42 Autorinnen und Autoren setzen ihre großartigen Ideen, ihre Kreativität in wunderbare Bücher um. Viele davon durfte ich lesen. Der Verlagschef Gerd Fischer ist die Seele des Ganzen, der Antrieb des Verlags und vor allem, ein herzensguter Mensch. Hier nun stelle ich euch die wundervollen Autorinnen und Autoren vor, die in diesem Verlag ihre Heimat gefunden haben.
Heute zu Gast Autor Daniel Stenmans. Sein kreativer und vielseitiger Weg brachte ihn von Horror zu Thriller und Krimi.
Name: Daniel Stenmans Genre: Vornehmlich schreibe ich Thriller und Kriminalromane. Angefangen hab ich allerdings mit Horrorgeschichten, durch Stephen King inspiriert. Durch ihn bin ich mit 14 zum Lesen gekommen, zunächst noch heimlich „unter der Bettdecke“. Zwar findet man auch romantische Aspekte in meinen Geschichten, aber ich käme nie auf die Idee, einen Liebesroman zu schreiben.
Wann hast du begonnen zu schreiben? Geschrieben hab ich eigentlich schon seit ich noch auf der Grundschule war – ähnlich wie meine Tochter. Geschichten, mit dem Füller zu Papier gebracht, über heldenhafte Ninjas zum Beispiel. Später dann wollte ich Horrorgeschichten schreiben, hab aber nie etwas zu Ende geschrieben. Immer nur die ersten Sätze. Nach wie vor habe ich ein Faible für erste Sätze. Erste Veröffentlichungen waren Anfang der 2000er Jahre komödiantische Theaterstücke, die zuweilen immer noch von Laiengruppen gespielt werden. 2015 hatte ich das Glück, im mainbook Verlag den „Friedhofsänger“ veröffentlichen zu dürfen – eine Horror-Reihe in 7 Bänden.
Gab es jemanden, der dich dazu animierte? Ich mich selbst. Einen „Pusher“ gab oder gibt es nicht. Zwar inspirieren mich diverse Autoren, aber es gibt niemanden, der mich animieren muss zu schreiben. Wenn es eine Geschichte zu erzählen gibt, schreibe ich, wenn nicht, dann nicht.
Was treibt dich an? Es muss in mir wohl irgendeinen Impuls geben, der mir sagt, dass ich ein Geschichte aufzuschreiben habe. Was es ist und warum, kann ich nicht sagen. Ich setzte mich nur ganz selten an den Laptop, weil ich denke, du musst jetzt mal wieder was schreiben. In der Regel schreibe ich, wenn ich das Gefühl habe, da ist eine Geschichte, die ich erzählen möchte. Und wenn ich selbst wissen möchte, worum es geht, und wie die Geschichte endet. Denn das weiß ich zu Beginn nie.
Was blockiert dich? Die Realität. Wenn sich meine Figuren Situationen des Lebens gegenüberstehen sehen, von denen ich als deren Autor nicht weiß, wie es funktioniert. Manchmal erfinde ich was, nur damit die Geschichte weitergehen kann. Das rächt sich aber möglicherweise später. Meistens jedoch muss ich akribisch recherchieren. Bis zu einem gewissen Grad macht das Spaß, aber wenn es zu lange dauert, bin ich schnell frustriert. Und dann natürlich die obligatorischen Selbstzweifel. Einerseits glaube ich zwar, dass ich für mich schreibe. Aber natürlich möchte ein Geschichtenerzähler, dass seine Geschichten auch gehört werden wollen. Und als kleiner, unbekannter Autor stelle ich mir dann und wann die Frage, warum machst du das eigentlich? Wen sollten deine Geschichten interessieren, wenn es doch im Buchhandel so viele namhaften Alternativen gibt. – Kein guter Motor!
Hast du einen genauen Tagesablauf, für deine kreative Zeit? Als Vollzeit-Erzieher, Ehemann und zweifacher Vater muss ich mir meine Zeit gut einteilen. Ich stelle mir meinen Wecker morgens um 5 Uhr, mach mir meinen Kaffee und setz mich mit meinen Laptop an die Couch – so wie jetzt. Nicht auf, sondern neben die Couch; ich auf dem Boden, der Laptop auf der Couch. Immer auf denselben Platz. Und dann geht’s los. Dieser Ablauf ist schon sehr ritualisiert. Böse Menschen könnten meinen, es grenze an eine Zwangsstörung … Aber durch die Gewohnheit kann ich meine Geschichten sofort abrufen. Selten starte ich meinen Laptop und weiß nicht, was ich schreiben soll. Zu dieser Zeit und an diesem Ort schreibe ich am liebsten. Tatsächlich fällt es mir andernorts viel schwerer in die Geschichte zu finden.
Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast? Unterschiedlich. Mal froh und erleichtert. Wenn alles gut ausgegangen ist … und damit meine ich nicht zwingend ein Happy-Ende … sondern ob die Geschichte am Ende rund ist. Denn da ich aus dem Bauch heraus schreibe, mache ich mir zu Beginn keine Gedanken, wohin die Reise gehen soll. Manchmal bin ich auch traurig. Wenn mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind und ich sie nie oder eine Zeitlang nicht mehr begleiten darf.
Wie bist du auf den Mainbook Verlag aufmerksam geworden? Per Zufall eigentlich. Ich war auf der Suche nach einem Verlag – damals war es ein Mystery-Thriller in „epischer Breite“. Gerd meinte, der Roman sei leider viel zu lang für seinen Verlag, wenngleich ihm meine Schreibe gefiele. Ich antwortete, wenn er was Kurzes suche, hätte ich da eine Horror-Serie für ihn. Und so kam „Der Friedhofsänger“ und ich vom Niederrhein zum mainbook Verlag.
Liest du gerne selbst? Oh, ja sehr. Ich finde Geschichten toll und liebe es, sie zu lesen. In den Worten anderer Menschen einzutauchen und mir die Bilder anzuschauen, die sie in meinem Kopf entstehen lassen, ist etwas ganz besonderes finde ich.
Welches Genre? Am liebsten Thriller und Kriminalromane. Horror lese ich schon lange nicht mehr. Keine Ahnung, warum eigentlich. Aktuell bin ich auch eher im Krimi- statt im Thriller-Genre unterwegs. Auch wenn meine beiden Romane „Komplize“ und „Imitator“ mit viel physischer und psychischer Gewalt daherkommen, merke ich als Leser (mittlerweile) aber, dass mich zu viel davon abschreckt. In vielen Thrillern gibt es die Täter-Opfer-Sicht, wenn z.B. erzählt wird, wie irgendjemand von irgendjemanden gefangen gehalten und gequält wird. Das stört mich mittlerweile sehr. Vor allem weil jenen Szenen schon fast obligatorisch sind, und oft keinen Mehrwert für die Geschichte haben, sondern nur die Seiten füllt. Ich bleibe lieber in der Perspektive des Ermittlers oder des Protagonisten.
Lieblingsautor / in: Linus Geschke. Da muss ich gar nicht lange überlegen. Seine Worte lösen immer etwas in mir aus. Seine Romane sind einfach toll. Außer ihm Marc Raabe und Andreas Gruber. Ich liebe aber auch die Zorn-Reihe von Stephan Ludwig. Und im Moment habe ich die Sörensen-Reihe von Sven Stricker für mich entdeckt.
Veröffentlichungen 2025 / 2026: 2025 ist mein zweiter Thriller „Imitator“ erschienen. Der zweite Band um eine Kommissarin aus Krefeld (NRW, Niederrhein). Der erste Band erschien 2023 und trägt den Titel „Komplize“.
Wo kann man deine Bücher, außer auf der Verlagsseite, käuflich erwerben? Ich denke in den meisten Buchhandlungen, auch wenn sie (sicher) nicht vorrätig dort liegen werden.
