Meine Meinung: Thorsten Fiedler kenne ich schon viele Jahre. Dieses Jahr auf der Frankfurter Buchmesse, hat er mir eine riesige Freude gemacht. Denn nichts würde mein vergangenes Jahr besser beschreiben, als „Scheissendreck Happens“. Diese Realsatire von ihm beginnt mit einem kleinen Text, dessen Glück ich hatte von ihm persönlich vorgelesen zu bekommen. Das Vorwort von Peter Neururer, seines Zeichens Fußballtrainer, macht es zudem besonders. Auch ihm ist eine Geschichte gewidmet. Wie ist das, Corona zu haben und nicht daran Schuld zu sein, obwohl man zuerst als der Buhmann da steht. Was macht man, während der Quarantäne. Man kann weder raus, noch mit dem Hund spazieren gehen, da bleibt nur das Fernsehprogramm. Da merkt man wie viel Sendungen es gibt, die nicht wirklich den Intellekt ansprechen. Natürlich auf sehr humoristische Weise erzählt. Wissenswertes über Offenbach. Verlage werden unter die Lupe genommen, und auch über die Möglichkeit als Autor, einen Bestseller zu schreiben. Über Papier wird gesprochen und das Altpapier das sich bei den Verlagen so anhäuft. Über Lektorate, Altenpfleger, Bürgerbüro, Junggesellenabschied, die Aprikosenallergie und vor allem über die Geschichte, die dem Buch den Titel verlieh. Zwischendrin immer wieder Gedichte, die mit zwinkern geschrieben wurden. Schmunzelnd liest man Seite für Seite. Lachtränen laufen übers Gesicht, wenn der Autor über Schrägaufzüge und Dächer spricht. Kaiserleikreisel von dem ich noch nie gehört. Doch meine absolute Lieblingsgeschicht ist die mit dem Gott „hammernet“. Thorsten Fiedler nimmt vieles auf die Schippe. Vor allem sich selbst. Das macht nicht nur ihn so sympathisch, sondern auch dieses Buch. Es ist ein Buch, dass man immer wieder in die Hand nehmen kann. Die Texte sind für Offenbacher und Nicht – Offenbacher, Menschen die so ihre Not mit den Baumärkten haben, während der Quarantäne vor dem Fernseher festsaßen oder einfach an einem Tag der nicht wirklich positiv verlief, was zu lachen zu haben.
Schreibstil: Locker und fluffig beschreibt der Autor, viele alltägliche Begebenheiten. Überlegungen seinerseits, Fragen die er sich stellt. Kurzweilige Texte, die zum immer wieder lesen einladen.
Mein Fazit: Realsatire der besten Form. Zum Lachen und Schmunzeln. Einiges was der Autor schrieb, gab mir Denkanstöße. In positivem Sinne. Durch diese Texte, lernte ich auch den Autor besser kennen. Was will man mehr.
Nach einem tollen Frühstück, war ich etwas zu spät auf der Messe. Aber das war es wert. Frisch gestärkt konnte ich nun meine Tagesordnungspunkte abhaken und am Ende des Tages, viel Zeit mit Büchern genießen.
Das erste was ich sah, war eine wahnsinnig lange Menschenschlange. Wer da wohl signiert? Darum würde ich mich später kümmern. Jetzt erst mal Halle 3.1
Auf gehts!
Die Halle war leerer als die Halle 3.0. Mir fiel auch auf, das Allgemein weniger Verlage und auch Autorinnen /Autoren da waren. Lücken, Stände die ich eigentlich erwartet hatte, fehlten. Verlage existieren nicht mehr. Auch Autorinnen und Autoren haben, während der Pandemie, das Schreiben aufgegeben. Mir tat jeder nicht vorhandene Stand weh. Es war als ob etwas Unbekanntes, in die schöne Welt der Bücher eingedrungen wäre und das „Nichts“ wie in „Die Unendliche Geschichte“ Teile verschlungen hätte. Dennoch wollte ich sehen, was es Neues gab und hielt die Ohren und Augen offen. Begleitet mich auf meiner Wanderung durch die Hallen.
Beim societäts\verlag hatte ich ein sehr nettes und aufschlussreiches Gespräch.
