[Rezension #781] „Three Wishes – Überlebe, um zu sterben“ von Yvonne Wundersee aus dem Hybrid Verlag

Meine Meinung:
Samira ist eine Dschinda. Sie und ihr Volk werden verfolgt und ermordet. Auch ihre Eltern sterben, einen grausamen Tod. Kadir, lebt in einem Tempel. Er bringt sich selbst lesen und schreiben bei. Lernt ohne das es jemand bemerkt. Er ist ein Priester des Osiris, der immer nur Gewalt und keine Liebe erlebt, dennoch ist er sanftmütig und in meinen Augen sehr stark.

Samira hat nur mit ihm eine Chance, durch die Duat zu gelangen. Sie verspricht ihm, wenn er ihr hilft, drei seiner Wünsche zu erfüllen. Was sie damit in Kauf nimmt, verrät sie nicht. Es wird angedeutet, immer wieder.

Samira ist wunderbar. Hat ein großes Herz und ist mutig wie eine Löwin. Weshalb nach meiner Meinung sie und Kadir wunderbar zusammen passen.

Der Weg bis zum Eingang in die Duat, ist lang und ungewiss. Als sie die Duat erreichen, gibt es viel gefährliche Abenteuer zu bestehen. Keiner kann überleben ohne den Anderen.

Sie beobachten, wie einige Dämonen eine Gecko in einen Trichter werfen. Warum nur, wollen sie ihn loswerden? Was hat dieser kleine Kerl so schlimmes getan? Ihn zu retten, ist lebensgefährlich.

Ellil, so heißt der Gecko, ist ein Dämon mit einem frechen und großen Mundwerk. Seine Größe schmälert nicht sein Selbstbewusstsein. Er kann ganz schön nerven. Doch da ist was, das man erst nach und nach zu bemerken beginnt. Denn er verbirgt etwas in seinem Inneren.
Ich mag ihn nicht wirklich, zumindest anfänglich.

Eine andere Figur aus dem Buch, ist der Pharao Aremun. Ein Herrscher, der die Augen vor der Wirklichkeit verschloss und nun sein Scheitern eingestehen muss. Von Anfang an ist er für mich, ein gebrochener Mann. Er hat ein Gewissen, das ihn nun plagt.

Samira und Kadir gehen so liebevoll miteinander um. Sehnüchtig wünschen sie sich ein gemeinsames Leben. Auch wenn Samira weiß, das es nicht geht, verliert sie sich in den verlockenden Gedanken und Gefühlen.

Schreibstil:
Spannungsgeladen, detailliert und mit viel Liebe für die Protagonisten, erschafft die Autorin eine Welt die in meinem Kopf Bilder heraufbeschwor. So das ich sogar davon träumte. Riesenhafte Spinnen, Dämonen, verwesende Nilpferde, Schlingpflanzen mit einem Eigenleben und so viele interessante Gefahren, hat sie sich ausgedacht. Jede Szene reißt einen mit. Lässt einen manchmal den Atem anhalten.

Mein Fazit:
Eine Dschinda und ein Mensch machen sich auf, um das Leben von Samiras Volk zu retten. Mit Hilfe eines vorlauten Geckos und eines Pharaos, hofft man das es ihnen gelingt. In dieser Geschichte gibt es keinen Moment der ruhig dahinfließt, es kann in jeder Sekunde, in jeder Zeile was Neues schreckliches oder Schönes passieren. Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Verlag : ‎ Hybrid Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Taschenbuch

ISBN: 978-3967413182

Veröffentlicht : 12. Dezember 2025

[Hörbuch-Rezension #780] „Sandor – Vom Glück frei zu fliegen“ von der Autorin Dorothea Flechsig / Sprecher Nicolas A. Böll aus dem Glückschuh Verlag

Meine Meinung:

Das Hörbuch wird von einer total passenden Tielmusik eingeleitet. Es macht Freude und man möchte weiter hören.

Nicolas Alexander Böll, hat genau die richtige Stimme, um den Kindern die Geschichte rüberzubringen. Das schafft nämlich nicht jeder. Er spricht sanft, kann aber auch sehr gut Spannung erzeugen.

Jede Figur hat ihre eigene Stimme, die überzeugt. Ernst, genervt, nörgelig und noch viele andere Stimmungen hat er in seinem Repertoire. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde.

