[Rezension] “Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.” von Kerstin Jordan #bücherhamstern

“Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.”

Inhaltsangabe:

“Kein Mensch WILL Sie treffen!” Ein wenig verletzt schaute der Tod auf den Boden, und Herr Fischer erkannte augenblicklich seinen Fehler. “Och, Herr Tod. Sie müssen zugeben, dass der Mensch grundsätzlich lieber lebt.” “Ja, da gebe ich Ihnen recht.” “Bekommen Sie denn schon mal so Angebote, Herr Tod? Dass Sie später wieder kommen. Viel, viiiiiel später.” “Sie meinen Bestechungsversuche? Ja, sicher! Ständig!” Unschuldig zog Herr Fischer die Augenbrauen nach oben. “Und was bietet man Ihnen da so an?” “Durch die Bank weg alles! Gold, Juwelen, Königreiche, und einmal habe ich einen Fußballverein angeboten bekommen. Mit Champions-League-Teilnahme.” Enttäuscht zückte Herr Fischer seine Geldbörse und kramte darin herum. “7,54 Euro und eine Brotkarte. Die ist voll. Das nächste Brot wäre umsonst.” Er warf einen zweifelnden Blick auf den Tod, der milde lächelnd den Kopf schüttelte.

[Quelle: amazon]

Meine Meinung:

Der Tod hat es nicht leicht. Selten wird er willkommen geheißen. Oft genug starten seine Kunden den Versuch, ihn zu bestechen. Mit Reichtümern oder anderen Dingen. Doch der Tod ist nicht bestechlich. Er holt sich diejenigen, deren Lebenszeit abgelaufen ist. Traurig wenn es junge Menschen trifft. Schön aber wenn Menschen, die ein erfülltes Leben hatten, ihn hereinbitten. Denn sie sind zufrieden, mit ihrem Leben.

Kerstin Jordan schafft es, den Tod nicht als grausame Figur darzustellen, sondern ihm Wesenszüge zu geben, die man so nicht kennt. Er hat genauso Sorgen und Nöte wie wir auch. Doch er erledigt gewissenhaft seine Arbeit. Egal ob es uns Menschen gefällt oder nicht. Er kommt mir eigentlich vor, wie ein Vertreter. Der von Haustür zu Haustür geht. Ein wenig unsicher im Auftreten.

Schon von Anfang an fand ich die Geschichten sehr amüsant und musste oft schmunzeln. Die Erzählung mit dem Kaufhausweihnachtsmann, fand ich großartig. Oder aber die Begegnung mit dem Christkind, Frau Sommer und dem Inder.

Manche Erzählungen gefielen mir nicht so gut. Was aber nichts mit der Schreibweise oder dem Schreibstil zu tun hatte, sondern einfach mit den Menschen, um die es ging. Ein Bestatter der den Hals nicht voll kriegt, eine Diva die ein Biest ist. Charaktere die einfach so impertinent sind, dass mir deren Tod nicht wirklich was ausgemacht hat. Bei diesen Herrschaften wusste ich sofort wo sie hingehen. Denn mit großer Sicherheit, würden sie nie den Himmel sehen.

Die Geschichten haben alle einen gewissen Rahmen. Der Beginn und das Ende sind sich ziemlich ähnlich. Die Erzählungen selbst aber, sehr unterschiedlicher Natur.

Nur fünf Geschichten waren, so gar nicht mein Fall. Zu kurz, oder ich hab den Sinn nicht verstanden. Zum Glück hat jeder da ein anderes Empfinden.

Mein Fazit:

Begegnungen mit dem Tod sind zwar tödlich,

aber vorallem sehr amüsant.

 

Dafür vergebe ich heute lieb gemeinte:

4 von 5

ISBN: 9783942786218

Seiten: 160

Verlag: Piepmatz Verlag

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