[Interview] Michaela Harich

Michaela Harich –

Die Autorin, des dunklen Humors

©Michaela Harich

Uff, das ist meiner Meinung immer der schwerste Part. Über sich selbst reden. Also, ich bin die Michaela und schreibe, seit ich einen Stift halten kann. Anfangs nicht sonderlich gut und leserlich (mittlerweile gut, aber immer noch nicht leserlich), und bin Vollblutliterat. Ich habe studiert – Jura, Germanistik, Anglistik -, wollte aber immer schon schreiben und andere Menschen mit meinen Geschichten begeistern und unterhalten. Da sich eine Karriere im Buchweitwurf (Das Ende meiner Juristenkarriere) und auf Dauer in der Gastronomie nicht als mein eigentliches Lebensziel entpuppt haben, bin ich zu meiner einzig wahren Leidenschaft (neben Zocken und meine beiden Katzen beobachten) zurückgekehrt und schreibe. Viel. Und ich habe, weil ich weiß, wie schwer der Start in der Verlagsbranche ist, mit einigen Kommilitonen einen Verlag gegründet, der Studierenden eine Chance gibt, als Lektor oder/und Designer einzusteigen.

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich hatte keine sonderlich leichte Kindheit und habe mich immer in andere Welten geträumt. Irgendwann habe ich angefangen, diese Welten aufzuschreiben und aufzubauen, habe mir vorgestellt, wie die vom Schicksal gebeutelte Heldin sich gegen das Böse stellt und am Ende siegt (ohne Prinz auf strahlender Rüstung, den gibt’s im echten Leben auch nicht). Mittlerweile bin ich bei der Satire gelandet, da ich manchmal Schwierigkeiten habe, etwas nicht sarkastisch auszudrücken.

2. Was treibt dich an?

Meine Leser, selbst wenn’s nur einer ist, und die Tatsache, dass die Geschichten rauswollen, oder ich sonst wahnsinnig werde.

3. Was blockiert dich?

Stress, emotional und beruflich (also zu viele Schichten in der Gastronomie, die laugen einfach aus). Wenn einer meiner Freunde oder mein Partner oder meine Familie der Überzeugung ist, dass man jede Minute, die ich habe, damit verbringen muss, über ein Problem zu diskutieren, dass entweder nicht existiert oder nicht eben mal gelöst werden kann (ja, das mag hart klingen, aber eigentlich bin ich pragmatisch. Ich diskutier gern was aus, aber wenn ich es nicht mit einer Lösung ändern kann, sondern nur mit Abwarten, dann blockiert mich das beim Schreiben.)
4. Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?

Gut 😀 ich grinse dann  immer für drei Tage und hab strahlend gute Laune, was mein Umfeld immer stark irritiert, weil ich so was wie der Grinch bin.

5. Hast du einen genauen Tagesablauf zum Schreiben?

Ich setze mir tagsüber Ziele, die ich dann nachts erreiche, wenn ich von der Arbeit komme.

6. Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?

Aufschreiben, hab immer was dabei, damit mir keine Idee flöten geht.

7. Woher kommen deine Ideen?

Da reicht schon der kleinste Windhauch und die Idee ist einfach da. Mein Kopf arbeitet sehr sonderlich.

8. Wo schreibst du am Liebsten?

In einem Café, wenn ich dabei gleichzeitig noch Inspiration durch meine Umgebung bekomme.

9. Was benötigst du zum Schreiben?

Kaffee, Kekse, Schokolade. Super für die Figur 😀

10. Machst du eine Schreibpause im Jahr?

Nein.

11. Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?

Historienromane könnte ich nie schreiben, einfach, weil meine Fantasie zu sehr mit mir durchgeht.

12. Liest du gerne selbst?

Ich versteh die Frage nicht. Wer denn nicht? 😀
13. Welches Genre?

Alles. Also, da mach ich keine Ausnahme, solange das Buch gut ist.

14. Was möchtest Du deinen Lesern oder baldigen Lesern noch mitteilen?


Ich könnte jetzt was Hochphilosophisches schreiben oder die Bitte, meine Bücher zu lesen, aber eigentlich gibt’s nur eins, was man sagen kann: Wenn das Leben euch Zitronen gibt, fragt nach Salz und trinkt Tequila.

Oder anders gesagt:

Es gibt keine Situation, in der Humor und Sarkasmus nicht alles besser machen – auch Bücher 😉

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Wer mehr von der Autorin,

lesen und über sie erfahren möchte,

kann gern auf

www.michaelaharich.de

www.facebook.com/michaela.harich

vorbeischauen.

Hier nun die Vorstellung ihrer Werke:

»Stuttgart 21 – Jennie: eine Stadt unter Quarantäne«, 20. April 2017,

ASIN: B06Y2JRZ6L

Stuttgart 2021 – Jennie, Barkeeperin in einem Irish Pub in Tübingen, ist eine der wenigen Überlebenden aus dem Lokal und will mit Sonja, Isabelle und Alex aus der Stadt fliehen. Allerdings trennt sie sich von der Gruppe in der Hoffnung, ihre Familie zu finden. Im Gegensatz zu Isabelle wird sie aber nicht infiziert, sondern fällt einem Forscher in die Hände, der sie aufnimmt und ihr scheinbar helfen will. Doch ist er der Mensch, der er zu sein vorgibt?

(Quelle: amazon)

»Stuttgart 21 – Sonja: Dystopie«, 13. April 2017,

ASIN: B0100EO5GA

Stuttgart 2021 – auf der Suche nach neuen Rezepten, außergewöhnlichen Lebensmitteln und Kochzubehör stoßen Sonja und ihre Freundin auf eine seltsame Pflanze. Als sich Sonja der Pflanze nähert, weiß sie noch nicht, dass sich dadurch ihr Leben von Grund auf ändern wird. Noch während ihre Freundin mit allen Mitteln diese Pflanze in das Restaurant der beiden bringen will, bricht in Stuttgart der Ausnahmezustand aus.

(Quelle: amazon)

»Stuttgart 21 – Lea: Horror«, 16. März 2017,

ASIN: B00YMSXIOQ

Stuttgart 2021 – die Landeshauptstadt ist abgeriegelt. Niemand kommt hinein, niemand kommt heraus, die Einwohner wurden evakuiert. Doch nicht alle haben Stuttgart verlassen. Lea, eine junge Frau, hat sich in der Staatsgalerie verschanzt und sie zu einer todsicheren Festung umgestaltet. Sie baut Todesfallen für die Infizierten, die ihr alles genommen haben, was ihr wichtig war. Sie muss jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Doch die Ereignisse spitzen sich zu und Lea ist sowohl auf die Hilfe ihrer Bekannten innerhalb der Quarantänezone Stuttgart wie auch auf die Hilfe von außen angewiesen.

(Quelle: amazon)

»Stuttgart 21 – Isabelle: eine Stadt unter Quarantäne«, 13. März 2017,

ASIN: B0170LF29A

In Stuttgart herrscht der Ausnahmezustand. Auf dem Weg zu ihrer Familie muss sich Isabelle mit den Auswirkungen der Katastrophe konfrontiert sehen, während sich ihre Familie in größter Gefahr befindet. Nicht bereit, ihre Liebsten kampflos aufzugeben, schafft es Isabelle, sich zu ihnen durchzuschlagen. Auch ihr Mann lässt nichts unversucht, um zu ihr zu gelangen und gleichzeitig seine Tochter zu schützen. Doch als sie endlich wieder vereint sind, passiert das Unglaubliche.

(Quelle: amazon)

Danke liebe Michaela,

für das tolle Interview.

🙂

 

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