[Rezension #731] „Hallo Du Schöne“ von Ann Napolitano aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Das Buch handelt von einer Familie, in der William seine Frau findet, die Julia heißt. Allerdings hat er ein Problem, er wurde nie wirklich geliebt. Seine Schwester ist sehr früh gestorben. Deshalb musste er immer leise sein, immer unauffällig. Das hat einiges in ihm zerbrochen. Nur eins gibt ihm Halt. Auf dem Basketballplatz, fühlt er sich wohl und angenommen. Eine Verletzung allerdings, zwingt ihn dazu das Spielen aufzugeben. Es dauert lange, bis er einigermaßen wieder fit ist. Aber an Basketball spielen, ist nicht mehr zu denken. Julia ist für ihn wie ein sicherer Hafen. Sie bestimmt er tut. Er macht was sie möchte. Sie hat ein ganz genauen Plan, wie das Leben funktioniert und was sie erreichen möchte. Als Julia schwanger wird, ändert sich einiges. Er bekommt eine tiefe Depression und tut etwas unglaublich dummes. Im Krankenhaus fällt er eine Entscheidung. Sylvie spürt, was mit ihm los ist. Sie fühlt wie er und das bringt sie einander näher.

Zwei Charakter in diesem Buch sind mir unsympathisch. Rose die Mutter und Julia, Williams Frau.

Bei Rose habe ich immer das Gefühl, alle anderen sind schuld. Sie geht einfach. Lässt die Kinder allein, auch wenn sie schon erwachsen sind. Interessiert sich nicht für das Leben, der Kinder sondern urteilt nur. Ich bin froh dass sie nur im Hintergrund agiert.

Julia ist eine, tut mir leid das zu sagen, sehr egoistische und unempathische Figur.
Sie meint sie hat den Plan im Leben. Aber sie hat keine Ahnung, was ihr Mann William fühlt oder was er denkt. Ich empfinde sie als kalt. In mancher Hinsicht ist es gut zielstrebig zu sein, aber ohne Gefühle zu zeigen oder wahrzunehmen ist es ein einsamer Weg. So beeinflusst sie auch das Leben ihrer Tochter Alice. Nicht zum Besten wie ich finde.

William ist ein sehr trauriger Mensch. Die wahre Liebe kennt er nicht. Er hat sie nie gefühlt, nie erfahren dürfen. Ich bin glücklich, dass er am Ende doch seine Seelenverwandte gefunden hat.

Sylvie ist eine Person, die mir sehr nahe ist. Ihr Schicksal hat mich, tief getroffen. Sie ist einfühlsam, hat eine gute Antenne was William betrifft. Sie fühlt wie er, sie denkt wie er. Sie kennt ihn so genau, wie sonst keiner. Ich glaube nicht mal, er sich selbst. Eine besondere Frau, die sehr tief in sich verwurzelt ist.

Cecelia malt ganz wunderbar, hat ein uneheliches Kind Izzy. Izzy hat ihren Weg gefunden. Hat einen lieben Partner. Emeline und Josie sind ein Paar voller Harmonie.

Mein Fazit:
Die Geschichte um die Familie und William ist eine nicht ganz einfache. Sie ist voller Schmerzen, Trauer, Verlust und tiefen Gefühlen. Es benötigt Zeit, ganz einzutauchen. Ich bin dankbar, dass ich dieses Buch lesen durfte.

Es hat mich tief beeindruckt, intensiv berührt. Lässt mich auch nach einigen Tagen, nicht los. We kann ein Mensch, wie William so traurig sein. Obwohl ich das Gefühl kenne, hat es mich doch innerlich erschüttert.

Wenn ihr also eine Geschichte sucht, die euch berührt. Die nicht einfach, zur Seite gelegt werden kann. Dann lest dieses Buch. Es ist mit sehr viel Sensibilität geschrieben.

Verlag : Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 513 Seiten

ISBN: 978-3832169459

Veröffentlicht : 26. Februar 2024

[Rezension #730] „Blick Dahinter“ von Diana Ahrabian aus dem Spica Verlag

Meine Meinung:

Auf der Buchmesse #fbm2024 traf ich, die wunderbare Diana Ahrabian am Spica Verlag Stand. Nun stelle ich euch, das tolle Buch vor.

