[Rezension #787] „Chosen bei Ice and Snow“ von Yvonne Wundersee aus dem Lycrow Verlag

Meine Meinung:
Belinar ist der Höllenfürst von Eis und Schnee. Er verbringt gerade bei Asmos, in der Hölle des Feuers, eher unfreiwillig Zeit. So richtig Lust hat er keine? Dann sieht er etwas, was ihm den Atem stocken lässt. Ein Engel der von einem Turm in die Tiefe stürzt. Er nimmt sie mit sich, damit beginnt eine Geschichte, die tief geht.

Er ist so anders als Asmos?
Feinfühlig, den Seelen zugetan. Sogar Freundschaften hat er unter den Seelen. Für mich, hat er eine harte und eine weiche Seite. Er hat so viel Gefühl in sich, aber auch so viel Schmerz aus der Vergangenheit. Wenn ihm was wichtig ist, ist er unerbittlich.

Angelina wurde entführt und von Asmos erniedrigt, geschlagen und gefoltert. Auch lässt Asmos nicht wirklich, die Seelen frei die freizugeben wären. Vergibt keine Strafen? Die, die Seelen aber für ihre Sünden erwarten, um Sühne zu tun. Er lebt im Prinzip nur, für sein Vergnügen. Genau wie die, die mit ihm in dieser Hölle leben. Sie haben nur eins im Sinn.

Dadurch wurde Angelina von einem Himmelsengel,  mit den weißen Flügeln zu einem gefallenen Engel mit grauen Federn.

Sie hat Angst vor jedweder Strafe. Doch das ist nicht das, was ihr in der Nähe von Belinar widerfährt. Ganz langsam fasst sie Vertrauen. Sie denkt viel nach. Und ist immer wieder überrascht, wie Bel herrscht. Sie öffnet sich ihm. Findet ein Zuhause. Doch die Ruhe ist trügerisch.

Mein Fazit:
Was für eine Geschichte. Großartiges Setting, super umgesetzt. Spannender Schreibstil. Hervorragend ausgearbeitete Protagonisten. Dieses Buch war, wie eigentlich alle Bücher von  Yvonne Wundersee, ein Pageturner. Denn ich konnte das ebook, wieder mal nicht aus der Hand legen. Belinar und Angelina sind in ihrer Art einfach wundervoll. Ich bin so gespannt auf den zweiten Band.

Verlag : ‎Lycrow Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 325 Seiten

ASIN: B0DK61F3ZJ

Veröffentlicht : 28. März 2026

[Rezension #786] „Zimtsterne und Pfötchenzauber“ von Petra Schier aus dem Harper Collins Verlag

Meine Meinung:
Schrecklich wie der Typ, mit der kleinen Kira umgeht. Kira ist eine kleine Affenpinscherdame. Zum Glück ist Arian zur Stelle. Hält diesen Mann auf. Was für ein schrecklicher Mensch, der einen Hund so behandelt.

Kathi wehrt sich wie verrückt. Um nicht Arian nahe zu sein. Arian jedoch lässt nicht locker. Er hat die wunderbare Art, immer das Richtige zu sagen? Alles scheint so perfekt zu sein. Er scheint perfekt zu sein. Davon ist Arian aber nicht wirklich überzeugt. Denn auch er hat seine Fehler.

Kathi opfert sich für ihre Eltern und für Arabella auf. Sie war immer auf sich alleine gestellt. Musste sich durchkämpfen. Wenn sie sich auf jemanden verlassen konnte. Dann nur auf sich selbst. Traurig wie ich finde?

Ihre Eltern sind nicht wirklich sympathisch. Vorallem der Vater sollte dankbarer sein.
Arabella geht gar nicht. Was für ein Biest.

Anneliese war eine ganz besondere Frau, mit viel Weitsicht. Gut gemacht. Diese Wendung, habe ich nicht kommen sehen.

