[Rezension #677] „Wichtellogik und besondere Geschenke“ von Valerie le Fiery und Frank Böhm

Meine Meinung (Geschichte 1) :

Galapagos ist das Chefrentier sozusagen. Das Leittier und mag den dienstältesten Wichtel Grumpello, gar nicht. So scheint es zumindest. Grumpello grummelt auch etwas viel. Zieht Rin, Ran und Run zu Arbeiten her, obwohl Frau Claus ihm die Aufgbe übertragen hat.

Santa Claus ist krank und nun soll er alles vorbereiten.

Doch alles geht schief. Wer soll nun helfen. Gemeinsam nur können sie es schaffen.

Manchmal sollte man sich hinterfragen. Über den eigenen Schatten springen, hilft auch.

Mein Fazit:

Eine schöne Geschichte über Vorurteile, Missverständnisse und das Reden einiges zu lösen vermag, was verfahren zu sein scheint.

Meine Meinung (Geschichte 2):

Weihnachtsbesorgungen stehen an. Aber ohne einen ordentlichen Kaffee, wird das nichts. Der muss schon sein. Ein älterer Herr spricht ihn an. Er bittet um etwas. So nimmt die Geschichte ihren Lauf, denn der Mann ist zwar nicht mehr da, aber ein kleiner Junge der Hilfe braucht.

Thorsten hilft gerne, gerade weil ihm auffällt, wie schlecht es manchen Menschen geht. Er will Kai und seiner Mutter helfen. Das finde ich wirklich wunderschön. Sehr ergreifend. Er kauft mit Kai ein.

Überrascht auch am nächsten Tag, mit seinem ganz selbstlosen Tun. Manchmal braucht es ein Wunder. Mit oder ohne Zutun eines älteren Mannes.

Mein Fazit:

Selbstlos ist Thorsten, mit viel weihnachtlichem Wunder und Herz, hilft er. Wer der ältere Herr war, können wir nur mutmaßen, aber egal ob glauben oder nicht. Es ist genau das, was wir alle suchen. Dieses weihnachtliche Idyll. Möge es für uns alle solche Momente geben.

[Stuttgarter Buchwochen] „Die Stuttgarter Bücherrunde“

„Die Stuttgarter Bücherrunde“ mit Beate Hiller (mitte) vom „Buch im Süden“, Thomas Koch (rechts) von „Fliegende Bücher“ und Wolfgang Tischer (links) von „literaturcafe.de“.

Es ging um diese Bücher:

Birgit Poppe „Die Frau am Fenster“ aus dem Gmeiner Verlag

Dresden 1818. Caroline Bommer ist 24 Jahre alt, als sie den 20 Jahre älteren Caspar David Friedrich heiratet. Sie kennt den Maler bereits seit ihrer Kindheit, er war ein Freund der Familie, den sie stets bewundert hat. „Line“, wie Friedrich seine junge Frau zärtlich nennt, verändert das Leben des Junggesellen sehr, was auch Auswirkungen auf seine Kunst hat. Doch nach dem glücklichen Beginn ihrer Ehe, der für sie aufregenden Hochzeitsreise mit Besuch der Kreidefelsen auf Rügen und der Geburt ihrer Kinder, durchlebt Caroline auch leidvolle Zeiten.

Meinungen der Anwesenden:

Indira Begovic (krankheitsbedingt abwesend) ist  persönlich berührt. Identifiziert sich stark mit Caroline. Die mit einem weitaus älteren Mann verheiratet ist. Man lernt nicht nur den Künstler Caspar David Friedrich, sondern auch Caroline als starke Frau kennen. Ein beschauliches Buch.

Der Mann ist ein Stinkstiefel, den Frau und Kind nicht interessiert, wirft jemand ein.

Birgit Poppe ist eine Kunsthistorikerin und schreibt Sachbücher. Was man merkt, meint Frau Hiller.

Sich dem Mann zu unterwerfen, war Alltag. Es gibt Einblicke in das Leben. Ein unglückliches Ende inklusive.

Herr Tischer meint, dass er sich sprachlich nicht mitgenommen fühlt. Gefühle sind zu linear, werden behauptet. Nicht aber vom Leser gefühlt. Sehr behäbig geschrieben.

Nora Bossong „Reichskanzlerplatz“ aus dem Suhrkamp Verlag

»Ein furchtloser Roman über Mittäterschaft und darüber, wie aus dem kleinen Bösen das große Böse wächst. Kann man denn über das ›Dritte Reich‹ erzählen? Die Frage wird oft gestellt, nicht zu Unrecht. Nora Bossong beantwortet sie mit diesem großartigen Buch, indem sie es tut – vielschichtig, besonnen und erbarmungslos.« Daniel Kehlmann

Als Hans die junge und schöne Stiefmutter seines Schulfreunds Hellmut Quandt kennenlernt, ahnt er noch nicht, welche Rolle Magda in seinem Leben spielen wird, für ihn persönlich, aber auch Jahre später als fanatische Nationalsozialistin und Vorzeigemutter des »Dritten Reichs«. Noch ist die Weimarer Republik im Aufbruch und Hans so heftig wie hoffnungslos in Hellmut verliebt. Doch nach einem Unglücksfall beginnen Hans und Magda eine Affäre, von der sie sich Trost und Vorteile versprechen: Sie will aus ihrer Ehe ausbrechen, er seine Homosexualität verbergen. Erst als Magda Joseph Goebbels kennenlernt und der NSDAP beitritt, kommt es zwischen Hans und ihr zum Bruch. Während Magda mit ihren Kindern bald in der Wochenschau auftritt, gerät Hans zunehmend in Gefahr. Ein Roman, der über zwanzig Jahre den Weg zweier Menschen und eines Landes erzählt, der nicht unausweichlich war.

Nora Bossong zeichnet in ihrem neuen Roman das intensive Porträt der Frau, die Magda Goebbels wurde, und ihres jungen Liebhabers. Zwei Menschen in der Maschinerie der historischen Ereignisse, unterschiedlich verstrickt, unterschiedlich schuldig geworden. Auch an sich selbst.

