich mir aber nicht vorstellen. Da genau wie die Autorin das beschrieb, die Kluft einfach zu groß ist.

Im ersten Teil wird von Kira erzählt. Sie reist mit Ela nach Ägypten. Kurz zuvor, ging es ihr nicht gut. Doch der Besuch eines Falken, bringt die Wendung. Die Ankunft in Ägypten, die Besuche der Tempel und Stätten der Pharaonen sind sehr speziell. Kira hat Visionen. Erlebt Dinge, die mal waren. Es nötigt ihr sehr viel Kraft ab. Doch es gibt Erlösung. Sogenannte Energieorte. Trotzdem ist sie danach erschöpft. Sehr einfühlsam wird davon erzählt, was sie fühlt. Sie lernt das Leben in Ägypten kennen. Khalim an der Seite von Ela ist wie soll ich das sagen, eigentlich gut. Doch ist es, wie es mir deucht doch nicht leicht, mit allem zurecht zu kommen. Ela kann nicht für immer bleiben. Sie muss immer wieder zurück nach Deutschland. Warum erzählt euch der 2. Teil des Buches.

Susan macht mir Angst. Die Art wie Khalim mit Ela umgeht auch. Die Art wie die Frauen behandelt werden. Gar keine Rechte zu besitzen, empfinde ich als schwierig.

Dafür wäre ich zu freiheitsliebend. Wie froh bin ich, meinen Seelenverwandten hier getroffen zu haben. Es macht mich dankbar und erfüllt mich.

Ja man kann dieses Buch nicht lesen, ohne sich selbst Gedanken über das Eigene zu machen.

Man empfindet so viel, während dem Abtauchen in der Geschichte. Man möchte Kira schützen. Ismael scheint gut zu sein, und doch kann er nicht aus seiner Haut heraus. Genau wie Khalim oder die Anderen. Die Vergangenheit spielt eine Rolle, auch wenn sie tausende Jahre her ist wie bei Kira. Ist das Realistisch? Aber was ist das schon. Haben wir nicht alle immer wieder ein Déjà-vu. Ich zumindest schon.

Manches kann ich annehmen. Vieles aber lässt mich doch abwehrend zurück.

Ägypten ist faszinierend. Jedoch auch so fremd. Was mir enorm gefällt sind die Besuche in den Tempeln. Der Fahrt auf dem Nil, die ich selbst erleben durfte. Mehr Zeit in Luxor oder am Tempel der Hatschepsut zu verbringen, wäre schön gewesen.

Vielleicht kehre ich auch, für einen Ausflug irgendwann dorthin zurück. Wer weiß das schon.

Mein Fazit:
Nicht alles was esoterisch oder magisch angehaucht war, konnte ich so für mich wahr nehmen. Obwohl ich doch dieses Staunen in den Heiligtümern selbst spürte. Das Gefühl dort zu sein, mich Tränen kostete. Dankbar, dies zu erleben. Deshalb kann ich sagen, das mir manches fremd ist, was beschrieben wurde. Jedoch hat das Buch mich mitgenommen. Mich entführt in die Welt der Pharaonen. Auch wenn ich die Art wie Khalim mit Ela umging auf keinen Fall billigen kann. „Luxor 192“ ist ein Bericht des Lebens, des Miteinanders und der Schwierigkeiten dort. Eine Frau in Ägypten zu sein, ist absolut nicht einfach. Es darf jedoch nicht vergessen werden, wie sehr auch die Männer unter der Tradition leiden können.

Verlag : epubli Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 310 Seiten

ISBN: ‎ 978-3759822796

Veröffentlicht : 03. Juni 2024

[Rezension #733] „Offenbach Undercover“ von Christina Kunz aus dem Mainbook Verlag

Meine Meinung:

Es fliegen Molotowcocktails, ein Dönerladen brennt. Eine junge Frau wird am Kopf getroffen. Ist sie tot?

Tage später liegt ein verdeckter Ermittler vom LKA, mitten im Leonhard Eißnert-Park. Er wurde ermordet. Warum?

