[Interview] Lisa Skydla

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Lisa Skydla – die fesselnde Autorin

lisa-skydla©Lisa Skydla

Mein Name ist Lisa Skydla, geboren 1971, Mutter von zwei tollen Söhnen und Ehefrau eines fast perfekten Mannes.
Mein Lebenslauf ist wenig abenteuerlich, nach dem Abitur habe ich eine Lehre zur Datenverarbeitungskauffrau gemacht, einen Beruf den es leider nicht mehr in der Form gibt. Allerdings habe ich sehr früh angefangen zu schreiben und auch dort durfte ich einige Kurse, Lehrgänge und ebenso ein Studium absolvieren. Also die handwerklichen Voraussetzungen sind vorhanden.
Mein Leben als Autorin ist erschreckend normal, was viele Menschen wohl anders sehen, aber als Mutter wird man schnell immer mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Mit meiner Familie und meinem kleinen Zoo lebe ich im wunderschönen Rhein-Lahn-Gebiet, fast direkt am Wald. Und ja ich bin ein absolutes Landkind.

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Im Alter von etwa zehn Jahren habe ich ein Buch in die Hand bekommen, das mich so enttäuscht hat, dass ich es besser machen wollte. Angefangen habe ich mit Mini-Liebesromanen für die Klassenkameraden, die natürlich extrem kindlich waren. Aber meine Liebe zum Schreiben ist nie erloschen.


2. Was treibt dich an?

Die Geschichten in meinem Kopf treiben mich an, denn da herrscht meistens ein ziemliches Gedränge. Aber auch meine Leser, die sich immer wieder freuen, etwas Neues von mir zu lesen, die mir Mut machen, wenn es nicht so läuft und einfach nur toll sind.


3. Was blockiert dich?
Disharmonie, Streit und Probleme, besonders in der Familie. Ich bin absolut harmoniesüchtig. Und wenn ich keine Musik hören kann, geht gar nichts.

4. Wie fühlst du dich, wenn du ein Projekt beendet hast?
Das ist schwer zu sagen, es gab Projekte, da war ich froh, es gab aber auch welche, da habe ich mich regelrecht gewehrt sie zu beenden.
Aber das Herzklopfen und die Angst, wie das Buch bei den Lesern ankommt, bleiben auch nach der 29ten Veröffentlichung.

5. Hast du einen genauen Tagesablauf zum Schreiben?
Nein, dazu bin ich zu chaotisch. Ich schreibe, wenn ich eine Idee habe und nicht gerade unterwegs bin.

6. Wie machst du es mit Ideen, wenn du unterwegs bist?
Die verpacke ich ganz schnell im hintersten Eck meines Gehirns, sonst sind die weg. Heißt, ich denke nicht weiter darüber nach, sondern merke mir nur ein Stichwort. Sollte ich etwas zu schreiben dabei haben, was meistens der Fall ist, notiere ich mir ein paar kurze Punkte dazu.


7. Woher kommen deine Ideen?
Das kann ich gar nicht sagen. Meistens ist es wie ein Gedankenblitz und schwupps ist die Idee da. Ab und zu sind es eigene Erlebnisse, bestimmte Szenen oder einfach nur ein Anblick im Wald.


8. Wo schreibst du am Liebsten?

Zuhause im Wohnzimmer. Da habe ich einen Schreibtisch von dem aus ich in den Wald sehen kann. Außerdem ist dieser Arbeitsplatz genauso eingerichtet, wie ich es schön finde. Im Moment mit ganz viel Weihnachtsdeko, Kerzen und einer tollen Lampe, die bunte Kugeln im Wasser wirbeln lässt.


9. Was benötigst du zum Schreiben?

Meinen Laptop oder zumindest einen Block, wobei ich wirklich besser mit einer Tastatur schreibe. Aber Spaß beiseite, ohne Musik geht nichts.


10. Machst du eine Schreibpause im Jahr?

Wenn ich jetzt bestätige, lachen sich meine Familie und mein Freundeskreis tot. Ich nehme es mir immer mal wieder vor und dann
kommt meine Muse und macht mir einen Strich durch die Rechnung.