Kathi muss sich natürlich erst in ihrem neuen Leben zurechtfinden. Und wie ist das mit der Liebe? Bröckelt da langsam die harte Schale.
Könnten sie eine Chance haben? Darf sie es zulassen, glücklich zu sein? Endlich mal an sich selbst zu denken?
Ich finde ja, denn sie hat schon genug ertragen müssen.

Mein Fazit:
Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte mit Hund. Lauter Verwicklungen. Santa Claus und das  Christkind helfen und natürlich Frau Santa. Zum Glück, muss sie dieses mal nicht eingreifen. Eigentlich macht ja Santa immer alles etwas  kompliziert, so das sie dann immer mal wieder nachjustieren muss. Diesmal ist das nicht nötig und Santa und das Christkind kriegen das ganz gut zusammen hin. Die große Hilfe von den Elfen, Kira, das Durchhaltevermögen von Arian, und die Weitsichtigkeit von Anneliese helfen im Übrigen. Das ganze voranzubringen.
Eine junge Frau die zu viel und zu oft für andere einstehen musste. Sich selber dabei komplett vergass und nun lernen muss, auch mal sich fallen zu lassen.

Verlag : ‎Harper Collins Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : eBook

Seiten: 417 Seiten

ISBN: 978-3749910908

Veröffentlicht : 25. August 2026

[Rezension #785] „Sandor – Vom Glück frei zu fliegen“ von Dorothea Flechsig aus dem Glückschuh Verlag

Meine Meinung:
Nachdem mir das Hörbuch schon so großartig gefallen hat, habe ich nun auch das Buch durchgeschmökert.
Als erstes gefällt mir total gut, das Lesebändchen in gelb. Das gibt es gar nicht mehr so oft.

Das Cover strahlt Wärme und Freude aus. Sandor ist einfach lustig anzusehen.

Er ist natürlich immer dabei. Bei der Schulaufführung, will er sogar mitmachen, dumm nur das es jemand filmt. Was nun? Es ist nicht gut, dass die Menschen erfahren das es Sandor gibt. Jendrik hat richtig Panik. Man spürt seine Angst.

Die Kinder lernen, wie das mit den Sozialen Medien ist. Dass das Internet nichts vergisst.

Doch was hilft, ist eine besondere Freundschaft. Um diese nicht zu verlieren, ist es auch mal nötig ehrlich zu sein. Lilli hilft daraufhin. Sie hält ganz fest zu ihm. Unterstützt ihn, wo sie kann. Leicht ist das allerdings nicht und sogar gefährlich.

Wissenswertes über die Fledermaussprache rundet das Buch ab. Kinder sind sicher neugierig und hier bekommen sie einige Antworten dazu.

Illustration:
Die Bilder sind wunderbar illustriert. Mit sicherer Hand und farbenfroh. Was besonders gut gelungen ist, sind die Ausdrücke auf den Gesichtern. Fröhlich, ängstlich, müde, aufgeregt und noch viel mehr Gefühle werden in den liebevoll detaillierten Bilder gezeigt.
Mein persönliche Lieblingsillustration ist, auch wenn manche sagen würden igitt, auf Seite 51. Was da zu sehen ist, wird natürlich nicht verraten.

Mein Fazit:
Sandor schwebt in Gefahr. Er braucht Freunde um aus einer verzwickten Situation, wieder raus zu kommen. Schön ist zu sehen, das er auf Jendrick voll zählen kann. Auch auf Lilli. In diesem Buch geht es um Freundschaft, um zusammenhalt und das Freunde wichtig sind. Das lernen die Kinder beim Lesen. Auch einiges über Fledermäuse und über die Sprache der so außergewöhnlichen Tiere. Ich finde es toll und habe es, genau wie die anderen Bände sehr gerne gelesen.