Meinungen der Anwesenden:

Weiter geht’s mit dem Buch „Reichskanzlerplatz“ von Nora Bossong vorgestellt von Beate Hiller.
Aus Magda Quandt wird Magda Göbbels. Aus der Distanz wird erzählt. Hans hat  homosexuelle Tendenzen. Er ist ein  Mitläufer. Wird ins Grenzgebiet geschickt. Das Buch wurde schon kontrovers diskutiert.


Herr Tischer ist entsetzt. Unverständlich und unheilvoll findet er das Buch. Er versteht auch nicht, dass die Autorin es nötig hat. Sie erfindet eine Figur. Komponiert, ausgedacht.


Thomas Koch sagt, es ist ein fabelhaftes Buch, leicht queer. Aber die Geschichte kriecht in die Köpfe rein, das es schon unheimlich ist.

Jessica Lind „Kleine Monster“ aus dem Hanser Verlag Berlin

Nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2024
Ein soghafter Roman über die zerstörerische Kraft des Ungesagten. »Einzigartig und nervenzerfetzend.« Doris Knecht

Pia und Jakob sitzen im Klassenzimmer der 2B, ihnen gegenüber die Lehrerin ihres Sohnes. Es habe einen Vorfall gegeben, mit einem Mädchen. Pia kann zunächst nicht glauben, was ihrem siebenjährigen Kind da vorgeworfen wird. Denn Luca ist ein guter Junge, klug und sensibel. Sein Vater hat daran keinen Zweifel. Aber Pia kennt die Abgründe, die auch in Kindern schlummern, das Misstrauen der anderen erinnert sie an ihre eigene Kindheit. Sie lässt ihren Sohn nicht mehr aus den Augen und sieht einen Menschen, der ihr von Tag zu Tag fremder wird. Bei dem Versuch, ihre Familie zu schützen, wird Pia schließlich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ein fesselndes psychologisches Drama über die Illusion einer heilen Kindheit.

Meinungen der Anwesenden:

Das Buch ist der Nachfolger von „Mama“. Vorgestellt wird das Buch von Herrn Tischer.
Es geht um Kinder, Eltern sein, Eltern werden.
In der Schule ist was vorgefallen. Die Mutter nimmt ihn daraufhin, aus der Schule. Wird aus der Whatsapp-Gruppe geworfen.
Was ist da passiert? Es gibt einen gewissen Sog, man will es wissen.
Da stellt sich die Frage, was vererben wir an die Kinder.


Herr Koch fand das Buch fabelhaft. Gleicht die Geschichte, mit seiner eigenen Vita ab. Er hat eine Adoptivschwester.


Frau Hiller meint dazu, Pia ist überzeichnet. Ab wann wird einem, das eigene Kind unheimlich? Die Frage stellt man sich unweigerlich.

Julie von Kessel „Die andern sind das weite Meer“ aus dem Eisele Verlag

„Leichtfüßig und unterhaltsam geschrieben. Ein abwechslungsreicher, berührender, aber auch aufbauender Roman über Familie, Zusammenhalt und Verantwortung.“ WDR2 Lesen

In ihrem neuen Roman erzählt Julie von Kessel von einer modernen Familie, in der jeder allein in seiner Krise steckt und niemand in der Lage ist, die Verantwortung für den anderen zu übernehmen. Bis ein Ereignis die Kinder zwingt, endlich erwachsen zu werden.

Familie Cramer droht die Zerreißprobe. Dabei waren sie einst eine Vorzeigefamilie. Ein erfolgreicher Diplomatenvater mit einer schönen Frau und drei wohlgeratenen Kindern. Erst Jahrzehnte später, Mutter Maria ist längst gestorben und die Kinder erwachsen, zeigen sich die Risse im Familienfundament. Und als der Patriarch in eine Demenz schlittert, drohen aus den Rissen einstürzende Wände zu werden.

Luka ist als Fernsehreporterin kaum je zu Hause, Tom mit der Leitung seiner psychiatrischen Klinik beschäftigt, und Elena steigert sich in ihre Jugendliebe hinein, weil sie vor einer unangenehmen Wahrheit die Augen verschließt.

In dem Glauben, von den anderen nicht verstanden zu werden, trägt jeder sein eigenes Päckchen – bis der Vater spurlos verschwindet.  

Meinungen der Anwesenden:
Thomas Koch hat das Buch von Juli von Kessel mitgebracht. „Die andern sind das weite Meer“ aus dem Eisele Verlag. Im Urlaub auf Sylt war er in der „Badebuchhandlung“ Die heißt wirklich so.
Vater Hans ist dement. Drei Kinder hat er.  Zwei Mädchen. Ein Junge. Der Junge ist schwul, ein Mädchen hat Erfolg, ein Mädchen nicht so. Jedes Kind ist mit seinem Selbst beschäftigt.
Herr Koch hat recherchiert und nachgefragt, ob das wirklich so war und das stimmt, so wie es beschrieben ist.

Frau Hiller sagt es sei zu vorhersehbar. Es hat sie nicht berührt, war ihr zu wenig.


Wolfgang Tischer sagt das Cover ist nicht schön, auch nicht inspirierend. Der Titel ist nicht so ansprechend. Jeder hat einen Tod zu verantworten.

Natürlich gab es auch noch Weihnachtstipps:

Gotelli/Richter/Trigg „XMAS – Das Weihnachtsbuch“ aus dem Midas Verlag

Sally Rooney „Intermezzo“ aus dem Claassen Verlag

Annette Kehnel „Die sieben Todsünden“ aus dem Rowohlt Verlag

Judith W. Taschler „Nur nachts ist es hell“ aus dem Zsolnay Verlag

Es waren Bücher dabei, die ich wahrscheinlich nie wahrgenommen hätte ohne diese Veranstaltung. Danke dafür.