– oh ich wollte viele der Bücher haben. Besonders die 3 in der Mitte. Diese lieben Geschöpfe gaben einem das Gefühl, Willkommen zu sein. Hatte mir ihre Namen notiert und bin mehr als traurig, dass ich die Notizen nicht mehr finden kann.
Dann löse ich mal auf. Sebastian Fitzek war schuld an den Menschenschlangen. Aber wie ich hörte, wurde er nicht müde, Buch um Buch zu signieren. Auch als die Signierzeit schon längst zu Ende war.
Wigald Boning stelt sein Buch vor „Lauf, Wigald, lauf!“
Zuerst wusste ich echt nicht wer er ist, nur die Schlange machte mich neugierig. Meine Tochter Lisa klärte mich dann auf. Na, wisst ihr es? Es ist Twenty4Tim.
Begegnungen sind genau das, was die Frankfurter Buchmesse für mich ausmacht. Auch wenn viele meiner lieben Freunde, nicht da waren. Vielleicht nächstes Jahr wieder zur #fbm23
Meine liebe Petra Schier, darf natürlich auch heute nicht fehlen. Sieht sie nicht bezaubernd aus?
Bettina Göschl und Klaus-Peter Wolf was musste ich lachen. Die Zwei sind so herzerfrischend.
Meine süße A.C.LoClair wollte sie gar nicht gehen lassen.
So schnell wie es begann, war es auch schon wieder vorbei. Traurig ging ich Richtung Ausgang. Holte meinen Koffer und dann war es wirklich vorbei. #fbm22
Eins allerdings weiß ich, das Vorfreude die schönste Freude ist. Nächstes Jahr, werde ich mir aber definitiv mehr Bücher anschauen. Denn darum sind wir doch hier. Auch einige Interviews wären schön. Bleibt gespannt.
Wie schön! Nach so vielen Jahren geht es endlich wieder nach Frankfurt. So sehr habe ich es vermisst. Was wird mich nach der langen Zeit erwarten? Welche Verlage, welche Autorinnen und Autoren werde ich treffen? Freunde sind dieses Jahr, kaum auf der Messe. Das bedaure ich zutiefst. Sie fehlen mir. Der Austausch zwischen uns. Die Momente in denen man miteinander lacht, Neuigkeiten erfährt und sich zuhört. Zwischenmenschliches. Es wird anders sein.
Im Zug sitzend schreibe ich an „Linns Traum“. Da ich meinen Kaffee trinke und etwas esse, darf ich die Maske unten lassen. Wir sind nur zu 5. im Wagon. Weit auseinander sitzend.
In Frankfurt angekommen, mache ich ein paar Fotos. Gerührt wieder hier zu sein. Kurze Zeit später, gebe ich meinen Koffer im Hotel ab.
Dann geht es zu den Heiligen Hallen.
Zuerst Halle 3.0 und 3.1 ohne Menschen das ist ein Glück für mich. Nur möglich wenn man akkreditiert ist. Es wird noch hier und da aufgefüllt. Die letzten Vorbereitungen, bevor der Ansturm der Lesehungrigen beginnt.
Impressionen:
Der emons: Verlag ist für mich ein ganz toller Verlag, voller wertvoller Bücher.
Spanien hat sich viel Mühe gegeben, uns ihre Literatur näher zu bringen. Vollkommen gelungen. Ich war nur so am Staunen.
Jochen Till ist einfach supertoll! Seine Bücher machen Laune und seine freundliche Art ist immer herzerwärmend.
Jochen TillJochen Till
Meine liebe Freundin und Verlagschefin vom „Glückschuh Verlag“ Dorothea Flechsig
Meine talentierte Freundin Lisa Skydla und ihre fesselnden Bücher aus dem Merlins Bookshop
Die großartige Petra Schier. Die Begegnung mit ihr, ist für mich jedes Jahr immer wieder besonders. Ich liebe ihre Bücher.
Das Treffen wenn auch nur kurz, mit Klaus-Peter Wolf und seiner Frau Bettina Göschl ist immer sehr amüsant. Ihm sitzt der Schalk im Nacken. Ich freue mich jedes Jahr darauf. Dieses mal hatte ich einiges zum Signieren dabei.
Mainbook Verlag Gerd Fischer und Thorsten Fiedler. Beide schreiben absolut tolle Bücher. Thorsten, hat mich dann auch noch zu Tränen gerührt. Er schenkte mir ein Buch, das passender vom Titel nicht hätte sein können. „Scheissendreck Happens„.
