[Rezension #727] „Mitternachtsschwimmer“ von Roisin Maguire aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung :

Jessie verliert ihr junges Leben. Lorna, Evan und Luca sind übrig geblieben. Zerbrechen daran. Keiner redet darüber. Luca weil er es nicht kann, denn er ist taub. Lorna und Evan, weil sie sich die Schuld geben an ihrem Tod. Gegenseitig. Beide leiden grausame Qualen. Lorna bestimmt, Evan nickt alles ab. Luca bleibt auf der Strecke.

Evan nimmt sich eine Auszeit. In Ballybrady, gehen die Uhren anders. Langsamer. Er lernt Grace kennen und Abbie. Aber auch Paddy und Becky. Dann kommt der Lockdown.

Lorna ist Systemrelevant. Sie kann sich nicht um Luca kümmern. So kommt er zu ihm. Grace und Abbie kümmern sich gemeinsam mit ihm, um den Jungen. Der hier aufblüht. Doch es gibt Momente, die die Vergangenheit herauf beschwören. Vater und Sohn kommen sich langsam näher. Vorwürfe des Jungen, bleiben lange Zeit unausgesprochen. Wirkliches Vertrauen fehlt.

Grace ist speziell. Sie knurrt, hat ihren Hund „Hund“ genannt und ihn gerettet. Sie hat ihre Art. Das Leben hat sie stark verändert. Sie taut langsam auf. Gefühle brechen immer wieder an die Oberfläche.

Ja, sie ist für mich irgendwie verschroben. Speziell. Macht manches Mal, auch komische Dinge. Weiß sich aber jeder Zeit zu helfen.

Ich mag Abbie. Die Nichte von Grace. Sie hat etwas freundlich, offenes. Ist eine große Stütze für Grace, in jeder Hinsicht.

Leider war es mir nicht wirklich möglich, unter die Oberfläche zu schauen. Die meisten Charaktere sind mir persönlich, nicht tiefgründig genug. Sie sind insgesamt, sehr mit sich selbst beschäftigt. Nur ab und an leuchtet etwas auf. Vielleicht ist dies aber auch der Geschichte geschuldet.

Am Ende muss ich aber sagen, das Evan mir doch näher kam. Seine Entscheidungen, fand ich richtig. Nicht Luca war „kaputt“ sondern Evan selbst. Möge sein Leben nun ein Besseres werden. Luca seinen Wunsch erfüllt bekommen.

Mein Fazit:

Am Tod eines geliebten Menschen, zerbricht man, wenn da nicht andere Menschen sind, die einen auffangen. Leider hatten das Lorna und Evan nicht. Sie waren sich selbst im Weg. Luca litt. Weshalb mir gut gefällt, das Evan eine Auszeit wählt, wenn vielleicht auch etwas erzwungen. Den Ort Ballybrady, kann ich mir wunderbar vorstellen. Es ist gerade so, als ob ich die Felsen, das Meer, ja sogar Hund dort sehe. Grace mit ihrem Hut und den Fischen. Eine Momentaufnahme von Menschen, denen es vergönnt sein sollte, auszusprechen was ihnen auf den Herzen liegt. Oft fällt dies, tieftraurigen Menschen schwer.

Dieses wundervolle Buch erhielt ich von Liesa, vom DuMont Verlag. Herzlichen Dank dafür.

Verlag : ‎DuMont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Hardcover

Seiten: 352 Seiten

ISBN: ‎ 978-3832168292

Veröffentlicht : 15. Juli 2024

[Rezension #726] „Der Flohmarkt der Träume – Ein Sommer an der Schlei“ von Elizabeth Horn aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Antonia hat vor, einen Roman zu schreiben. Einen historischen der ca. 1920 angelegt ist. Dafür braucht sie Inspiration. Weshalb sie auf den Trödelmarkt geht. Dort lernt sie Leo kennen. Einen sehr kreativen Menschen, wie sie selbst.

Wegen ein paar Briefen, in einer Schatulle gibt es eine Vereinbarung zwischen ihnen. Beide wissen nicht das nicht die Briefe, aber etwas anderes wertvoll ist.

Sie kommen sich näher, treffen Fritz ein großer Kerl mit sanfter Art. Ich mag ihn sofort.

Aafje ist etwas durchgeknallt, aber es passt gut zu ihrem Charakter. Ich kann Toni gut verstehen. Wäre auch sauer.