Durch nicht so schöne Ereignisse, hat es etwas gedauert bis ich mich voll und ganz darauf konzentrieren konnte.

Was für ein Buch!

Es geht um fünf Menschen die sich kurzerhand dazu entschließen, gemeinsam Urlaub im Schweizer Örtchen Scuol zu machen. Durch den Jahrhundertschnee, sind sie abgeschnitten von Allem. Es geht eine Lawine ab. Grollend. Das macht Angst.

So beginnt die Schicksalsgemeinschaft, sich die tiefsten Geheimnisse ihrer Leben zu erzählen. Da sind Anna die so unglaublich schön ist. Keiner kann den Blick von ihr wenden. Esther, die sich um Geld keine Sorgen machen muss. Bene, der Fußballspieler und Nationalspieler ist. Tati und Markus die ein Paar sind. Aber auch sie haben etwas, das sie belastet.

Keiner von Ihnen hat sich je so geöffnet, wie auf dieser Hütte. Eingeschneit und ohne Hoffnung auf Rettung.

Natürlich möchte ich nicht so ins Detail gehen, denn das würde zu viel verraten.

Anna, ist die Erste die sich öffnet. Ihr solltet Taschentücher bereit halten. Denn so schön es beginnt, so schlimm endet es. Es zerreißt einem das Herz. Man kann sich so sehr in sie hineinversetzen. Man fühlt diesen Schmerz. Diese Leere, die sie umgibt. Das Leben das sie durch ein Unglück verlor.

Esther scheint oberflächlich. Immer mit dem Smartphone in der Hand. Sie erzählt eine Geschichte ihrer Kindheit, die Liebe nicht beinhaltet. Kälte und immer im Weg zu sein, zu stören, machte ihre erste Zeit der Kindheit zur Qual. Nach einem Umzug, beginnt die schöne Zeit. Sie hat viel Spaß mit dem Menschen der ihr den Halt gibt, den sie meiner Meinung verdient hat.

Bene, eigentlich Benedict erzählt von seiner Leidenschaft. Seit Kindesbeinen an, wird er von seinen Eltern unterstützt. Es läuft alles gut. Dann findet er während einem Fußball Trainingscamp etwas raus, das er erst nicht wahr haben möchte. Ein Mitspieler öffnet ihm die Augen. Aber es bricht ihm nach dem Trainigscamp, auch das Herz. So fokussiert, geht es weiter. Bis eine Begegnung ihn wieder zurückwirft.

Tati, ist ein Mensch die immer darum besorgt ist, das sich alle um sie herum wohl fühlen. Ihre Eltern wahnsinnig sportbegeistert, ich würde schon sagen sie übertreiben extrem. Sie zählen Kalorien. Zumindest fühlt es sich so an. Tati zwischendrin. Sie lernt was gut ist und was nicht. Doch als sie sich verletzt, beginnt eine Spirale. Das Verhalten ihrer Mutter, kann man nur, als für Tati verstörend benennen.

Markus, hat wohl die schlimmste Geschichte zu erzählen. Was er offenbart lässt sogar seine Freundin Tati schockiert zurück. Obwohl sie schon einen Teil kannte.

Dann kommt der Bruch, ein echt heftiger Cliffhanger.

Weshalb ich das zweite Buch, unbedingt lesen muss.

Schreibstil:

Diana Ahrabian hat mich zu Tränen gerührt. Schockiert, lässt mich verzweifelt und fassungslos zurück. Bricht mir das Herz und gibt mir dennoch Hoffnung, weil das letzte Wort im Buch ist ….

Nein so leicht mache ich es euch nicht. Wirklich, ihr solltet das Buch lesen.

Mein Fazit:

Ein Buch, das mit einer Geschichte aufwartet, die die fünf Offenbarungen einleitet und begleitet. Es hat mich auf jeder der 669 Seiten super unterhalten.