Adresse:

Haus der Wirtschaft

Willi-Bleicher-Str. 19

70174 Stuttgart

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Öffnungszeiten:
Mo – So:  11.00 – 19.30 Uhr

Tageskarte:
regulär 3 €
ermäßigt 1,50 €

Dauerkarte:
regulär 8 €
ermäßigt 4 €


Kinder bis einschließlich 14 Jahren und Schulklassen haben generell freien Eintritt.

Ermäßigung beim Eintritt in die Ausstellung erhalten: Schüler*innen, Student*innen, Rentner*innen, Menschen mit Einschränkungen und Inhaber*innen der Bonuscard.

[Stuttgarter Buchwochen] vom 14. November – 01. Dezember 2024

Heute besuchte ich die Stuttgarter Buchwochen. Es war so aufregend, denn ich war noch nie dort. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, in derselben Stadt zu wohnen. Nach dem heutigen Besuch, wird sich dies aber absolut ändern. Natürlich musste ich erst suchen und freute mich im 2. Stock endlich auf eine riesige Auswahl Bücher zu treffen.

Autor*innen, die bei den Buchwochen lesen. Unter anderem Jochen Till.

Bücher können Weichnachten….und wie!

Bücher können Italien

Der „Selfpublisher-Verband e.V.“ war auch vertreten.

Ein Schweizer Zimmer gibt es auch

Viele Menschen waren da, auch Kinder. Was mich freute. Die Empore war nämlich, fast gänzlich den Kinderbüchern gewidmet. Leseecken, Sitzecken und kleine Spiele luden zum Verweilen ein. Wunderbare Bücher in ganz verschiedenen Genres gab es zu besehen.

Autor*innen aus Baden-Württemberg

„Die drei ???“ dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Ein großes Augenmerk, wurde auf Autorinnen und Autoren die in Baden-Württemberg beheimatet sind, gelegt. Natürlich sah ich auch die Bücher von mehreren, mir persönlich bekannten Autorinnen und Autoren. Wie z.B. Petra Schier, Iny Lorentz, Petra Durst-Benning, Tessa Hansen, Jochen Till, Kai Bliesener, und Klaus-Peter Wolf.

Da gab es einen Jungen mit seiner Oma, die ihm in einer so liebevollen Art vorlas. Sie lachten über das Aussehen einer Figur im Buch. Leider konnte ich nicht sehen welches es war.

Aber genau das ist das Besondere. Zeit zu haben. Ohne Handy, Computer oder Fernseher. Neudeutsch heißt das „Quality Time“.

Eine schöne Sache in der heutigen Zeit.

Genüsslich schlenderte ich durch die Buchreihen. Besah mir die mir bekannten und unbekannten Verlage, machte Fotos und las in einigen Büchern.

Es hat sich so gut angefühlt, Zeit zu haben für die wundervollen Geschichten aus so verschiedenen Welten und Menschen.

Dieses Buch habe ich gekauft:

Schon allein der Klappentext, war ganz genau meins.

Eine Butterbrezel und einen Cappuccino später, war es Zeit zur Veranstaltung zu gehen. Davon erzähle ich aber in einem anderen Beitrag.

Mein Fazit:

Es ist eine tolle Messe, bei der man sich fühlt wie in einem großen Wohnzimmer voller wunderbarer Bücher.

Adresse:

Haus der Wirtschaft

Willi-Bleicher-Str. 19

70174 Stuttgart

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

Öffnungszeiten:
Mo – So:  11.00 – 19.30 Uhr

Tageskarte:
regulär 3 €
ermäßigt 1,50 €

Dauerkarte:
regulär 8 €
ermäßigt 4 €


Kinder bis einschließlich 14 Jahren und Schulklassen haben generell freien Eintritt.

Ermäßigung beim Eintritt in die Ausstellung erhalten: Schüler*innen, Student*innen, Rentner*innen, Menschen mit Einschränkungen und Inhaber*innen der Bonuscard.

[Rezension #675] „Das kleine Häwas“ von Saskia Niechzial, Patricia Pomnitz, Marielle Rusche aus dem Jupitermond Verlag

Meine Meinung:

Wie ist das wenn man nicht verstanden wird. Immer nur „Häwas“ hört. Einem die Wörter nicht aus dem Mund kommen, wie man sie im Kopf hat. Geliebt von der Familie, wird er dennoch  immer trauriger.

Da gibt es nur eine, die helfen kann. Die „Zauberin der Worte“.Sie hilft, verurteilt nicht. „Häwas“ wird mutiger. Ab und an gibt es Rückschläge. Doch es gilt nicht aufzugeben. Dafür hat die „Zauberin der Worte“ gute Zaubersprüche parat.

Liebevolle Illustrationen, in warm gehaltenen Farben, begleiten die Geschichte. Man fühlt sich wohl. Man ist berührt von der Geschichte, vorallem, wenn man selbst ein Kind hatte, das nicht wirklich sprach. Schön das ein Buch auf kindliche Weise und sanft Aufklärung betreibt.

Mein Fazit:

Herzerwärmende Geschichte mit einem ernsten Hintergrund. Sprachentwicklungsstörungen, sind für die Menschen die es betrifft sehr belastend. Sich nicht äußern zu können, oder aus Scham sich nicht zu äußern wegen Angst ausgelacht zu werden.

Dieses Buch setzt bei den Kleinsten an. Mit hilfreichen Tipps für die Eltern. Ich finde es wunderbar.

Mit dem Kauf dieses Buches unterstützt man den Verein „Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V.“

[Rezension #674] „Hotel Silber – Neue Zeit, Alte Schuld von Kai Bliesener aus dem emons Verlag

Meine Meinung:
Vera und Johann Wallner wollen mit ihren Kindern aus Nazi-Deutschland fliehen. Im Schutz des alten Hauptbahnhofs, erwarten sie den Mann, der ihnen helfen soll. Doch was dann kommt, haben sie nicht erwartet. Sie werden verhaftet und ins Hotel Silber gebracht. Dort kommt man  lebend rein, aber meist nicht mehr lebend raus. Vera hat gleich das Gefühl, dass sie ihre Familie nie wieder sehen wird. Ein anderer Gefangener ist Paul Kramer. Der bei seiner Geliebten Hilde war, von ihrem Vater angeschwärzt, auch verhaftet wurde. So beginnt die Geschichte.