Merrit ist enttäuscht und verletzt. Ihr Ex-Mann ist schuld. Sie und ihr Sohn Linus, müssen sich verkleinern. Alles muss weg, naja fast alles. Auch Briefmarken.

Briefmarken sind die Leidenschaft von Robert, Antonias Onkel. Weshalb sie auf einen Tipp hin, dort auftaucht. Es liegt was in der Luft. Robert geht wunderbar auf Linus ein. Er fühlt wie verletzt Merrit ist.

Anke ist eine ganz schnelle. Fritz pass auf. Ich musste kichern.

Alle sind sanft miteinander. Respektvoll.
Robert mit Merrit und Linus. Leon und Antonia gegenseitig. Das war schön zu lesen.

Es ist eine Geschichte, die man einfach weiter lesen möchte. Man fühlt sich wohl. Will dabei sein. Ich war sehr traurig, über das Schicksal von Gertrud.

Meine Fazit:
Es ist eine Suche. Nach Aafje, der Vergangenheit und der Zukunft, die sie alle nun verbindet. Sie sind jeder auf seine Art wunderbar. Ausnahme: der Ex-Mann und seine Neue. Er ist so ein überheblicher von sich selbst überzeugter Typ ohne Gewissen. Sie ist nicht besser. Passen gut zusammen. *kopfschütteln* inklusive.

Verlag : ‎dotbooks

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 372 Seiten

ISBN: ‎ 978-3987500763

Veröffentlicht : 5. August 2025

[Rezension #725] Die Wäscherin von Niederrad“ von Gabi Haug aus dem Books on Demand Verlag

Meine Meinung:
Von Anfang an, war ich gespannt auf dieses Buch. Da es eine liebe Freundin von mir geschrieben hat.

„Die Wäscherin von Niederrad“ erzählt die Geschichte von Klara Ruhland, die plötzlich alleine in ihrer Welt, ihren Alltag meistert um überleben zu können. Alles ändert sich, als der kleine Hans in ihr Leben tritt. Vater Wilfred wird des Mordes bezichtigt. Sofort war ich überzeugt, dass er es nicht war. In der Hinsicht, sind Klara und ich uns einig.

Der kleine Hans tut mir von Herzen leid und muss alles mit ansehen. Klara hat ein großes Herz, genau wie ihre Tante Trude. Auch Ida ist eine Freundin, auf die sie sich verlassen kann. Allerdings muss ich sagen, dass sie am Anfang für meine Verhältnisse, sich nicht wie eine Freundin aufgeführt hat. Aber zum Glück, kann man Meinungen ändern.

Das ein Mensch den man kennt, sich dermaßen verändert und zwar im schlechtesten Sinn, macht betroffen und sauer. Fritz ist hier dafür ein gutes Beispiel, im negativen Sinne. Ein Gefühl, dass irgendwas mit dem Kerl nicht stimmt, klang sofort bei mir an. Vorallem gefällt mir nicht, dass er Klara als Eigentum ansieht. Das geht weder zur damaligen Zeit, noch heute. Ein Mensch gehört sich nur selbst.

Allerdings kann er sich auch öffnen, sich jemandem offenbaren, einem geliebten Menschen sein Herz schenken. Das passiert hier auf wundervolle und sehr sanfte Weise. Klara ist eine unglaubliche Frau. Sie weicht nicht von ihrer Meinung ab und das finde ich wirklich wundervoll.

Gabi Haug, ist gelungen mich völlig in den Bann zu schlagen. Nach diesem ersten Buch, kann ich nicht erwarten, das zweite Band zu lesen. Wenn Sie in diesem Schreibstil, der so feinfühlig aber auch bestimmt ist, weiter schreibt. Mich Seite für Seite mehr für den Charakter einnimmt, möchte ich nicht aufhören ihre Bücher zu lesen.

Sehr Positiv möchte ich erwähnen, dass Wilfred das männliche Pendant zu Klara darstellt. Auch er besitzt eine sehr klare Einstellung zum Leben. Stark und beschützend. Möge er aus der Misere, als Gewinner hervorgehen.

Mein Fazit:
Beim Lesen wird die Sanftmut genauso offenbar, wie die Unabwendbarkeit von Klaras Meinung. Die Unerschütterlichkeit des richtigen Handelns, macht dieses Buch zu etwas besonderem. Meine Leseempfehlung hat es zu 100%.
Die Informationen zu der damaligen Zeit, die Erklärungen aus dem Buch am Ende, sind für mich eine wunderbare Möglichkeit, noch tiefer einzutauchen.