Wo ist deine nächste Lesung? In der Nähe meine Heimatstadt Kevelaer am Niederrhein: in Rees. Und zwar im Juni.
Kann man dich auch auf einer Messe treffen? Möglicherweise schaff ich es, dieses Jahr wieder auf die Frankfurter Buchmesse. Da ich ja noch einen Hauptjob habe, ist es manchmal etwas kompliziert mit dem frei bekommen.
Wo findet man dich im World Wide Web? Instagram:daniel.stenmans. Leider habe ich keine eigene Website
42 Autorinnen und Autoren setzen ihre großartigen Ideen, ihre Kreativität in wunderbare Bücher um. Viele davon durfte ich lesen. Der Verlagschef Gerd Fischer ist die Seele des Ganzen, der Antrieb des Verlags und vor allem, ein herzensguter Mensch. Hier nun stelle ich euch die wundervollen Autorinnen und Autoren vor, die in diesem Verlag ihre Heimat gefunden haben.
Heute zu Gast Autor Andreas Roß, der Taten begeht und sie mit kriminalistischem Spürsinn widerrum aufklärt.
Name: Andreas Roß
Genre: Krimi
Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?
In allen Genres, außer natürlich im Krimi-Genres. Es gibt nichts Entspannenderes, als nach einem harten Arbeitstag, abend am heimischen Computer noch etwas zu morden.
Wann hast du begonnen zu schreiben?
Kurz nach der Pubertät.
Gab es jemanden, der dich dazu animierte?
Mein Inneres.
Was treibt dich an?
Ich weiß es nicht so genau. Es gibt Zeiten, da muss ich einfach schreiben.
Was blockiert dich?
Stress. Ich habe eine Blockade, wenn ich nicht bei mir bin, also weiß ich, dass ich etwas verändern muss, wenn ich nicht schreibe.
Was benötigst du zum Schreiben?
Zeit.
Hast du einen genauen Tagesablauf, für deine kreative Zeit?
Nein. Es kommt, wenn es kommt.
Was hilft deine Inspiration und Ideen zu beflügeln?
Manchmal joggen durch die Wälder oder eine heiße Dusche. Manchmal auch beides, gerne aber nacheinander.
Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?
Ich habe immer Zettel und Stift in der Tasche.
Wo schreibst du am liebsten?
Das verändert sich, gerne allerdings irgendwo mit dem Laptop auf den Knien.
Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?
Dann freue ich mich auf die Lesungen und die Reaktionen.
Wie bist du auf den Mainbook Verlag aufmerksam geworden?
Das ist eine gute Frage. Das weiß ich gar nicht mehr. Müsste ich mal den Verleger fragen …
Liest du gerne selbst?
Es gibt Zeiten, dann ja.
Welches Genre?
Was sich so anbietet.
Lieblingsautor / in:
Michael Crichton, derzeit: Torsten Schleif und natürlich viele örtliche Autoren wie Tewes, Fiedler, Schwob, Franz, Köstering usw. usf.
Veröffentlichungen 2025 / 2026:
Wo kann man deine Bücher, außer auf der Verlagsseite, käuflich erwerben?
42 Autorinnen und Autoren setzen ihre großartigen Ideen, ihre Kreativität in wunderbare Bücher um. Viele davon durfte ich lesen. Der Verlagschef Gerd Fischer ist die Seele des Ganzen, der Antrieb des Verlags und vor allem, ein herzensguter Mensch. Hier nun stelle ich euch die wundervollen Autorinnen und Autoren vor, die in diesem Verlag ihre Heimat gefunden haben.
Heute zu Gast der vielseitige Leif Tewes. Seines Zeichens Thriller Autor, Musiker und DJ.
Name: Leif Tewes
Genre: Thriller, Krimi, Noir
Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?
Alles andere.
Wann hast du begonnen zu schreiben?
Schon in der Kindheit (2. Klasse) schrieb ich einen eigenen „Abenteuerroman“, dann später einige Fachbücher, und erst seit ca. 10 Jahren Noir-Krimis.
Gab es jemanden, der dich dazu animierte?
Zuerst die Vielzahl an schlechten Krimis („das kann ich besser“), dann musste ich lernen, dass ich es nicht besser kann, und erst als ich ein paar wirklich gute Sachen gelesen habe, war ich inspiriert, es auch zu probieren. (Simone Buchholz, James Sallis)
Was treibt dich an?
Gesellschaftliche Themen, die mich bewegen, die mich aufregen. Um so ein Thema herum, stricke ich dann Figuren und dann den Plot.
Was blockiert dich?
Da ich kein „Plotter“ bin, weiß ich manchmal nicht, wie die Geschichte weitergehen soll. Dann muss ich noch tiefer in meine Figuren eintauchen und versuchen rauszubekommen, wie die sich jetzt verhalten würden, was die als nächstes machen, und daraus entsteht dann die Handlung.
Was benötigst du zum Schreiben?
Die richtige Musik und einen Laptop.
Hast du einen genauen Tagesablauf, für deine kreative Zeit?
Nein.
Was hilft deine Inspiration und Ideen zu beflügeln?
Mit offenen Augen durch die Welt gehen, jede Kleinigkeit erfassen und versuchen zu ergründen.
Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?
Notiere ich auf meinem Smartphone.
Wo schreibst du am liebsten?
An meinem Laptop. Ort ist egal. Zuhause, im Zug, im Café, alles schon gemacht.
Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?
Ambivalent: Froh, es zu Ende gebracht zu haben, und traurig, dass ich meine Figuren nun verlassen muss.
Wie bist du auf den Mainbook Verlag aufmerksam geworden?
Zum einen kennt man den Mainbook-Verlag, wenn man in Frankfurt unterwegs ist, und zum anderen kenne ich einige Autoren aus dem Mainbook-Verlag.
Liest du gerne selbst?
Ja, aber zu wenig.
Welches Genre?
Thriller, Noir, und auch mal ein gutes Sachbuch.
Lieblingsautor / in:
Da gibt es viele. Wie schon erwähnt: Simone Buchholz, James Sallis, immer wieder Thomas Bernhardt, einige finnische Schriftsteller. Wenig US-Amerikanische Krimiautoren.
Veröffentlichungen 2025 / 2026:
„Herzkiller“
Wo kann man deine Bücher, außer auf der Verlagsseite, käuflich erwerben?
In etlichen Buchhandlungen im Rhein-Main-Gebiet (wo Mainbook seine Bücher hat), und überall im Internet.
Wo ist deine nächste Lesung?
20. März 2026, Stadtteilbibliothek Sindlingen, 19:00
Kann man dich auch auf einer Messe treffen?
Bin auf einigen regionalen Messen, wenn Mainbook dort ausstellt.
42 Autorinnen und Autoren setzen ihre großartigen Ideen, ihre Kreativität in wunderbare Bücher um. Viele davon durfte ich lesen. Der Verlagschef Gerd Fischer ist die Seele des Ganzen, der Antrieb des Verlags und vor allem, ein herzensguter Mensch. Hier nun stelle ich euch die wundervollen Autorinnen und Autoren vor, die in diesem Verlag ihre Heimat gefunden haben.
Heute die wunderbare Franziska Franz.
Name: Franziska Franz
Genre: Krimi
Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?
Liebesromane, Fantasy, Horror.
Wann hast du begonnen zu schreiben?
2018 Kinderbücher, ab 2019 nur noch Krimis.
Gab es jemanden, der dich dazu animierte?
Nein.
Was treibt dich an?
Die Geschichten des Lebens, besser gesagt Themen, die in meinen Augen erzählt werden müssen.
Was blockiert dich?
Stress.
Was benötigst du zum Schreiben?
Ruhe.
Hast du einen genauen Tagesablauf, für deine kreative Zeit?
Sobald ich meinen Haushalt erledigt habe, sitze ich vorm Computer.