Es geht um die Auflösung von Fällen. Taten die in der Zeit geschahen, als Mord, Folter und braune Gesinnung an der Tagesordnung waren. Paul gefangen, gefoltert und liegen gelassen, als die Franzosen einmarschierten und die Amis die militärische Macht übernahmen. Bewirbt er sich bei der Polizei.

Er gerät zwischen die Fronten. Seine Kollegen beäugen ihn misstrauisch. Doch nicht alle. Plötzlich geht es um mehrere Morde. Es wird immer gefährlicher für Hilde, die er wieder getroffen hat, und ihn.
Sie wollen das was verborgen ist, ans Licht zerren. Taten aufdecken und Täter zur Rechenschaft ziehen. Beide wissen, dass es lange dauern kann, alle zu fassen. Doch sie sind bereit, für die Gerechtigkeit und Aufklärung alles zu geben.

Was für ein Kriminalroman. Es ist als ob man beim Lesen, durch die Stadt spaziert und sich den Trümmern, ausgemergelten dazu ängstlichen Menschen gegenüber sieht.
Fast jeden Tag laufe ich am „Hotel Silber“ vorbei. Erst durch die Lektüre des Buches, weiß ich um die schrecklichen Taten. Die Hintergründe sind großartig recherchiert.
Davor habe ich größten Respekt. Denn sich damit zu befassen, war sicher nicht leicht.

Intensiv habe ich die Situationen erlebt, die der Autor Kai Bliesener mit schriftstellerischem Geschick uns offenbart. Die damaligen Ereignisse, das Gefühl wie es war, in dieser Zeit zu leben, zu arbeiten und dem Schrecken jeden Tag gegenüber zu stehen. Ihn in jedem Knochen zu spüren. Angst fühlt man, wenn man von Zeile zu Zeile wandert. Und doch ist da die Hoffnung. Menschen die sinnbildlich dafür stehen und einstehen das Richtige zu tun. Hilde und Paul, Gruber, Rückert, Kupferschmidt und noch Andere. Sie lassen sich nicht einschüchtern.

In unserer Zeit sind wir angekommen. Demokratisch agierend. Doch es gibt sie noch, die Angst. Unterschwellig aber vorhanden.

Mein Fazit:
Ein großartig recherchierter Kriminalroman, der uns mitnimmt in die alte Zeit. Wir gehen durch Stuttgart, erleben, fühlen und entdecken unsere heutige Stadt neu. Blicken uns mit anderen Augen um. Lassen uns von Schauplätzen in dem Roman begleiten und stellen uns das Damals vor. Die Charaktere hatten Ecken und Kanten, waren Lebensecht. Ihr Tun und wirken lebensnah geschildert.
Ich kann es nur empfehlen, diesen Kriminalroman zu lesen.

[Rezension #673 ] „Das Blau der Tiefseetinte“ von Mo Kast

Meine Meinung:

Arne Mertens ist Restaurator. Normalerweise bringen seine Kunden, die Gemälde zu ihm. Diesmal jedoch, auch wegen dem Preis, macht Arne sich auf den Weg zu Klemens von Eichendegg.

Dieser ist wohlhabend, attraktiv und hat etwas herablassendes. Ob es ein Schutz ist, mag man nicht zu sagen.

Arne fühlt sich unsicher gegenüber Klemens. Er nicht sehr betucht, Klemens dagegen unverschämt reich.

Die Annäherung der beiden, ist sehr sanft beschrieben. Wie ein Flügelschlag eines Schmetterlings. Vorsichtig nähern Sie sich einander an.

Doch da ist noch der Cousin Vincent, der mich von Anfang an, an einen geldgierige Hyäne erinnert. Er führt etwas im Schilde und nichts Gutes. Da bin ich mir absolut sicher.

Die ganze Familie ist nicht mein Fall. Heinrich sein Vater, ist ein Despot.

Eine Entdeckung scheint alles zu zerstören.

Was soll Arne tun?

Mein Fazit:

Zwei Menschen aus unterschiedlichen Schichten, die sich näher kommen. Unsicherheiten auf beiden Seiten, bringen der Geschichte das nötige Knistern. Ein Geheimnis bringt alles zum Schwanken. Wird sich die Liebe festigen oder verflüchtigen wie ein Hauch. Schön wie die Autorin, Bilder in unsere Köpfe malt. Eine schöne Erzählung, die einem durch sanfte Art, mitfühlen lässt und auch hoffen, dass alles sich zum Guten wendet.

[Rezension #670] „Verschnitt“ von Jennifer Hauff aus dem Mainbook Verlag

Meine Meinung:
Liane ist Krankenschwester. Ihr Bruder Lutz drogensüchtig. Die Eltern sind tot. Jeder leidet auf seine Weise. Auch Sara lebt nicht mehr. Was ist nur mit der kleinen Schwester, der Beiden passiert. Ihre Schreie, kann man förmlich spüren und hören.
Liane versucht mit allen legalen und ein paar fast illegaler Mittel, dem Arzt einen Strick zu drehen. Denn er ist, da ist sich Liane gewiss, an mehreren Todesfällen schuld. Was tun? Wie ihn überführen, ohne alles zu gefährden.
Ein heikles Unterfangen. Nur eine Freundin steht ihr zur Seite. Dann plötzlich tauchen immer wieder Gänseblümchen auf. Eigentlich wunderschöne Blumen, aus meiner Kindheitserinnerung, plötzlich empfindet man sie als bedrohlich.

Liane kommt mir etwas kühl rüber, sie lässt sich nicht in die Karten schauen und zeigt auch nicht wirklich Gefühle. Allerdings gibt es ab und an einen Hauch, bei dem man ihr wahres selbst ganz kurz zu Gesicht bekommt. Ich glaube es ist ein Selbstschutzmechanismus.