Marah Woolf beim Signieren.
Peter Maffay stellt „Anouk“ vor.
Rebecca Gablé, bitte recht freundlich. Super sympathisch.
Francis Fulton-Smith über sein Buch. Überaus interessant.
Der dunkelste Moment ist der vor Sonnenaufgang von Francis Fulton-Smith
Es tat gut, einfach zwischen den Büchern zu wandeln, großartige Autorinnen und Autoren zu erleben, wie sie von ihrem Schreiballtag oder überhaupt Alltag erzählen. Menschen zu beobachten, wie sie das ein oder andere Buch immer wieder in die Hand nahmen. Sich Notizen machten, um sie später käuflich zu erwerben. Die oberen in Bildern fetsgehaltenen Bücher, sind mir persönlich in Erinnerung geblieben und auf meiner Wunschliste gelandet.
Bin sehr gespannt was ich morgen für Werke entdecke und welchen Menschen ich begegnen darf.
Meine Meinung: Lilli hat es wirklich nicht leicht, mit diesem grausigen Monsieur Pierre. Sein richtiger Name, ist so wenig französisch wie ihrer. Er spielt sich aber als Küchengott auf. Dem sollte mal jemand, den Wind aus den Segeln nehmen. Doch selbst die Chefin versucht ihn zu halten. Später zeigt er sein wahres Ich. Denn er scheint doch kein schlechter Mensch zu sein. Das zeigt mir die Situation von Lilli als sie vom Betrug ihres Mannes erfährt.
Lilli muss wirklich viel durchstehen. Sie muss sich beleidigen lassen, so vieles ertragen was andere ihr antun. Hätte schon längst die Reißleine gezogen. Kein Wunder, dass es ihr nicht gut geht.
Zu Hause ist es auch nicht besser. Lillis Tochter Svenja, ist schwer pubertär. Sie ist total egoistisch und überhaupt nicht familiär. Beeinflusst durch ihren Vater.
Armin, ihr Mann kommt sehr kurz zwar sympathisch rüber, aber auch distanziert. Wird mir aber nach und nach unsympathischer. Nicht einmal als seine Mutter gegen Lilli verbal schießt, sagt er nichts. Dauernd verschwindet er in sein Arbeitszimmer. Irgendwie seltsam. Bald weiß man warum. Er nervt sooo unglaublich. Ist so selbstverliebt und beleidigend. Ein Kotzbrocken durch und durch.
Kati, Lillis ältere Tochter, eifert ihrer Mutter nach. Kocht genauso gern und möchte noch so viel lernen.
Gina, ist Lillis Freundin und bei Festen für die Dekoration zuständig. Sie steht immer hinter dem, was Lilli macht. Sie ist für Lilli die erste Anlaufstelle, wenn es bei ihr schlecht läuft.
Käthe ist ein Schwiegermuttermonster. Ihre Anschuldigungen sind völlig aus der Luft gegriffen. Dann überrascht sie mich. Hat seine Mutter doch ein Herz? Käthe ist wow! Diese Szene müsst ihr unbedingt lesen. Leider fällt Käthe in alte Muster zurück. Sie kann manchmal nicht ganz aus ihrer Haut.
Bei den ganzen Beschreibungen, von den köstlichen Speisen, kriegt man richtig Hunger. Kein Wunder wenn man weiß, dass die Autorin selbst eine begnadeten Köchin ist.
Es gibt Geschichten, da wäre ich froh wenn es die Menschen wirklich gäbe. Hoffentlich geht die Geschichte noch eine ganze Weile weiter.
Schreibstil: Kurzweilig aber sehr einnehmend, beschreibt die Autorin das Leben einer Frau die betrogen, aber nicht am Ende ist. Sie ist sehr stark und das wird durch die Worte und die Geschichte gut untermauert.
Mein Fazit: Lilli muss echt viel ertragen. Egal ob von Käthe, Armin, Vanessa oder Svenja. Man würde ihr so gern beistehen. Zum Glück ist sie nicht alleine. Hat gute Freunde, um sich rum. Auch ihre Tochter Kathi, ist ihr eine große Hilfe.
Eine Geschichte rund um Freundschaft, Betrug, Liebe und den Weg zur Selbstständigkeit.