Jana Schröder und Amir Trageser, beginnen mit den Ermittlungen. Als Daniel Forster ihnen zugeteilt wird, ist Jana absolut nicht glücklich darüber. Er ist ein unangenehmer Mensch. Ist unfreundlich. Jana aber auch. Irgendwie verstehe ich sie, aber eigentlich hat er ihr nichts getan.

Sie sind für mich wie Hund und Katze. Jana faucht, Daniel knurrt. Aber da ist etwas. Nicht definierbar zu Beginn.

Als der nächste Tote auftaucht, wird der Druck auf die Ermittler immer höher. Doch wer steckt hinter den grausamen Morden?

Auch mir bleibt es lange verborgen. Hatte jemanden anderen in Verdacht.

Es gibt einen Mann, den ich einfach nur…seht ihr, mir fehlen die Worte. Wie beschreibe ich das, …Frauenverachtend empfinde…Ja, das ist das Wort, das ich suchte.

Christina Kunz, gibt uns nur wenig Hinweise an die Hand, aber so viel das man sich langsam ein eigenes Bild machen kann. Das hält den Spannungsbogen hoch. Auch das Gekabbel zwischen Jana und Daniel, gefällt mir außerordentlich gut. Ich muss oft schmunzeln.

Mein Fazit:

Ein Krimi, bei dem man selbst mitermitteln kann. Hinweise helfen dabei. Eine gefährliche Gruppe, die man nicht unterschätzen sollte. Vorallem haben sie seltsame Sichtweisen. Doch wer ist verantwortlich? Wer ist der wahre Täter. Findet es gerne selbst heraus. Mir hat das Lesen, ein paar gute Stunden beschert.

Verlag : Mainbook Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 248 Seiten

ISBN: ‎ 978-3911008327

Veröffentlicht : 25. November 2024

[Rezension #732] „Kickersfluch“ von Thorsten Fiedler aus dem mainbook Verlag

Meine Meinung:
Adi Hessberger ist Privatdetektiv. Gemeinsam mit Lars Mühlbauer, den ein schlimmes Schicksal ereilt hat, ermittelt er. Lars sitzt, nach einer Schussverletzung im Rollstuhl.

Ein neuer Fall wird an sie herangetragen.
Nach einem Brand, gibt es ein Opfer. Kevin. Sein Vater engagiert Adi und Lars um das Verbrechen, das es augenscheinlich war, aufzuklären.
Warum Kevin sterben musste, bleibt lange im Dunkeln.

Doch es bleibt nicht nur, bei diesem Vorfall. Brutal ist das passendste Wort, das mir zur nächsten Tat einfällt. Was hat das Ganze, mit Adis Vergangenheit zu tun. Wer ist die Frau die spärlich bekleidet, auf die Straße rennt. Wie passt das Alles zusammen?

Zwischendrin bangt Adi mit dem OFC im Stadion, auf Auswärtsspielen oder im Fanmuseum. Nicht immer ist ihm das Glück hold.

Adi ist schlau wie ein Fuchs.

Sina, Adi, Fee und Lou sind ein süßes Team. Ihre Art miteinander umzugehen, ist harmonisch und liebevoll.

Lars mochte ich von Anfang an. Es gibt da jemand, in seinem Leben. Ich gönne es ihm. Auch den Muskelkater. kicher

Mit dem neuen Gerichtsmediziner, werde ich nicht wirklich warm. Mal sehen wie er sich entwickelt.

Mein Fazit:
Es wird brandgefährlich. Die Vergangenheit von Adi, wird zur Gegenwart. Birgt viele Gefahren. Eine Finte, geht fast schief. Die Spannung bleibt hoch. Opfer die auf das Grausamste leiden. Es nicht überleben. Die Wahrheit hinter allem, war für mich eine Überraschung. Der Rauch der sich über die Zwei legt, hat mich gelähmt. Mir genau wie ihnen, den Atem geraubt. Ich war schockiert. Danke Sina. Wenn ihr also einen spannenden Krimi mit Lokalkolorit lesen möchte, empfehle ich euch die Bücher von Thorsten Fiedler.