Sandor regt sich ganz doll auf, das die Fledermäuse immer nur negativ betrachtet werden. Alle sollen wissen, wie großartig Fledermäuse sind. Natürlich kann Jendrik nicht laut rausposaunen, dass er einen Abendsegler zum Freund hat. Aber das ist ja eigentlich nicht nötig, da wir ja wissen das es ihn gibt.

Ich finde Jendrik klasse. Denn er beschützt Sandor. Vor allem und jedem.

Lilli ist süß. Jendrik bewundert sie. Ich glaube er will ihr Freund sein. Doch will sie das auch? Gehört zu einer Freundschaft nicht auch Ehrlichkeit? Also was tun?

Sie lässt sich nicht so leicht vertreiben. Außerdem mag sie nicht, angeschwindelt werden. Sie ist eine ganz schlaue.

Lang lässt das Abenteuer nicht auf sich warten, denn nicht jeder meint es gut mit ihm. Oder welche Beweggründe, hat die Person, dieplötzlich bei Jendrik zu Hause auftaucht? Ich wäre da super vorsichtig.

Mein Fazit:

Freundschaften sind wichtig. Genau wie Zusammenhalt und Ehrlichkeit. Der Umgang mit dem Internet, ist nicht leicht. Was ist richtig, was ist falsch? Wie gehen die Forscher mit den Fledermäusen um. Ich finde es gar nicht gut. In freier Wildbahn ist es so viel besser. Vielleicht ist es schwieriger, aber besser für die Tiere.

Ein Hörbuch, das man gut hören kann und dabei noch was lernt. Ich freu mich und fliege mit Sandor gerne weiter zum nächsten Abenteuer.

Verlag : ‎ Glückschuh Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎MP3

ASIN: B0HFTMNP26

Veröffentlicht : 14. Juni 2026

[Rezension #776] „Maya und Samuel“ von Franziska Fischer aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Maya und Samuel sind Freunde. Durch die Kindheit, in die Jugendzeit, bis hin zum Erwachsenenalter.
Erst in Freundschaft, vorsichtige Annäherung und dann in Liebe verbunden. Sie teilen ihre Gedanken, ihre Erlebnisse. Möchten nicht ohne den Anderen sein. Doch gibt es Trennungen auf Zeit.

Samuel kümmert sich liebevoll um seine Schwester Lilly. Der Vater fällt teilweise ins bodenlose. Es gibt immer Streit bei Sammy zu Hause. Dann knallt die Tür. Die Mutter ist weg. Thorben, der Vater von Sammy versucht alles und ist doch hilflos. Neue Wohnung finden, für die Kinder da sein. Dennoch schlafen Lilly und Sammy, immer öfter bei Maya zu Hause.

Die Geschichte wandert zwischen der Gegenwart von Samuel und Maya und ihrer Vergangenheit, hin und her. Es ist ein sprichwörtliches miteinander reden, diskutieren, kommunizieren. Manchmal mit wenig Worten, dann umso älter sie werden mit mehr Worten, tieferen Gedanken, Wünschen und Vorlieben.

Etwas jedoch blockiert beide in der Gegenwart. In der Jetzt-Zeit. Eine Traurigkeit liegt in der Luft. Jeder ist darin gefangen, auf seine ganz eigene Weise. Dieser Schmerz ist so tief, so unendlich. Ihre Welt die mal war, hat in ihren Grundfesten gebebt. Wie nur sollen zwei Menschen, die sich so zugetan sind, jemals wieder zueinander finden. Keiner ist schuld, niemand spricht in diesem Buch von Schuld. Plötzlich ist diese eine Welt zerbrochen.

Maya zieht sich völlig zurück. Sie empfindet eine Leere, die nur schwer zu füllen ist.
Samuel versucht sich Maya zu nähern, Dinge zu tun, die ihr Freude bereiten könnten. Aber er ist auch unsicher, wie viel Nähe ist in Ordnung. Was hilft ihr, sich wieder dem Leben zu öffnen.

