[Rezension] „Andorra“ von Max Frisch

andorra

 

Rezension
Max Frisch „Andorra“

Keine Seite die nicht vom Wort „Jud“ durchtränkt ist. Es ist ein Lehrer der, so weiß ganz Andorra, ein Judenkind gerettet hat. Doch ist es wirklich so? In 12 Bildern wird von Liebe, anders sein und der Problematik erzählt wie ein Vater, der er doch ist, seinen Sohn zwar nicht wirklich verleugnet, aber doch ihn nicht als leiblichen Sohn vorstellt. So kommt es wie es kommen muss Andri bleibt in den Augen von den Andorranern ein Jud und wird immer wieder damit konfrontiert. Oft wird ihm sein anscheinend andersartiges Wesen, Verhalten und Handeln vorgeworfen oder ihm verwehrt das zu werden was er möchte. Tischler eben, nicht Verkäufer. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Erst als Andri und Barblin heiraten möchten, sagt der Vater nein. Seine Frau und die zwei Liebenden verstehen es nicht. Er versucht mit Andri zu sprechen, dieser hört ihm gar nicht zu. Öffentlich teilt er jedem mit das Andri sein Sohn ist, doch niemand glaubt es. Zwanzig Jahre Lüge strafen nun den Lügner. Als die Schwarzen kommen gibt es kein Entrinnen mehr. Andri ist verloren und die Familie zerstört.

Max Frisch ist es gelungen mich, mit seinen Worten nach jedem Bild, nachdenklicher zurück zu lassen als zuvor. Der Schluss ist das traurige Ergebnis der Lüge und ist wunderbar und in kraftvollen Worten geschrieben.

 

Max Frischs Werke lese ich jetzt definitiv öfter.

 

[Rezension] „Zwei Schritte hinter mir“ von Norah McClintock

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Ein Serienkiller geht um. Ein Mädchen wird verschleppt.

Danach ein Zweites. Stephanie sieht den Opfern zum Verwechseln ähnlich.

Doch sie denkt nicht daran auf die Warnungen ihrer Mutter zu hören.

Bis sie eines Tages hinterrücks überfallen wird, und sich gefesselt in einer alten Hütte wieder findet.

Kann sie sich befreien oder endet sie wie das erste Mädchen tot in einem flachen Grab?

Das Buch ist gut geschrieben, flüssige und spannende Handlung.

Stephanies Kenntnisse sich im Wald zurecht zu finden sind ausführlich aber niemals langweilig.
Dieses Buch werde ich zu gegebener Zeit an meine Tochter weiter geben,

denn ich finde es hat volle 5 Sterne verdient.

[Rezension] „Die Legenden der Weltentaucher – Der Aufbruch“ von Hilke-Gesa Bußmann

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Ein Roman in mehreren Teilen – 102 Seiten Teil 1 – Der Aufbruch

Wer dieses Buch nicht liest, verpasst eine großartige Geschichte 🙂 “Die Legenden der Weltentaucher – Der Aufbruch” ist ein tolles Buch. Ich habe es verschlungen und warte nun gespannt und total hibbelig auf den zweiten Teil. Was mir gut gefällt ist das wir die Leser langsam in die Geschichte reinwachsen können. So kann ich mir nach Beendigung des Buches die Gassen, die Lichtung, die Hütte gut vorstellen. Hilke-Gesa Bußmann bei ihrem Schreiben zu begleiten hat etwas Wunderbares und man bekommt so viel mehr wenn man dabei ist und ihre Arbeit verfolgt.

Acadius ist von sich überzeugt und beginnt damit einen Trank brauen zu wollen den schon viele vor ihm mit Verletzungen bezahlen mussten. Er glaubt daran dass er es schaffen kann. Doch der Lehrer Phobos kommt ihm auf die Schliche, will ihn noch abhalten den Trank zu benutzen doch zu spät. Acadius hat es getan, doch ob er als Lohn seiner Forschungen die alte Welt entdeckt oder sein Leben verliert wird hier nicht verraten.

Es ist auch als E-Book hier auf amazon erhältlich.

 

Es wandert jetzt in mein Bücherregal und ich hoffe das sich das Zweite bald dazu gesellt. 😀

 

[Rezension] „Der Rucksackmörder – Einer der größten Kriminalfälle der Geschichte“ von Jaques Buval

Der Rucksackmörder von Jaques Buval

Seit langem lag dieses Buch in meinem Bücherregal und ich traute mich nicht es zu lesen.