Verlag : ‎BoD Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 371 Seiten

ISBN: ‎ 978-3759740212

Veröffentlicht : 31. Juli 2024

[Rezension #724] „Wölfe von Potsdam“ von Frank Hagedorn aus der Edition M

Meine Meinung:
Paula Osterholz, ist am Boden zerstört. Ein geliebter Mensch ist tot. Sie lässt sich versetzen. Trifft in Potsdam auf Henry Wullitzer, ihren neuen Kollegen. Doch auch er hat Verluste erleiden müssen. Es geht ihm nicht wirklich gut. Seine Tochter Mel hilft, doch sie kann nicht immer bei ihm sein.

Da hat es Paula leichter, sie lebt bei Helene ihrer Tante und Raffa ihrem Bruder.
Sie kennt sich in Potsdam gut aus.

Paula und Henry sind beides Charaktere mit Ecken und Kanten. Das ist schön und passt wunderbar. Sie fügen sich gut zusammen. Man spürt die Verbundenheit. Auch wenn am Anfang des Buches noch vorsichtiges annähern vorherrscht.

Schnell aber müssen sie sich aufeinander verlassen.
Denn Wölfe tauchen auf. Wolfromantiker und die die Wölfe unschädlich machen wollen, stehen sich gegenüber. Paula und Henry zwischen drin.

Ein Mord geschieht, ein zweiter auch Wölfe sterben grausam. Wer ist schuldig.

So viele Verdächtige. Informationen die sich mehren. Waffen die zuzuordnen sind.

Ein Mann der in der Öffentlichkeit steht, der mit Samthandschuhen angefasst wird und es weder Paula, Henry noch mir gefällt. Es geht mir ehrlicherweise, komplett gegen den Strich.

Als auch noch Kinder in Gefahr geraten, kommt es zum Showdown.

Helge Güntschow hat leider nicht die Möglichkeit, das mit der Waffe aufzuklären. Das ist leider etwas, was mir missfällt. Es ist für mich ein sehr heftiger Cliffhanger. Auch das Hardenberg sich ausschweigt, ist für mich kein angenehmes Ende. Ob es im nächsten Teil aufgeklärt wird, beschäftigt mich nun.

Mein Fazit:
Paula und Henry passen super zusammen. Manche Szene macht Angst, lässt Fragen offen, die das Team klären muss. Spannend bleibt es fast die ganze Zeit. Auch gibt es Momente der Vertrautheit, zwischen Paula und Henry. Nicht alle im Polizeipräsidium, kann ich gut einschätzen. Verona die Chefin ist etwas sprunghaft. Mal so und mal so. Ich denke es wird auch in den nächsten Büchern, viel Potential geben, das Paula und Verona verschiedener Meinung sind. Ich bin gespannt.

Verlag : ‎Edition M

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 368 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496716306

Veröffentlicht : 8. Oktober 2024

[Rezension #723] „Salute – Der letzte Espresso“ von Friedrich Kalpenstein aus Edition M

Meine Meinung:

Paul Zeitler, seines Zeichens ehemaliger Hauptkommissar, findet in einer Toilette einen ihm unbekannten Toten. Wie sich herausstellt, war er ein Journalist mit Namen Matteo Villa. Antonia Romana war seine Kollegin. Er ihr Mentor.

Der Commissario Lanza hat Paul im Visier. Aber ganz klar ist es nicht, was er von Paul hält. Er hält sich bedeckt.

Insgesamt ist Paul Zeitler ein Mensch den man mag. Er hat sich glaube ich, zumindest ist das mein Gefühl, sehr an das Dolce Vita gewöhnt. Er liebt es am Gardasee zu leben und als Barista den Gästen ein gutes Gefühl zu geben.

Jedoch kann er seine Vergangenheit nicht ganz abstreifen wie eine Uniform. Im Herzen ist er Polizist. Das spürt man einfach.

Commissario Lanza kann ich schwer einschätzen. Er lässt sich nicht in die Karten schauen. Aber man kann nicht umhin, in ihm einen guten Kommisar zu sehen. Seine Truppe hat er im Griff.

Einige Hinweise, Verfolgungsjagden, Gespräche und Verdächtigungen später wird alles undurchsichtiger, bevor klarer wird, um was es wirklich geht.

Zwischendrin gibt es überraschenden Besuch. Tagsüber und in der Nacht.

Antonia und Lisa mag ich beide sehr. Manuel und Alessandro spiegeln die italienische Lebensart wieder. Freundschaftlich gegenüber Zeitler.