Mein Fazit:
Etwas das wohl eines der schlimmsten Verluste ist, die eine Frau und ein Mann erleiden können, behandelt dieses Buch. Der Weg zurück ist steinig. Wir lernen zwei Menschen kennen. Zwei liebende Menschen, denen das Schicksal übel mitspielt. Die kaputt gehen, jeder für sich und doch einander haben um sich aneinander anzulehnen. Sich gegenseitig Kraft zu geben. Nur dann wenn beide es zulassen, kann die Heilung beginnen. Tief, empathisch, mit wohl gewählten Worten erreicht die Autorin Franziska Fischer das wir uns in dieser Geschichte und dem Schmerz verlieren, den die zwei Charaktere fühlen. Ja, man ist bis tief ins Mark erschüttert. Um welchen Verlust es geht, wird angedeutet und das ist für mich das Besondere an dieser Geschichte. Nicht offen, sondern durch Gesten.

Verlag : ‎ Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 289 Seiten

ISBN: 978-3755800095

Veröffentlicht : 2025

[Rezension #774] „Blick zurück“ von Diana Ahrabian aus dem Spica Verlag

Meine Meinung:
Nach dem tief einschneidenden Erlebnis, sind die fünf – Bene, Esther, Anna, Tati und Markus – am Flughafen in Innsbruck.

Markus fühlt sich wahnsinnig unwohl. Er weiß nicht, wie er sich den Anderen gegenüber verhalten soll. Ausgelöst haben diese, seine Gefühle, ein Geheimnis das er in der Hütte preisgegeben hat. Das alles nur, weil er und die Anderen dachten, das die nächste Lawine sie in der Hütte verschütten könnte, oder furchtbareres geschehen könnte.

So flieht Markus geradezu. Keiner weiß wo er sich aufhält. So beginnen die Übrig gebliebenen, sich Sorgen zu machen.

Dennoch geht die Geschichte weiter. Stützt sich in Band 2 sehr auf Markus und Anna.

Die Freundschaft zwischen den Protagonisten ist innig und so wie sie zusammen gewürfelt wurden, hätte es diese Freundschaft im normalen Leben, nie gegeben. Das Schicksal, hat sie zusammengeführt. Sie miteinander verbunden.

Tati, Esther und Bene helfen ihrer Freundin Anna das Trauma aufzuarbeiten, das sie völlig aus der Bahn und fast aus dem Leben gerissen hätte. Langsam Stück für Stück nähern sie sich den Orten, den Erinnerungen und Gefühlen.

Auf dieser Reise, fast immer an ihrer Seite Kalle, der Personenschützer und Chauffeur von Esther. Ach und Paula die hübsche Mopsdame.

Emma, die Mami von Anna, bekommt in der Geschichte einen wunderbaren Platz. Auch Kalle wird in diesem Band zwei, mehr in die Geschichte involviert. Was mich außerdem extrem freut, ist das man Anton und Oma Geli kennenlernt. Sie sind megatoll. Wie sie in die Geschichte gehören, dürft ihr gerne selbst rausfinden.

Markus selbst ist auf den Spuren seiner Vergangenheit. Er erfährt etwas, das ihn als Mensch verändert, ihn in Mark und Bein trifft. Trotz des furchtbaren Geheimnisses, ist er mir ans Herz gewachsen. Genau wie alle Anderen.

Mein Favorit in diesem Buch ist Bene. Seine Sanftmut, seine unerschütterliche Freundschaft zu Anna ist etwas das mich in meinem Innersten berührt.

Das Buch ist Emotion pur.

Mein Fazit:
Intensiv, tiefgreifend, emotional, tränenreich, berührend, knisternd. Mit Glücksmomenten, Wahrheitsfindung und vorallem Offenbarungen.
Es ist kein einfaches Buch, das man so weglesen kann. Nein, man sollte sich mit allen Sinnen darauf einlassen. Mit Herz und Verstand.
Band 1 hat mir schon gefallen, Band 2 hat noch eine Schippe draufgelegt. Ein Buch das von mir nicht nur gelesen, sondern erlebt wurde. Absolute Leseempfehlung für Band 1 & 2.

Verlag : ‎ Spica Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 602 Seiten

ISBN: 978-3985032211

Veröffentlicht : 22. August 2025

[Rezension #771] „Todesspiel im Hafen“ von Klaus-Peter Wolf aus dem Fischer Verlag

Meine Meinung:
Dr. Sommerfeldt sitzt in der JVA Meppen. Sabine Hiller die Sozialarbeiterin verhält sich nicht ganz regelkonform. Ein Häftling lernt ihn auf besondere Art kennen. Tolle Szene mit Bruce. Er hat es verdient. Aber sowas von.
Hermann ein anderer Insasse, ist ganz schön durchgeknallt. Wie kommt man auf so eine Idee. Gruselig.