Verlag : ‎ Glückschuh Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Hardcover

Seiten: 112 Seiten

ISBN: 978-3910792241

Veröffentlicht : 17. August 2026

[Rezension #782] „Das verstoßene Mädchen“ (Die Töchter aus Innsbruck 1) von Lotte Römer aus dem Tinte & Feder Verlag

Meine Meinung:
Fannerl hat ein priviligiertes Leben. Behütet wächst sie auf, mit ihren zwei Schwestern. Geliebt von den Eltern.
Ein Unglück und all das ist Geschichte. Sie muss gehen. Das Haus verlassen. Der Stiefvater möchte sie nicht im Haus haben. Er ist abergläubisch und denkt sie bringt Unglück. Weil sie fast weiß-blondes Haar und porzellanfarbene Haut hat.
Ihre Mutter gibt ihr einen Rat. Sie soll zu Franza gehen, ins Sellraintal. Dort bleibt Fannerl. Lernt ein Handwerk. Immer in Gedanken an zu Hause.
Eigentlich gab es da noch jemanden, doch er meldet sich nicht. Sie ist enttäuscht. Das Leben geht weiter.
Tag für Tag. Sie findet Freunde, wird stärker, selbstbewusster. Eine tolle Frau. Wird sie ihr Glück jemals finden?
Zu wünschen wäre es ihr.

Schreibstil:
Mit sehr klaren Worten, schafft die Autorin es, das man die Kälte des Bachs, die harte Arbeit und den schmerzenden Rücken fühlen kann. Beschwerlich ist der Weg. Aber auch den Moment in der Kirche und die Musik habe ich genossen. Worte haben so viel Kraft. Man spürt wie sich Fannerl anfänglich verloren vorkommt.

Fannerl ist eine kluge junge Frau. Ideen treiben das Geschäft voran. Eines Tages jedoch, gibt es Neuigkeiten, das ihr Leben von grundauf ändert. Keine Sekunde denkt sie darüber nach. Sie handelt.

Mein Fazit:
Aus einer jungen Frau wird durch ein Unglück, eine starke unabhängige Frau. Sie weiß was sie will. Wer ihr gut tut und steht für ihre Familie und Freunde ein. In dieser Geschichte geht es darum, das wenn man nicht aufgibt, alles lernen und die Zukunft auch in etwas positives verwandeln kann. Man muss es einfach wagen.

Verlag : ‎ Tinte & Feder Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Taschenbuch

Seiten: 284 Seiten

ISBN: 978-2496717815

Veröffentlicht : 10. Juni 2025

[Rezension #781] „Three Wishes – Überlebe, um zu sterben“ von Yvonne Wundersee aus dem Hybrid Verlag

Meine Meinung:
Samira ist eine Dschinda. Sie und ihr Volk werden verfolgt und ermordet. Auch ihre Eltern sterben, einen grausamen Tod. Kadir, lebt in einem Tempel. Er bringt sich selbst lesen und schreiben bei. Lernt ohne das es jemand bemerkt. Er ist ein Priester des Osiris, der immer nur Gewalt und keine Liebe erlebt, dennoch ist er sanftmütig und in meinen Augen sehr stark.

Samira hat nur mit ihm eine Chance, durch die Duat zu gelangen. Sie verspricht ihm, wenn er ihr hilft, drei seiner Wünsche zu erfüllen. Was sie damit in Kauf nimmt, verrät sie nicht. Es wird angedeutet, immer wieder.

Samira ist wunderbar. Hat ein großes Herz und ist mutig wie eine Löwin. Weshalb nach meiner Meinung sie und Kadir wunderbar zusammen passen.

Der Weg bis zum Eingang in die Duat, ist lang und ungewiss. Als sie die Duat erreichen, gibt es viel gefährliche Abenteuer zu bestehen. Keiner kann überleben ohne den Anderen.

Sie beobachten, wie einige Dämonen eine Gecko in einen Trichter werfen. Warum nur, wollen sie ihn loswerden? Was hat dieser kleine Kerl so schlimmes getan? Ihn zu retten, ist lebensgefährlich.