Anna hat mein größtes Mitgefühl. Auch Benedicts Geschichte geht mir an die Nieren. Esther und Tati tun mir leid. Sie haben dieses Verhalten von nahe stehenden Menschen nicht verdient. Von Markus hatte ich das nicht erwartet. Bin schockiert.

„Blick Dahinter“ solltet ihr lesen, wenn ihr gerne tiefgehende Geschichten mögt. Oberflächlich hätte man, dass von diesen Fünf nicht vermutet.

Betretet die Hütte, lasst euch darauf ein und ja werft einen Blick hinter die Fassade der fünf Menschen, die hier im Schnee eine Schicksalsgemeinschaft bilden, bis sie gerettet oder die nächste Lawine die Hütte verschlingt.

Verlag : Spica Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 672 Seiten

ISBN: ‎ 978-3985031863

Veröffentlicht : 01. Oktober 2024

[Rezension #729] „Das grösste Rätsel aller Zeiten“ von Samuel Burr aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung:
Clayton erlebt einen herben Verlust. Pippa, seine Ziehmutter stirbt. Sie schickt ihn auf eine Reise, auf ein Abenteuer. Denn er ist das größte Rätsel, der Rätselmacher. Das sie nie gelöst haben. Er ist für seine 25 Jahre, kein junger Mann. Sondern durch das Leben mit älteren Menschen, ein sehr spezieller Mensch geworden. Eher gesetzt, nachdenklich und voller Fürsorge anderen gegenüber.
In der Obhut des Hauses, durch die Liebe von den Menschen, die um ihn rum waren, fühlte er sich geborgen. Nicht genötigt, in die weite Welt hinauszuziehen.
Doch genau das verlangt Pippa nun, nach ihrem Tod.
Jedes Rätsel offenbart etwas, in seinem Leben oder etwas das Pippa ihm noch mitteilen möchte.
Sanft drängt sie ihn, aber auch gepaart mit einer gewissen Hoffnung, das Clayton ihr diesen letzten Wunsch nicht abschlägt.
Was wäre er für Sohn, wenn er dies täte.
Er lernt sich besser kennen. Neue Menschen, kreuzen seinen Weg. Auch ein ganz Besonderer.

Der Wechsel zwischen Pippas Geschichte, als sie noch lebte und Claytons Weg durch die Trauer, gefällt mir ausgesprochen gut.
Es ist die Suche von Antworten, inmitten von Rätseln. Die oftmals auf den Seiten auftauchen. Manches konnte ich lösen, manches auch nicht. Die Auflösungen finden sich im Text. Oft dachte ich mir, oh man das hättest du wissen müssen.

Die Charaktere sind mir sympathisch. Allerdings ist Angela, nicht so mein Fall. Sie ist sehr speziell in ihrem Tun.

Pippa, Earl, Hector, Nancy, Clayton bleiben im Gedächtnis. Die Idee der Gemeinschaft, ist wunderbar. Fast wie bei den Musketieren. „Einer für Alle, Alle für Einen“.

Das Buch hat mir sehr gefallen, vorallem weil es wenig aufgeregt daher kommt. Die Geschichte ist vorsichtig, will niemandens Gefühle verletzen. Erzählt sachte und doch wieder gibt es diese Punkte in denen man die Not von Pippa erkennt und fühlt.

Mein Fazit:
Eine abenteuerliche Reise voller Rätsel, die Clayton das Leben zeigt. Draußen in der Welt. Es hat mich gut unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht. Manchmal sollte man losgehen und einfach versuchen seinem Leben, eine neue Richtung zu geben. Vielleicht versuche ich das auch.

Verlag : Dumont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎Hardcover

Seiten: 449 Seiten

ISBN: 978-3755810575

Veröffentlicht : 01. August 2024

[Rezension #728] „Schneeflöckchen, Weißpfötchen“ von Petra Schier aus dem Harper Collins Verlag

Meine Meinung:

Das Gefühlsradar tobt. Santa Claus, weiß nicht warum. Selbst die Rentiere sind verwirrt. Irgendwas verstopft den Wunschzettel-Eingang. Nur was? Als er den Grund entdeckt, wird ihm ganz anders.