Was hilft deine Inspiration und Ideen zu beflügeln?
Cafés und Gespräche.
Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?
Ich behalte sie im Kopf. Wenn ich sie vergesse, waren sie nicht spannend genug.
Wo schreibst du am liebsten?
In meinem Arbeitszimmer.
Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?
Großartig.
Wie bist du auf den Mainbook Verlag aufmerksam geworden?
42 Autorinnen und Autoren setzen ihre großartigen Ideen, ihre Kreativität in wunderbare Bücher um. Viele davon durfte ich lesen. Der Verlagschef Gerd Fischer ist die Seele des Ganzen, der Antrieb des Verlags und vor allem, ein herzensguter Mensch. Hier nun stelle ich euch den wundervollen Autoren Gerd Fischer vor.
Copyright Georg Doerr
Name: Gerd Fischer
Genre: Krimi
Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?
Ich fremdle etwas mit Young Adult usw., dafür bin ich zu alt
Wann hast du begonnen zu schreiben?
2003.
Gab es jemanden, der dich dazu animierte?
Nein.
Was treibt dich an?
Geschichten erzählen macht mir riesigen Spaß, weil ich mir die Figuren und Settings so erschaffen kann, wie ich es mag. Schreiben ist einerseits Selbstverwirklichung, aber auch Flucht aus der Realität in die Welt der Fiktion.
Was blockiert dich?
Wenn ich nebenher zu viel zu tun habe.
Was benötigst du zum Schreiben?
Meinen Laptop, sonst nichts.
Hast du einen genauen Tagesablauf, für deine kreative Zeit?
Am liebsten schreibe ich frühmorgens ab 6 Uhr.
Was hilft deine Inspiration und Ideen zu beflügeln?
Lesen.
Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?
Immer notieren auf einem Zettel, sonst vergesse ich die Hälfte. Meine Zettelwirtschaft ist legendär.
Wo schreibst du am liebsten?
Am Schreibtisch.
Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?
Nicht besser als während des Schreibens.
Wie bist du auf den Mainbook Verlag aufmerksam geworden?
Ich habe ihn gegründet. 😄
Liest du gerne selbst?
Oh ja!
Welches Genre?
Viele, sicher stehen Thriller/ Krimis ganz oben, aber auch anspruchsvolle Belletristik, Fantasy, Biografien, weniger Sachbuch
Lieblingsautor / in:
Jakob Arjouni, Jörg Fauser, Virginie Despentes, Marcel Montecino, Michel Houellebecq, Sybille Berg.
Verlag / Selfpublisher: Hybrid – früher überwiegend Verlag, heute fast nur noch Selfpublisher.
Was ist das Schöne daran, Queere Bücher zu schreiben?
Es entstehen wunderschöne Geschichten mit Botschaft. Denn wir sind in der Gesellschaft, leider noch immer bei weitem nicht da angekommen, wo wir hin sollten. Nämlich, dass Queerness vollkommen normal ist.
Seit wann schreibst du?
Seit frühester Kindheit, aber meine erste Veröffentlichung war 2004 ein Lyrikband. Mein Romandebüt erfolgte 2007 mit dem ersten Band meiner Vampir-Reihe (die übrigens auch schon queer war und als „Dark Bloodline“ neu im Selfpublishing erscheint).
Wie viele Bücher sind von dir 2025 erschienen?
4 neue Romane & 2 Re-Releases
A Place for broken hearts, Need you to know – weil ich dich liebe, Need you to stay – weil ich dich brauche, Winter Change, 2 Re-Releases Vampire Moon und Lycanic Moon und….
5 Hörbücher
Christmas Timeout, Summer Rebound, Slapshot, Christmas at the Lake & You, Winter Change.
Wo kann man deine Bücher käuflich erwerben?
Ganz normal im Buchhandel.
Wann ist deine nächste Lesung?
Am 06. Januar bei Allabendlich Queer aus „Winter Change“, einer Bonusstory zur Hard Rules Reihe.
Wo kann man dich auf Messen antreffen?
2026 am 28. Februar auf der Stuttgarter Buchmesse und eventuell wieder auf der Queer Book Fair.
Ich bin 38 Jahre jung und liebe es meine Leser gerne in fantastische Welten. Seite 2023 darf ich das auch Hauptberuflich machen, was mich sehr stolz macht.
Seit 2012 schreibst du und veröffentlichst deine Werke. Welches Buch war dein Erstling?
2012 kamen die Chroniken der Leandra Elfenwald bei einem Verlag raus.
Du hast vier Kinder. Wie integrierst du dein Schreiben in den Alltag?
Meist schreibe ich spät am Abend. Es hat sich herausgestellt, dass es für mich die beste und kreativste Zeit ist.
Deine Töchter unterstützen dich auf den Messen. Lesen sie genauso gern wie du?
Die eine ja, auch wenn ein völlig anderes Genre als ich, die andere nein. 🙂
Was sagen deine Söhne dazu? Sie sind sicher stolz auf ihre Mama.
Ich glaube sie verstehen nicht genau was ich mache. 🙂
Du bist die Autorin der Rosenmagie und Dornenschmerz. Erkläre bitte die Zwei Begriffe. Woher stammen sie?
Die Rose ist eine ganz besondere Blumen. So schön wie sie anzuschauen ist und so gut wie sie riecht, so schnell kann man sich an ihren Dornen verletzen. Die Rose begleitet mich schon beinah mein ganzes Leben, daher war es mir wichtig sie auch in meinem Logo zu erwähnen.
Erzähl bitte von deinem neuen Buch, um was geht es. Schreibst du täglich?
Ich schreibe aktuell am letzten Band meiner Rules of Kings Reihe. Es geht um vier Protagonisten, die alle ihre eigene Geschichte erleben und am Ende führt sie zu einer großen und Ganzen.
Was benötigst du zum Schreiben? Gibt es einen gewissen Ort zum Schreiben, an dem du dich am wohlsten fühlst?
Ich schreibe direkt am Laptop und bevorzugt an meinem Schreibtisch in meinem Arbeitszimmer.
Gibt es ein Land, in das es dich immer wieder zieht?
Die ganze Welt ist wundervoll und ich hoffe sehr viel davon zu sehen. Einige Länder durfte ich schon bereisen, andere stehen noch auf meiner Liste.
Bist du eine Abenteurerin, oder liegst du auch gerne mal am Pool?
Beides. 🙂 Ich bin schon den Jakobsweg gelaufen, kann aber auch sehr gut auf einer Liege verweilen 🙂
Welches Tier wärst du gerne?
Hmm ich weiß nicht genau. Vielleicht ein Rabe. Sie sind schlau und wunderschön.
Hast du neben dem Schreiben, auch noch andere Hobbys?
Ja, ich spiele Theater und bin die Gruppenleiterin der Kinderfeuerwehr bei uns im Dorf.
Du bist eine sehr besondere Persönlichkeit, du strahlst so viel Kraft und Mut aus. Woraus ziehst du deine Energie?
Ehrlich gesagt habe ich jetzt bestimmt fünf Minuten über diese Frage nachgedacht und versuche sie mal zu beantworten. Selbstbewusstsein spielt hier glaube ich eine große Rolle. Ich habe lange gebaucht um zu wissen wer ich bin und was ich will und kann. Wenn man diese Fragen für sich beantworten kann und hier geht es nicht um Überheblichkeit oder auch andersherum falsche Bescheidenheit, dann ist das der Grundstein für Mut und Kraft. Ich denke, die Energie kommt aus mir selbst.
Deine Bücher sind alle Kunstwerke. Woher nimmst du die Ideen? Wer hilft dir bei der Umsetzung?
Ich arbeite mit verschiedenen Coverdesignern zusammen. Die Ideen kommen uns meistens zusammen im Gespräch. Ich arbeiten mit den Designern immer sehr eng zusammen. Wir sind im regen Austausch.