Verlag : Mainbook Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 201 Seiten

ISBN: ‎ 978-3911008433

Veröffentlicht : 15. Oktober 2025

[Rezension #731] „Hallo Du Schöne“ von Ann Napolitano aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Das Buch handelt von einer Familie, in der William seine Frau findet, die Julia heißt. Allerdings hat er ein Problem, er wurde nie wirklich geliebt. Seine Schwester ist sehr früh gestorben. Deshalb musste er immer leise sein, immer unauffällig. Das hat einiges in ihm zerbrochen. Nur eins gibt ihm Halt. Auf dem Basketballplatz, fühlt er sich wohl und angenommen. Eine Verletzung allerdings, zwingt ihn dazu das Spielen aufzugeben. Es dauert lange, bis er einigermaßen wieder fit ist. Aber an Basketball spielen, ist nicht mehr zu denken. Julia ist für ihn wie ein sicherer Hafen. Sie bestimmt er tut. Er macht was sie möchte. Sie hat ein ganz genauen Plan, wie das Leben funktioniert und was sie erreichen möchte. Als Julia schwanger wird, ändert sich einiges. Er bekommt eine tiefe Depression und tut etwas unglaublich dummes. Im Krankenhaus fällt er eine Entscheidung. Sylvie spürt, was mit ihm los ist. Sie fühlt wie er und das bringt sie einander näher.

Zwei Charakter in diesem Buch sind mir unsympathisch. Rose die Mutter und Julia, Williams Frau.

Bei Rose habe ich immer das Gefühl, alle anderen sind schuld. Sie geht einfach. Lässt die Kinder allein, auch wenn sie schon erwachsen sind. Interessiert sich nicht für das Leben, der Kinder sondern urteilt nur. Ich bin froh dass sie nur im Hintergrund agiert.

Julia ist eine, tut mir leid das zu sagen, sehr egoistische und unempathische Figur.
Sie meint sie hat den Plan im Leben. Aber sie hat keine Ahnung, was ihr Mann William fühlt oder was er denkt. Ich empfinde sie als kalt. In mancher Hinsicht ist es gut zielstrebig zu sein, aber ohne Gefühle zu zeigen oder wahrzunehmen ist es ein einsamer Weg. So beeinflusst sie auch das Leben ihrer Tochter Alice. Nicht zum Besten wie ich finde.

William ist ein sehr trauriger Mensch. Die wahre Liebe kennt er nicht. Er hat sie nie gefühlt, nie erfahren dürfen. Ich bin glücklich, dass er am Ende doch seine Seelenverwandte gefunden hat.

Sylvie ist eine Person, die mir sehr nahe ist. Ihr Schicksal hat mich, tief getroffen. Sie ist einfühlsam, hat eine gute Antenne was William betrifft. Sie fühlt wie er, sie denkt wie er. Sie kennt ihn so genau, wie sonst keiner. Ich glaube nicht mal, er sich selbst. Eine besondere Frau, die sehr tief in sich verwurzelt ist.

Cecelia malt ganz wunderbar, hat ein uneheliches Kind Izzy. Izzy hat ihren Weg gefunden. Hat einen lieben Partner. Emeline und Josie sind ein Paar voller Harmonie.

Mein Fazit:
Die Geschichte um die Familie und William ist eine nicht ganz einfache. Sie ist voller Schmerzen, Trauer, Verlust und tiefen Gefühlen. Es benötigt Zeit, ganz einzutauchen. Ich bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte.

Es hat mich tief beeindruckt, intensiv berührt. Lässt mich auch nach einigen Tagen, nicht los. We kann ein Mensch, wie William so traurig sein. Obwohl ich das Gefühl kenne, hat es mich doch innerlich erschüttert.

Wenn ihr also eine Geschichte sucht, die euch berührt. Die nicht einfach, zur Seite gelegt werden kann. Dann lest dieses Buch. Es ist mit sehr viel Sensibilität geschrieben.