Zwei aber sind für mich in allem, die schönste Beigabe in der Geschichte. Sie spielen fast täglich das selbe Spiel, das auch mein Mann und ich sooo lieben. Davide und Riccardo werten in ihrem ganzen Wesen, diese Geschichte zusätzlich auf. Danke dafür.

Natürlich gibt es auch einen, den ich nicht mag. Martini, nein nicht das Getränk, sondern den Journalisten Francesco Martini.

Mein Fazit:

Ein Mord am Gardasee mit den Geheimnissen, die so schwer aufzudecken sind. Warum musste Matteo Villa sterben? Leicht zu erklären und aufzuklären war es nicht. Das Buch war kurzweilig und wunderbar zu lesen. Der Gardasee und das Dolce Vita im Gepäck. Einige der Protagonisten, verbargen ein wenig von der Wahrheit. Das war gut erdacht und so fügte sich langsam alles zusammen. Mit gutem leckerem Gebäck, einem Cappuccino freue ich mich auf Band 2. Leider fehlt mir der Blick auf den Gardasee, der aber durch die Zeilen der Geschichte, in meine Erinnerung gerufen wurde.

Verlag : ‎Edition M

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 318 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496715347

Veröffentlicht : 13. August 2024

[Rezension #722] „Der Plan der Gefährten – Die Falkenbach-Saga #10“ von Ellin Carsta von „Tinte & Feder“

Meine Meinung:

Dieses Buch ist der zehnte Band der Falkenbach-Saga. Man könnte denken, dass man erst die anderen neun Bände gelesen haben sollte, bevor man den Zehnten liest.

Doch der Autorin ist es wunderbar gelungen, einen sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das jedes Kapitel einer anderen Person der Familie gehört oder einem Bekannten.

Jeder kommt zu Wort mit seinen Gedanken und Sorgen. Die Gespräche untereinander, sind sehr intensiv und auch absolut stimmig. Es kommen gut die Gefühle durch, die die einzelnen Personen haben. Vorallem hat mir der Zusammenhalt der Familie sehr gut gefallen. Auch wie die einzelnen Personen zueinander stehen.

Natürlich gibt es nicht immer nur Sonnenschein, sondern auch Misstöne zwischen den Protagonisten.

Elisabeth ist hierbei so schlimm, wie keine Andere. Sie ist einfach zu sehr auf die Wirkung nach außen bedacht. Für mich hat sie kein Herz und denkt für mich nur an ihren Vorteil. Sie liebt es im Rampenlicht zu stehen. Selbst in einer so grässlichen Zeit.

Armer Ferdinand, der mit Elisabeth verheiratet ist, er mag anfänglich hart wirken, doch das ist nur der Unsicherheit geschuldet.

Alle anderen sind wunderbar in ihre Komplexität, Wesen und Tiefe. Am stärksten beeindruckt hat mich Gustav von Falkenbach.

Die Zeit in der die Geschichte spielt, ist eine sehr traurige. Eine Zeit in der man nicht weiß, wie man was sagen darf oder soll. Man hat hier auch das Gefühl, das kam sehr gut rüber, dass diese Beklemmung immer und auch mit jedem Wort, dass man ausgesprochen hat mitschwingt.

Ellin Carsta erzählt eine Geschichte, aus der grausamsten Zeit unserer Vergangenheit. Diese ist auch noch nicht zu Ende. Band 11 ist auf meiner Wunschliste.

Mein Fazit:

Manchmal wünscht man sich, das diese Erzählung nur Fiktion ist, doch es hat einen wahren Hintergrund. Es gab diese Menschen, die Verbrechen an Unschuldigen begingen. Einen der Alles an sich riss. Der an die perfekte Rasse glaubte. Zu so etwas darf es nie wieder kommen. Hoffen wir das wir dies verhindern können.

Das Buch konnte und wollte ich nicht mehr aus der Hand legen. Ich danke der Autorin für ihre liebe Art auf der Buchmesse 2024 und ihre lieben Worte. Persönlich kann ich die Falkenbach-Saga nur empfehlen.

Verlag : ‎Tinte & Feder

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 320 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496714166

Veröffentlicht : September 2024

[Rezension #721] „Uterus – Ein Köln Krimi“ von Astrid Schwikardi aus dem mainbook Verlag

Meine Meinung:

Seine Schwester Patricia ist tot. Mark Birkholz leidet unter diesem Verlust. Unter der Schuld nicht rechtzeitig da gewesen zu sein. Er versucht sich zusammen zu reißen, doch immer wieder drehen sich die Gedanken um das Geschehene.