11. Gibt es Genres, in denen du dich nie heimisch fühlen würdest?

Ja definitiv, Horror, Si-Fi und Kriegsberichterstattung oder reale Dramen.


12. Liest du gerne selbst?

Ich bin der Meinung, das gehört zum Beruf des Schriftstellers dazu.

Ja ich lese sobald ich Zeit dazu habe.


13. Welches Genre?

Liebesromane, erotische Romane, Fantasy, aber ab und zu

auch Klassiker, wie Brecht, Hesse, Goethe.


14. Was möchtest Du deinen Lesern oder baldigen Lesern noch mitteilen?

Ich bedanke mich für alles, was ihr möglich gemacht habt.

Denn ohne meine Leser wäre ich nur jemand, mit verschrobenen Ideen!
Ihr seid einfach toll!

 

SAMSUNG

Wer mehr über die Autorin mit Hang zu ungewöhnlichen Fesselgeschichten,

erfahren möchte, kann gern auf folgender Seite nach Herzenslust stöbern:

www.merlinsbookshop.com

Hier nun einige ihrer Werke:

Wild Thing 1

15644911_1204812196264439_558003004_nDie Barkeeperin Joleen wird von ihrer besten Freundin verraten und gerät in die Hände des bösartigen Dämons Namtar.
Mit aller Kraft widersteht sie den Verführungsversuchen dieser widerlichen Kreatur, doch ihre Welt ist komplett erschüttert.
Logan, der Gestaltwandler, gehört zu einer Einsatztruppe, die magische Wesen jagt, die sich nicht an die Regeln halten. Seine Truppe befreit Joleen und er spürt, dass sie seine Gefährtin ist. Aber jetzt steht er vor einem ganz anderen Problem, denn die rothaarige Hexe misstraut allen, die nicht menschlich sind. Außerdem ist da ja noch seine dominant-sadistische Neigung.
Als er sie gerade überzeugt hat, dass er der beste Partner für sie ist, gerät die Situation außer Kontrolle, was dazuführt, dass Joleen ihn nie wiedersehen will …

(Quelle: amazon)

Wild Thing 2

15644260_1204812016264457_1733687739_nEmily O´Banion lebt vom Einbruch, doch so langsam erkennt sie, dass es so nicht weitergehen kann. Die junge Frau beschließt herauszufinden, was es mit dem Söldnerlager in der Nähe von Ballyganon auf sich hat, um das sich so viele Gerüchte ranken. Dieser letzte Einbruch soll ihr den Start in ein bürgerliches Leben erleichtern.
Dummerweise wird sie direkt beim ersten Versuch von David Mc´Dorrell und seiner Truppe erwischt. Die Gestaltwandler finden diesen Überfall überhaupt nicht amüsant und David nimmt sie mit, um sie zu verhören.
Er spürt sofort, dass seine Gefährtin vor ihm steht, was die Situation nicht einfacher macht. Der sonst so beherrschte Anführer der ersten Einsatztruppe verführt die junge Frau nach allen Regeln der Kunst und zeigt ihr die magische Welt von Dominanz und Unterwerfung. David ist auch überzeugt davon, dass sie bei ihm bleibt, doch Emily hat ihren eigenen Kopf.
Immer wieder läuft sie weg, weigert sich allerdings David ihre Gründe zu nennen. Mit diesem Verhalten treibt sie den dominant-sadistischen Werwolf in den Wahnsinn, denn eins wissen beide genau … Liebe ist nicht das Problem.

(Quelle: amazon)