Verlag : Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 513 Seiten

ISBN: 978-3832169459

Veröffentlicht : 26. Februar 2024

[Rezension #730] „Blick Dahinter“ von Diana Ahrabian aus dem Spica Verlag

Meine Meinung:

Auf der Buchmesse #fbm2024 traf ich, die wunderbare Diana Ahrabian am Spica Verlag Stand. Nun stelle ich euch, das tolle Buch vor.

Durch nicht so schöne Ereignisse, hat es etwas gedauert bis ich mich voll und ganz darauf konzentrieren konnte.

Was für ein Buch!

Es geht um fünf Menschen die sich kurzerhand dazu entschließen, gemeinsam Urlaub im Schweizer Örtchen Scuol zu machen. Durch den Jahrhundertschnee, sind sie abgeschnitten von Allem. Es geht eine Lawine ab. Grollend. Das macht Angst.

So beginnt die Schicksalsgemeinschaft, sich die tiefsten Geheimnisse ihrer Leben zu erzählen. Da sind Anna die so unglaublich schön ist. Keiner kann den Blick von ihr wenden. Esther, die sich um Geld keine Sorgen machen muss. Bene, der Fußballspieler und Nationalspieler ist. Tati und Markus die ein Paar sind. Aber auch sie haben etwas, das sie belastet.

Keiner von Ihnen hat sich je so geöffnet, wie auf dieser Hütte. Eingeschneit und ohne Hoffnung auf Rettung.

Natürlich möchte ich nicht so ins Detail gehen, denn das würde zu viel verraten.

Anna, ist die Erste die sich öffnet. Ihr solltet Taschentücher bereit halten. Denn so schön es beginnt, so schlimm endet es. Es zerreißt einem das Herz. Man kann sich so sehr in sie hineinversetzen. Man fühlt diesen Schmerz. Diese Leere, die sie umgibt. Das Leben das sie durch ein Unglück verlor.

Esther scheint oberflächlich. Immer mit dem Smartphone in der Hand. Sie erzählt eine Geschichte ihrer Kindheit, die Liebe nicht beinhaltet. Kälte und immer im Weg zu sein, zu stören, machte ihre erste Zeit der Kindheit zur Qual. Nach einem Umzug, beginnt die schöne Zeit. Sie hat viel Spaß mit dem Menschen der ihr den Halt gibt, den sie meiner Meinung verdient hat.

Bene, eigentlich Benedict erzählt von seiner Leidenschaft. Seit Kindesbeinen an, wird er von seinen Eltern unterstützt. Es läuft alles gut. Dann findet er während einem Fußball Trainingscamp etwas raus, das er erst nicht wahr haben möchte. Ein Mitspieler öffnet ihm die Augen. Aber es bricht ihm nach dem Trainigscamp, auch das Herz. So fokussiert, geht es weiter. Bis eine Begegnung ihn wieder zurückwirft.

Tati, ist ein Mensch die immer darum besorgt ist, das sich alle um sie herum wohl fühlen. Ihre Eltern wahnsinnig sportbegeistert, ich würde schon sagen sie übertreiben extrem. Sie zählen Kalorien. Zumindest fühlt es sich so an. Tati zwischendrin. Sie lernt was gut ist und was nicht. Doch als sie sich verletzt, beginnt eine Spirale. Das Verhalten ihrer Mutter, kann man nur, als für Tati verstörend benennen.

Markus, hat wohl die schlimmste Geschichte zu erzählen. Was er offenbart lässt sogar seine Freundin Tati schockiert zurück. Obwohl sie schon einen Teil kannte.

Dann kommt der Bruch, ein echt heftiger Cliffhanger.

Weshalb ich das zweite Buch, unbedingt lesen muss.

Schreibstil:

Diana Ahrabian hat mich zu Tränen gerührt. Schockiert, lässt mich verzweifelt und fassungslos zurück. Bricht mir das Herz und gibt mir dennoch Hoffnung, weil das letzte Wort im Buch ist ….

Nein so leicht mache ich es euch nicht. Wirklich, ihr solltet das Buch lesen.

