
David mit seiner bezaubernden Frau Tina.
Lieber David, danke das du mir heute deine Zeit schenkst, um mir ein paar meiner wissbegierigen Fragen zu beantworten.
Letztes Jahr traf ich dich, auf der Frankfurter Buchmesse. Da wusste ich noch nicht, was für wundervolle Bücher du schreibst. Bücher, die mich komplett in den Bann gezogen haben.
Als geneigte Leserin, möchte ich natürlich jetzt einiges von dir, über dich und über dein Schreiben wissen.
Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Das war eindeutig Geschichte! Ich weiß, dass gerade dieses Fach für die meisten Menschen eher das Langweiligste war, doch ich habe mich schon immer unheimlich für das Mittelalter interessiert, was man aus meinen Geschichten herausließt. Deshalb habe ich schon sehr früh mit der Recherche begonnen. ;P
Sport oder Sportmuffel?
Früher war ich immer ein schlimmer Sportmuffel. Das hat sich erst geändert als ich den für mich perfekten Sport entdeckt habe. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie überrascht meine Frau
geschaut hat, als ich ihr erzählte, dass ich mich einem Sportverein anschließe. Der Sport, der mich überzeugt hat, war natürlich HEMA, wo es darum geht den Kampf mit mittelalterlichen Waffen nach Originalquellen zu erlernen. Inzwischen mache ich das seit mehreren
Jahren und bin sogar zum Trainer in unserem Anfängertraining aufgestiegen.
So viel ich weiß, hast du nach der Schule eine Ausbildung zum Schmied gemacht. Ein ziemlich ungewöhnliches Unterfangen. Der wächst ja nicht auf den Bäumen. Auch glaube ich nicht, dass es leicht war einen Menschen zu finden, der dir dieses Handwerk beibringen konnte.
Wie ist es dir gelungen, einen Ausbildungsplatz zu finden?
Das stimmt. Die meisten Metallfachbetriebe beschäftigen sich kaum noch mit der Schmiedekunst.
Zum Glück ist meine Heimat um Würzburg von vielen historischen Bauten geprägt, weshalb sich ein paar Schmieden erhalten haben. In einer dieser habe ich vor vielen Jahren eine Ausbildung zum Schmied angetreten. Die Arbeit mit Feuer und glühendem Metall hat mich einfach von Anfang an verzaubert.

Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen?
Das es nicht unbedingt große Kraft erfordert, um etwas einmaliges zu erschaffen. Viel wichtiger sind Geduld, Beständigkeit und ein Gefühl dafür, womit man es zu tun hat. Technik ist dabei viel wichtiger
als rohe Stärke.
Dein Buch „Angor – Auf den Spuren einer Legende“ habe ich mir gekauft.
Es erst vor kurzem in fast einem Zug genossen. Die Bilder die du heraufbeschwörst und die Details, können nur von einem Menschen stammen, der dieses Handwerk, nicht nur gelernt hat, sondern
auch lebt.

Bist du noch oft, in einer Schmiede zu Gange oder ist das Schreiben jetzt doch der größere Teil in deinem Leben? Obwohl deine Frau das wohl Wichtigste für dich ist. Was ich gut verstehen kann. Sie ist zauberhaft.
Leider kommt das Schmieden in meinem Leben viel zu kurz, und das obwohl ich sogar alle benötigten Werkzeuge und Materialien bei mir Zuhause habe. In den Jahren seit meiner Ausbildung, hat das Schreiben jedoch einen immer wichtigeren Platz in meinem Leben gefunden. Die Geschichte um Angor zu erzählen wurde zu einem konstanten Leitstern für mich.
Habt ihr Tiere? Angor ist ja sehr tierlieb.
Ja, wir haben zwei Katzen. Zwei schwarze Katzen, die sehr zum Leidwesen meiner Frau viel öfter an mir hängen, als an ihr. Nicht selten wirft sie mir mit einem frechen Zwinkern zu, dass ich aus Katzenminze bestehen muss, weil die kleinen Fellknäule mich so gerne haben.
Wie viel von Angor steckt in dir? Das ist wohl die häufigste Frage, die man so als Autor bekommt. Aber ich denke, durch eure Gemeinsamkeiten, könnte da der ein oder andere Berührungspunkt
sein.
Mit Angor verbindet mich einiges. Nicht zuletzt sein beruflicher Ursprung und seine Begeisterung für den Schwertkampf. Genau wie er übte ich mich schon seit meiner Kindheit im Umgang mit dem Schwert, wofür mein Bruder immer wieder herhalten musste. Auch seinen Sinn für Ehre und Gerechtigkeit teile ich. Es ist mir sehr wichtig anständig mit anderen Menschen umzugehen und jedem das Gefühl zu geben, wertgeschätzt zu sein.
Gibt es eigentlich auch Seiten, die du an Angor nicht magst?
Ja. In meinen Augen verfolgt er manche seiner Ziele zu ungeduldig. Das er dabei bereit ist gewaltige Risiken nicht nur für sich, sondern auch für viele anderen einzugehen wäre etwas, das ich nie tun würde.
Wie ich jetzt erfahren habe ist Angor schon um 3 weitere Bände gewachsen. Weshalb ich mich schon im Herbst / Winter lesend mit einem Tee und einer Decke über den Knien auf meinem Lesesessel
sehe. Darauf freue ich mich schon jetzt. Nicht jeder hat das Können Welten zu erschaffen, in die man gerne zurückkehrt. Danke dir dafür.
Nun aber weiter mit meinen sehr neugierigen Fragen.




Was für Hobbys hast du? Außerhalb des Schreibens.
An erster Stelle natürlich den Schwertkampf in meinem HEMA Verein. Es vergeht keine Woche in der ich nicht eines meiner Schwerter (Ja, mehrere) in der Hand habe und mich einem Gegner stelle.
Abgesehen davon bin ich noch Teil einer Mittelaltergruppe, mit der zusammen ich historische Märkte besuche und den Leuten das Leben der Menschen im Mittelalter erkläre. Als Ritter und Anführer der
Gruppe führe ich meine Gefährten dabei auch immer wieder in hitzige Gefechte.
Meine Geschichten profitieren so, direkt von meiner eigenen Erfahrung und meinem Fachwissen als historischer Darsteller.
Hast du spezielle Tageszeiten, an denen du gerne schreibst?
Wenn ich frei entscheiden kann, dann am liebsten am frühen Nachmittag oder besser noch am Abend und dann bis in die Nacht hinein.
Bist du, dann völlig im Schreiben versunken und bekommst gar nichts mit, oder klopft das Leben immer mal wieder an deine Tür.
Wenn ich schreibe, tauche ich komplett in meine Geschichte ab. Ich lass mich vom Strom der Ereignisse mitreißen, und lebe für einige Momente an der Seite meiner Charaktere, während meine Finger das Erlebte auf die Buchseiten bannen. Meine Frau beschwert sich nicht selten, dass sie schon seit längerem mit dem Abendessen wartet, weil mich wieder die Muse geküsst hat.
Dein Buch hat mich wirklich berührt, kann das Gefühl gerade gar nicht beschreiben. Ich möchte wieder zurück in den nächsten Band.
Du erwähntest, dass es dich, zeitweise auch aus Franken wegzog. Weshalb warst du weg aus deiner
Heimat? Könntest du mir mehr darüber berichten.
Das hatte seiner Zeit berufliche Gründe. Allerdings auf Seiten meiner Frau. Sie absolvierte vor einigen Jahren eine Umschulung und wir wussten schon damals, dass sie nach ihrem Abschluss versetzt
werden wird. Für mich war da natürlich klar, dass ich sie begleiten werde.
Das wir nach nur kurzer Zeit zurück in die Heimat konnten, hat mich trotz der guten Zeit in der Ferne sehr gefreut.
Wann kann man dich, das nächste Mal treffen?
Zum Beispiel auf einer der Buchmessen, auf denen ich dieses Jahr noch zu finden sein werde. Da wäre an erster Stelle die
3. Koblenzer Buchmesse am 25.10.26,
aber auch bei der
Augsbuch am 07.11.2026
werde ich wieder dabei sein. Die letzte Messe, die ich in diesem Jahr besuchen werde, ist die
1. Buchmesse in München, die am 14.11.26 stattfindet.
Ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwarten wird. Ich hoffe natürlich auf viele tolle Begegnungen und nette Gespräche mit den zahlreichen Besuchern.
Webseite: https://davidgivens-autor.de/
Instagram: @angor_david_givens
So genug der vielen Fragen wahrscheinlich würden mir jetzt noch 1000 andere einfallen, aber ich will dich ja vielleicht noch ein zweites Mal interviewen.
Wer weiß das schon? Und da möchte ich mir schon ein paar Fragen aufheben.

Vielen Dank für deine kostbare Zeit, lieber David.
Wünsche dir viel Erfolg mit deinen Büchern.