Bei wie vielen Verlagen, veröffentlichst du deine Werke?
Die meisten bisher im Selfpublishing und eins im Drachenmondverlag.
Du hast einen eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse und bist auch sonst viel unterwegs. Wo kann man dich das nächste Mal treffen?
Ende November auf der ComicCon in Stuttgart. Und es nicht die Letzte dieses Jahr.
Wieviele Bücher sind von dir bisher erschienen?
Die magischen Bücher 1-5
Daris und Leyla
Bis das letzte Sandkorn fällt 1-3
Rules of Kings 1 und 2
Black Wings
Bei der Maimarkt-Anthologie habe ich auch mitgemacht.
Selfpublisher oder Verlag: Selfpublisher mit Herz, Kopf und ganz viel Kaffee ☕️
Was ist das Schönste daran, queere Bücher zu schreiben?
Das ich Geschichten erzählen darf, in denen queere Figuren selbstverständlich im Mittelpunkt stehen – mit all ihren Stärken, Schwächen, Eigenheiten und großen Gefühlen. Ich liebe es, Spannung, Humor und Herz zu verbinden und dabei Welten zu erschaffen, in denen sich alle willkommen fühlen dürfen.
Seit wann schreibst du?
Mein erstes Buch erschien 2020 „Weihnachtsmänner in London“
Wieviele Bücher sind von dir 2024/2025 erschienen?
2024/2025 sind sieben Bücher von mir erschienen:
Hunter B. Holmes – Mord in Brick Manor –
ISBN 978-3-7579-9285-9
Hunter B. Holmes – Mord in der besten Gesellschaft –
ISBN 978-3759285140
Hunter B. Holmes – Eine Leiche zum Geburtstag! –
ISBN 978-3-8194-0266-1
Hunter B. Holmes – Mord unter dem Weihnachtsbaum! –
ISBN 978-3819460883
Sirmione & Mord – Pizza, Pasta, Tod –
ISBN 978-3819421174
Grisper Castle – Blutmondnacht –
ISBN 978-3759248008
Toskanaherzen –
ISBN 978-3757940010
Wo kann man deine Bücher kaufen?
In allen Online-Shops (Amazon, Thalia, Hugendubel …) und natürlich im lokalen Buchhandel.
Wann ist deine nächste Lesung?
Meine nächste Lesung ist am 22. November 2025 bei „Potsdam liest queer“
Wo kann man dich auf Messen antreffen?
Für nächstes Jahr ist im Februar die Stuttgarter Buchmesse geplant und im Mai bin ich auf der Seitenzauber in Ingolstadt
Name/Pseudonym: J. L. Carlton (Wobei das „J“ für Jacqueline steht)
Genres: Contemporary Gay Romance
Verlag: Ich habe bis jetzt ausschließlich bei dead soft veröffentlicht. Bis auf eine Kurzgeschichte zu einer Anthologie, die im Traumtänzer-Verlag erschienen ist. Diese Anthologie, ist aber mittlerweile nicht mehr erhältlich.
Warum queer?
Das ist eine gute Frage. Bei Fanfictions habe ich zu Beginn Hetero-Geschichten geschrieben, bin aber sehr schnell auf M/M umgeschwenkt. Ich fand und finde Gay Romance sehr prickelnd und spannend. Es ist einfach das, was ich selbst am liebsten lese und deshalb schreibe ich es auch.
Seit wann schreibst du?
Ich habe vor zig Jahren mit Fanfictions angefangen. Mein erster Roman wurde 2017 veröffentlicht.
Bücher in 2024/2025: Gar keine. Meine letzte Dilogie „Königliches Blut – Geheimes Verlangen“ ist im Juni 2023 erschienen.
Patrick Scholz mit seiner wunderbaren Frau Sabrina.
Sein Halt und Ein und Alles.
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Du schreibst seit deiner Jugend. Fantasy war dir wichtig. Was gab den Ausschlag, in diesem Genre zu schreiben?
Ich bin ein Kind der 80er! Der Einfluss von Fantasy war in den 80er und 90ern gefühlt gigantisch. Angefangen mit den „Masters of the Universe“. Ich lege dir dazu ein Foto mit in den Anhang. Ich hatte eine wirklich große Sammlung der Actionfiguren (die meine Eltern leider an meinen alten Kindergarten gespendet haben, anstatt sie für mich oder meine Kinder aufzubewahren). Schon damals fand ich nicht nur die klassischen Helden wie He-Man spannend. Nicht verwunderlich, dass Skeletor die optische Vorlage für meinen Helden Urgoth, den Sensenmann wurde 😊
Mit Serien wie: „Masters of the Universe“, „Thundercats“, „Bravestar“, „Saber Rider“, „Transformers“, „Gargoyles“.
Oder auch Filmen wie: „Conan“, „Der Herr der Ringe“ (Zeichentrick von 1978), „Willow“, „Highlander“, „Legende“, „Das letzte Einhorn“, „Die unendliche Geschichte“, „Der dunkle Kristal“, „Time Bandits“, „Excalibur“, „Fire and Ice“, „Labyrinth“, bin ich aufgewachsen.
Aber wie hat das alles dazu geführt, dass ich zum Lesen und Schreiben gekommen bin?
Nachdem ich die Zeichentrickversion vom „Herrn der Ringe“ von Ralph Bakshi zum ersten Mal gesehen habe, und dieser Film nicht die ganze Geschichte gezeigt hat! Er endet mit dem Satz: „Mit dem Mut der Verzweiflung, und angefeuert durch das heldenhafte Beispiel von Frodos Freunden, vertrieben die Mannen von Rohan die Heerscharen der Finsternis für immer aus dem Gebiet von Mittelerde.“ Und mit dieser aufopferungsvollen Schlacht endet auch die erste große Erzählung, der Herr der Ringe… Eine Fortsetzung des Films gibt es (leider) bis heute nicht. Dafür jedoch die grandiosen Filme von Peter Jackson! Aber der kleine Patrick wollte damals wissen, wie es weitergeht. Also waren meine ersten Schritte die Geschichte selbst weiterzuerzählen. In die Rolle von Aragorn, Gandalf oder Frodo zu schlüpfen und mir eigene Abenteuer auf der Reise nach Mordor auszudenken. Es hat tatsächlich eine ganze Weile gedauert, bis meine Tante davon erfuhr und mir das Buch der Hobbit schenkte. Nun war dies zwar nicht die Fortsetzung… aber die Vorgeschichte des Films. Ich kann nicht zählen, wie oft ich den „Hobbit“ gelesen habe! Aber ich bräuchte definitiv mehr als zwei Hände. Darauf folgten „Der Herr der Ringe“… dicht gefolgt von „Der Greif“ von Wolfgang Hohlbein. Spätestens nach diesem Buch war mir klar, dass ich später einmal, wenn ich groß bin, genau das werden möchte! Ein Geschichtenerzähler! Phantastische Welten die ich selbst erschaffen habe und Figuren, die darin Abenteuer bestehen. Das war die Geburtsstunde vom „Herrscher der Türme“. Natürlich ist die Geschichte über die Jahre gereift, gewachsen… hat sich verändert, so, wie ich mich verändert habe… doch dann kam der Tag, an dem es um die Berufswahl ging… in meinem Buch schreibe ich deswegen auch… manchmal sind die Ziele oder Wünsche nicht auf geradem Wege zu erreichen. Das Leben schreibt da, seine ganz eigenen Geschichten. Meine Eltern haben mir nicht die nötige Unterstützung gegeben, sondern den Satz gesagt, den unzählige Jugendliche an dieser Stelle gehört haben… „Lerne gefälligst etwas gescheites! Damit kann man doch kein Geld verdienen! Wie willst du damit später einmal eine Familie ernähren? Du warst doch immer gut mit Zahlen! Versuche es doch mal bei der Bank!“ Und so habe ich den Geschichtenerzähler in mir begraben und bin Bankkaufmann geworden. 24 Jahre im „falschen“ Beruf. Gefangen in der grauen Welt der Zahlen… aber dazu später mehr!