Mein Fazit:

Ein Buch, das mit einer Geschichte aufwartet, die die fünf Offenbarungen einleitet und begleitet. Es hat mich auf jeder der 669 Seiten super unterhalten.

Anna hat mein größtes Mitgefühl. Auch Benedicts Geschichte geht mir an die Nieren. Esther und Tati tun mir leid. Sie haben dieses Verhalten von nahe stehenden Menschen nicht verdient. Von Markus hatte ich das nicht erwartet. Bin schockiert.

„Blick Dahinter“ solltet ihr lesen, wenn ihr gerne tiefgehende Geschichten mögt. Oberflächlich hätte man, dass von diesen Fünf nicht vermutet.

Betretet die Hütte, lasst euch darauf ein und ja werft einen Blick hinter die Fassade der fünf Menschen, die hier im Schnee eine Schicksalsgemeinschaft bilden, bis sie gerettet oder die nächste Lawine die Hütte verschlingt.

Verlag : Spica Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 672 Seiten

ISBN: ‎ 978-3985031863

Veröffentlicht : 01. Oktober 2024

[Rezension #729] „Das grösste Rätsel aller Zeiten“ von Samuel Burr aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Clayton erlebt einen herben Verlust. Pippa, seine Ziehmutter stirbt. Sie schickt ihn auf eine Reise, auf ein Abenteuer. Denn er ist das größte Rätsel, der Rätselmacher. Das sie nie gelöst haben. Er ist für seine 25 Jahre, kein junger Mann. Sondern durch das Leben mit älteren Menschen, ein sehr spezieller Mensch geworden. Eher gesetzt, nachdenklich und voller Fürsorge anderen gegenüber.
In der Obhut des Hauses, durch die Liebe von den Menschen, die um ihn rum waren, fühlte er sich geborgen. Nicht genötigt, in die weite Welt hinauszuziehen.
Doch genau das verlangt Pippa nun, nach ihrem Tod.
Jedes Rätsel offenbart etwas, in seinem Leben oder etwas das Pippa ihm noch mitteilen möchte.
Sanft drängt sie ihn, aber auch gepaart mit einer gewissen Hoffnung, das Clayton ihr diesen letzten Wunsch nicht abschlägt.
Was wäre er für Sohn, wenn er dies täte.
Er lernt sich besser kennen. Neue Menschen, kreuzen seinen Weg. Auch ein ganz Besonderer.

Der Wechsel zwischen Pippas Geschichte, als sie noch lebte und Claytons Weg durch die Trauer, gefällt mir ausgesprochen gut.
Es ist die Suche von Antworten, inmitten von Rätseln. Die oftmals auf den Seiten auftauchen. Manches konnte ich lösen, manches auch nicht. Die Auflösungen finden sich im Text. Oft dachte ich mir, oh man das hättest du wissen müssen.

Die Charaktere sind mir sympathisch. Allerdings ist Angela, nicht so mein Fall. Sie ist sehr speziell in ihrem Tun.

Pippa, Earl, Hector, Nancy, Clayton bleiben im Gedächtnis. Die Idee der Gemeinschaft, ist wunderbar. Fast wie bei den Musketieren. „Einer für Alle, Alle für Einen“.

Das Buch hat mir sehr gefallen, vorallem weil es wenig aufgeregt daher kommt. Die Geschichte ist vorsichtig, will niemandens Gefühle verletzen. Erzählt sachte und doch wieder gibt es diese Punkte in denen man die Not von Pippa erkennt und fühlt.

Mein Fazit:
Eine abenteuerliche Reise voller Rätsel, die Clayton das Leben zeigt. Draußen in der Welt. Es hat mich gut unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht. Manchmal sollte man losgehen und einfach versuchen seinem Leben, eine neue Richtung zu geben. Vielleicht versuche ich das auch.

Verlag : Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 449 Seiten

ISBN: 978-3755810575

Veröffentlicht : 01. August 2024

[Rezension #728] „Schneeflöckchen, Weißpfötchen“ von Petra Schier aus dem Harper Collins Verlag

Meine Meinung:

Das Gefühlsradar tobt. Santa Claus, weiß nicht warum. Selbst die Rentiere sind verwirrt. Irgendwas verstopft den Wunschzettel-Eingang. Nur was? Als er den Grund entdeckt, wird ihm ganz anders.