Xander wünscht sich etwas, schon seit einem Jahr. Nun ist er zurück. Endlich zu Hause. Das Rumreisen hat ein Ende. Das Kleeblatt ist wieder vollkommen.

Ellie, Arian und Jelena, arbeiten in der Oase. Die sie gemeinsam eröffnen wollen. Da gibt es viel zu tun. Das Xander wieder da ist, ist sehr hilfreich. Er wird natürlich gleich eingespannt.

Als Ellie heim kommt, ängstigt sie etwas Weißes. Ein großer Hund. Abgemagert und ungepflegt. Bei der zweiten Begegnung, ist sie nicht allein. Das ist gut für den Hund. Vielleicht auch für Ellie. Findet es gerne heraus.

Ellie, Xander, Arian und Jelena sind für mich einfach das perfekte Kleeblatt. Alles was stört, fühle ich als Eingriff in die Freundschaft. Weshalb da auch der Mann, der an Ellie interessiert ist, nicht die besten Karten bei mir als Leserin hat. Entschuldige Patrice.

Ich kann mich einfach dem Gefühl nicht erwehren, dass er Ellie zu sehr für sich einnimmt. Obwohl die erste Verliebtheit, das vielleicht erklären könnte.

Kommen wir zu dem wunderhübschen weißen Wesen, das hier auch ein bißchen für Verwirrung sorgt. Aber auch für viele süße Momente. Lacher und Sabberattacken. Ach ich liebe sie einfach. „Amara“ ihres Zeichens weiße Schäferhündin. Xander nimmt sich ihr an und hat damit für mich einen Doppelpluspunkt.

Schreibstil:

Petra Schier, ist es gelungen Weihnachten schon im Oktober stattfinden zu lassen. Freundschaft steht im Vordergrund. Schöne Momente und Musik die man an Weihnachten überall hört, helfen Gefühle zu transportieren. In ihren Büchern, geht es um den richtigen Partner. Manchesmal ist die Suche oder das Erkennen des Anderen, nicht wirklich einfach. Das macht Petra Schier immer spannend. Vier Pfoten und Santa Claus, die Wichtel und auch Frau Santa eilen zu Hilfe.

Mein Fazit:

Eine lange Freundschaft die sich verändert. Zwei Menschen die Angst haben, diese zu verlieren und eine zuckersüße Hündin die mit ihren Sabberattacken immer wieder für Lacher sorgt. Die Geschichte ist rundherum gelungen. Kann euch nur empfehlen, die Bücher mit Santa Claus, den Wichteln und den Helfern auf vier Pfoten auf eure Wunschliste zu nehmen. Es lohnt sich!

Verlag : ‎Harper Collins Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 401 Seiten

ISBN: ‎ 978-3749909339

Veröffentlicht : 23. September 2025

[Rezension #727] „Mitternachtsschwimmer“ von Roisin Maguire aus dem Dumont Verlag

Meine Meinung :

Jessie verliert ihr junges Leben. Lorna, Evan und Luca sind übrig geblieben. Zerbrechen daran. Keiner redet darüber. Luca weil er es nicht kann, denn er ist taub. Lorna und Evan, weil sie sich die Schuld geben an ihrem Tod. Gegenseitig. Beide leiden grausame Qualen. Lorna bestimmt, Evan nickt alles ab. Luca bleibt auf der Strecke.

Evan nimmt sich eine Auszeit. In Ballybrady, gehen die Uhren anders. Langsamer. Er lernt Grace kennen und Abbie. Aber auch Paddy und Becky. Dann kommt der Lockdown.

Lorna ist Systemrelevant. Sie kann sich nicht um Luca kümmern. So kommt er zu ihm. Grace und Abbie kümmern sich gemeinsam mit ihm, um den Jungen. Der hier aufblüht. Doch es gibt Momente, die die Vergangenheit herauf beschwören. Vater und Sohn kommen sich langsam näher. Vorwürfe des Jungen, bleiben lange Zeit unausgesprochen. Wirkliches Vertrauen fehlt.

Grace ist speziell. Sie knurrt, hat ihren Hund „Hund“ genannt und ihn gerettet. Sie hat ihre Art. Das Leben hat sie stark verändert. Sie taut langsam auf. Gefühle brechen immer wieder an die Oberfläche.

Ja, sie ist für mich irgendwie verschroben. Speziell. Macht manches Mal, auch komische Dinge. Weiß sich aber jeder Zeit zu helfen.

Ich mag Abbie. Die Nichte von Grace. Sie hat etwas freundlich, offenes. Ist eine große Stütze für Grace, in jeder Hinsicht.

Leider war es mir nicht wirklich möglich, unter die Oberfläche zu schauen. Die meisten Charaktere sind mir persönlich, nicht tiefgründig genug. Sie sind insgesamt, sehr mit sich selbst beschäftigt. Nur ab und an leuchtet etwas auf. Vielleicht ist dies aber auch der Geschichte geschuldet.

Am Ende muss ich aber sagen, das Evan mir doch näher kam. Seine Entscheidungen, fand ich richtig. Nicht Luca war „kaputt“ sondern Evan selbst. Möge sein Leben nun ein Besseres werden. Luca seinen Wunsch erfüllt bekommen.

Mein Fazit:

Am Tod eines geliebten Menschen, zerbricht man, wenn da nicht andere Menschen sind, die einen auffangen. Leider hatten das Lorna und Evan nicht. Sie waren sich selbst im Weg. Luca litt. Weshalb mir gut gefällt, das Evan eine Auszeit wählt, wenn vielleicht auch etwas erzwungen. Den Ort Ballybrady, kann ich mir wunderbar vorstellen. Es ist gerade so, als ob ich die Felsen, das Meer, ja sogar Hund dort sehe. Grace mit ihrem Hut und den Fischen. Eine Momentaufnahme von Menschen, denen es vergönnt sein sollte, auszusprechen was ihnen auf den Herzen liegt. Oft fällt dies, tieftraurigen Menschen schwer.

Dieses wundervolle Buch erhielt ich von Liesa, vom DuMont Verlag. Herzlichen Dank dafür.

Verlag : ‎DuMont Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Hardcover

Seiten: 352 Seiten

ISBN: ‎ 978-3832168292

Veröffentlicht : 15. Juli 2024

[Rezension #726] „Der Flohmarkt der Träume – Ein Sommer an der Schlei“ von Elizabeth Horn aus dem dotbooks Verlag

Meine Meinung:
Antonia hat vor, einen Roman zu schreiben. Einen historischen der ca. 1920 angelegt ist. Dafür braucht sie Inspiration. Weshalb sie auf den Trödelmarkt geht. Dort lernt sie Leo kennen. Einen sehr kreativen Menschen, wie sie selbst.

Wegen ein paar Briefen, in einer Schatulle gibt es eine Vereinbarung zwischen ihnen. Beide wissen nicht das nicht die Briefe, aber etwas anderes wertvoll ist.

Sie kommen sich näher, treffen Fritz ein großer Kerl mit sanfter Art. Ich mag ihn sofort.

Aafje ist etwas durchgeknallt, aber es passt gut zu ihrem Charakter. Ich kann Toni gut verstehen. Wäre auch sauer.

Merrit ist enttäuscht und verletzt. Ihr Ex-Mann ist schuld. Sie und ihr Sohn Linus, müssen sich verkleinern. Alles muss weg, naja fast alles. Auch Briefmarken.

Briefmarken sind die Leidenschaft von Robert, Antonias Onkel. Weshalb sie auf einen Tipp hin, dort auftaucht. Es liegt was in der Luft. Robert geht wunderbar auf Linus ein. Er fühlt wie verletzt Merrit ist.

Anke ist eine ganz schnelle. Fritz pass auf. Ich musste kichern.

Alle sind sanft miteinander. Respektvoll.
Robert mit Merrit und Linus. Leon und Antonia gegenseitig. Das war schön zu lesen.

Es ist eine Geschichte, die man einfach weiter lesen möchte. Man fühlt sich wohl. Will dabei sein. Ich war sehr traurig, über das Schicksal von Gertrud.

Meine Fazit:
Es ist eine Suche. Nach Aafje, der Vergangenheit und der Zukunft, die sie alle nun verbindet. Sie sind jeder auf seine Art wunderbar. Ausnahme: der Ex-Mann und seine Neue. Er ist so ein überheblicher von sich selbst überzeugter Typ ohne Gewissen. Sie ist nicht besser. Passen gut zusammen. *kopfschütteln* inklusive.

Verlag : ‎dotbooks

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 372 Seiten

ISBN: ‎ 978-3987500763

Veröffentlicht : 5. August 2025

[Rezension #725] Die Wäscherin von Niederrad“ von Gabi Haug aus dem Books on Demand Verlag

Meine Meinung:
Von Anfang an, war ich gespannt auf dieses Buch. Da es eine liebe Freundin von mir geschrieben hat.

„Die Wäscherin von Niederrad“ erzählt die Geschichte von Klara Ruhland, die plötzlich alleine in ihrer Welt, ihren Alltag meistert um überleben zu können. Alles ändert sich, als der kleine Hans in ihr Leben tritt. Vater Wilfred wird des Mordes bezichtigt. Sofort war ich überzeugt, dass er es nicht war. In der Hinsicht, sind Klara und ich uns einig.

Der kleine Hans tut mir von Herzen leid und muss alles mit ansehen. Klara hat ein großes Herz, genau wie ihre Tante Trude. Auch Ida ist eine Freundin, auf die sie sich verlassen kann. Allerdings muss ich sagen, dass sie am Anfang für meine Verhältnisse, sich nicht wie eine Freundin aufgeführt hat. Aber zum Glück, kann man Meinungen ändern.

Das ein Mensch den man kennt, sich dermaßen verändert und zwar im schlechtesten Sinn, macht betroffen und sauer. Fritz ist hier dafür ein gutes Beispiel, im negativen Sinne. Ein Gefühl, dass irgendwas mit dem Kerl nicht stimmt, klang sofort bei mir an. Vorallem gefällt mir nicht, dass er Klara als Eigentum ansieht. Das geht weder zur damaligen Zeit, noch heute. Ein Mensch gehört sich nur selbst.

Allerdings kann er sich auch öffnen, sich jemandem offenbaren, einem geliebten Menschen sein Herz schenken. Das passiert hier auf wundervolle und sehr sanfte Weise. Klara ist eine unglaubliche Frau. Sie weicht nicht von ihrer Meinung ab und das finde ich wirklich wundervoll.

Gabi Haug, ist gelungen mich völlig in den Bann zu schlagen. Nach diesem ersten Buch, kann ich nicht erwarten, das zweite Band zu lesen. Wenn Sie in diesem Schreibstil, der so feinfühlig aber auch bestimmt ist, weiter schreibt. Mich Seite für Seite mehr für den Charakter einnimmt, möchte ich nicht aufhören ihre Bücher zu lesen.

Sehr Positiv möchte ich erwähnen, dass Wilfred das männliche Pendant zu Klara darstellt. Auch er besitzt eine sehr klare Einstellung zum Leben. Stark und beschützend. Möge er aus der Misere, als Gewinner hervorgehen.

Mein Fazit:
Beim Lesen wird die Sanftmut genauso offenbar, wie die Unabwendbarkeit von Klaras Meinung. Die Unerschütterlichkeit des richtigen Handelns, macht dieses Buch zu etwas besonderem. Meine Leseempfehlung hat es zu 100%.
Die Informationen zu der damaligen Zeit, die Erklärungen aus dem Buch am Ende, sind für mich eine wunderbare Möglichkeit, noch tiefer einzutauchen.

Verlag : ‎BoD Verlag

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ eBook

Seiten: 371 Seiten

ISBN: ‎ 978-3759740212

Veröffentlicht : 31. Juli 2024

[Rezension #724] „Wölfe von Potsdam“ von Frank Hagedorn aus der Edition M

Meine Meinung:
Paula Osterholz, ist am Boden zerstört. Ein geliebter Mensch ist tot. Sie lässt sich versetzen. Trifft in Potsdam auf Henry Wullitzer, ihren neuen Kollegen. Doch auch er hat Verluste erleiden müssen. Es geht ihm nicht wirklich gut. Seine Tochter Mel hilft, doch sie kann nicht immer bei ihm sein.