Wild Thing 3

15666367_1204812326264426_1551937035_nDie Krankenschwester Lea Anderson trägt ein großes Geheimnis mit sich, als ihr Freund während eines Irlandaufenthalts dahinter kommt, verlässt er sie fluchtartig, dabei nimmt er nicht nur ihr Gepäck, sondern auch ihr Geld und ihren Ausweis mit.
Völlig mittellos kämpft sie sich bis Dublin durch, wo sie von den legendären Söldnern in Ballygannon hört, die sich immer mal wieder im Hogans treffen. Als ihr erzählt wird, dass diese Soldaten auch ein Krankenhaus und ein Pflegeheim betreiben, beschließt Lea die Männer anzusprechen, um sie nach einer Anstellung als Krankenschwester zu fragen.
Gerry O´Sullivan, der Luchs, gehört zu dieser Gruppe, die in Wahrheit Gestaltwandler sind, die in ihrer Welt für Ordnung sorgen. Er fällt David ins Wort, als dieser Lea unwirsch abwimmeln will, denn er erkennt sofort seine Gefährtin. Er führt sie langsam, aber sehr konsequent in die Welt aus Dominanz und Unterwerfung ein, doch dann taucht Leas Ex-Freund wieder auf. Er droht ihr Geheimnis auszuplaudern, erpresst sie, damit sie sich in Dublin mit ihm trifft, doch es handelt sich um eine miese Falle …

(Quelle: amazon)

Wild Thing 4

15666323_1204812646264394_2128594011_nAls der Alarm im Söldnerlager in Ballygannon losgeht, ahnt Brian noch nicht, dass er gleich seiner Gefährtin gegenüberstehen wird. Doch als aus dem wunderschönen Falken eine junge Frau wird, stockt ihm der Atem und er weiß, dass sie die Eine ist.

Allerdings ist Caitlin nicht nur jung, sondern auch dickköpfig, wild und hat ihren absolut eigenen Willen. Sie lässt keine Chance aus den jungen Wolf herauszufordern und ihm zu zeigen, dass man sie nicht einfach bändigen kann. Obwohl sie die SM-Spiele mit Brian liebt und absolut genießt, fürchtet sie sich doch insgeheim davor sich komplett zu unterwerfen und ihre Freiheit zu verlieren.

Dass Steward McFlann, der Chef der Söldner, ihr Onkel ist, macht die ganze Sache nicht gerade besser!

Dies ist der vierte Band aus der „Wild Thing“- Reihe und kann, wie alle anderen Bücher eigenständig gelesen werden!

Die Geschichte enthält gefühlvolle erotische Szenen.

(Quelle: amazon)

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Vielen Dank liebe Lisa für deine Einblicke in deine Welt.

<3 Ich hoffe sehr, dich auf der Frankfurter Buchmesse zu sehen. <3

[Wanderbuch] „Zeitgenossen – Gemmas Verwandlung“ – Anmerkungen :)

Anmerkungen im Buch! Was wäre ein Wanderbuch, ohne Anmerkungen der Leserinnen und Leser? Genau, es wäre ein Buch wie jedes Andere. Das dies bei der Wanderbuch Aktion von Hope Cavendish nicht so ist, will ich euch anhand von Bildern beweisen. … Weiterlesen

[Aktion] Thema : How to write…

How-to-write

Erst Mal lieben Dank an Hannie das ich bei der tollen Aktion mitmachen darf!

Ihr findet sie hier:

Drelinda

Thema: How to write!