Xander wünscht sich etwas, schon seit einem Jahr. Nun ist er zurück. Endlich zu Hause. Das Rumreisen hat ein Ende. Das Kleeblatt ist wieder vollkommen.

Ellie, Arian und Jelena, arbeiten in der Oase. Die sie gemeinsam eröffnen wollen. Da gibt es viel zu tun. Das Xander wieder da ist, ist sehr hilfreich. Er wird natürlich gleich eingespannt.

Als Ellie heim kommt, ängstigt sie etwas Weißes. Ein großer Hund. Abgemagert und ungepflegt. Bei der zweiten Begegnung, ist sie nicht allein. Das ist gut für den Hund. Vielleicht auch für Ellie. Findet es gerne heraus.

Ellie, Xander, Arian und Jelena sind für mich einfach das perfekte Kleeblatt. Alles was stört, fühle ich als Eingriff in die Freundschaft. Weshalb da auch der Mann, der an Ellie interessiert ist, nicht die besten Karten bei mir als Leserin hat. Entschuldige Patrice.

Ich kann mich einfach dem Gefühl nicht erwehren, dass er Ellie zu sehr für sich einnimmt. Obwohl die erste Verliebtheit, das vielleicht erklären könnte.

Kommen wir zu dem wunderhübschen weißen Wesen, das hier auch ein bißchen für Verwirrung sorgt. Aber auch für viele süße Momente. Lacher und Sabberattacken. Ach ich liebe sie einfach. „Amara“ ihres Zeichens weiße Schäferhündin. Xander nimmt sich ihr an und hat damit für mich einen Doppelpluspunkt.

Schreibstil:

Petra Schier, ist es gelungen Weihnachten schon im Oktober stattfinden zu lassen. Freundschaft steht im Vordergrund. Schöne Momente und Musik die man an Weihnachten überall hört, helfen Gefühle zu transportieren. In ihren Büchern, geht es um den richtigen Partner. Manchesmal ist die Suche oder das Erkennen des Anderen, nicht wirklich einfach. Das macht Petra Schier immer spannend. Vier Pfoten und Santa Claus, die Wichtel und auch Frau Santa eilen zu Hilfe.

Mein Fazit:

Eine lange Freundschaft die sich verändert. Zwei Menschen die Angst haben, diese zu verlieren und eine zuckersüße Hündin die mit ihren Sabberattacken immer wieder für Lacher sorgt. Die Geschichte ist rundherum gelungen. Kann euch nur empfehlen, die Bücher mit Santa Claus, den Wichteln und den Helfern auf vier Pfoten auf eure Wunschliste zu nehmen. Es lohnt sich!

Verlag : ‎Harper Collins Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 401 Seiten

ISBN: ‎ 978-3749909339

Veröffentlicht : 23. September 2025

[Rezension #727] „Mitternachtsschwimmer“ von Roisin Maguire aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung :

Jessie verliert ihr junges Leben. Lorna, Evan und Luca sind übrig geblieben. Zerbrechen daran. Keiner redet darüber. Luca weil er es nicht kann, denn er ist taub. Lorna und Evan, weil sie sich die Schuld geben an ihrem Tod. Gegenseitig. Beide leiden grausame Qualen. Lorna bestimmt, Evan nickt alles ab. Luca bleibt auf der Strecke.

Evan nimmt sich eine Auszeit. In Ballybrady, gehen die Uhren anders. Langsamer. Er lernt Grace kennen und Abbie. Aber auch Paddy und Becky. Dann kommt der Lockdown.

Lorna ist Systemrelevant. Sie kann sich nicht um Luca kümmern. So kommt er zu ihm. Grace und Abbie kümmern sich gemeinsam mit ihm, um den Jungen. Der hier aufblüht. Doch es gibt Momente, die die Vergangenheit herauf beschwören. Vater und Sohn kommen sich langsam näher. Vorwürfe des Jungen, bleiben lange Zeit unausgesprochen. Wirkliches Vertrauen fehlt.