Immer mehr wird mir bewusst, was für Kämpfe sie innerlich mit sich auszutragen hat. Lutz ihr drogensüchtiger Bruder, Sara ihre tote Schwester. Ihre Kindheit und eine Schuld die sie auf sich geladen hat. All das nagt an ihr. Ich wäre schon längst daran zerbrochen.

Alice ist eine große Hilfe, aber auch ein Opfer. Sie will gutes tun, doch verständlicherweise ist ihr manchmal die Grenze die Liane übertritt zu viel.

Lutz ist seltsam. Weiß ihn nicht einzuschätzen. Warum nimmt er Drogen? Was hat die ganze Situation mit ihm gemacht. Er möchte gefühlt etwas ändern. Doch ist das nur Wunschdenken? Wohin soll er gehen, wohin gehört er. Irgendwie ist er ruhelos und haltlos aber auch verzweifelt.

Dr. Gelders ist ein aus dem Leim gegangener, selbstverliebter und von sich überzeugter Gott in weiß. Er ist aber in Wirklichkeit, nichts anderes als krank. Krank im Hirn. Wie kann so jemand überhaupt noch, ein einzelnes Pflaster aufkleben dürfen. Er gehört weg. Ihm der Prozess gemacht. Man sieht ihn förmlich zerfallen.

Schreibstil:
Die Autorin Jennifer Hauff, löst mit ihren Worten und Beschreibungen Gänsehaut aus. Auch Ekel, Unverständnis und den Drang dem Baby und den schutzlosen Kindern zu helfen. Man fühlt auch die Rache in sich aufsteigen. Man will nicht alles, als so gegeben hinnehmen. Auch in den  beängstigende Szenen, möchte man am liebsten davon laufen. Doch man bleibt dran. Nachdem ich das Buch beendet habe, dreht sich mein Kopf weiterhin um diese Geschichte.

Mein Fazit:
Das Lesen dieses Buches hat mich sehr aufgewühlt, mich berührt, mich wütend gemacht. Viele Emotionen freigesetzt. Es hat mich aber auch mit Fragen zurückgelassen, was ist damals wirklich passiert. Da dieses Buch, eine wahre Begebenheit als Hintergrund hat, ist es noch verstörender. Unmenschlich, wie mit kleinen Kindern umgegangen wird. Menschen entscheiden über das Leben anderer, die sich nicht wehren können.
Ein insgesamt sehr intensives Leseerlebnis.

[Rezension #669] „Das Leben ist kein Ponyschlecken“ von Thorsten Fiedler aus dem Mainbook Verlag

Meine Meinung:
SM-Studio mal anders. Bohrend und ohne Codewort. Supermärkte und das Problem der Titel für dieses Buch. Eine haarige oder eher gesagt borstige Angelegenheit von Mutter und Sohn. Sprichwörter mit Erklärungen der anderen Art. Offenbacher und Schweizer und ihre Ähnlichkeiten oder eher Unähnlichkeiten.
Dann gibt es noch die „Radgeber“ ja ihr habt richtig gelesen. Sehr amüsant. Die Buckelpiste und die akrobatischen Einlagen des Autors. Der Rücken, der plagt aus so total unerfindlichen Gründen. 😁
Die tollen Ratschläge eines Hundetrainers, die man auch nach der gefühlt hundertsten Folge ignoriert. Aber man kennt das ja von Kindern. Redet man dagegen, machen sie es erst recht.
Lou der Hund ist „King of the Couch“ verdrängt Herrchen und wiegt die Hälfte von der Anzeige auf der Waage, genauso viel wie Herrchen. Wie konnte das geschehen? 😉 Es geht um Schönheit to-Go. Um Mäuse die etwas blass sind. Um’s Gendern. Den Kampf im Verlag zwischen Offenbach und Frankfurter Literatur und wie ihn an die geneigte Leserschaft bringen? Bei dem Name aus „Déjà-vu oder der Nomade is back“ lautet “ Kassira Absahni“ musste ich schallend lachen, sowas kann auch nur Thorsten einfallen. Das Problem der Offenbacher Kickers mit dem geeigneten Spielermaterial, das nach Vertragsabschluss an Amnesie leidet. Internationale Karriere des Autors himself. Glasfaserkabel die das Auto blockieren.
Oh ja und über die unnötig frühe Einfädelung im „Reizverschlussverfahren“ gehe ich mit Thorsten komplett konform.
Das Grillen ist kein Vergnügen, sondern muss extrem gut geplant sein. Mal kurz zusammenkommen, Würstchen auf den Grill, ist schon lange nicht mehr. Da gibt es so viele Hürden. Dagegen ist das Reisen immer mit der Chance verbunden und zwar weltweit „Offebescher“ (Offenbacher) zu treffen. Natürlich mit passenden Namen. Herrlich! 😁
Wer kennt es nicht mit den Zähnen. Lasst euch hierzu gern mal aufklären. Das Problem mit den Persern. Satzzeichen oder warum die Deutschen spinnen. Farbliche Unterscheidung der Ampeln. Über die grüne Welle, würde ich mich des öfteren freuen. Wir kennen das doch alle, die Suche nach dem Kleingeld an der Kasse. Obwohl die Schlange hinter dem Suchenden, sich zu einer wahren Pyton auswächst. Das Rentner da sein ist nicht wirklich das, was der Autor sich vorgestellt hat. Denn seine Frau hat andere Pläne. *kicher*
Thorsten Fiedler teilt mit uns seinen Alltag. Er gibt uns Einblicke ins Vater sein.
Seine Kämpfe mit dem Alter und ihren Auswirkungen. Immer mit einem Augenzwinkern und manchmal leichter Übertreibung.

Mein Fazit:
Es ist herrlich in die Geschichten einzutauchen und von den oft sehr bekannten Vorkommnissen und Begebenheiten zu lesen, denn sie sind mitten aus dem Leben.
Schmunzeln, lachen, prusten musste ich oft, während ich den Unbill des Lebens aus des Autors Alltag las. Einfach wunderbar, auch um immer wieder darin zu schmökern.

