Meine Lebenskiste – Gedicht nach dem Muster von Kit Wright´s „The Magic Box“

Meine Lebenskiste

Ich lege in die magische Kiste hinein

         Mein Herz das für das Schreiben schlägt.

         Ein Vogel der mich durch die Welten trägt.

         Die Freunde die mir wert und teuer sind.

Ich lege in die magische Kiste hinein

         Tilly die so mutig erscheint

         Krümelchen, der das Leben entdeckt.

         Lisa, die sich gerne hinter Bäumen versteckt.

Ich lege in die magische Kiste hinein

         Ein rosarotes Stachelschwein

         Ein Bild von dem, wie ich mal war.

         Die Ereignisse vom letzten Jahr.

Meine magische Kiste ist aus Liebe gebaut,

mit Herzen auf der Außenhaut,

mit Glitzer und Federn, so leicht wie der Wind,

und vielen kleinen Zimmern darin,

in denen ich alle meine Schätze find.

 

Ich werde meine magische Kiste für immer in meinem Herzen vergraben,

so das nichts geschieht mit den herrlichen Gaben,

den Dingen die mir teuer sind,

zu sammeln begann ich schon als Kind.

 

(Gedicht nach dem Muster von Kit Wright´s „The Magic Box“)

 

 

Die Maus

Eine Spitzmaus hat sich ganz unbewegt,

 vor mir auf den Gehweg gelegt.

Ob dieses Tier gestorben,
weil es um eine Frau geworben,
ob es die Katze so erschreckt,
oder des Alters wegen ist verreckt,
das weiß ich nicht zu sagen,

 und die Maus

kann ich ja nicht mehr fragen.


©Bettina Lippenberger

 

Was für eine Liebe

Was für eine Liebe,

die nicht darf sein.

Was für eine Liebe,

die sich nach

Erfüllung sehnt,

doch keine Erfüllung findet.

Was für eine Liebe,

die nicht aufgibt.

Was für eine Liebe,

die am Ende denen Kraft verleiht

die lieben.

Was für eine Liebe,

die nach langer Zeit,

in die Wirklichkeit,

in das Bewusstsein,

aller eingeht.

Liebe ist Stark.

Liebe ist Unendlich.

Die Liebe zweier Menschen,

bleibt bis beide vergangen.

© Bettina Lippenberger

Begegnung im Regen

Zwei große schwarze Hundeaugen,

können es so gar nicht glauben.

Stupsen an mit feuchter Nase,

meine Hand ganz vorsichtig.

Möchten nicht wahr haben,

das es heut keinen Streichler gibt.

Nun mach schon Menschenwesen,

lässt es dir doch sonst nicht nehmen.

Gib deinem Herzen einen Stoß,

ich muss gleich wieder los.

Siehst du mein Frauchen ruft mich schon,

ist das heut mein ganzer Lohn?

Tätschelst kurz und ganz betrübt,

mein Köpfchen das sich zur Seite biegt.

Musst jetzt gehn, auch mich ziehts fort,

an einen gemütlicheren  Ort.

Beim nächsten Mal da bin ich gewiss,

wir wieder toben auf der nächsten Wies.