Grace ist speziell. Sie knurrt, hat ihren Hund „Hund“ genannt und ihn gerettet. Sie hat ihre Art. Das Leben hat sie stark verändert. Sie taut langsam auf. Gefühle brechen immer wieder an die Oberfläche.

Ja, sie ist für mich irgendwie verschroben. Speziell. Macht manches Mal, auch komische Dinge. Weiß sich aber jeder Zeit zu helfen.

Ich mag Abbie. Die Nichte von Grace. Sie hat etwas freundlich, offenes. Ist eine große Stütze für Grace, in jeder Hinsicht.

Leider war es mir nicht wirklich möglich, unter die Oberfläche zu schauen. Die meisten Charaktere sind mir persönlich, nicht tiefgründig genug. Sie sind insgesamt, sehr mit sich selbst beschäftigt. Nur ab und an leuchtet etwas auf. Vielleicht ist dies aber auch der Geschichte geschuldet.

Am Ende muss ich aber sagen, das Evan mir doch näher kam. Seine Entscheidungen, fand ich richtig. Nicht Luca war „kaputt“ sondern Evan selbst. Möge sein Leben nun ein Besseres werden. Luca seinen Wunsch erfüllt bekommen.

Mein Fazit:

Am Tod eines geliebten Menschen, zerbricht man, wenn da nicht andere Menschen sind, die einen auffangen. Leider hatten das Lorna und Evan nicht. Sie waren sich selbst im Weg. Luca litt. Weshalb mir gut gefällt, das Evan eine Auszeit wählt, wenn vielleicht auch etwas erzwungen. Den Ort Ballybrady, kann ich mir wunderbar vorstellen. Es ist gerade so, als ob ich die Felsen, das Meer, ja sogar Hund dort sehe. Grace mit ihrem Hut und den Fischen. Eine Momentaufnahme von Menschen, denen es vergönnt sein sollte, auszusprechen was ihnen auf den Herzen liegt. Oft fällt dies, tieftraurigen Menschen schwer.

Dieses wundervolle Buch erhielt ich von Liesa, vom DuMont Verlag. Herzlichen Dank dafür.

Verlag : ‎DuMont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Hardcover

Seiten: 352 Seiten

ISBN: ‎ 978-3832168292

Veröffentlicht : 15. Juli 2024

[Rezension #726] „Der Flohmarkt der Träume – Ein Sommer an der Schlei“ von Elizabeth Horn aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Antonia hat vor, einen Roman zu schreiben. Einen historischen der ca. 1920 angelegt ist. Dafür braucht sie Inspiration. Weshalb sie auf den Trödelmarkt geht. Dort lernt sie Leo kennen. Einen sehr kreativen Menschen, wie sie selbst.

Wegen ein paar Briefen, in einer Schatulle gibt es eine Vereinbarung zwischen ihnen. Beide wissen nicht das nicht die Briefe, aber etwas anderes wertvoll ist.

Sie kommen sich näher, treffen Fritz ein großer Kerl mit sanfter Art. Ich mag ihn sofort.

Aafje ist etwas durchgeknallt, aber es passt gut zu ihrem Charakter. Ich kann Toni gut verstehen. Wäre auch sauer.

Merrit ist enttäuscht und verletzt. Ihr Ex-Mann ist schuld. Sie und ihr Sohn Linus, müssen sich verkleinern. Alles muss weg, naja fast alles. Auch Briefmarken.

Briefmarken sind die Leidenschaft von Robert, Antonias Onkel. Weshalb sie auf einen Tipp hin, dort auftaucht. Es liegt was in der Luft. Robert geht wunderbar auf Linus ein. Er fühlt wie verletzt Merrit ist.

Anke ist eine ganz schnelle. Fritz pass auf. Ich musste kichern.

Alle sind sanft miteinander. Respektvoll.
Robert mit Merrit und Linus. Leon und Antonia gegenseitig. Das war schön zu lesen.