[Rezension #668] „Von Neugierde, Mut und Reiselust“ von Johannes Klaus und Marianna Hillmer aus dem Reisedepeschen Verlag

Meine Meinung:
Als sich das Buch auspackte hat’s mich sofort gefangen genommen die Farben sind toll erfrischend und fröhlich und es verspricht eine große Vielfalt der Geschichten. Mir gefällt auch besonders gut die Seiten bevor die neuen Geschichten beginnen in schwarz-weiß gehalten sind sie wirklich gelungen. Die Zeichnungen und auch die Überschriften erinnern mich ein bisschen an Comics. Was schön ist, ist die Größe des Buches

32 ehrliche Geschichten über Neugierde Mut und Reiselust.

#1 „Gletscherherz“ von Laura Tamoj
In die Antarktis zu reisen, was für ein Gedanke. Aus einer Idee, wird Realität. Ein Schiff und 42 Menschen gehen an Bord. 31 Gäste, 11 Mitglieder. SV Antigua ist ihre Heimat für 14 Tage. Trifft Tiere die man nur aus dem Fernsehen kennt. Polarfuchs, Rentiere und Eisbären. Sie spürt eine Verbindung zu Jakob. Doch sie wissen beide, dass es nur für diese wenige Tage ist. Stillschweigend ist man sich darüber einig. Panikattacken begleiten sie, irgendwann sind sie fort und die Reise zu Ende.
Sehr eindrücklich wie man fühlt, wenn man plötzlich so nah am Leben ist. Am Leben in der Natur. Aber wie so oft gibt es auch die Anderen, die zu viel reden. Die die Stille nicht zulassen, die man selbst fühlen möchte.

#2 „Breaking the Law“ von Thomas Empl
Ein Festival besuchen Flasche Sake, Fahrplan, bunte Haltestellen und Anekdoten. All das blieb vom Jahre 2015. Was ist daraus geworden? Fotos macht er,  die nicht das widerspiegeln was man sieht. Bücher überall Bücher. Wie wohl muss sich da ein Büchernarr fühlen. Es gibt Schwierigkeiten in Japan, einen Partner zu finden. Die Geschichte ist so zerrissen, zerrüttet. Man entdeckt viel doch bleibt auch vieles ungesagt. Er lädt Christina ein, aber ich denke beide wissen, dass das nie geschieht. Denn sie hat kein Handy. Was mir auffällt, in Japan ist man nie allein.

#3 „Dem Mut auf der Spur“ von Gonca Friedrich
Die Mutter redete ihr ein, für die Reise mit dem Vater zu jung zu sein. Es nicht genießen zu können. Langeweile zu empfinden. Aber was ist der wirkliche Grund? Das sie ohne ihr Kind nicht sein kann. Ja! Sie ist kontrollsüchtig und wahnsinnig ängstlich. Es wird immer schlimmer. Sie macht ihre eigene Tochter nieder.
Ich verstehe so gut was die Protagonistin sagen möchte. Abenteuer sind so viel mehr und so viel spannender als das Leben zu Hause. Vor allem wenn man das Gefühl hat eingeengt zu werden.
Endlich unterwegs mit ihrem Vater, lernt sie Dinge die zu Hause nicht möglich gewesen wären. Die ihre Mutter auf keinen Fall zugelassen hätte.
Eine wirklich tolle Geschichte, über eine Tochter die mit ihrem Vater das Abenteuer sucht und auch findet. Danach ist alles anders.
Also ich muss wirklich sagen Hut ab vor der Frau, die das alles geschafft hat. Die sich gegen die Mutter wehrt und trotzdem ihr Ding macht, auch wenn sie kurz mal von ihrem Weg abschweift.
Für mich bisher die tollste Reisegeschichte.

#4 „Von Freiheit und Fremdbestimmung“ von Stefanie Schindler
Australien ein Reisebericht über Tassie. (Tasmanien) Mit Kleinkind und Baby. Realitätsnah, die Wahrheit über das Verreisen mit Familie. Nicht geschönt und schnörkellos.

#5 Inis Mór von Anja Schwennsen
Unterwegs auf der größten Aran Insel. Erleben, Tasten und erfühlen. Denn ….kann das Alles nicht sehen. So erklärt er ihr das was er sieht, in seinen Worten. Versucht Bilder in ihrem Kopf, entstehen zu lassen. Wunderschön.

#6 Goa von Robin Becker
Flugzeug mitten in der Nacht.
Eine Frau am Kofferband. Ein Koffer der nicht zu ihm gehört, immer wieder weggenommen wird. Dann endlich sein eigener kommt. Wie man sich Goa vorstellt. Hippies, Esoterik zugewandt, mit guten Ratschlägen immer zur Hand. Hupende Fahrzeuge, viele Leute auf den Straßenund. Es kommt mir vor, als ob ich wieder in Indien wäre.

#7 „Die Straße, die nur uns gehört“ von Ariana Emminghaus
Zwei Freundinnen die einen Urlaub planen oder nicht planen. Eine Seitenstraße die sie entdecken, in der Nacht, in der Dunkelheit. Am Tag verliert sie ihre Magie. In der Nacht scheint sie besonders. Diese Geschichte fand ich wundervoll.

#8 „Der Fuchs“ von Leonie Claire Oesterreich
Meister Reinecke getroffen oder nicht. Keiner hat’s bemerkt der Hund nicht und auch die Beifahrerin nicht. Ist es also passiert oder nicht?

#9 „Sommerlöcher im Herzen“ von Nadire Biskin
Man spürt in jedem dieser Worte und in dieser Geschichte die Zerrissenheit der Autorin. Sie kann das nicht ablegen. Es gehört zu ihr. Sehr eindrucksvoll.

#10 „Zwischen Tür und Angel“ von Livia Mai
Ein Flug nach Boston. Alles entspannt. Dann wird der Flug nach New York storniert weil es stürmt. Was nun? Sie trifft Max. Alles passt zwischen den zwei. Feldbett neben Feldbett und dann ist alles wieder vorbei. Eine schöne Sequenz einer Reise, die man sich bildlich vorstellen kann.