Ellil, so heißt der Gecko, ist ein Dämon mit einem frechen und großen Mundwerk. Seine Größe schmälert nicht sein Selbstbewusstsein. Er kann ganz schön nerven. Doch da ist was, das man erst nach und nach zu bemerken beginnt. Denn er verbirgt etwas in seinem Inneren.
Ich mag ihn nicht wirklich, zumindest anfänglich.

Eine andere Figur aus dem Buch, ist der Pharao Aremun. Ein Herrscher, der die Augen vor der Wirklichkeit verschloss und nun sein Scheitern eingestehen muss. Von Anfang an ist er für mich, ein gebrochener Mann. Er hat ein Gewissen, das ihn nun plagt.

Samira und Kadir gehen so liebevoll miteinander um. Sehnüchtig wünschen sie sich ein gemeinsames Leben. Auch wenn Samira weiß, das es nicht geht, verliert sie sich in den verlockenden Gedanken und Gefühlen.

Schreibstil:
Spannungsgeladen, detailliert und mit viel Liebe für die Protagonisten, erschafft die Autorin eine Welt die in meinem Kopf Bilder heraufbeschwor. So das ich sogar davon träumte. Riesenhafte Spinnen, Dämonen, verwesende Nilpferde, Schlingpflanzen mit einem Eigenleben und so viele interessante Gefahren, hat sie sich ausgedacht. Jede Szene reißt einen mit. Lässt einen manchmal den Atem anhalten.

Mein Fazit:
Eine Dschinda und ein Mensch machen sich auf, um das Leben von Samiras Volk zu retten. Mit Hilfe eines vorlauten Geckos und eines Pharaos, hofft man das es ihnen gelingt. In dieser Geschichte gibt es keinen Moment der ruhig dahinfließt, es kann in jeder Sekunde, in jeder Zeile was Neues schreckliches oder Schönes passieren. Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Verlag : ‎ Hybrid Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : Taschenbuch

Seiten: 338 Seiten

ISBN: 978-3967413182

Veröffentlicht : 12. Dezember 2025

[Hörbuch-Rezension #780] „Sandor – Vom Glück frei zu fliegen“ von der Autorin Dorothea Flechsig / Sprecher Nicolas A. Böll aus dem Glückschuh Verlag

Meine Meinung:

Das Hörbuch wird von einer total passenden Tielmusik eingeleitet. Es macht Freude und man möchte weiter hören.

Nicolas Alexander Böll, hat genau die richtige Stimme, um den Kindern die Geschichte rüberzubringen. Das schafft nämlich nicht jeder. Er spricht sanft, kann aber auch sehr gut Spannung erzeugen.

Jede Figur hat ihre eigene Stimme, die überzeugt. Ernst, genervt, nörgelig und noch viele andere Stimmungen hat er in seinem Repertoire. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde.

Sandor regt sich ganz doll auf, das die Fledermäuse immer nur negativ betrachtet werden. Alle sollen wissen, wie großartig Fledermäuse sind. Natürlich kann Jendrik nicht laut rausposaunen, dass er einen Abendsegler zum Freund hat. Aber das ist ja eigentlich nicht nötig, da wir ja wissen das es ihn gibt.

Ich finde Jendrik klasse. Denn er beschützt Sandor. Vor allem und jedem.

Lilli ist süß. Jendrik bewundert sie. Ich glaube er will ihr Freund sein. Doch will sie das auch? Gehört zu einer Freundschaft nicht auch Ehrlichkeit? Also was tun?

Sie lässt sich nicht so leicht vertreiben. Außerdem mag sie nicht, angeschwindelt werden. Sie ist eine ganz schlaue.

Lang lässt das Abenteuer nicht auf sich warten, denn nicht jeder meint es gut mit ihm. Oder welche Beweggründe, hat die Person, dieplötzlich bei Jendrik zu Hause auftaucht? Ich wäre da super vorsichtig.