Christa ist sowas von übergriffig. Arme Hannah. Solveig ist anders als sie sich dargestellt hat. Aber sie ist auch eine dieser Menschen, die ihm hilft. Es sind nicht nur Frauen, auch Männer. Auf einem  Motorrad durch die Gegend zu fahren, ist auch eine Art Befreiung. Zumindest stelle ich mir das so vor.

Cordula ist außer Rand und Band. Sie mordet für ihn. Für ihre Liebe. Sie ist verrückt. Völlig durchgeknallt. Wird er sie aufhalten können?

Dr. Sommerfeldt ist nach wie vor, für mich, eine zwiegespaltene Persönlichkeit. Manches Mal schiebt er Paranoia. Er sieht Dinge, die gar nicht da sind. Menschen die ihn in eine Falle locken wollen. Obwohl das nicht stimmt. Seine Gedanken kreisen. Überlegungen. Seine Sehnsucht nach Ostfriesland, kann ich so gut verstehen. Ich liebe wie er die Wellen, die Weite und die steife Brise. Eine ganz besondere Freiheit, spürt man nur dort.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist für sich einnehmend. Ein durchgehender roter Faden, führt von Band 1 – Band 3. Es waren alle Bücher durchweg gut und flüssig zu lesen. Das erneute Lesen, hat sogar noch mehr Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Dieser 3. Band schließt mit einem Schreck ab. Auch wenn ich ihn nicht sonderlich mag, hat er das nicht verdient. Um Cordula tut es mir nicht wirklich leid. Das soll nicht empathielos klingen. Sie passte nicht zu ihm. Sie respektiert ihn nicht.
Das Ende hat mich dann doch überrascht. Den Moment den Ann Kathrin beobachtet hat, davon berichtet geht doch ans Herz. Jetzt bin ich gespannt ob und wie es mit Dr. Sommerfeldt weitergeht.

Verlag : ‎ S. Fischer Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 384 Seiten

ISBN: 978-3596299201

Veröffentlicht : 26. Juni 2019

[Rezension #770] „San Domingo das Geschenk des Häuptlings“ von Marguerite Henry aus dem Bertelsmann Verlag

Meine Meinung:

Peter Lundy ist ein gelehriger schlauer Junge. Er führt schon mal den Laden seines Vaters, wenn dieser weg ist zur Jagd. Er hat ein Händchen für Tiere. Aber kaum hat er sich an sie gewöhnt, sich auch von Herzen, an sie gebunden nimmt sein Vater die Tiere immer weg.

Warum versteht keiner, er nicht und auch ich nicht. Es tut immer wieder weh. San Domingo, ein Pferd gehört ihm von Anfang an. Er fragt sogar einen Häuptling, da es ein Indianer Pferd ist, ob er es behalten darf. Er erhält die Erlaubnis, doch auch er ist eines Tages fort. Welch eine Schmerz durch fließt Peter und auch mich. Peter wächst, lernt. Leistet großartiges, erlebt schreckliches. Wird dadurch stärker, in seinem Sein. Ist angesehen unter den Reitern.

Die Geschichte zeigt, das etwas im Verborgenen seinen Vater so verändert hat, dass er hart und nachgiebig wird. Dennoch wechselt die Verbundenheit zum Vater, zwischen Angst und Achtung.

Mein Fazit:

Vom Cover bis hin zu der sehr intensiven Geschichte, hat das Lesen große Freude bereitet. Natürlich gab es auch traurige, schlimme und fast unerträgliche Momente. Es bleibt in Erinnerung, vor allem wegen Peter Lundy und San Domingo. Einblicke ins Leben, aus denen man aus dieser Geschichte lernen kann. Spannung und Abenteuer inklusive.

Verlag : ‎ Bertelsmann Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 157 Seiten

ISBN: 978-3777901763

Veröffentlicht : 01. Januar 1972

[Rezension #767] „Der kleine Sanddornhof – Träume im Muschelstieg“ von Julia Reymers aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Svea kehrt zurück auf den Sanddornhof. Emil ihr Pächter ist gestorben. Was für ein Verlust. Sie hatte sich nach dem Tod ihrer Eltern nach Hamburg verzogen. Hunter war ihr Pferd. Ihr Vater war immer gegen ihn und ihr Vorhaben, dem Pferd zu helfen. Ein Unfall änderte alles. Immer wieder holt sie die Vergangenheit in Flashbacks ein. Grausam belasten sie die Ereignisse von damals.

Was soll sie machen? Ein neuer Pächter, Max Angebot annehmen?
Die Muschelstiegler sind der absolute Wahnsinn. Man kann nicht umhin alle zu mögen. Sie sind der Knaller. Selbstlos helfen sie Svea.

Allerdings mag ich Max verschlagene Art, von Anfang an nicht. Er führt was im Schilde. Hört gar nicht auf Sveas Wünsche. Das stößt mir übel auf.

Lina ist besonders. Sie gehört bald dazu. Doch da ist was, was ich nicht beschreiben kann. Sie behält manches für sich. Sie ist nicht ganz durchschaubar. Aber ich mag ihre Art trotzdem sehr.

Die Muschelstiegler sind eine tolle Truppe.
Ohne Ausnahme.

Mein Fazit:
Svea ist eine starke Persönlichkeit, aber auch verletzt und unsicher. Sie muss ihre Vergangenheit bewältigen und verarbeiten.
Es gefällt mir, wie sie jederzeit Unterstützung findet. Nie ist sie wirklich allein. Einer hat sich aber von Anfang an, ganz langsam in ihr Herz geschlichen. Wunderbar leicht und ohne viel Aufhebens zu machen. Kleine Ausflüge und Überraschungen inklusive. Ein toller Kerl.
Dieses Buch bekommt eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir.

Verlag : ‎ dotbooks Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎eBooks

Seiten: 362 Seiten

ISBN: 978-3440045497

Veröffentlicht : 01. Juni 2026

[Rezension #759] „Nennitas Sohn“ von Sandra Gernt

Meine Meinung:

Tarryn ist eigentlich aus gutem Hause. Jedoch ist er als überzähliges Kind, ins Kloster geschickt worden. Seitdem ist er Schriftgelehrter. Er hat nie irgendwas anderes gelernt, als das. Verschiedene Sprachen sind ihm geläufig.
Nun soll er der Bündnisgatte von Ranulf werden.
Doch er spricht dessen Sprache nicht. Außerdem kann er weder mit dem Schwert umgehen, noch reiten. Was wird ihn erwarten?
Ablehnung schlägt ihm entgegen, dennoch hat er auch Fürsprecher. Seinen Namen muss er ändern, denn die Bedeutung von Tarryn in der Sprache von Ranulf, ist unappetitlich. So heißt er nun Tyar.

Skarug ist ein unangenehmer Geselle.
Er tut etwas Unverzeihliches.
Dafür wird er bestraft.

Der Angriff auf Cuchlann, der Überfall trifft Ranulf mitten ins Herz, aber auch die Entdeckung die sie danach machen. Tyar ist fort. Er konnte ihn nicht beschützen.

Die Mutter von Ranulf, finde ich klasse.
Ranulf macht sich viele Gedanken, was ich sehr sympathisch finde. Tyar ist für mich ein Held. Er mag kein Krieger sein, hat aber ein messerscharfen Verstand. Sein Durchhaltevermögen ist bemerkenswert.

Mein Fazit:
Die Story um Ranulf und Tyar ist außergewöhnlich. Jede Zeile, habe ich genossen. Die Verzweiflung von Tyar, nicht verstanden zu werden. Der Verlust seiner Heimat. Schlimme Momente zu erdulden, ohne sich wirklich mitteilen zu können war niederschmetternd. Jede Szene war so tief erlebbar. Fühlbar und Emotional. Ranulf der langsam versteht, was ihm sein Gefährte bedeutet ist augenöffnend. Dieses Buch, bleibt in Erinnerung. Es war, als ob ich dort gewesen wäre.

Verlag : ‎ Create Space

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 318 Seiten

ISBN: 978-1718703452

Veröffentlicht : 06. Mai 2018

[Rezension #752] „Finsternis im Blut: Mitrys – Band I“ von Pawel Kopijer aus mitrys.de – Cologne Storytellers

Meine Meinung:
Eine junge Frau, legt ihre letzte Prüfung ab. Nicht irgendeine, sondern die der Sharim. Für mich strahlt sie Licht aus und Stärke. Gewissenhaftigkeit und Durchhaltevermögen, sind ihr zu eigen.

Nach ihrer Initiation, erhält sie einen neuen Namen. Ein Name, der schon einmal ausgesprochen und von einer hohen Dame getragen wurde. Was das alles bedeutet, erfährt sie erst später. Außerdem hat der Älteste eine Entscheidung getroffen, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. Auch eröffnet er ihr ein Geheimnis, dass ihre Sichtweise vollumfänglich ändert. So macht sie sich auf eine Reise, von der sie nicht weiß ob sie zurückkehren wird. Ben und Gotthard begleiten sie. Zum Schutz, was ihr zuerst gar nicht behagt.

Ein junger Mann, der das Gesicht bedeckt vor der Welt, gehört dagegen der dunklen Seite des Lebens an. Er ist geschickt mit dem Schwert, erprobt im Kampf. Ein Fehler den er begeht, kostet ihn zwar nicht sein Leben, jedoch die vertraute Umgebung. Gemeinsam mit Silvan und Druvian, macht er sich auf den Weg. Einen Auftrag zu erfüllen.
Gefährlich ist der Weg. Unvorhersehbar die Vorkommnisse.

Schreibstil:
Packend erzählt der Autor, von der Reise der zwei so ungleichen Menschen. Gefühle sind nicht einfach nur in Worte gefasst, sondern fühl- und greifbar. Man leidet bei Verlusten, ist irritiert wenn einer der Charaktere etwas nicht versteht, man kann in den Personen lesen, so tief sind sie gezeichnet. Eine Geschichte, die einen nicht loslässt. Nicht loslassen will.

Mein Fazit:
Eine sehr intensive Geschichte. Tief schaut man in die Herzen, der zwei Hauptcharaktere. Sie sind so unterschiedlich und doch beide auf der Suche, wer sie wirklich sind. Was sie zu leisten imstande sind. Begleitet von Personen denen sie vertrauen müssen, um zu bestehen. Lest dieses Buch, denn es nimmt einen gefangen. Ich habe mir die Bände 2 und 3, auf die Wunschliste gesetzt. Denn ich will dringend wissen, wie es weitergeht.

Verlag : ‎ Cologne Storyteller

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 420 Seiten

ISBN: ‎978-3911363013

Veröffentlicht : 01. Dezember 2024

[Rezension #750] „Mordsstille“ von Dieter Kaufmann

Meine Meinung:
Yunus Abbas ermittelt mit seinem Team, um einen Mord aufzuklären. Ein Mann wurde im eigenen Haus niedergestochen und ist verblutet, da er seine Frau nicht um Hilfe rufen konnte. Er war gehörlos, genau wie seine Frau.
Wie sich herausstellt sind Goldmünzen verschwunden, ansonsten gab es nichts wertvolles in dem Haus. Das große Rätsel ist, warum der Mann sterben musste.
Seine Tochter Patricia, tut mir unheimlich leid. Sie muss vermitteln, dolmetschen sich um alles kümmern. Während ihr Bruder in Dubai lebt und mir total unsympathisch ist. Er hat nur verletzende Sprüche drauf. Erik ihr Lebensgefährte ist nicht besser. Immer muss es nach seiner Nase gehen. Ihren Entschluss am Ende, finde ich richtig und wichtig für ihr weiteres Leben.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Es gibt Familiengeheimnisse bei den Ungers, die wohl nie restlos geklärt werden können.
Als ein zweiter Mord geschieht, bin ich fassungslos. Eine Idee allerdings wer der Täter sein könnte, habe ich zu keiner Zeit. Das hat mir sehr gefallen, denn man konnte so als Leser miträtseln. Eigene Rückschlüsse ziehen. Der rote Faden war immer vorhanden.
Persönliche Alltagssorgen der Kommissare, runden das Ganze fein ab.

Mein Fazit:
Die Morde schockieren. Tätersuche wird nicht gerade einfach. Yunus und sein Team geben alles. Dieses Buch, hat mir viel besser gefallen, als der Vorgänger. Logische Schlussfolgerungen und Ereignisse die man gedanklich nachvollziehen kann, halten die Spannung oben.
Das Thema rund um den Alltag von Gehörlosen, war sehr gut umgesetzt, da der Autor selbst sich damit auskennt.
Lichtklingel, Videotelefonie und die Rechtschreibproblematik wird aufgegriffen und erklärt.

Verlag : ‎ Independently published

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 283 Seiten

ISBN: ‎979-8268375671

Veröffentlicht : 28. November 2025