Viel habe ich gelesen, leider war es mir nicht möglich, alle Rezensionen hier zu veröffentlichen. Das möchte ich nachholen. Ihr findet die Rezensionen auf
Meine Meinung: Dr. Sommerfeldt ist auf der Flucht, nennt sich jetzt anders und versucht irgendwie mit der Sehnsucht nach Ostfriesland klarzukommen. Aber nicht nur Ostfriesland fehlt ihm, sondern auch seine Beate.
Es zieht ihn aber auch immer wieder nach Franken, zu seiner Familie. Dort hat er ein Treffen mit seinem Ex-Schwiegervater, der dabei etwas Blut verliert. Auch Nasenbluten kann einschüchtern. Sommerfeldt fordert ihn zur Ehrlichkeit auf. Als er dies nicht macht, lässt sich Sommerfeldt zu einer Entführung hinreißen. Er tut mir mit der Zeit, wirklich leid, aber seine Naivität hat ihm das ganze wohl eingebrockt. Plötzlich taucht eine Bekannte von ihm auf, die schon lange in ihn verschossen ist. Sie tut etwas, um ihm seine Liebe zu beweisen. Doch das ganze geht nicht so glatt, wie die zwei sich das wünschen. Ein Nachbar muss in die Schranken gewiesen werden. Diese Szene finde ich wirklich gut. Das Problem ist nur, dass jemand anders wieder das Gefühl hat, dass er entkommen ist. Arme Ann Kathrin. Der Showdown ist die logische Schlussfolgerung.
Seine Therapeutin Bärbel finde ich großartig. Seine Mutter hasse ich genauso, wie er. Sie ist ein richtiges Miststück. Kalt, ja schon eisig. Habe das Gefühl, sie hat kein Tröpfchen Liebe in sich. Ist nur auf Vorteil bedacht.
Es gibt aber noch jemanden den ich extrem aggressiv finde. Sie hat auch Tendenzen, die ich nicht einmal beschreiben kann. Ja, ich überlege gerade. Also ich denke „unberechenbar“ trifft es ganz gut. Cordula seine frühere Arzthelferin auf jeden Fall ist ziemlich heftig für mich.
Bärbel hingegen, steht für mich als die Stütze die Dr. Sommerfeldt dringend braucht.
Holger Bloem ist eine sehr starke Person und Charakter. Gut, dass es ihn wirklich gibt. Er gibt dem Ganzen etwas Besonderes. Ich mag die Szenen zwischen ihm und Sommerfeldt.
Mein Fazit: Sommerfeldt ist nicht zu beneiden, was seine Familie angeht. Allerdings hat er manchmal Gedanken, die nicht nachvollziehbar sind. Weil er in einem Dilemma steckt. Die Geschichte ist seine Verarbeitung seines bisherigen Lebens. Ungeliebt von der Mutter, geliebt vom Vater und durch Missgunst seines Erbe beraubt. Mal sehen, wie es in Band drei weitergeht.
wenn ihr nicht zu euren Autoren und Autorinnen könnt,
bringe ich eben die Autoren und Autorinnen zu euch.
Viel Spaß bei den Steckbriefen, vielleicht entdeckt ihr so
auch eine neue Autorin oder Autor für euch.
Susanne Schomann
Steckbrief:
Name: Susanne Schomann, Susanne Rubin Autor seit:
2012 unter dem Pseudonym Susanne Schomann – bei MIRA Taschenbuch
Werke:
Bei MIRA-Taschenbuch sind insgesamt erschienen: Bernsteinsommer
Sophies Melodie
Eine Spur von Lavendel
Die Farbe des Mondes
Außerdem die Lunau-Reihe:
Wilder Wacholder
Der Holundergarten
Heidewinter
Im Heyne Verlag – unter Pseudonym Susanne Rubin:
Die Frau des Kaffeehändlers
Im September 2020 erscheint:
Die Erben von Gut Lerchengrund
Welches Genre:
Liebesroman und Familiensaga
Bevorzugter Ort des Schreibens:
Mein Arbeitszimmer zu Hause.
Lieblingsautor / in:
Habe ich viele.
Ich mag besonders die lustigen Liebesromane von Julia Quinn,
lese aber auch Klassiker und zeitgenössische Autoren wie Ken Follett usw.
Lieblingszitat:
„Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird niemals alt werden.“
(Franz Kafka)