Dann verschwinden Studentinnen. Werden tot aufgefunden, ihnen wurde etwas sehr wichtiges entfernt. Was eint die jungen Frauen? Warum sie?

Bei der Suche nach dem Warum, ereilt eine Kollegin, ein grausames Schicksal. Es ist ein tiefes Loch in dem Mark, Stefan und die Anderen stochern. In dem sie Lösungen und Ansätze finden wollen. Aber wer steckt dahinter. Was ist der Grund für Alles.

Puzzleteil für Puzzleteil setzt sich zusammen. Unterlagen und ein Geständnis bergen den richtigen Ansatz. Doch auch hier kommen sie zu spät. Zwei Menschen sind tot, eine entführt. Alles was sie haben ist der Anfang eines Namens.

Kompliziert, undurchdringlich, verwirrend. Der Täter offenbart sich nicht. Sind es mehrere?

So viele Fragen und so wenig Antworten.

Was läuft da zwischen Maja der Staatsanwältin und Dahlmann, seinem Chef. Leidet er schon unter Paranoia. Er weiß wirklich nicht, was hinter dem Gemauschel steckt. Eins ist sicher, er mag das nicht. Die Blicke die Unterhaltungen, von denen er nichts mitbekommt. Wollen sie ihn verunsichern?

Dennoch bleibt er dran. Versucht klare Gedanken zu fassen.

Mein Fazit:

Ein echt heftiger Krimi, der den Täter lange im Verborgenen lässt. Es ist als ob man dauernd in Hab-Acht-Stellung ist. Es könnte jederzeit was passieren. Schüsse, Verfolgungen, Ergebnisse die alles in Frage stellen und doch uns der Lösung näher bringen. Es war spannend und auch erschreckend. Was Menschen anderen antun können. Toller Krimi mit vielen Spannungsbögen.

Verlag : ‎mainbook Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 236 Seiten

ISBN: ‎ 978-3947612468

Veröffentlicht : 2019

[Rezension #720] „Sturm über dem roten Land“ von Deana Zinßmeister aus dem „dot books Verlag“

Meine Meinung:

Duncan ist der Herr im Haus und lässt das Luise und Grace spüren. Doch das war nicht immer so.

Christopher will in die Politik, ist unmöglich. Nur um seinen Vorteil besorgt. Dreht sich, wie das Fähnchen im Wind.

Madeleine, Mutter von Zwillingen, kann ich nicht einordnen. Sie bleibt mir fern, in Gefühl und Tiefe.

Arthur Bellamy ist ein Ekel. Er widert mich an.

Grace ist ein Wildfang und mir vielleicht gerade deshalb so nah. Bumerang heißt ihr Pferd. Ein schönes Tier.

Luise, die Mutter von Grace, mag ich auch sehr. Ihre Sicht der Dinge zu verstehen, nimmt mich für sie ein. Sie ist warmherzig und gut. Klug führt sie das Weingut.

Als Duncan etwas beschließt, wird Grace vor vollendete Tatsachen gestellt. Sie soll heiraten, den sie jedoch nicht mag, nein sogar hasst.

Eines Tages trifft sie im Outback auf jemanden, dessen Verbindung zur Farm sehr groß ist. Schön ist, dass die Geschichte von einer Freundin nun erzählt wird. Eine schöne Idee, finde ich. Sie macht den Roman noch intensiver.

Schreibstil:

Die Perspektivwechsel sind gut gelungen. Deana Zinßmeister erschafft Emotionen mit Worten und Bildern, in meinem Kopf. Sie hat genau die Wortwahl, die einen mitnimmt in das Geschehen. Man kann sich dem allen nicht entziehen. Die Persönlichkeiten der damaligen Zeit, werden durch gute Recherche, wieder zum Leben erweckt.

Mein Fazit:

Das Leben im Outback, das Verhalten der Eindringlinge (Weißen), gegenüber der Aborigines. Der damalige Lebensstil, das Zusammenleben zwischen Mann und Frau, aber auch die Konflikte der starren Mann dominiert Frau Thematik. Die Frau hat nichts zu sagen, wird sehr genau dargestellt.

Doch auch hier ist es wichtig, das die Frau wenn auch heimlich, geschickt ihre Wünsche und Ziele verfolgt. Die dargestellten Personen sind lebendig und haben Tiefe. Dies macht es leicht, die Geschichte in einem Rutsch zu lesen. Wie geht es weiter, was passiert nun sind dabei die drängensten Fragen die mich antrieben.