Hallo mein Name tut hier nichts zur Sache *kicher*
Entschuldigt ich habe mal wieder einen Clown gefrühstückt.
Mein Name ist Bettina Lippenberger und ich wurde vor fast 40 Jahren in der schönen Stadt Ravensburg, das wahrscheinlich jeder von den Spielen kennt die bei einem so im Schrank lagern oder auch von den Puzzle die man schon zu Hunderten zusammen gesetzt hat, kennt.
Ich bin Mama einer tollen Tochter, die mich ab und zu auch mal an die Decke gehen lässt – ich kann dann immer die Spinnweben entfernen, echt praktisch – und seit 20 Jahren vergeben an den tollsten Mann der Welt. Hört man in den heutigen Zeiten nicht mehr so oft. Ich meinte nicht dass mit dem Mann sondern das man 20 Jahre zusammen ist. Ehrlich gesagt hoffe ich das daraus noch viele Jahre mehr werden. Geheiratet haben wir im September 1999 und flogen dann nach Australien. Warum ich euch das erzähle? Weil es auch mit meinem Schreiben zu tun hat. Australien hat mich fasziniert und ich arbeite seit dem an einem Roman der immer noch nicht fertig ist. Einen Zweiten habe ich begonnen, der auch noch auf seine Vollendung wartet. Australien ist eigentlich der Grund dass ich mit dem Schreiben intensiv begonnen hab.
Eigentlich ging dem Schreiben eine lange Zeit des Lesens in meiner Kindheit und Jugend voraus. Natürlich kaufte auch ich mir Süßigkeiten mit meinem Taschengeld, doch sobald ich lesen konnte, sparte ich und kaufte mir Bücher.
Viele Jahre verschlang ich Unmengen davon. Einen echten Buchstabenkopf habe ich mir angeeignet. Schlecht nur das die Kommasetzung, dort nicht aufgenommen wurde. Das kann ich bis heute nicht. Zum Glück gibt es einen wundervollen Menschen der das für mich macht. Meine liebe Freundin und Lektorin Ramona Gielau. Sie musste schon einige Dinge gerade rücken.
Bisher durfte ich an 2 Kinderbüchern mitschreiben, eine Weihnachtserzählung in einer Anthologie veröffentlichen. Danke an den „Piepmatz Verlag“. Außerdem veröffentlichte ich im November letzten Jahres mein erstes eigenes Kinderbuch. Es begann als Geheimprojekt. Keiner wusste davon. Nur meine Freundin Jennifer Homann und ich. Wir sprachen uns ab, schickten uns Briefe, ja in echt, handgeschriebene Briefe mit Bildern, Texten, Zeichnungen.
Es war wundervoll an diesem Projekt zu arbeiten. Wir mussten erst einmal herausfinden wie sehen sie aus. Was können sie und was nicht. Es war eine sehr intensive Zeit. 1 Jahr haben wir für die ersten 10 Geschichten benötigt.
Von wem ich spreche? Ach stimmt ihr kennt sie ja nicht.
Meine Drei Freunde heißen: Krümelchen, Flöckchen und Fusselchen.

©Bettina Lippenberger

©Bettina Lippenberger

Ganz muntere Gesellen, die sich schon in so manches Abenteuer gewagt haben. Im Moment schreibe ich an Band 2 und an einem Erwachsenen Krimi.
Meine Schreibzeit ist der frühe Morgen, oder einfach immer, sollte mir mal was einfallen. Ich habe immer einen Block und einen Stift dabei. Wenn Beides nicht vorhanden ist, wird auch mal ins Smartphone getippt.
Leider ist das allgemeine Problem immer wieder das mir tageweise gar nichts einfällt und dann kommt wieder so ein Moment wo ich, egal wo ich gerade bin, schreiben könnte bis mir die Finger Blasen werfen. Diese Schreibschübe kommen immer in den unpassendsten Momenten. Bei der Arbeit oder im Bett. Ich versuch mir das Zeug dann immer zu merken, manches geht dabei auch verloren und fällt mir irgendwann in einer ähnlichen Situation wieder ein.
Was benötige ich zum Schreiben: Stifte, gaaaanz viele davon. Meist schreibe ich mit Bleistift. Papier, eine Kanne Tee und viele gute Einfälle!
Was treibt mich an? Ich möchte Geschichten erzählen. Menschen insbesondere gerade Kindern, ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Oder beim Krimi sie mit Spannung und einer einfallsreichen Geschichte in den Bann ziehen.
Mein Leben ohne das Lesen und Schreiben könnte ich mir gar nicht vorstellen. Es ist ein Teil von mir. Wenn ich mal wieder eine schwierige Passage hinter mich gebracht habe, freu ich mich wie ein Schneekönig, okay Schneekönigin muss das wohl bei mir heißen. Es ist ein tolles Gefühl.
Manchmal jedoch ist die Blockade so schwer dass ich ein Mittel einsetze, das mir auf jeden Fall darüber hinweg hilft. Was das ist? Die Musik ! Es gibt Musik bei denen ich schreiben kann, wo die Wörter mir nur so aus dem Stift fließen. Herrlich! In dem Sinne ist es keine Musik die ihr alle tagtäglich im Radio hört, nein es ist etwas Besonderes, und es sind besondere Sänger, Musikgruppen die mir helfen aus dem Loch wieder frei zu kommen.
Die Musikrichtung heißt Americana und Folk. Den besten Laden dafür gibt es in Lewes / England.
„Union Music Store“. Dort gibt es wahre Schätze zu finden und eben jene außergewöhnlichen Bands und Sänger.
Eine Geschichte zu beenden hat etwas Schönes an sich, ist aber in meinen Augen auch traurig. Denn man befasst sich mit seinen Charakteren sehr lang. Sieht wie sie auf einer Treppe sitzen, auf einem Pferd davon galoppieren, am Lagerfeuer usw. Ende schreib ich nicht gern, aber man muss los lassen können. Bereit sein für eine neue Geschichte.

