[Rezension] “Engel in Aufruhr” von A.C. LoClair

“Engel in Aufruhr” Inhaltsangabe: Das wahre Selbst zu lieben, fällt schwer, auch als Engel auf Erden. Besonders dann, wenn vermeintliche Makel, wie die Farbe der Flügel, das Leben schwermachen. Kann ein anderer ertragen oder gar lieben, was man selbst nicht … Weiterlesen

Mord an der Tankstelle – Kurzkrimi

Die Tankstelle war wie ausgestorben, nur der Verkäufer saß hinter der Theke und blätterte in einer Fußballzeitschrift. Er bemerkte ihn erst, als die Tür aufglitt und schaute hoch. Sein Lächeln gefror augenblicklich. “Was suchst du hier!?” “Ich wollte dich nur besuchen.” “Seit wann bist du raus?” “Vorgestern entlassen. Freust du dich nicht mich zu sehen?” “Wieso soll ich mich freuen? Du hast meine Familie ins Unglück gestürzt und sie zerstört.” “Zerstört ist ein zu hartes Wort. Ich habe deiner langweiligen und prüden Familie eine neue Richtung gezeigt.” William war bei diesen Worten, der Hocker kippte und krachte auf den Boden, wutentbrannt aufgestanden. Seine Augen funkelten angriffslustig. “Neue Richtung, langweilig, prüde!?” Er funkelte ihn vernichtend an. “Und dafür musstest du meine Schwester vergewaltigen!?” Seine Stimme überschlug sich fast. “Das hab ich nicht, sie wollte es doch auch.” “Nein! Das wollte sie sicher nicht!” Er sprang über die Theke und kam drohend auf sein Gegenüber zu. “Wir waren eine kleine glückliche Familie bis du kamst! Also was willst du!” “Deine Karre.” “Wieso sollte ich dir mein Auto geben?” “Weil ich es brauche.” “Such dir einen anderen Dummen, meins bekommst du nicht!” “Doch das werde ich.” Er grinste hämisch. “Wie willst du das machen?” “Ich werde dich dazu zwingen.” “Wie denn, mit dem da?” William deutete auf das Feuerzeug, das dieser widerwärtige Typ in seinen Händen hielt. “Nein mit der hier.” Eine 9 mm zielte genau auf sein Herz.” Stille. Der Verkäufer überlegte fieberhaft wie er ihn loswerden könnte. “Wir haben Kameras.” “Die nutzen dir aber nichts. Mein Gesicht wird auf keiner zu erkennen sein.” Mit der linken Hand zog er eine Maske hervor. William begann, trotz der gefährlichen Situation, zu lachen. “Das ist aber nicht dein Ernst!? Bugs Bunny?” “Was hast du gegen Bugs Bunny?” “Nichts, nur das es wohl die auffälligste Maske ist, die du dir aussuchen konntest.” “Wenigstens können sie die nicht zurückverfolgen Die gibt es gerade überall, so kurz vor Halloween.” William hielt sich immer noch den Bauch. “Los nun mach schon! Gib mir die Schlüssel!” Von einer Sekunde auf die andere fasste er sich wieder und sagte mit fester Stimme. “Nein, klau dir doch ein Auto an der Straße.” “Die will ich aber nicht, sondern ich will deins. Wollte es schon immer.” “Willst du es nicht kapieren ich sagte nein.” “Das ist sehr dumm von dir, dann habe ich wohl keine andere Wahl.” Er betätigte den Abzug, der Knall ließ die Vitrinen klirren.

Mit dem Schlüssel in der Hand, ging ein Mann verfolgt von den Kameras und einem Pfeifen auf den Lippen zu dem Ford Mustang, tankte ihn, wobei er die Maske aufbehielt, und fuhr seelenruhig davon. Als eine Stunde später das ganze Polizeiaufgebot, auf Grund eines anonymen Anrufs, anrückte fehlte nicht nur vom Täter jede Spur sondern auch jeder Hinweis. Die Kameras im Innenbereich waren Attrappen und die draußen waren mit irgendetwas beschmiert, nur Schemen. Das Autokennzeichen war abgeklebt. Kein Cent fehlte in der Kasse. Die Leiche des Mannes war der einzige Zeuge des Verbrechens an ihm. Schnell fanden sie heraus, wer der Tote war, und das ihm keiner nachweinen würde.

Das Ende eines Vergewaltigers!

stand am nächsten Tag in den Schlagzeilen. Die Frage blieb jedoch: Wie kam der Mann mit der Maske in die Tankstelle, die schon seit drei Tagen wegen Krankheit des Besitzers geschlossen war. Die Alarmanlage war angeschaltet, nichts wurde aufgebrochen. Der Besitzer wurde befragt. Nein den Code für die Anlage hätte er außer seinem Angestellten niemand gegeben, und der wäre im Urlaub. Wie war dann alles geschehen? Die die es wussten schwiegen. Die die ahnten was geschehen war, schwiegen ebenso. So blieb es wie es war.

Ein ungeklärter Mord.

[Kurzgeschichte] “Shy Love”

Shy Love

I’m lying on the green grass. Butterflies are flying around. The Sun is tickling my nose. Trees are standing still, only the leaves are talking to me. Telling me a story of a couple who fell in love a long, long time ago. She was here, he was there, both were shy and did not say a single word. He took her hand, said I love you with his eyes, and she looked at the green grass where I am lying now. They walked away together, arm in arm. Were engaged and got married someday. Every year they came back, at last with white hair, on their special day. They did the same as when they first met. Standing shy and still, only love for one other in their eyes. Last year he came alone, stood there for a while, then he walked away after having said Good Bye. She had died in his arms only hours ago. We heard from a couple who had stood here like them before. We never saw him again, he wouldn’t  live without her. He died on this day, together with her.

©Bettina Lippenberger