Mein Fazit:

Freundschaften sind wichtig. Genau wie Zusammenhalt und Ehrlichkeit. Der Umgang mit dem Internet, ist nicht leicht. Was ist richtig, was ist falsch? Wie gehen die Forscher mit den Fledermäusen um. Ich finde es gar nicht gut. In freier Wildbahn ist es so viel besser. Vielleicht ist es schwieriger, aber besser für die Tiere.

Ein Hörbuch, das man gut hören kann und dabei noch was lernt. Ich freu mich und fliege mit Sandor gerne weiter zum nächsten Abenteuer.

Verlag : ‎ Glückschuh Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎MP3

ASIN: B0HFTMNP26

Veröffentlicht : 14. Juni 2026

[Rezension #776] „Maya und Samuel“ von Franziska Fischer aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Maya und Samuel sind Freunde. Durch die Kindheit, in die Jugendzeit, bis hin zum Erwachsenenalter.
Erst in Freundschaft, vorsichtige Annäherung und dann in Liebe verbunden. Sie teilen ihre Gedanken, ihre Erlebnisse. Möchten nicht ohne den Anderen sein. Doch gibt es Trennungen auf Zeit.

Samuel kümmert sich liebevoll um seine Schwester Lilly. Der Vater fällt teilweise ins bodenlose. Es gibt immer Streit bei Sammy zu Hause. Dann knallt die Tür. Die Mutter ist weg. Thorben, der Vater von Sammy versucht alles und ist doch hilflos. Neue Wohnung finden, für die Kinder da sein. Dennoch schlafen Lilly und Sammy, immer öfter bei Maya zu Hause.

Die Geschichte wandert zwischen der Gegenwart von Samuel und Maya und ihrer Vergangenheit, hin und her. Es ist ein sprichwörtliches miteinander reden, diskutieren, kommunizieren. Manchmal mit wenig Worten, dann umso älter sie werden mit mehr Worten, tieferen Gedanken, Wünschen und Vorlieben.

Etwas jedoch blockiert beide in der Gegenwart. In der Jetzt-Zeit. Eine Traurigkeit liegt in der Luft. Jeder ist darin gefangen, auf seine ganz eigene Weise. Dieser Schmerz ist so tief, so unendlich. Ihre Welt die mal war, hat in ihren Grundfesten gebebt. Wie nur sollen zwei Menschen, die sich so zugetan sind, jemals wieder zueinander finden. Keiner ist schuld, niemand spricht in diesem Buch von Schuld. Plötzlich ist diese eine Welt zerbrochen.

Maya zieht sich völlig zurück. Sie empfindet eine Leere, die nur schwer zu füllen ist.
Samuel versucht sich Maya zu nähern, Dinge zu tun, die ihr Freude bereiten könnten. Aber er ist auch unsicher, wie viel Nähe ist in Ordnung. Was hilft ihr, sich wieder dem Leben zu öffnen.

Mein Fazit:
Etwas das wohl eines der schlimmsten Verluste ist, die eine Frau und ein Mann erleiden können, behandelt dieses Buch. Der Weg zurück ist steinig. Wir lernen zwei Menschen kennen. Zwei liebende Menschen, denen das Schicksal übel mitspielt. Die kaputt gehen, jeder für sich und doch einander haben um sich aneinander anzulehnen. Sich gegenseitig Kraft zu geben. Nur dann wenn beide es zulassen, kann die Heilung beginnen. Tief, empathisch, mit wohl gewählten Worten erreicht die Autorin Franziska Fischer das wir uns in dieser Geschichte und dem Schmerz verlieren, den die zwei Charaktere fühlen. Ja, man ist bis tief ins Mark erschüttert. Um welchen Verlust es geht, wird angedeutet und das ist für mich das Besondere an dieser Geschichte. Nicht offen, sondern durch Gesten.