Hier eine kleine Leseprobe aus meinem Buch: „Krümelchen und seine Freunde entdecken die Welt“
(pst… erhältlich auf amazon als Taschenbuch oder eBook beim Traumstunden Verlag Essen)

Krümelchen wird geboren

Die Morgensonne fiel durchs Fenster auf ein halbes Laib Brot, das einsam auf dem Frühstückstisch lag. Im Haus war kein Geräusch mehr zu hören, nur die Katze schlich immer mal wieder durch den Raum. Die Menschen, die hier wohnten, waren alle fort. Die Kinder in der Schule, die Großen bei der Arbeit.
Das Brot seufzte traurig und bemerkte mit Entsetzen, dass es schon zu trocknen begann. Vergessen zu werden, war kein schönes Gefühl.
Plötzlich bewegte sich etwas am Rande seiner Kruste.
Was ist denn jetzt los? dachte es bei sich. Etwas wackelt da doch hin und her. Das Brot versuchte etwas zu sehen, bog sich nach vorne, um einen Blick zu erhaschen, doch es gelang ihm nicht. Es spürte nur das immer stärker werdende Gezerre und Geziehe.
Ein kleiner Krümel hatte sich befreit und schaute in der Küche umher. »He, du da! Das kannst du doch nicht machen, geh sofort wieder an deinen Platz.«
»Will ich aber nicht!«, sagte das Krümelchen trotzig.
»Das ist aber nicht nett von dir, schließlich gehörst du zu mir.« »Ja, aber ich möchte etwas von der Welt sehen und Abenteuer erleben.«
»Du Krümel willst Abenteuer erleben, das ich nicht lache! Die Welt da draußen ist gefährlich.«
»Nur weil du ein Angsthase bist, muss ich ja keiner sein«, begehrte dieser auf.
»Angsthase !? Ich?! Ich habe so viel Erstaunliches erlebt bis ich hierher kam, davon kannst du nur träumen!«, gab es zurück.
Krümelchen hatte sich neugierig auf den Tellerrand gesetzt, um dem Brot zuzuhören.
»Du warst da draußen?«, er deutete zum Fenster.
»Wahnsinn!«
Das Brot lächelte den kleinen Krümel an, wie konnte er ihm auch böse sein, wusste er doch noch nichts von der Welt. »Findest du?«
»Ja! Erzählst du mir bitte, bitte was du dort alles erlebt hast?« »Ich!? Interessiert dich das wirklich?«, fragte das Brot überrascht und geschmeichelt zugleich.«
»Ja, das tut es!« Krümelchen wollte nur zu gerne wissen, wie er entstanden war und wo er herkam. Wen würde das nicht interessieren.
»Lass mich mal kurz überlegen. Eigentlich begann es damit, dass der Bäcker aus Mehl, Hefe, Wasser und Salz einen Teig hergestellt und den dann durchgeknetet hat. Das alles passierte nicht von Hand, sondern mit einer sehr großen Maschine. Hinterher hat er mich und noch einige andere geformt. Der Bäcker sah danach ganz lustig aus, denn nicht nur seine Kleidung war weiß«, lachte das Brot, »nein auch seine Wange und die Nase waren weiß vom Mehl.
Auf einem Backblech durften wir, also die anderen Brote und ich, uns ausruhen. Wir unterhielten uns, bis wir in den Ofen kamen. Dort wurde es uns ganz schön heiß und keiner hatte mehr Lust nur einen Piep zu sagen.
Man hörte nur ab und zu ein Krachen der Kruste. Nach einer Weile bekam ich kaum noch Luft, auch die anderen schnauften und stöhnten. Genau in dem Augenblick als es unerträglich wurde, haben sie uns zum Glück wieder rausgezogen und abkühlen lassen. Das dauerte eine ganze Zeit. In speziellen Körben begaben wir uns dann auf die Reise. Immer fünf zusammen. Es war keine lange Fahrt mit dem Auto, als wir anhielten, wurden wir in eine Bäckerei getragen, ich konnte das auf dem Schild über der Tür lesen, wo es verführerisch nach frischem Gebäck und Kaffee duftete.« Das Brot grübelte kurz. »In…sie nannten sie Regale glaube ich, wurden wir eingeräumt. Es dauerte nicht lange bis einer nach dem anderen von uns weggeholt wurde. Menschen mit kleinen klimpernden Scheiben in der Hand haben uns dagegen eingetauscht. Komisch war das. Als ich an der Reihe war, steckte man mich in eine Papiertüte und ich konnte von da ab leider gar nichts mehr sehen. Nur Geräusche drangen zu mir herein.«
»Was für welche?«, fragte Krümelchen wissbegierig.
»Hmm, das Rauschen von vorbeifahrenden Autos, ein Hupen, dann Geschirrgeklapper. Außerdem nahm ich noch den Duft von frischen Blumen wahr. Dann war da noch ein Bürsten, ich denke, da hat jemand den Gehsteig gefegt und ein Klingeln von einem Fahrrad. Als ich hier ankam, durfte ich endlich wieder raus. War ganz schön eng da drin.«
Krümelchen hatte ganz große Augen. »Du hast wirklich schon eine Menge erlebt!«
»Hab ich doch gesagt!«
Das Brot sah ihn zufrieden an und es freute sich, dass seine Erzählung Krümelchen so in Staunen versetzt hatte.
»Wie lange ist das her?«, fragte Krümelchen.
»Das war erst gestern, nun ist nur noch eine Hälfte von mir da, die andere Hälfte haben die, die mich eingetauscht haben, schon gegessen.«
»Du scheinst ihnen geschmeckt zu haben!«
»Ja und das macht mich auch ganz stolz! Nur leider haben sie mich heute vergessen.«
»Vergessen? Wie das denn?«
» zu verräumen, mich wieder in meine Tüte zu stecken.« Das Brot schnüffelte traurig.
»Wo ist denn deine Tüte?«
»Da drüben liegt sie. « Krümelchen drehte sich in die Richtung und sah die große gelbe Papiertüte auf der Arbeitsplatte liegen. »Wenn ich nicht in die Tüte komme, vertrockne ich noch ganz.«, erklärte das Brot weiter. »Vielleicht kann ich dir helfen.«, sagte das Krümelchen und hüpfte los.
»Die Tüte ist doch zu groß für dich, Kleiner. Und überhaupt, wie willst du dahin kommen?« Krümelchen drehte sich zu dem Brot um, lächelte aufmunternd und erwiderte: »Vertraue mir, ich werde schon einen Weg finden.«

Leseprobe Ende

Seit dem 31.5.2014 bin ich Mitglied des Vereins „Respekt für dich“ der in Wien beheimatet ist. Dies hat mich riesig gefreut. Im letzten Jahr verschickte ich zwei Exemplare von Krümelchen und seinen Freunden nach Wien um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Darum geht es nämlich. Kinder die Gewaltopfer wurden ein Stück vom Glück zurück zu geben, wenn auch nur für einige Augenblicke.
Mein Krümelchen durfte schon Dank Claudia Schröder der Inhaberin von kibo.fm in einer Radioshow mitmachen. Außerdem wandert derzeit ein Taschenbuch durch Deutschland. Die Einladung vom Verlag war ein tolles Erlebnis der Drei, die Geschichte wird dann in Band 2 veröffentlicht, wie auch alle anderen Abenteuer von meinen kleinen Freunden.
Danke für eure Zeit, denn die ist kostbar und dass ihr sie mit dem Lesen meines Artikels verbracht habt macht mich unglaublich stolz!

Eure Bettina