[Rezension #779] „Sonnenaufgang Nr. 5“ von Carsten Henn aus dem Piper Verlag

Meine Meinung:
Jonas soll eine Autobiografie von Stella Dor, einer Film-Diva schreiben. Doch es ist gar nicht so einfach. Denn es gibt eine Wahrheit, hinter der Wahrheit. Welche soll er aufschreiben? Als er an dem Ort ankommt, der verwunschener nicht sein könnte, trifft er auf Menschen die eigene Geschichten, ihre eigene Vergangenheit haben.

Imke und Britta, die eine Pension führen. Offenbaren ihre eigenen Befindlichkeiten.
Sie sind große Fans von Stella.

Bentje ist einer wahren Person nachempfunden, was ich herrlich finde. Denn auch ich habe von der Dame gehört. Sie ist zauberhaft, genau so stellte ich sie mir vor.

Paul, der ein so lieber Kerl ist, sich um die „Krabbe“ kümmert und langsam vergesslicher wird. Nur das Tanzen, das vergisst er nie. Eine Seele von Mensch.

Nessa, die gefühlt tausend Jobs hat. Trotzdem immer präsent ist. Sie zeigt eine Reserviertheit, die wohl der Mauer geschuldet ist, die sie um sich errichtet hat. Sie fühlt sich verlassen und verloren.

Jonas hat selbst traumatisches erlebt. Doch wehrt er sich mit Händen und Füßen gegen die Vergangenheit. Doch es stellt sich die Frage, kann man heilen wenn man sich gegen die Erinnerung sträubt?

Ich finde das er ein sehr einfühlsamer Charakter ist. Jemand, der sich um Andere sorgt. Der nicht einfach vorbei geht. Er hinterfragt sich selbst und das Tun Anderer.

Schreibstil:
Carsten Henn eröffnet uns in diesem Buch, eine kleine Welt am Meer. Menschen die so vielschichtiger sind, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Geschichte hat eine eigene Tiefe, die durch das Miteinander der Protagonisten entsteht.
Man denkt über die Personen nach. Fühlt sie, in sich. In den eigenen Gedanken. Danke dafür.

Mein Fazit:
Leichthin kann man dieses Buch nicht lesen, denn es benötigt Zeit. Ich musste und wollte, vor der Rezension darüber nachdenken, nachfühlen was es mir zu sagen hat. Dazu nun meine Erkenntnis: Jeder hat eine Erinnerung, die sich durch die von Anderen unterscheidet, auch wenn man im gleichen Moment, am gleichen Ort dasselbe erlebt. Jeder verarbeitet Informationen anders, sieht Dinge anders. Nimmt sie anders wahr. Genau das zeigt dieses Buch. Die Menschen in diesem Buch wachsen, trotz aller Verschiedenheit, zusammen. Eine Gemeinschaft entsteht. Es berührten mich vorallem, die Szenen mit Bentje. Wer eine tiefgründige Geschichte lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch.

Verlag : ‎ Piper Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 288 Seiten

ISBN: 978-3492071833

Veröffentlicht : 02. Oktober 2025

[Frankfurter Buchmesse] Bücher über Bücher, Wunschliste und mehr

Mitgebracht zum Signieren, Gekauft und geschenkt bekommen.

Ihr könnt mir glauben, so viele Bücher hatte ich noch nie auf meinem Wunschzettel und ich habe auch glaube ich, noch nie so viele tolle, faszinierende und fabelhafte Bücher von der Messe mitgebracht.

Natürlich hatte ich ein paar zum Signieren dabei. Da wären unter anderem „Die Fürstin“ von Iny Lorentz oder die Bücher von Thorsten Fiedler „Abseits“ und „Haftbefehl“.

Dumont Verlag – Herzlichen Dank an die zauberhafte Liesa für „Die Bücherjägerin“ und die wunderbare Alexandra für „Sprechen lernen“. Ersteres lese ich gerade.

Montlake Verlag

Edition M

Selfpublisher

Mainbook Verlag – ist für mich aus meinen Regalen nicht mehr wegzudenken.

Jennifer Hauff – bin soooo gespannt auf das Buch.

Thorsten Fiedler – Ich liebe seine Bücher.

Gerd Fischer – Endlich Band 1 – Jetzt gehts los!

Signiert von Iny Lorentz

Emons Verlag

Silke Ziegler – Danke für das tolle Gespräch. Weinheim steht auf unserer Reiseliste.

Meine liebe Freundin Karin Kaiser begeistert mich immer wieder mit ihren Vampirgeschichten, auch mit dieser. Herzlichen Dank dafür.

Lieben Dank geht auch an das Autorenduo Valerie le Fiery und Frank Böhm –

Annett C. LoClair – schenkte mir dieses bezaubernde Büchlein für meine Enkelin Jasmin – Herzlichen Dank.

Wunschliste – Bücher die ich gerne für meine Enkelin hätte.

Meine Wunschliste

Selfpublisher

Emons Verlag

Beltz & Gelberg Verlag

Gmeiner Verlag

cbj Verlag

Vajona Verlag

Spica Verlag

Hanser Verlag

Insel Verlag

Piper Verlag

Rowohlt Verlag

KiWi Verlag

Kiepenheuer & Witsch Verlag

Definitiv geht mir Dank meines SUBs und dieser Bücher der Lesestoff die nächsten Jahre definitiv nicht aus. Das genau ist nun mein Problem. Ein schönes Problem. Denn wer die Wahl hat, hat die Qual. Werde mir nun überlegen, wie ich diesen SUB angehe.

Vielleicht ist ja auch für was dabei. Viel Spaß beim Stöbern.

Eure Bettina

[Rezension] „Freche Frauen feiern Weihnachten“ Hrsg. Nicola Sternfeld

Hrsg. Nicola Sternfeld

„Freche Frauen feiern Weihnachten“

GELESEN!

Klappentext:

Freche Frauen unterm Christbaum – von dieser prickelnden Mischung erzählen Erfolgsautorinnen wie Gaby Hauptmann, Sibel Susann Teoman, Regine C. Henschel, Jana Sonntag und viele andere. Partys, (Weihnachts-)Männer und Champagner – freche Frauen wollen alles und machen keine halben Sachen! Aber auch Romantik und Plätzchenduft dürfen nicht zu kurz kommen. Lassen Sie sich verzaubern von Frauen mit Charme und von diesem ungewöhnlichen Weihnachtsbuch!

(Quelle: amazon)

Meine Meinung:

Die erste Geschichte sollte eigentlich lauten Brandgefährliches Weihnachten anstatt „Das perfekte Weihnachtsfest“ 😉 Ziemliches Chaos herrscht hier, aber so ist das Leben, nicht alles geht immer glatt.

In der zweiten Geschichte „Stille Post“ kommt es zu einem Versanddebakel. Sehr lustig wie ich finde. Kleines Manko Herr Beutler heißt erst Markus (S. 35) dann Richard (S. 42), und dann hofft Steffi das ihre Oma die Karte an Herr Beutler hat. Häh…den hat doch Katja. Wenn dann sollte die Oma doch eher die Karte an Katja haben. Solche Fehler sollten in einer Kurzgeschichte nicht wirklich auftauchen.

Die nächste Geschichte, hat viel Herz und ist ganz nach meinem Geschmack. Gefühlvoll wird hier von einem Weihnachtsmann berichtet der normalerweise, einem ganz anderen Beruf nachgeht. Einfach schön!

„Mach´s nochmal Liebling“ ist eine Geschichte in der sich ein Mann rein aus Liebe dazu überreden lässt auf ein paar Kinder aufzupassen. Diese Stunden lassen ihn nicht mehr los. Was tut man nicht alles aus Liebe?

In „Krippenspiele“ wird alles schlecht gemacht, was die Protagonistin auch versucht. Doch selber will keiner die Verantwortung übernehmen. Total verrückt, aber zum Ende hin klärt sich alles.

„Küsse für den Nikolaus“ ist eine Kuppelgeschichte. Alle wollen Silke verkuppeln, doch die will das gar nicht. Der Zufall ändert doch Alles. Die letzten zwei Geschichten haben meiner Meinung nicht wirklich was mit Weihnachten zu tun.