Wahrscheinlich sah ich dem Buch an welche Schmerzen und Trauer ich empfinden würde wenn die Einzelheiten vor meinen Augen sich ausbreiteten. Dann las ich es, und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich konnte einfach nicht fassen wie brutal die 7 kostbaren Leben ausgelöscht worden waren. Was muss das für ein Monster sein, der so etwas tut und als er verhaftet wird es auch noch vehement abstreitet.
So viele Gefühle stecken in den Texten. Der Leser erfährt Details, Listen, Abläufe, Gefühle und Gedanken der Opfer und Angehörigen. Es löste Wut, Trauer und Schmerz bei mir aus aber auch Unverständnis wie Behörden und Andere um Herrn Schmidl herum reagiert oder eben nicht reagiert haben.

Das Buch legt Zeugnis ab über die Tat und die Geschichte hat mich sehr berührt.

 

[Rezension] „Fiese Ferien“ von Jochen Till

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Spitzen Fortsetzung!

Von Jochen Till habe ich schon Einiges gelesen wie zum Beispiel „Nichts wie weg“, „Sonnenschein oder wie mir das Leben den Tag versaute“ und „Fette Ferien“ doch genug bekommen konnte ich nicht. Die Erzählweise von Jochen Till ist großartig! Er schreibt so locker und mit einem Witz der mir gerade bei „Fiese Ferien“ die ganze Zeit ein Lächeln, nein eigentlich war es ein dickes Grinsen aufs Gesicht zauberte. Zum Inhalt: Tobias muss mit in ein Skiwochenende obwohl er Schnee hasst. Leider ist diese Tamara wieder dabei, Vaters Neue. Er malt sich das Wochenende in den schrecklichsten Farben aus. Jetzt soll er auch noch Snowboardfahren lernen. Mehr als einmal schmeißt es ihn in den Schnee, bis er Hilfe bekommt. Außerdem eröffnen ihm Tamara und sein Vater eine Neuigkeit die ihn von den Socken haut. Schlimmer kann es nicht kommen denkt er doch Manuela, seine Hilfe beim Snowboardfahren bringt ihn zur Krönung auch noch in ernste Schwierigkeiten.
Dieses Buch werde ich auf jeden Fall nochmal lesen.

 

[Rezension] „Fette Ferien“ von Jochen Till

Ich will mehr!

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Von Jochen Till las ich zuerst „Nichts wie weg“ danach folgte „Sonnenschein oder wie mir das Leben den Tag versaute“ doch genug bekommen konnte ich nicht. Die Erzählweise von Jochen Till ist einfach toll! Er schreibt mit spitzer Feder und beschreibt in seinen Büchern das Leben von ganz normalen Jungen. „Fette Ferien“ ist ein Buch das mich, obwohl ich schon längst keine 12 Jahre mehr bin, total begeisterte. Kurz zum Inhalt: Tobias wird gezwungen zwei Wochen in einem Feriencamp zu versauern. Nur weil sein Vater und die Neue ihn aus dem Weg haben wollen, das denkt er zumindest. Dort angekommen wird es erst schlimmer als er vermutet hat um dann in die besten Ferien auszuarten die er je gehabt hat, aber das würde er seinem Vater natürlich nie so sagen.
Ein Buch für ein besonderes Lesevergnügen.

 

[Rezension] „Sonnenschein oder wie mir das Leben den Tag versaute“ von Jochen Till

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Erwachsen werden – nein Danke

David Sonnenschein ist 17Jahre alt und hat genaue Vorstellungen vom Leben,

zumindest von den letzten Schulstunden.

Sein Leben macht ihm aber immer wieder einen Strich durch die Rechnung,

und so wird sein Tag genau so wie er das nie wollte.

Die Geschichte ist traurig und ich hoffe, auch wenn ich schon miese Tage hatte,

das meine nie so schlimm werden wie Davids.

Jochen Till hat es geschafft mich mit in die Geschichte gänzlich hinein zu ziehen,

einer Beobachterin gleich stand ich neben David, fühlte und sah seinen Schmerz.

Wollte ihn retten, doch ich konnte es nicht.

So einen Tag hat keiner verdient.

