[Rezension] „Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“ von Jasmin Romana Welsch

Jasmin Romana Welsch

„Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“

Klappentext:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

(Quelle: amazon)

Meine Meinung:

Sixten war mir, auch wenn er Drogen konsumiert und sein Leben so mehr als schlecht im Griff hat, sympatisch. Ich konnte verstehen wie er sich fühlt. Der Beginn der Geschichte war gelungen und ich las weiter. Dann kam das Schwimmbad und der Versuch von Sixten seinem Leben, ein Ende zu bereiten. Dann taucht eine Katze auf, sie ist eine Dämonin. Kein Übergang zwischen dem Leben von Sixten und dem Tod von Alvin zu der Katze. Plötzlich ist er ein Todsünder. Muss binnen weniger Tage jemanden finden, der ihm vergibt. Ich komme ab der Katze gar nicht mehr mit. Die Frau die am Anfang, nach meinem Gefühl Sixten aus dem Dunkel holen könnte, blieb verschollen. Auch seine Freunde. Bei der Beschreibung der Protagonisten rund um Sixten kratzt die Autorin, nur an der Oberfläche. Ich weiß also nur noch wer der beste Freund ist, welcher viel Geld hat und welche Frau ihm gut tut. Die Katze bekommt etwas mehr Tiefe ab. Insgesamt geht mir alles zu schnell. Die Geschichte hat Potential, die Idee ist gut und doch fehlen mir die sonst auftauchenden Bilder in meinem Kopf. Das Ende hat etwas Zerstörerisches. Denn Sixten kommt da nicht raus, wenn er nicht etwas für sein Leben radikales tut. Er tut was er tun muss.

Ein schönes Gimmick ist am Ende die Vorstellung der Autorin, und auch die Fragen der Blogger.

Mein Fazit:

Weil mich gerade der Anfang gefesselt hat und ich die Leichtigkeit des Lesens

für gut befinde,

vergebe ich heute:

4 von 5


 

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