Einmal geht es um einen sehr komischen Mann und das andere Mal um einen geldgierigen Mann der keine Skrupel kennt. Beide gefallen mir nicht wirklich. „Willi der Achte“ lädt wenigstens am Ende zum Schmunzeln ein. „Weihnachten ins Blaue“ leider gar nicht. Es ist eher das Ende eines Krimis, bei dem der Betrüger am Ende seine gerechte Strafe erhält.

Mein Fazit:

Eine Anthologie, in der mir die Hälfte der Geschichten, sehr gut gefallen haben.

Dafür vergebe ich heute:

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3 von 5 Lellis


 

[Rezension] „Dralle Drachen“ von Terry Pratchett

Terry Pratchett

„Dralle Drachen“

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Meine liebe Freundin Jenni schenkte mir dieses Buch, weil wie sie meinte die Geschichten sie sehr an meine erinnern würden.Was für ein Lob! *kirschrot anläuft*

Inhalt:
Schon mit 16 Jahren schrieb Terry Pratchett außergewöhnliche und fantastische Geschichten. Hier in diesem Band versammeln sich die Jugendwerke von dem Schöpfer der Scheibenwelt.

Meine Meinung:

Auch wenn mich jetzt einige für verrückt halten, aber mit der Scheibenwelt konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Seine jungen Werke allerdings, fand ich einfach wunderbar. Da fährt das Teppichvolk zum Land Läufer und Zentimeter sind ultra weit weg. Busse fahren in der Vergangenheit umher und es gibt Eiertanz Meisterschaften. Ein Ungeheuer das sich jemand ausdenkt und am Ende doch tatsächlich existiert. Es gab nur eine Geschichte die mich nicht überzeugen konnte, aber das ist bei der Fülle von fantastischer Geschichten eher nebensächlich.

Fazit:

Ich hätte mich gern noch weiter mit dem Teppichvolk und dem Bus 59A auf viele weitere abenteuerliche Reisen begeben.

Es ist unheimlich schade, das es keine weiteren Abenteuer aus seiner Feder geben wird.

Ruhe in Frieden, Terry Pratchett.

Möge er nun die Abenteuer erleben, von denen er immer schrieb.

Dafür vergebe ich sehr gerne:

☼☼☼☼☼ 5 von 5 Sonnen

[Rezension] „Mutter Nacht“ von Kurt Vonnegut

Kurt Vonnegut

„Mutter Nacht“

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Inhalt:
Howard W. Campbell junior sitzt in Israel in einem Gefängnis. Er wurde eines Kriegsverbrechens angeklagt. Aber weder hat er jemanden verletzt noch umgebracht. Sein Verbrechen bestand darin, das er als Moderator im Radio Propaganda gemacht hat. Er lebte mit seiner Frau Helga, wurde gern gesehender Gast auf Partys, verliert im 2. Weltkrieg seine Frau und taucht ab. Denn sie sind hinter ihm her.

Meine Meinung:

Es ist eine bedrückende Geschichte, die hier von Kurt Vonnegut erzählt wird. Howard W. Campbell junior, ehemals Radiomoderator und Ehemann, wird zum Gejagten für Dinge die er im 2. Weltkrieg gemacht hat. Im Hintergrund, ohne das Wissen seiner deutschen Frau und dessen Familie und Freunde, hat er die ganze Zeit für die Amerikaner gearbeitet, jedoch geben es diese nicht zu. So sitzt er in der Zelle und denkt über alles nach und führt Gespräche mit seinen Zellenwärtern. Der Schreibstil ist speziell und auch die Erzählung ist nichts für das einfache Gemüt. Kurt Vonnegut muss man mögen, man muss ihn verstehen, sich auf ihn einlassen. In der Geschichte springt man hin und her zwischen Gefängniszelle, Informationen die er bekommt zur Recherche für sein Buch und seinem ehemaligem Leben. Es ist nicht immer einfach zu folgen. Manchmal auch muss man eine Seite zwei Mal lesen oder eine Textstelle.

Fazit:

Eine Geschichte, die mich tief betroffen und mit einem bedrückenden Gefühl zurück lässt.

Dafür vergebe ich:

☼☼☼☼ 4 von 5 Sonnen