Verlag : ‎ Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 289 Seiten

ISBN: 978-3755800095

Veröffentlicht : 2025

[Rezension #774] „Blick zurück“ von Diana Ahrabian aus dem Spica Verlag

Meine Meinung:
Nach dem tief einschneidenden Erlebnis, sind die fünf – Bene, Esther, Anna, Tati und Markus – am Flughafen in Innsbruck.

Markus fühlt sich wahnsinnig unwohl. Er weiß nicht, wie er sich den Anderen gegenüber verhalten soll. Ausgelöst haben diese, seine Gefühle, ein Geheimnis das er in der Hütte preisgegeben hat. Das alles nur, weil er und die Anderen dachten, das die nächste Lawine sie in der Hütte verschütten könnte, oder furchtbareres geschehen könnte.

So flieht Markus geradezu. Keiner weiß wo er sich aufhält. So beginnen die Übrig gebliebenen, sich Sorgen zu machen.

Dennoch geht die Geschichte weiter. Stützt sich in Band 2 sehr auf Markus und Anna.

Die Freundschaft zwischen den Protagonisten ist innig und so wie sie zusammen gewürfelt wurden, hätte es diese Freundschaft im normalen Leben, nie gegeben. Das Schicksal, hat sie zusammengeführt. Sie miteinander verbunden.

Tati, Esther und Bene helfen ihrer Freundin Anna das Trauma aufzuarbeiten, das sie völlig aus der Bahn und fast aus dem Leben gerissen hätte. Langsam Stück für Stück nähern sie sich den Orten, den Erinnerungen und Gefühlen.

Auf dieser Reise, fast immer an ihrer Seite Kalle, der Personenschützer und Chauffeur von Esther. Ach und Paula die hübsche Mopsdame.

Emma, die Mami von Anna, bekommt in der Geschichte einen wunderbaren Platz. Auch Kalle wird in diesem Band zwei, mehr in die Geschichte involviert. Was mich außerdem extrem freut, ist das man Anton und Oma Geli kennenlernt. Sie sind megatoll. Wie sie in die Geschichte gehören, dürft ihr gerne selbst rausfinden.

Markus selbst ist auf den Spuren seiner Vergangenheit. Er erfährt etwas, das ihn als Mensch verändert, ihn in Mark und Bein trifft. Trotz des furchtbaren Geheimnisses, ist er mir ans Herz gewachsen. Genau wie alle Anderen.

Mein Favorit in diesem Buch ist Bene. Seine Sanftmut, seine unerschütterliche Freundschaft zu Anna ist etwas das mich in meinem Innersten berührt.

Das Buch ist Emotion pur.

Mein Fazit:
Intensiv, tiefgreifend, emotional, tränenreich, berührend, knisternd. Mit Glücksmomenten, Wahrheitsfindung und vorallem Offenbarungen.
Es ist kein einfaches Buch, das man so weglesen kann. Nein, man sollte sich mit allen Sinnen darauf einlassen. Mit Herz und Verstand.
Band 1 hat mir schon gefallen, Band 2 hat noch eine Schippe draufgelegt. Ein Buch das von mir nicht nur gelesen, sondern erlebt wurde. Absolute Leseempfehlung für Band 1 & 2.

Verlag : ‎ Spica Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 602 Seiten

ISBN: 978-3985032211

Veröffentlicht : 22. August 2025

[Rezension #771] „Todesspiel im Hafen“ von Klaus-Peter Wolf aus dem Fischer Verlag

Meine Meinung:
Dr. Sommerfeldt sitzt in der JVA Meppen. Sabine Hiller die Sozialarbeiterin verhält sich nicht ganz regelkonform. Ein Häftling lernt ihn auf besondere Art kennen. Tolle Szene mit Bruce. Er hat es verdient. Aber sowas von.
Hermann ein anderer Insasse, ist ganz schön durchgeknallt. Wie kommt man auf so eine Idee. Gruselig.