 

[Rezension] „Der Seelenbrecher“ von Sebastian Fitzek

Bei den ersten Seiten wurde es mir etwas übel. Ich war ja auf diese Szenarien nicht gefasst , da ich noch nie einen Psycho Thriller gelesen habe und dann diese Beschreibungen von der Tat des Seelenbrechers. Hammer! Nach Beendigung des Buches bin ich nun völlig verstört und werde ganz sicher nie wieder einen Psycho Thriller lesen. Sebastian Fitzek entführt einen in eine Klinik in der immer schlimmere Dinge geschehen, es wird immer noch brutaler und ich kann nicht verheimlichen das mir es auch Angst gemacht hat. Die Lösung mit den Seitenzahlen hat mir nicht so gut gefallen. Das Buch ist sehr gut geeignet für Thriller Fans. Sebastian Fitzek ist ein guter Autor der weiß wie man Angst und Schrecken richtig in Szene setzt. Der Schluss hat mich völlig überrascht. Denn wer der Seelenbrecher schlussendlich war, konnte keiner ahnen.

 

 

[Rezension] „Nichts wie weg“ von Jochen Till

Ein Buch zum immer wieder lesen

Zuerst hatte ich mit dem Prolog Schwierigkeiten, wohl weil mein Gehirn die Schnelligkeit des Textes nicht erfassen konnte. Wie eine Kugel aus einer Pistole schossen die Wörter auf mich zu und flogen mir alsbald in deutsch – englischem sehr gelungenem Wirr Warr um die Ohren.
Erst beim zweiten Mal lesen, ich drosselte meine Geschwindigkeit, kamen die Wörter bei mir an.
Zwei Seiten weiter war ich verliebt, nicht in einen der Hauptpersonen sondern in das Buch, in die Geschichte und in die witzig fröhliche und durch lustige Anzeigentexte aufgelockerte Erzählweise.

Das Buch ist absolut lesenswert. Es bekommt einen Ehrenplatz, denn nicht viele Bücher haben mich so beeindruckt wie das Buch „Nichts wie weg“ von Jochen Till

 

[Rezension] „Die Braut des Nil“ von Christian Jacq

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Das Buch hat mich zuerst vom Cover her sehr angesprochen.Mädchen stehen eben auf Gold 😉 Dann das passende Ägyptische Auge und es war gekauft. Natürlich habe ich zuvor von Christian Jacq schon einiges gelesen wie auch alle Teile von „Ramses“.

Inhalt: Es handelt von Kamose der das Unrecht das seinen Eltern wiederfährt nicht dulden kann. Er bricht, nachdem er beim Bürgermeister war und dieser bestätigt das Setek das recht hat seine Eltern von ihrem Grund und Boden zu vertreiben, nach Theben auf um die Unterlagen im Katasteramt einzusehen. Doch er ist nicht würdig. So beginnt er eine Handwerkerlehre. Er darf als begabtester Schüler an einer Zeremonie mit Namen Braut des Nil teilnehmen, wo er sich unsterblich in Nofret verliebt. Weil ihn seine Arbeit und Benühungen nicht in den geschlossenen Tempel bringen, wird er Schreiberlehrling bei dem Alten. Dieser wird gefürchtet unter den Kollegen, jedoch genießt er hohes Ansehen beim Pharao. Es gelingt Kamose die Priesterin Nofret zu sprechen, diese setzt sich bei ihrem Vater für ihn ein, denn auch sie liebt ihn. Der Vater kann ihr keine Bitte abschlagen und sieht sich die Unterlagen an. Es ist alles rechtens. Kamose ist am Boden zerstört bis Nofret sich bei einer Zeremonie an den Pharao wendet als sie allein mit ihm ist. Er möchte das Kamose sein Anliegen vor dem Rat vorbringt .Doch die glauben nicht an einen Fehler des Katasteramtes. Schließlich greift er den Pharao höchst selbst an. Jedoch wird der Pharao hellhörig als Kamose Setek den Soldat beschreibt. Es fügt sich wie es zusammen gehört. Unrecht wird bestraft.

Fazit: Dieses Buch ist leicht zu lesen und auch nicht sehr dick. In nur 4 Stunden hatte ich es durch. Also was für einen veregneten Nachmittag. 🙂 Alles dreht sich um Kamose mit ein paar Abstechern zu den anderen Figuren. Es hat mir gut gefallen, doch etwas mehr Spannung hätte der Geschichte nicht geschadet.