#11 „Szene aus Budapest“ von Sebastian Garthoff
Wieder in Budapest trifft er sich mit Thomas. Sie reden miteinander, über Veränderungen in der Stadt. Ein kurzer Austausch. Thomas bleibt er geht. Um zu entdecken, was es zu entdecken gibt.

#12 „Der Palast des Frühlings“ von Katia Sophia Ditzler
Das Leben in Hongkong. Begegnungen mit vielen Menschen. Verrückten wie normalen und deren Geschichten. Aussergewöhnliches Zusammenspiel auf einem fremden Kontinent.

#13 „Damals in der Toskana“ von Petra Clamer
Eine Reise zu Zweit. Den Tag über war man sich einig. Des Abends aber nicht mehr. Kulinarisches lässt das mürrische entschwinden. Man kann es fast schmecken.

#14 „Leuchtende Erinnerung“ von Manolo Ty
Ruhige Nacht. Zeit für Gedanken. Blau-grünes Schimmern nur in der Erinnerung. Kein Foto und doch Auslöser, einer lebensverändernden Entscheidung.

#15 „Big Trouble in Big Apple“ von Karin Lochner
Was für eine tolle Geschichte, sie gibt Hoffnung. Angst spürt man, aber auch Vorfreude und Glück. Menschlichkeit eines Richters, macht mich besonders froh.

#16 „Fünf Seen und drei Inseln“ von Simone Harre
Shanghai. Es geht zu einer der Wasserstädte. Der Fahrer der eigentlich Mingyan heisst, lässt sich nun Robert nennen. Er mag alles was Deutsch ist. Autobahnen, die gerade Linien, die kleinen Städte z.B Heidelberg. Er studiert bald, hat eine elfjährige Tochter und ist verheiratet. Die Vergangenheit bleibt greifbar auch wenn die Gegenwart fast schon wieder vergangen ist.

#17 „Zum ersten Mal mit einem Bus in Berlin“ von Veso Portarsky
Er in einem Bus. Will aussteigen, frisch in Berlin angekommen. Was zwischen ihm und Berlin steht ist eine Bustüre. Doch diese geht nicht auf. Sehr amüsante Erzählung.

#18 „Luft“ von Sibylle Reuter
Messer im Rücken. Ein Traum? Panikattacke? Spontanpneumothorax. Keine Luft. Nur schwer atmen. Es geht ins KH. Dann nach Graz. Nach einiger Zeit, ändern sich Dinge und das Leben im Allgemeinen. Ein Neubeginn. Bedrückend.

#19 „Keine Pekingente“ von Angelika Lichteneber
Kurdistan. Männer entführt. Nach 22 Jahren wurden 500 von ihnen gefunden. Tot. Ein Friedhof, viele Menschen die auf die Särge mit den Überresten warten. Eine sehr eindrückliche und bedrückende Geschichte, wäre da nicht dieses Lachen, das heilt.

#20 „Nix verstehen, ha?“ von Anna Wheill
Diese Geschichte hat mich etwas verwirrt. Böhmerwald. Slawisch. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dinge die waren und jetzt sind. Erinnerungen die sie belasten.

#21 „Der Fährmann“ von Moritz Detje
Chandigarh, Indien. Ein Taxifahrer zu finden ist wirklich schwer, auch wenn man ihn vorher bestellt hat. Es ist nicht immer das was man sich erhofft. Andere buhlen  um deine Aufmerksamkeit. Dann bekommt man ein Taxifahrer, der kaum vorwärts kommt. Oh ja das kenne ich, ich war schon in Indien. Kann es also nachvollziehen.

#22 „Reiseradius“ von Susi Green
Eine letzte Reise von Amerika nach Deutschland. Wohnhaft nun in einer altersgerechte Wohnung. Die Reisen mit seinem Rennwagen in den nahegelegenen Supermarkt, haben so ihre Tücken. Sie sind dennoch eine Erzählung wert.

#23 „Roadtrip to Bill“ von Cathrin Block
Eine Bekanntschaft nur über E-Mails. Sie reist zu ihm. Von Dover nach Deal, Rye und Hastings. Wie wird er wohl sein. Sie macht sich viele Gedanken. Hör auf dein Herz würde ich ihr raten. Man spürt ihre Nervosität.

#24 „Schwarzer Kater“ von Nils Ketterer
Mücken die stechen, in der Nacht. An Schlaf ist nicht zu denken. Alles wird freddo getrunken. In der Bar Mavros Gatos ist man sicher.

#25 „Übersetzen am Ende der Welt“ von Marlene Fleißig
Antarktis. Ein Schiff. Konferenzdolmetscherin. Der „Drake Lake“ schüttelt alle durcheinander. Verschiedene sehr interessante Vorträge, darf sie Dolmetschen. Eisberge. Beeindruckend, schön und so gar nicht weiß.

#26 „Zur Zeit der großen Furcht“ von Detlef Seydel
Ein kleiner Koffer und die Reaktion eines jungen französischen Kontrolleurs bringt mich zum Lächeln.

#27 „Ein Roadtrip als Frau“ von Cornelia Koepsell
Ein Van, eine Frau, die Erinnerung an die Vergangenheit.

#28 „Speisen wie eine Königin“ von Sara Tormölen
Eine Pilgerin die erst mit 11 Fremden zu Abend isst. Man kommt ins Gespräch. Tauscht sich aus. Dann wieder Aufbruch und Trennung. Doch ist etwas geblieben, das man mit sich nimmt.

#29 „Über uns nur der Himmel“ von Henrik Winterberg
Kleine Familie und 1700 Stufen. Steil, Kraftraubend. Amüsanter Bericht. Stolze Eltern.

#30 „Rudertour durch England“ von Cornelia Liedtke
Sie schwärmt für Matthias. Aber was empfindet er für sie? Jahre später treffen sie sich wieder.

#31 „Showergeschichten“ von Tanja Schwibinger
Thumb up in Schottland. Eine Reise über die Insel. Freundlich sind die Schotten. Will da unbedingt hin. Abenteuerreise. Schöne Erlebnisse und so frei.