In „Herrscher der Türme“ geht es um Gemeinschaft, um den Kampf gegen das Böse. Mut, Durchhaltevermögen und das Aufgeben keine Option ist. Wie bist du das Projekt angegangen? Skizzierst du die grobe Handlung? Hast du dir Gedanken, um die Figuren gemacht?
Wie bereits geschrieben… die Idee zum Herrscher der Türme hatte ich bereits in meiner Jugend. Auch einige Charaktere, wie z.B. Urgoth der Sensenmann oder Gronk das Irrlicht, stammen aus dieser Zeit! Nur hatten sie damals, noch nicht dieselben Namen wie heute. Als ich mit dem Schreiben begonnen habe, habe ich zuerst die sieben Welten aufgezeichnet. Ganz klassisch mit Papier und Bleistift. Ich bin tatsächlich ein visueller Schreiber. Ich sehe die Dinge vor meinem geistigen Auge… und muss sie dann erst einmal zu Papier bringen. Erst danach können auch Worte die Welten und Figuren zum Leben erwecken. Da meine Zeichenkünste, sagen wir mal eher bescheiden sind, erfreue mich daran, dass meine liebe Frau ein Talent zum Malen und Zeichnen hat. Ich habe also nur die groben Skizzen angefertigt und sie hat das dann für mich, in Schön gezeichnet. Später dann, haben wir uns ein Programm für die Erstellung von Karten gegönnt und den ein oder anderen Charakter mit der Hilfe von KI zum Leben erweckt. Nun nachdem ich also die Welten und Figuren aufgezeichnet habe (oder aufzeichnen lassen habe), habe ich seitenweise Namen aufgeschrieben. Phantastische Namen für die Fülle an Figuren, Wesen, Orten, Welten… und habe diese dann den sieben Welten zugeordnet. Auf diese Weise konnte ich mich später beim Schreiben anhand dieser Liste bedienen, wenn ein neuer Charakter hinzukam. Neue Orte beschrieben wurden. Ich brauchte nur die Liste zur Hand nehmen und die Figuren oder Orte suchten sich ihren Namen wie von selbst. Als dieses Gerüst stand, habe ich damit begonnen in den sieben Welten zu schreiben. Und tatsächlich waren die Ersten Kapitel nicht die ersten Kapitel des Buches. Immer wenn ich eine Idee für einen Charakter hatte, habe ich grob angefangen über ihn zu schreiben. Wie sieht er aus, wie heißt er oder sie? Was ist seine Geschichte? Wie passt er in den „Herrscher der Türme“? Wann könnte er in Erscheinung treten? Welche Rolle wird er spielen? Und so entstanden die ersten Zeilen über Bordrosch Eisenfaust, aus dem Clan der Eisenfäuste. Ein Zwerg.
Erzähle bitte von deinen Büchern. Wird es einen dritten Teil geben?
Sehr gerne 😊 Für all jene, die Band 1 und 2 noch nicht gelesen haben… ein paar kurze Erläuterungen. Ich habe es nicht als Zweiband geschrieben, sondern in einem Guss! Doch nach 1200 Seiten musste ich feststellen, dass es für einen Debutroman deutlich zu lang war! Also habe ich einen sinnvollen Cut gemacht und auf zwei Bücher aufgeteilt. Ich habe einen Turm erschaffen, in dem insgesamt sieben Welten existieren. Keine weiß von der Existenz, der jeweils anderen. Einzig Urgoth, der Sensenmann muss seiner Aufgabe in allen sieben Welten nachgehen. Er wird begleitet von Gronk dem kleinen Irrlicht, der seine Rolle ein wenig neckisch gestaltet und Urgoth oft hinterfragt in dem, was er sagt und tut. Denn Band 1 heißt nicht ohne Grund „Finde deine Bestimmung“. Wer kennt es nicht? Wer war nicht schon einmal an dem Punkt in seinem Leben, wo er sich gefragt hat, was hätte alles aus mir werden können, wenn nicht… und in diesem Fall der Sensenmann! Urgoth möchte nicht mehr als der Schatten wahrgenommen werden, der den Tod bringt. Er möchte in einem anderen Licht stehen… etwas Gutes vollbringen! Was bei der Aufgabe schier unmöglich scheint! Ihm kommt jedoch zu Gute, dass in einer der sieben Welten die Elfen vom Bösen verführt werden… und so drehen wir die Charaktere in dem Buch komplett! Der vermeintliche Bösewicht, wird zum Beschützer der sieben Welten und die vermeintlich guten Elfen zum Bösen, das bekämpft werden muss. Und auf seiner Reise durch die sieben Welten trifft Urgoth auf eine Vielzahl spannender Charaktere, wie z.B. Azeria, die Fuchsfrau, Theocera, den Drachen, Grischnar, die Orkschamanin oder Bordrosch den Faustkämpfer, um nur einige zu nennen. Keiner von ihnen ist ein offensichtlicher Held… und DAS war mir enorm wichtig! Denn Helden gibt’s in jeder Größe! Es ist nicht wichtig wie groß, wie stark, begabt/talentiert man ist. Wahre Helden tragen das Herz am rechten Fleck! Hier spanne ich ein wenig den Bogen zu den „Hobbits“… die bei Tolkien am Ende die größten Helden sind. So sind es auch meine Figuren… niemand hält sich selbst für einen Helden. Sie gehören eher zu den Unterschätzten, den Ausgestoßenen, den Missverstandenen… jeder hat seine Geschichte und manche befinden sich, an einem wahren Tiefpunkt in ihrem Leben… und doch schlummert in jedem Funken das Licht eines Helden. Und in meiner Geschichte geht es darum, diesen Funken zu entfachen. Bei jedem Einzelnen! Selbst den Leserinnen und Lesern. 😉 Die Geschichte um Urgoth und seine Mitstreiter wird in Band 2 zu einem sinnvollen Ende geführt… ich verrate nur so viel… es wird in den sieben Welten weitergehen. Dann jedoch mit neuen spannenden Figuren und neuen spannenden Geschichten. Dabei schließe ich nicht aus, dass der ein oder die andere liebgewonnene Figur nochmal auftauchen werden. Eines jedoch ist sicher… Der Dritte Band wird alles verändern!
Was planst du außer Band 3 zu schreiben?
Zuerst einmal bin ich dem Verlag unendlich dankbar, dass sie mir erlaubt haben in den sieben Welten weiterzuschreiben. Band 3 habe ich bereits begonnen zu schreiben. Die Story für Band 4 und 5 habe ich bereits durchgeplottet. Es darf in den sieben Welten also spannend weitergehen 😊
Ich möchte mich jedoch nicht nur auf den „Herrscher der Türme“ beschränken. In mir schlummert noch so viel mehr, dass seinen Weg aufs Papier finden möchte. Und so habe ich entschieden mich etwas breiter aufzustellen. Nicht nur High Fantasy zu schreiben. Aktuell schreibe ich gerade an einem Urban Fantasy/Crime Mix und bin schon mit 2/3 des Buches fertig. Am Ende mit einer abgeschlossenen Handlung und der Möglichkeit eine ganze Reihe mit immer abgeschlossenen Geschichten daraus zu machen. Gerade der Mix aus Fantasy und Crime fasziniert mich da gerade sehr UND es ist etwas, das nicht schon seit vielen Jahren in mir schlummert, sondern etwas Neues, dass dank des Schreibens in mir gereift ist.
Gibt es weitere Einflüsse oder Idole, die dich zum Schreiben animiert haben?
Zu 100%. Meine beiden absoluten Idole sind Markus Heitz und Bernhard Hennen. Die Welt der Zwerge und Elfen, hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Ich habe alles aus diesen Reihen verschlungen. Und natürlich hat es mich und meinen Schreibstil beeinflusst. Und mit ein wenig Stolz kann ich sagen, dass ich zu beiden Autoren während meines Schreibprozesses Kontakt hatte.
Kurze Anekdote: Auf der FBM 2024 hatte ich zwar zwei fertige Bücher im Gepäck… jedoch noch keinen Verlag gefunden. Also bin ich mit meiner Frau und einem Flyer, der mich als Autor und Sprecher vorstellt an jeden Stand gegangen, der Fantasy verlegt. Am Ende waren es drei Verlage, die mit mir zusammenarbeiten wollten, worüber ich sehr glücklich bin. Doch am Stand von Droemer Knaur hatte ich einen Fan Moment… Markus Heitz stand dort in Warteposition für seine Signierstunde… Und was habe ich gemacht… Ich habe mein Herz in die Hand genommen und ihn angesprochen und meinen Flyer in die Hand gedrückt. Es war kein Verkaufsgespräch… es war für mich einfach magisch… weil er so nahbar war. Von sich und seinen Anfängen erzählt hat… mir Tipps gegeben hat… mich ermutigt hat, falls es mit der Verlagssuche nicht klappt… ein wirklich schöner und ungezwungener Moment. Kurz darauf hatten wir Tickets für die Lesung der Meister der Phantastik (Bernhard Hennen, Markus Heitz und Kai Meyer). Ein besonderer Abend mit ganz viel Herzklopfen… denn ich hatte mich vorbereitet. Hatte mein Manuskript auf einem USB Stick und einen persönlichen Brief dazu geschrieben… und zwar für Markus Heitz und Bernhard Hennen! Nach der Lesung konnte man sich anstellen und Bücher signieren lassen (was ich auch gemacht habe… die Erstausgabe der Elfen und der Zwerge und das jeweilige aktuelle Buch der beiden). Markus Heitz hat mich sofort wiedererkannt 😊 Hat mich mit den Worten… der sprechende Autor begrüßt 😊 Und er hat mein Skript mitgenommen und gesagt er würde reinlesen… und mir weiterhin viel Glück bei der Verlagssuche gewünscht. Bei Bernhard Hennen hatte ich zum ersten Mal Kontakt, mit meinem zweiten großen Idol. Ein ganz anderer Typ Mensch wie Markus Heitz. Eher der väterliche Typ. Hat sich unfassbar viel Zeit für ALLE seine Fans genommen. So auch für mich. Auch er hat viel von sich persönlich preisgegeben. Über seine Anfänge… dass er jeden Job angenommen hat, um schreiben zu können. Selbst als Weihnachtsmann im Kinderkrankenhaus. Das er selbst Glück gehabt hat damals einen Fürsprecher gehabt zu haben, der bei seinem ersten Verlag für ihn „gebürgt“ hat. Und zwar kein geringerer als Wolfgang Hohlbein. Auch Bernhard Hennen hat mein Manuskript mitgenommen, aber um Verständnis gebeten, dass er es nicht vollständig lesen kann, weil er viele solcher Anfragen erhält. Dafür hat er mir angeboten nach einer Show ein Bier trinken zu gehen und die ersten 10 Seiten zu lesen und mir ein direktes Feedback zu geben. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Als ich dann auf dem LBM 2025Bernhard Hennen ein signiertes Exemplar vom „Herrscher der Türme“ übergeben konnte und er mich mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch Herr Kollege“ begrüßt hat… habe ich mich gefühlt wie in einem Traum!
Auf der Seraph Verleihung habe ich dann Markus Heitz getroffen und konnte ihm ebenfalls ein signiertes Exemplar überreichen. Ich habe mich bedankt bei ihm, für die Inspiration und seinen Zuspruch… doch er hat nur gesagt… „Das hast du ganz allein geschafft. Glückwunsch!“ Es fühlt sich immer noch unwirklich an… aber ich bin nun ein echter Autor!
Auf der FBM 2025 war der Stand vom Spica Verlag wieder genau gegenüber von Droemer Knaur und ich habe wieder einen Moment abgepasst, an dem Markus Heitz seinen Auftritt hatte. Mit Herzklopfen habe ich ihn gefragt, ob er ein signiertes Exemplar von meinem zweiten Buch haben möchte… Als Antwort habe ich erhalten… „Ah! Der sprechende Autor! Das ist geiler Scheiss! Natürlich nehm ich eins!“ Ich hatte es noch nicht signiert und wurde hektisch, als ich nach einer Möglichkeit dafür gesucht habe. Doch Markus hat mir ganz cool seinen Rücken zum Signieren angeboten. Mein absolutes Messehighlight!
Du hast den Beruf des Bankkaufmanns gewählt. Was mochtest du daran?
Am liebsten würde ich gar nichts schreiben!!! Denn ich habe den Beruf des Bankkaufmanns gehasst! Gelernt habe ich bei der Sparkasse in Gelsenkirchen. Was mir zugutekam? Ich bin ein Mensch, dem es leicht fällt auf Menschen zuzugehen. Zuzuhören. Ins Gespräch zu kommen. Die ersten Jahre im Beruf des Bankkaufmannes habe ich also damit gefüllt. Viele angenehme Gespräche mit Kunden in der Filiale und am Ende kam der ein oder andere Abschluss dabei heraus. Wenn jedoch einmal nichts „zählbares“ dabei herauskam, musste keine der beiden Seiten ein schlechtes Gefühl dabei haben… Doch irgendwann wollte ich (programmiert durch den Einfluss der Erziehung und der Gesellschaft, wie ich heute weiß) mehr erreichen. Schließlich sollte ich doch eine Familie mit diesem Job ernähren. Also bewarb ich mich bei einer Privatbank und verbrachte dort insgesamt 18Jahre mit dem Verkauf von Geld an Geschäftskunden in Form von Finanzierungen und Leasing. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Job auch den letzten Charme, der angenehmen Gespräche verloren. Denn ich habe ihn nicht mehr in der Filiale im Face to Face an einem Tisch ausgeführt… sondern am Telefon. Mit dem Ziel Umsatz zu machen. Jeden Tag mehr! Und egal wie oft ich die mir vorgegebenen Ziele erreicht habe… es war nie genug. Im Nachhinein hat mich dies getriggert… aber dazu später mehr.
Zahlen und Kreativität schließen sich gegenseitig nicht aus. Das weiß ich nur zu gut. Wann hast du dich entschieden, im Schreiben den nächste Schritt zu wagen?
Diese Frage muss ich mit der nächsten Frage zusammenziehen, um sie adäquat beantworten zu können.
Du hast dunkle Zeiten hinter dir, hat dir das Schreiben geholfen?
Das ist tatsächlich nichts, was man einfach so erzählt. Und wenn du mich das vor 3 Jahren gefragt hättest, hätte ich es dir weder beantworten können oder wollen! Im Dezember 2022 wurde bei mir gesundheitlich etwas festgestellt, was mir vor Augen geführt hat, wie schnell das Leben vorbei sein könnte. Das zusammen mit dem Job, der mich eindeutig krank gemacht hat, denn wie bereits geschrieben, ging es nur noch darum mehr Profit zu machen… erreichte Ziele wurden nicht gefeiert, sondern von noch größeren Zielen erschlagen. Nicht von mir, sondern meinen Vorgesetzten. Und leider wussten sie genau, welche Knöpfe man bei mir drücken musste, um noch mehr Leistung aus mir herauszuholen. Und knapp 40 Mio Umsatz macht man halt auch nicht von 8-17Uhr. Das alles war tief in mir verankert, durch meine Erziehung. Ein Vater, dem man nie etwas Recht machen konnte. Gut war nie gut genug. Immer das Gefühl haben noch mehr leisten zu müssen, um seine Anerkennung zu erhalten… letztendlich hat das alles zusammen mich in eine schwere Depression geführt. Alles um mich herum war Dunkel. Vor allem jedoch meine Gedanken. Ich kann meine liebe Frau nicht oft genug hervorheben. Viele Ehen wären daran gescheitert. Doch nicht unsere! Mit der Hilfe von Sabrina habe ich zuerst mir selbst eingestanden, dass ich Hilfe benötigte… und dann zugestimmt mir Hilfe zu holen. Über 2 Jahre Therapie waren nötig, um im Leben wieder klarzukommen. UND den Job, der mich krank gemacht hat loszulassen. Wie mir das Schreiben dabei geholfen hat?
Ich erzähle dir, wer geholfen hat den Geist aus der Flasche zu befreien… und du kannst dir sicher schon vorstellen wer es war… meine wundervolle Frau… aber wie hat sie das angestellt?
Im Juli 2023 waren wir trotz meines Zustands, auf der Insel Texel für einen Familienurlaub mit unseren beiden Kindern und unserer Hündin Willow. Sabrina hat versucht mich mit schönen Erlebnissen, aus diesem Loch zu befreien… leider ohne Erfolg. Dann kam jedoch der Abend, der alles verändern sollte. Unsere Kinder waren Alt genug, dass wir sie auch einmal für ein paar Stunden mit dem Hund allein lassen konnten… und so haben wir uns mit einer Decke und einer Flasche Wein an den Strand aufgemacht, um am Leuchtturm den Sonnenuntergang zu genießen. Eine Frage reichte aus, um dem Abend eine komplett andere Wendung und Bedeutung zu geben. Sabrina fragte: „Was hättest du denn anderes mit deinem Leben anfangen wollen, dass dich glücklicher gemacht hätte als Bankkaufmann?“ Ich habe gekämpft mit mir, ob ich es ihr erzähle oder nicht… Doch dann fasste ich mir ein Herz und offenbarte meinen tiefsten Wunsch, meine Hoffnungen, meine Träume… begraben unter der Last einen Job wählen zu müssen, der die Familie ernährt. Ich wollte eigentlich Schriftsteller/Autor werden. Erzählte ich ihr. Und die ganze Geschichte, wie es nicht dazu gekommen ist. Doch Sabrina fragte weiter… ging noch tiefer… „Wüsstest du denn auch, worüber du schreiben würdest?“ Also erzählte ich ihr vom „Herrscher der Türme“. Vom Sensenmann, der Tod unglücklich mit seiner Aufgabe war, gefangen im Nichts der Unterwelt, umgeben von Schwärze. Ohne Hoffnung. Bis er das kleine blaue Leuchten vor sich entdeckte. Das kleine Irrlicht, dass ihn aus dem Nichts führen könnte… Warum also heißt Band 1 der Reihe „Finde deine Bestimmung“? Weil hier ganz viel von mir selbst darin steckt!!! Dann erzählte ich Sabrina von den Sieben Welten und den Abenteuern, die der Sensenmann und sein bester Freund, das Irrlicht darin erleben würden… Ich dacht sie würde mich auslachen, für verrückt erklären… stattdessen sagte sie etwas, das alles verändert hat: „Damals haben dich deine Eltern und deine Selbstzweifel davon abgehalten deinen Traum zu leben… wer hält dich jetzt davon ab? Nur du selbst!“ Am nächsten Tag ist Sabrina in den nahegelegenen Ort gefahren und hat einen Block und Stifte gekauft… der Rest ist Geschichte. Noch am selben Tag habe ich damit begonnen, den Herrscher der Türme zu schreiben. Und mit jeder Zeile, die ich zu Papier gebracht habe, habe ich mich selbst ein Stück aus der Dunkelheit herausgeschrieben. Was dann folgten, waren Meilensteine, wie die Fertigstellung des Buches… die erfolgreiche Verlagssuche… eine Ausbildung zum Sprecher… die Veröffentlichung von Band 1 und mittlerweile schon von Band 2. Erste Hörbuchveröffentlichungen… Der Absprung aus dem alten Job. Ein Neuanfang in einem neuen Job, der mich erst einmal wieder zurückgeworfen hat, und ganz aktuell steht ein weitere Neuanfang vor der Tür. Denn um dem Thema und der Leidenschaft Bücher treu zu bleiben, wage ich ein neues Abendteuer als Buchhändler bei „Thalia“. Denn damit habe ich endlich etwas gefunden, was mich glücklich macht… meinen Traum am Leben hält. Als Autor, Sprecher und Buchhändler wird das Bild endlich rund. Finanziell habe ich mich durch diese Entscheidung zwar gerade halbiert… aber ich kann allen da draußen nur eines mit auf den Weg geben… Es ist nie zu spät, seine wahre Bestimmung zu finden. Und es ist so viel wichtiger gesund und glücklich zu sein als krank und reich. In Rücksprache mit meiner Frau habe ich abgewogen. Geld gegen Glück. Und erst mit 45 Jahren habe ich mich für das Glück entschieden. Wer in dieser Geschichte ist also mein größter Held? Eindeutig meine Frau!
Deine wundervolle Frau hat dich in Allem unterstützt, was ich großartig finde. Sprichst du mit ihr, wenn eine Szene nicht funktioniert? Mal wieder ein Charakter, aus der Reihe tanzt?
Das ist tatsächlich zu einem wundervollen Ritual geworden. Immer wenn ich ein neues Kapitel (oder gleich mehrere) vollendet habe… verabreden wir zwei uns zu einer kleinen Lesung. Gerade nach der Ausbildung zum Sprecher fällt es mir auch stimmlich viel leichter, in die verschiedenen Rollen zu fallen. Manchmal bei einem Glas Wein genießt es meine Frau, dass ich ihr die fertigen Kapitel nicht nur vorlese… sondern auch in die jeweiligen Charaktere springe. Und ja! Sabrina ist meine erste und schärfste Kritikerin. Es gibt vieles, das ich an ihr schätze! Aber ihre Ehrlichkeit hilft mir, in meinem Wirken ungemein. Und so ist es zu der ein oder anderen Änderung nur dank ihres Feedbacks gekommen.
Wie sieht euer Tagesablauf aus? Gibt es feste Schreibzeiten?
Als ich Band 1 und 2 geschrieben habe, habe ich eigentlich jede freie Minute genutzt. Wobei ich zugeben muss, dass ich ein Nachtschreiber bin. Meine kreativste Phase ist tatsächlich nachts, wenn alles um mich herum still und friedlich ist. Draußen ist es dunkel. Der Stress des Tages liegt hinter mir… und ich brauche kein schlechtes Gewissen haben, wenn nur noch meine Ideen, Figuren und Welten durch meine Gedanken geistern. Mit dem Sprung zurück ins Berufsleben, hat sich das natürlich wieder etwas verändert. Es gab Tage oder besser gesagt Nächte, wo ich auf die Uhr geschaut habe und mich erschrocken haben. Denn als ich entschieden hatte ins Bett zu gehen, war es bereits Zeit für den Rest der Familie wieder aufzustehen. Sabrina und auch die Kinder geben mir den Raum, um unter der Woche nach der Arbeit noch an meinen Projekten zu arbeiten… die Hauptzeit ist jedoch aktuell das Wochenende bzw. die freien Tage. Es gibt also noch keine festen Schreibzeiten. Aber viel Raum und Verständnis, um diesen Traum weiter am Leben zu halten.
Eure Kinder wuseln auch durch die Wohnung und euer Hund Willow. Gibt es einen Platz, an dem du am Liebsten schreibst?
Mein Favorit Place wird wahrscheinlich für immer die Insel Texel bleiben… denn dort hat der Zauber seinen Anfang genommen. Ich konnte das immer nicht nachvollziehen, wenn man gehört oder gelesen hat, dass kreative Menschen (Autoren, Künstler, Sänger usw.) an einem bestimmten Ort gereist sind, um dort kreativ zu sein. Jetzt kann ich das definitiv nachvollziehen. Bei uns zu Hause habe ich das große Glück, dass wir genügend Platz für alle haben! Wir leben in einem Haus. Auf der unteren Etage ist der Platz für die Familie (Küche, Esszimmer, Wohnzimmer). Auf der ersten Etage war die Etage für die Kinder (1 großes Zimmer für meine Tochter, 2 kleinere Zimmer für meinen Sohn und das Bad) und unterm Dach schlafen Sabrina und ich. Mein Sohn hatte in seinem zweiten Zimmer ohnehin nur Schränke stehen (für Kleidung, Spielzeug, Bücher…) Also konnte ich dieses Zimmer so umgestalten, dass er seine Ecke für Kleidung behält… und den Rest habe ich als Tonstudio und Schreibhöhle für mich abgetrennt. Schallisoliert, abgedunkelt, perfekt um ungestört das zu machen, was mir am meisten Freude bereitet.
Du bist Hörbuchsprecher. Das finde ich super interessant. Wie kann man sich das vorstellen. Kommen die Aufträge über Mail rein? Bekommst du einen Anruf? Welche Hörbücher hast du schon eingesprochen? Wie funktioniert so eine Produktion?
In der Zeit, als bei mir alles auf dem Prüfstand war, kam mir die Bank bzw. kaufmännische Ausbildung dann doch zu Gute… Denn ich bin zwar ein Träumer und Phantast… aber kein Traumtänzer… Das ich nur mit dem Schreiben von jetzt auf gleich meinen Lebensunterhalt gestalten könnte, war maximal unrealistisch. Also habe ich überlegt, was mir ebenfalls Freude bereiten würde und womit man auch Geld verdienen könnte. Also habe ich eine Sprecherausbildung gemacht. Schnell wurde mir klar, dass dem Schreiben immer mein Herz gehören würde… also habe ich das Sprecher sein auf Hörbücher beschränkt, denn dort bleibe ich dem Thema Büchern treu. Auch hier ist der Markt umkämpft und selbst etablierte Sprecherinnen und Sprecher fürchten den Einfluss von KI… also fliegen die Aufträge bei einem unbekannten Sprecher wie mir nicht zur Tür hinein. Und auch hier kommt ein bewährter Spruch zum Einsatz… man weiß nie, wofür es gut war… ich habe 18 Jahre lang Kaltakquise machen müssen… und genauso komme ich an Hörbuchaufträge. Ich spreche den Klappentext oder einen Auszug aus dem Buch einer Autorin oder eines Autors… und schicke ihn ihr oder ihm per E-Mail. Und wenn sie sich nicht von allein zurückmelden, telefoniere ich ihnen nach. Dabei durfte ich bereits 6 Hörbücher aufnehmen. Mein eigenes produziere ich im Übrigen gerade, denn das wollte ich mir nicht nehmen lassen. Wer mich bei Audible, Amazon oder iTunes ins Suchfeld eingibt, findet meine Titel. Von der großartigen Lilly Labord oder Kelly Cait. Magische Geschichten, die meine Frau und meine Tochter direkt zu Fans dieser Autorinnen hat werden lassen. So eine Hörbuchproduktion ist tatsächlich harte Arbeit. Und garantiert nicht so, wie viele es sich vorstellen. Bevor ich einen Text einsprechen kann, muss ich ihn vorab gelesen haben. Dann ein zweites Mal, um ihn fürs Einsprechen vorzubereiten. Jede Figur wird farblich hinterlegt, wenn sie spricht, damit ich immer genau weiß, welche Stimme jetzt gerade gesprochen werden muss. Außerdem markiert man Wörter, die besonders betont werden… wo die Stimme raufgeht… wo runter… Dann starte ich das Aufnahmeprogramm und lese ein ganzes Kapitel am Stück. Immer wenn ich mich verspreche oder das Gefühl habe, der Satz war falsch betont, spreche ich den Satz manchmal zwei, drei, zwölfmal hintereinander. Wenn das Kapitel beendet ist, kommt die eigentliche Arbeit. Der Schnitt. Für jede gesprochene Audiominute kommen mehrere Minuten für den Schnitt obendrauf. Zwischen den Schnitten müssen die Übergänge sauber gemacht werden… bis also ein Kapitel fertig ist… vergeht Zeit, Schweiß und Fleiß! Dann höre ich mir jedes fertige Kapitel noch einmal an. Wort für Wort. Denn bevor es als Hörbuch veröffentlicht werden kann, muss sichergestellt sein, dass ich auch genau das sage, was im Buch steht. Ich halte es mit meinen Autorinnen und Autoren so, dass sie jedes fertige Kapitel von mir digital zur Verfügung gestellt bekommen, um es sich anzuhören. Denn als Autor ist es mir ungemein wichtig, dass meine Kunden zufrieden mit dem Endprodukt sind. Passt die Stimmfarbe zu der Figur. Oder gibt es Wörter, die anders ausgesprochen werden sollen. Erst wenn die Autorin oder der Autor zufrieden ist, sehe ich dieses Kapitel als finalisiert an. Es ist egal, wie viel Zeit ich für das Schreiben aufwende… es fühlt sich NIE nach Arbeit an!!! Das ist meine Bestimmung. Das, was mich glücklich macht. Das, was mich gerettet hat. Das, was ich mir von niemandem mehr wegnehmen lasse! Das Sprechen macht Spaß, ohne Frage… aber es bleibt Arbeit.
Wann ist deine nächste Lesung? Wo kann man dich persönlich treffen?
Das Jahr 2025 hatte wirklich viele Highlights!!! Meine Frau erinnert mich immer wieder daran, was ich bereits alles geschafft habe… denn leider verliere ich oft den Blick dafür. Mein erster Fantasyroman ist im März 2025 erschienen. Gestartet sind wir auf der LBM. Danach kamen einige kleinere Messen und Büchermärkte, wie die RE-Buch oder Hahn und Helden… aber auch ein ganz großer Traum von mir, der in Erfüllung gegangen ist… ein eigener Buchstand auf dem MPS, eines der größten Mittelalter und Phantasie Spektakel Deutschlands.
Im Oktober kam pünktlich zur FBM mein zweites Buch heraus. Für dieses Jahr habe ich nur noch ein weiteres Event geplant. Und zwar die Pott Phantastika vom 22.11. bis 23.11. im Schloß Horst in Gelsenkirchen. Kommt gerne vorbei und besucht nicht nur mich, sondern viele tolle Autorinnen und Autoren aus dem Bereich Fantasy und Science-Fiction. Mit etwas Glück kann ich dort auch noch einen Leseslot ergattern an diesem Wochenende. Parallel laufen die Planungen für 2026 auf Hochtouren. Die LBM und FBM sind bereits fest eingeplant. Der Stand auf dem MPS ebenfalls. Hinzukommen sollen wieder so viele kleinere Messen und Büchermärkte, Lesungen und Signierstunden wie möglich. Wer hier auf dem neuesten Stand bleiben möchte, kann sich entweder auf meiner Homepage oder über Social Media informieren. Ansonsten freue ich mich auch immer über Anfragen, wo man mich für Events, wie Lesungen und Signierstunden buchen möchte. Entweder im Autorenzivil oder in Gestalt meines Protagonisten Urgoth, dem Sensenmann, inkl. Rüstung 😉
Danke lieber Patrick, für dein sehr offenes und ehrliches Interview. Es hat mich berührt, mich auch traurig gemacht, mich mit vielen Gefühle überschwemmt. Ich bin sehr froh dich und Sabrina kennen gelernt zu haben. Von ganzem Herzen, wünsche ich dir viel Glück.