Christa ist sowas von übergriffig. Arme Hannah. Solveig ist anders als sie sich dargestellt hat. Aber sie ist auch eine dieser Menschen, die ihm hilft. Es sind nicht nur Frauen, auch Männer. Auf einem  Motorrad durch die Gegend zu fahren, ist auch eine Art Befreiung. Zumindest stelle ich mir das so vor.

Cordula ist außer Rand und Band. Sie mordet für ihn. Für ihre Liebe. Sie ist verrückt. Völlig durchgeknallt. Wird er sie aufhalten können?

Dr. Sommerfeldt ist nach wie vor, für mich, eine zwiegespaltene Persönlichkeit. Manches Mal schiebt er Paranoia. Er sieht Dinge, die gar nicht da sind. Menschen die ihn in eine Falle locken wollen. Obwohl das nicht stimmt. Seine Gedanken kreisen. Überlegungen. Seine Sehnsucht nach Ostfriesland, kann ich so gut verstehen. Ich liebe wie er die Wellen, die Weite und die steife Brise. Eine ganz besondere Freiheit, spürt man nur dort.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist für sich einnehmend. Ein durchgehender roter Faden, führt von Band 1 – Band 3. Es waren alle Bücher durchweg gut und flüssig zu lesen. Das erneute Lesen, hat sogar noch mehr Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Dieser 3. Band schließt mit einem Schreck ab. Auch wenn ich ihn nicht sonderlich mag, hat er das nicht verdient. Um Cordula tut es mir nicht wirklich leid. Das soll nicht empathielos klingen. Sie passte nicht zu ihm. Sie respektiert ihn nicht.
Das Ende hat mich dann doch überrascht. Den Moment den Ann Kathrin beobachtet hat, davon berichtet geht doch ans Herz. Jetzt bin ich gespannt ob und wie es mit Dr. Sommerfeldt weitergeht.

Verlag : ‎ S. Fischer Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Taschenbuch

Seiten: 384 Seiten

ISBN: 978-3596299201

Veröffentlicht : 26. Juni 2019

[Rezension #770] „San Domingo das Geschenk des Häuptlings“ von Marguerite Henry aus dem Bertelsmann Verlag

Meine Meinung:

Peter Lundy ist ein gelehriger schlauer Junge. Er führt schon mal den Laden seines Vaters, wenn dieser weg ist zur Jagd. Er hat ein Händchen für Tiere. Aber kaum hat er sich an sie gewöhnt, sich auch von Herzen, an sie gebunden nimmt sein Vater die Tiere immer weg.

Warum versteht keiner, er nicht und auch ich nicht. Es tut immer wieder weh. San Domingo, ein Pferd gehört ihm von Anfang an. Er fragt sogar einen Häuptling, da es ein Indianer Pferd ist, ob er es behalten darf. Er erhält die Erlaubnis, doch auch er ist eines Tages fort. Welch eine Schmerz durch fließt Peter und auch mich. Peter wächst, lernt. Leistet großartiges, erlebt schreckliches. Wird dadurch stärker, in seinem Sein. Ist angesehen unter den Reitern.

Die Geschichte zeigt, das etwas im Verborgenen seinen Vater so verändert hat, dass er hart und nachgiebig wird. Dennoch wechselt die Verbundenheit zum Vater, zwischen Angst und Achtung.

Mein Fazit:

Vom Cover bis hin zu der sehr intensiven Geschichte, hat das Lesen große Freude bereitet. Natürlich gab es auch traurige, schlimme und fast unerträgliche Momente. Es bleibt in Erinnerung, vor allem wegen Peter Lundy und San Domingo. Einblicke ins Leben, aus denen man aus dieser Geschichte lernen kann. Spannung und Abenteuer inklusive.

Verlag : ‎ Bertelsmann Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 157 Seiten

ISBN: 978-3777901763

Veröffentlicht : 01. Januar 1972