Es ist eine Geschichte, die man einfach weiter lesen möchte. Man fühlt sich wohl. Will dabei sein. Ich war sehr traurig, über das Schicksal von Gertrud.

Meine Fazit:
Es ist eine Suche. Nach Aafje, der Vergangenheit und der Zukunft, die sie alle nun verbindet. Sie sind jeder auf seine Art wunderbar. Ausnahme: der Ex-Mann und seine Neue. Er ist so ein überheblicher von sich selbst überzeugter Typ ohne Gewissen. Sie ist nicht besser. Passen gut zusammen. *kopfschütteln* inklusive.

Verlag : ‎dotbooks

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 372 Seiten

ISBN: ‎ 978-3987500763

Veröffentlicht : 5. August 2025

[Rezension #725] Die Wäscherin von Niederrad“ von Gabi Haug aus dem Books on Demand Verlag

Meine Meinung:
Von Anfang an, war ich gespannt auf dieses Buch. Da es eine liebe Freundin von mir geschrieben hat.

„Die Wäscherin von Niederrad“ erzählt die Geschichte von Klara Ruhland, die plötzlich alleine in ihrer Welt, ihren Alltag meistert um überleben zu können. Alles ändert sich, als der kleine Hans in ihr Leben tritt. Vater Wilfred wird des Mordes bezichtigt. Sofort war ich überzeugt, dass er es nicht war. In der Hinsicht, sind Klara und ich uns einig.

Der kleine Hans tut mir von Herzen leid und muss alles mit ansehen. Klara hat ein großes Herz, genau wie ihre Tante Trude. Auch Ida ist eine Freundin, auf die sie sich verlassen kann. Allerdings muss ich sagen, dass sie am Anfang für meine Verhältnisse, sich nicht wie eine Freundin aufgeführt hat. Aber zum Glück, kann man Meinungen ändern.

Das ein Mensch den man kennt, sich dermaßen verändert und zwar im schlechtesten Sinn, macht betroffen und sauer. Fritz ist hier dafür ein gutes Beispiel, im negativen Sinne. Ein Gefühl, dass irgendwas mit dem Kerl nicht stimmt, klang sofort bei mir an. Vorallem gefällt mir nicht, dass er Klara als Eigentum ansieht. Das geht weder zur damaligen Zeit, noch heute. Ein Mensch gehört sich nur selbst.

Allerdings kann er sich auch öffnen, sich jemandem offenbaren, einem geliebten Menschen sein Herz schenken. Das passiert hier auf wundervolle und sehr sanfte Weise. Klara ist eine unglaubliche Frau. Sie weicht nicht von ihrer Meinung ab und das finde ich wirklich wundervoll.

Gabi Haug, ist gelungen mich völlig in den Bann zu schlagen. Nach diesem ersten Buch, kann ich nicht erwarten, das zweite Band zu lesen. Wenn Sie in diesem Schreibstil, der so feinfühlig aber auch bestimmt ist, weiter schreibt. Mich Seite für Seite mehr für den Charakter einnimmt, möchte ich nicht aufhören ihre Bücher zu lesen.

Sehr Positiv möchte ich erwähnen, dass Wilfred das männliche Pendant zu Klara darstellt. Auch er besitzt eine sehr klare Einstellung zum Leben. Stark und beschützend. Möge er aus der Misere, als Gewinner hervorgehen.

Mein Fazit:
Beim Lesen wird die Sanftmut genauso offenbar, wie die Unabwendbarkeit von Klaras Meinung. Die Unerschütterlichkeit des richtigen Handelns, macht dieses Buch zu etwas besonderem. Meine Leseempfehlung hat es zu 100%.
Die Informationen zu der damaligen Zeit, die Erklärungen aus dem Buch am Ende, sind für mich eine wunderbare Möglichkeit, noch tiefer einzutauchen.

Verlag : ‎BoD Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 371 Seiten

ISBN: ‎ 978-3759740212

Veröffentlicht : 31. Juli 2024