Da hat es Paula leichter, sie lebt bei Helene ihrer Tante und Raffa ihrem Bruder.
Sie kennt sich in Potsdam gut aus.

Paula und Henry sind beides Charaktere mit Ecken und Kanten. Das ist schön und passt wunderbar. Sie fügen sich gut zusammen. Man spürt die Verbundenheit. Auch wenn am Anfang des Buches noch vorsichtiges annähern vorherrscht.

Schnell aber müssen sie sich aufeinander verlassen.
Denn Wölfe tauchen auf. Wolfromantiker und die die Wölfe unschädlich machen wollen, stehen sich gegenüber. Paula und Henry zwischen drin.

Ein Mord geschieht, ein zweiter auch Wölfe sterben grausam. Wer ist schuldig.

So viele Verdächtige. Informationen die sich mehren. Waffen die zuzuordnen sind.

Ein Mann der in der Öffentlichkeit steht, der mit Samthandschuhen angefasst wird und es weder Paula, Henry noch mir gefällt. Es geht mir ehrlicherweise, komplett gegen den Strich.

Als auch noch Kinder in Gefahr geraten, kommt es zum Showdown.

Helge Güntschow hat leider nicht die Möglichkeit, das mit der Waffe aufzuklären. Das ist leider etwas, was mir missfällt. Es ist für mich ein sehr heftiger Cliffhanger. Auch das Hardenberg sich ausschweigt, ist für mich kein angenehmes Ende. Ob es im nächsten Teil aufgeklärt wird, beschäftigt mich nun.

Mein Fazit:
Paula und Henry passen super zusammen. Manche Szene macht Angst, lässt Fragen offen, die das Team klären muss. Spannend bleibt es fast die ganze Zeit. Auch gibt es Momente der Vertrautheit, zwischen Paula und Henry. Nicht alle im Polizeipräsidium, kann ich gut einschätzen. Verona die Chefin ist etwas sprunghaft. Mal so und mal so. Ich denke es wird auch in den nächsten Büchern, viel Potential geben, das Paula und Verona verschiedener Meinung sind. Ich bin gespannt.

Verlag : ‎Edition M

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 368 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496716306

Veröffentlicht : 8. Oktober 2024

[Rezension #723] „Salute – Der letzte Espresso“ von Friedrich Kalpenstein aus Edition M

Meine Meinung:

Paul Zeitler, seines Zeichens ehemaliger Hauptkommissar, findet in einer Toilette einen ihm unbekannten Toten. Wie sich herausstellt, war er ein Journalist mit Namen Matteo Villa. Antonia Romana war seine Kollegin. Er ihr Mentor.

Der Commissario Lanza hat Paul im Visier. Aber ganz klar ist es nicht, was er von Paul hält. Er hält sich bedeckt.

Insgesamt ist Paul Zeitler ein Mensch den man mag. Er hat sich glaube ich, zumindest ist das mein Gefühl, sehr an das Dolce Vita gewöhnt. Er liebt es am Gardasee zu leben und als Barista den Gästen ein gutes Gefühl zu geben.

Jedoch kann er seine Vergangenheit nicht ganz abstreifen wie eine Uniform. Im Herzen ist er Polizist. Das spürt man einfach.

Commissario Lanza kann ich schwer einschätzen. Er lässt sich nicht in die Karten schauen. Aber man kann nicht umhin, in ihm einen guten Kommisar zu sehen. Seine Truppe hat er im Griff.

Einige Hinweise, Verfolgungsjagden, Gespräche und Verdächtigungen später wird alles undurchsichtiger, bevor klarer wird, um was es wirklich geht.

Zwischendrin gibt es überraschenden Besuch. Tagsüber und in der Nacht.

Antonia und Lisa mag ich beide sehr. Manuel und Alessandro spiegeln die italienische Lebensart wieder. Freundschaftlich gegenüber Zeitler.

Zwei aber sind für mich in allem, die schönste Beigabe in der Geschichte. Sie spielen fast täglich das selbe Spiel, das auch mein Mann und ich sooo lieben. Davide und Riccardo werten in ihrem ganzen Wesen, diese Geschichte zusätzlich auf. Danke dafür.

Natürlich gibt es auch einen, den ich nicht mag. Martini, nein nicht das Getränk, sondern den Journalisten Francesco Martini.

Mein Fazit:

Ein Mord am Gardasee mit den Geheimnissen, die so schwer aufzudecken sind. Warum musste Matteo Villa sterben? Leicht zu erklären und aufzuklären war es nicht. Das Buch war kurzweilig und wunderbar zu lesen. Der Gardasee und das Dolce Vita im Gepäck. Einige der Protagonisten, verbargen ein wenig von der Wahrheit. Das war gut erdacht und so fügte sich langsam alles zusammen. Mit gutem leckerem Gebäck, einem Cappuccino freue ich mich auf Band 2. Leider fehlt mir der Blick auf den Gardasee, der aber durch die Zeilen der Geschichte, in meine Erinnerung gerufen wurde.

Verlag : ‎Edition M

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 318 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496715347

Veröffentlicht : 13. August 2024

[Rezension #722] „Der Plan der Gefährten – Die Falkenbach-Saga #10“ von Ellin Carsta von „Tinte & Feder“

Meine Meinung:

Dieses Buch ist der zehnte Band der Falkenbach-Saga. Man könnte denken, dass man erst die anderen neun Bände gelesen haben sollte, bevor man den Zehnten liest.

Doch der Autorin ist es wunderbar gelungen, einen sofort in die Geschichte hineinzuziehen. Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist das jedes Kapitel einer anderen Person der Familie gehört oder einem Bekannten.

Jeder kommt zu Wort mit seinen Gedanken und Sorgen. Die Gespräche untereinander, sind sehr intensiv und auch absolut stimmig. Es kommen gut die Gefühle durch, die die einzelnen Personen haben. Vorallem hat mir der Zusammenhalt der Familie sehr gut gefallen. Auch wie die einzelnen Personen zueinander stehen.

Natürlich gibt es nicht immer nur Sonnenschein, sondern auch Misstöne zwischen den Protagonisten.

Elisabeth ist hierbei so schlimm, wie keine Andere. Sie ist einfach zu sehr auf die Wirkung nach außen bedacht. Für mich hat sie kein Herz und denkt für mich nur an ihren Vorteil. Sie liebt es im Rampenlicht zu stehen. Selbst in einer so grässlichen Zeit.

Armer Ferdinand, der mit Elisabeth verheiratet ist, er mag anfänglich hart wirken, doch das ist nur der Unsicherheit geschuldet.

Alle anderen sind wunderbar in ihre Komplexität, Wesen und Tiefe. Am stärksten beeindruckt hat mich Gustav von Falkenbach.

Die Zeit in der die Geschichte spielt, ist eine sehr traurige. Eine Zeit in der man nicht weiß, wie man was sagen darf oder soll. Man hat hier auch das Gefühl, das kam sehr gut rüber, dass diese Beklemmung immer und auch mit jedem Wort, dass man ausgesprochen hat mitschwingt.

Ellin Carsta erzählt eine Geschichte, aus der grausamsten Zeit unserer Vergangenheit. Diese ist auch noch nicht zu Ende. Band 11 ist auf meiner Wunschliste.

Mein Fazit:

Manchmal wünscht man sich, das diese Erzählung nur Fiktion ist, doch es hat einen wahren Hintergrund. Es gab diese Menschen, die Verbrechen an Unschuldigen begingen. Einen der Alles an sich riss. Der an die perfekte Rasse glaubte. Zu so etwas darf es nie wieder kommen. Hoffen wir das wir dies verhindern können.

Das Buch konnte und wollte ich nicht mehr aus der Hand legen. Ich danke der Autorin für ihre liebe Art auf der Buchmesse 2024 und ihre lieben Worte. Persönlich kann ich die Falkenbach-Saga nur empfehlen.

Verlag : ‎Tinte & Feder

Sprache : ‎ Deutsch

Format : ‎ Taschenbuch

Seiten: 320 Seiten

ISBN: ‎ 978-2496714166

Veröffentlicht : September 2024