Verlag : ‎dot Books

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 342 Seiten

ISBN: ‎ 978-3989523401

ASIN : B0D7NZNDBD

Veröffentlicht : 1. April 2025

[Rezension #719] „Mit 13 voll ins Chaos“ (Super-Josi1) von Josi Tanner

Meine Meinung:
Josi ist 13 geworden. Sie ist Durchschnitt. Nichts Auffälliges. Ihre beste Freundin Yolanda und sie teilen Alles. Sie mögen keinen Sport, sind beide etwas fülliger, aber zusammen ist das nicht schlimm. Es ist auszuhalten. Sie tauschen sich aus.

Dann passiert etwas Unglaubliches. Josi verändert sich. Das bleibt auch Yolanda nicht verborgen.

Josi wird schneller, sportlicher, stärker. Ihre Oma und auch die Mama, haben mit ihr darüber gesprochen. Glauben mochte sie es nicht. Superkräfte. Niemals.

Nach mehreren unerklärlichen Vorkommnissen, fängt sie an es doch zu glauben.

Yolanda ist ihre beste Freundin. Finde es unschön, dass sie Josi nicht glaubt. Dabei müsste sie doch, ihre Freundin genau kennen. Ein dicker Minuspunkt in der Freundschaft, finde ich.

Sarah ist lieb aber still. Leidet unter der Vergangenheit. Sie wäre mir als Freundin lieber.

Die Eltern finde ich toll, auch wenn der Papa an der Geschichte zweifelt. Ein toller Wesenszug ist, das er sich entschuldigt.

Kleine Brüder sind manchmal nicht einfach. Josi sollte mehr Geduld mit ihm haben. Leicht wird das nicht. Aber es lohnt sich sicher.

Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, erste Liebe, Pferde, Superkräfte, spannende Vorkommnisse und der Wahrheit, so unglaublich sie auch sein mag. Mich hat dieses eBook wunderbar unterhalten. Es war ein richtiger Pageturner.

Verlag : ‎Kindle EditionPublished

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 117 Seiten

ASIN : B0F7Z2YRJP

Jahr : Februar 2024

[Rezension #718] „Frankfurt Hunters“ von Franziska Franz aus dem mainbook Verlag

Meine Meinung:
Als Mike Jäger in der Geschichte auftaucht, weiß ich sofort, dass er nicht alle Tassen im Schrank hat. Er rekrutiert andere. Peter, Sammy, Ben und Erik.

Erik hat kein einfaches Leben. Von der Mutter verstoßen, vom Vater ungewollt. So rutscht er, in diese gefährlich anmutende  Gruppe. Zuerst meint man, dass sie nur  zusammen Motorradtouren machen.

Mike hat aber andere, viel durchtriebenere Pläne. Erschreckend vor allem seine zwei Wölfe. Das der alte Mann Angst vor ihnen hat, ist sowas von verständlich. Also ich wüsste nicht wie ich mich verhalten würde, wenn mir im Wald solche Tiere begegnen würden.
Mir gefällt das Erik und Lisa sich mögen. Lisa hat ein großes Herz für Heinrich. Das finde ich schön und sehr berührend.
Sina sorgt sich um Ayla.
Schlimm finde ich, das Verhalten der Mutter von Ayla, auch des Vaters von Erik.

Auch wenn die ganze Geschichte sehr grausam ist, hat sie doch positive Aspekte. Zum Beispiel das Miteinander zwischen Lisa und Heinrich. Die Sorge von Sina. Oder Eriks handeln, um Michelle zu helfen

Sina, Erik, Lisa und Heinrich sind mir sympathisch.

Was ziemlich heftig ist, dass mehrere Personen in Abhängigkeit von einer, Dinge tun die sie vielleicht bei klarem Verstand nicht getan hätten.

Mein Fazit:
„Frankfurt Hunters“ sind eine Gruppe, die grausamer nicht sein könnte. Nur von einer Person angeführt. Durch Drogen, nicht mehr ganz klar im Kopf. Gefährliche Wölfe. Menschen die leiden. Insgesamt eine Jagd die außer Kontrolle gerät. Worte die bei Lesern vielfältige Gefühle aktivieren. Franziska Franz erzählt eine Geschichte von tiefer Brutalität und Grausamkeit. Atemlos hofft man auf die Ergreifung der Täter.

Verlag : ‎Mainbook Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 230 Seiten

ISBN : 978-3948987985

Jahr : Februar 2024