#32 „Dschungel“ von Renan Spode
Leo kokst, will zurück nach Deutschland. Reist in ein Dorf. Sucht jemanden. Hilft, lebt, lernt eine Kellnerin kennen und geht.
Ruhelos.

Mein Fazit:
Man verliert sich in der Sprache. In verschiedenen Begebenheiten und Geschichten. Fühlt und erlebt. Begegnet mutigen Menschen und Menschen die ihre Reise mit allen Sinnen erleben und beschreiben. Natürlich kann einen nicht jede Geschichte gefangen nehmen, wie sollte das auch in einem Buch von 32 Geschichten funktionieren. 32 verschiedene Menschen die diese  Erzählungen niedergeschrieben haben, sind genauso unterschiedlich wie ihre Erzählweise.

[Frankfurter Buchmesse] Tag 4 – 20. Oktober 2024

Glücklich war ich 3 Nächte im „Relexa Hotel Frankfurt“. Nicht nur dass, das Zimmer geräumig und sehr sauber war, ich hatte auch einen Wasserkocher. So ein Kaffee oder Tee kann einem die Lebensgeister früh morgens oder abends zurückbringen.

Wie viele von euch wissen, sind Messetage lang und man läuft viele Kilometer, vorallem wenn man wie ich gerne für euch viel Messeflair einfangen möchte.

Jedes Jahr hoffe ich, das es mir gelingt.

Heute jedoch möchte ich mich bei euch entschuldigen, denn anstatt viele Bilder zu machen, habe ich es mir raus genommen, einfach mal zu schlendern. Liebe Freunde und besondere Verlage zu besuchen. Böse Bettina, aber es war mir einfach ein Herzenswunsch.

Hier nun ein paar Bilder aus dem Hotel, das ich mir für nächstes Jahr wieder vorgemerkt habe.

Mega leckeres Frühstück, sehr liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, haben mir gut gefallen.

Mein Koffer ist soooo voll. Oh man. Selbst schuld. *kicher*

Mir hat die Blumenschale sehr gefallen. Da dachte ich an meine Mami. Da musste ich doch einfach ein Foto zu machen.

Nach dem Auschecken machte ich mich, ein letztes Mal auf den Weg zur Messe.

Was mir leider aufgefallen war, dass es keine Möglichkeiten gab meinen Koffer unterzustellen. Die Garderoben waren die Tage zuvor auch schon zu. Dann stand etwas von einer Info über geöffnete Garderoben, kam ich dort an, war auch dort die Garderobe zu. So konnte ich auch unter der Woche, meine Sachen nirgends deponieren.

Zum Glück gab es wundervolle Menschen von der Pressestelle, die mir halfen und das Problem für den Sonntag lösten. War ich froh.

Die Halle: Gastland Italien

Für mich war es ein Aha Effekt. Die Atmosphäre, die Ausstellungsstücke es war ein perfektes Zusammenspiel. Ich hielt mich eine Weile dort auf. Konnte mich an den ganzen Bildern und Vasen nicht satt sehen. Muss gestehen, das es eine der schönsten Hallen der letzten 20 Jahre war.

Mit viel Liebe zum Detail.

Nach der Halle Italien, ging es in das ARD Forum. Hier war es noch sehr leer. Aber auch mal schön, ohne den ganzen Trubel.

Weiter geht es nach draußen.

Halle 3.0 Amazon Publishing – Dirk Trost liest aus seinem Buch „Emsfeuer für Pier 13“ Es war wieder toll ihm zuzuhören.

Der Amazon Publishing Stand

Wieder raus auf die Freifläche. Ganz außergewöhnlicher Stand vom „Herder Verlag“

Ganz schön was los an den Signierzelten.

Das Wetter, lässt uns etwas im Stich.

30-Minuten WG mit Josi Wismar & Bianca Iosivoni

Mein letzter Besuch am „emons: Verlag“ Stand

„Tod auf Schloss Solitude“, na das wandert doch glatt auf meine Wunschliste. 🙂

Soooooo süß. Wunschlisten Titel Nr. 2 vom „emons: Verlag“.

Habe einen ihrer Grado Krimis gelesen und fand es richtig toll.

An Frank Schätzing kommt keiner vorbei. 🙂 Ich auch nicht.

Kurz noch an Hape Kerkelings Pappaufsteller vorbei, der echte wäre mir lieber gewesen,

Sebastian Fitzek im Gespräch und beim Signieren erwischt 😉

…dann zu meinem Herzensmenschen Lisa Skydla

…und ihrem Verlag

Draußen ist der Monnemer Bülent Ceylan zu Gast auf der Bühne.

Er liest aus seinem Buch „Yallah Mord!“

Was soll ich sagen, Lachkrämpfe inklusive.

Großartige Begegnungen an mehreren Tagen, hatte ich mit meiner lieben Petra Schier. Am „Harper Collins“ Verlags Stand.

Ohne sie, ist mein Aufenthalt auf der Buchmesse, nicht komplett.

Noch ein Buch, für meine Wunschliste.

Ein letzter Besuch beim „Dumont Verlag“ – der muss einfach sein.

„Arthouse Taschen“ seit 1980

„Gmeiner Verlag“

„Diogenes Verlag“ da ich ihn die letzten Jahre vermisste, war ich unendlich froh den Diogenes Verlagsstand wieder besuchen zu können. Mein lieber Papi, mochte Diogenes Bücher so sehr. Leider ist er nicht mehr hier, aber in seinem Andenken habe ich ihn wieder besucht.

„Aufbau Verlage“

„dtv Verlag“

„Hanser Verlag“

Peter Hammer Verlag

Noch zwei interessante Bücher zum Abschluss.

Welches Glück, das ich diese Herzensmenschen noch treffen konnte.

Die liebe Seleni Black @-}–

Die herzensgute Floh Hoppchen. ^_^

Letzte Bilder, bis hoffentlich nächstes Jahr. Machts gut.

Meine Mitbringsel im Ganzen: